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Zu jung für die Oberstufe?


 
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ripley



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Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 02.12.2012, 18:23
BeitragTitel: Zu jung für die Oberstufe?
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Ima hatte im Nebenfaden Gedanken geäußert, die mich auch umtreiben. Und ich vermute, es gibt noch mehr Leute hier, die die Situation kennen.

Gut, Situation:
Junior (ADHS/HB) ist fast 15 und im schnellen Zug des Gymnasiums inzwischen in der 10. Klasse angelangt. Wenn er das Schuljahr schafft, kommt er also mit 15 1/2 in die Oberstufe.
IN der Oberstufe trifft er dann auf die Kids, die "normal alt" (also 16) sind, plus natürlich diejenigen, die zwischendrin eine "Ehrenrunde gedreht" haben. Die sind also größtenteils schon kalendarisch "weiter" als er. Mädels natürlich sind dann nochmal etwas reifer, da sie die Pubertät früher "durch" haben.
Hinzukommt, dass Junior bei allem Grips, den er hat, in seiner eigenen physischen, sozialen und emotionalen Entwicklung und auch in Bezug auf so "banale" Dinge wie etwa Selbstdisziplin und Selbstorganisation (ADHS!) schon hinter SEINER Alterskohorte hinterher hinkt. In diesen Dingen wäre er dann also NOCH weiter zurück hinter dem Gros der 11er-Kurse, als schon aufgrund des Altersunterschieds.

Ich mache mir da Sorgen. Und, ganz ehrlich, mittlerweile fände ich es gar nicht sooo schlimm, wenn er (derzeit leistungsmäßig alles andere als dolle) die 10. wiederholen müsste. Würde ihn natürlich auf der anderen Seite entsetzlich stören (da er dort auf ... Leute träfe, denen er durch das Aufspringen auf den "schnellen Zug" wohltuend entkommen ist und in "seinen" Fächern - MINT - gähnende Langeweile zu erwarten hätte).

Aber das Kind einfach mal ein Jahr zwischen Mittel- und Oberstufe in eine andere Umlaufbahn schicken, geht ja auch nicht (auch für ein Auslandsjahr finden wir ihn viel zu jung).

Hm.

Nein, vermutlich habt Ihr keine Lösung anzubieten. Aber ggf. Erfahrungen mit Euren "jungen" Kindern?
_________________
LG
Ellen
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jutta
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 02.12.2012, 21:17
BeitragTitel:
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Hallo ripley,

mein Sohn wird mit gerade 18 das Abi in der Tasche haben (wenn es so weiter läuft und keine Ehrenrunde ansteht). Dein Sohn wäre dann 17 1/2, oder?

Wie war die Situation, als ihr euch für den Schnelllernen entschieden habt? Gab es da schon Gedanken dazu, wohin es Sohn führt, also mit älteren Schülern zusammen kommen? Wie ist es mit den Vorläuferklassen der Schnelllerner, wie waren deren Erfahrungen (die sind ja ähnlich gestrickt, also auch jünger als normale 10er Klassen)?
Die anderen in der Klasse müssten doch ähnlich alt sein, oder? (Das ist doch eine Klasse, die gemeinsam eine Klasse übersprungen hat, richtig?)

Ich kann dir nur sagen, dass die Oberstufe bei meinem Einstein keine allzu großen Nachteile hatte, weil er auch hier nicht gerade ordentliche Heftführung praktizierte. Aber seine Motivation war eine andere! Es ist, als ob die Oberstufe allein schon einen Spurt möglich macht, das Kurssystem scheint ihm mehr gegeben zu haben als früher die normale Klassensituation.

Nicht wirklich hilfreich, aber vielleicht ein paar Gedanken wert...

Jutta
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Jutta
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joeymc
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
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BeitragVerfasst am: 02.12.2012, 23:15
BeitragTitel:
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Hallo,
ich habe hier zwei, die erst nach dem Abi 18 werden. Eine gute Möglichkeit war für uns, zum Übergang zwischen Mittel- und Oberstufe noch einen Auslandsaufenthalt einschieben, und zwar in einem Internat, das auch auf jüngere eingerichtet ist - das hat unserer Nr 1 gut getan, allerdings hat er das 1. Jahr Oberstufe nicht wiederholt, seine Leistungen waren trotz eines Halbjahres Abwesenheit zu gut. Er ist mit gerade 15 nach England in ein Internat, das ihm sehr entgegenkam (gut strukturierter Tagesablauf, häufige und leckere Mahlzeiten, tolle NaWi-Kurse und Lehrer, fantastische Lage am Meer, interessante Ausflüge), obwohl jung und sozial alles andere als hb ein echter Gewinn.
Nr 2 wird mit gerade 15 ab Herbst in die OS kommen, außer ihm gibt es im Jahrgang noch 2, die jünger sind. Allerdings ist er schon noch ziemlich kindlich, spielt am liebsten mit seiner kleinen Schwester - diskutiert aber am liebsten mit dem großen Bruder. Er wird nicht ins Ausland gehen, er hat sich zwar in den letzten paar Jahren emotional stabilisiert, unser Bauchgefühl und das betreffende Kind sagen aber nein.

Bisher war das Alter noch kein Problem, außer in Sport wegen der mangelnden Körpergröße.

Ich selbst unterrichte im Moment eine 10. Klasse, in der die Schüler zwischen 15 und 18 Jahre alt sind - das ist ganz normal. Manche sind mit 18 noch die totalen Kinder, manche mit 15 schon erwachsen, jede andere Kombination ist auch möglich...

Ich würde wirklich über das Auslandsjahr nachdenken, im Nachhinein finden wir es alle schade, das Nr 1 sich "nur" für ein halbes Jahr getraut hat - allerdings haben wir ihn schon sehr vermisst!

Wenn du mehr Infos über das Internat möchtest, schreib mir eine PN!

LG

Joey
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sun
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Anmeldungsdatum: 03.03.2005
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BeitragVerfasst am: 03.12.2012, 00:22
BeitragTitel:
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Hm... warum sollte es in der Oberstufe problematischer sein als in einer anderen Klassenstufe?

Dass er schneller sein wird, war ja beim Anfangen des Schnellläufer-Zugs klar. Ich würde es einfach mal entspannt auf mich zukommen lassen, wie er mit der Altersmischung klar kommt.

Klar, wenn er wegen der Leistungen wiederholen muss, ist das eh was anderes... aber so?

Unsere Naseweiß ist ja auch gerade in der 10 (G8 ). Sie wird Ende März nächsten Jahres 15, würde also ihr Abi mit gerade 17 machen.

Sie macht tatsächlich gerade ein Auslandsjahr, und sie hat da eine Menge dazu gelernt in Punkto sich selbst überwinden, um Sachen organisiert zu bekommen.

Zuerst ist sie da im Ausland in eine altersentsprechende Klasse gesteckt worden. Da hat sie sich nicht nur über den leichten Unterrichtsstoff, sondern auch über die frühpubertären Mitschüler beschwert - das war sie nicht mehr gewöhnt :).

Sie hat sich da jetzt dafür eingesetzt, ein Jahr höher gesetzt zu werden, und es hinbekommen. Also insofern, manchmal ist es auch gar nicht so falsch, ältere Schüler um sich zu haben...
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LG sun mit Naseweiß (*3/98, Studentin in NL), PeterPan (*6/99, dualer Student) und TigerLily (*6/05, 8. Klasse hb-Zweig)
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Mina-Lina



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BeitragVerfasst am: 03.12.2012, 20:21
BeitragTitel:
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Hallo!
Nein, ich habe weder eigene Erfahrung noch Lösung.

Aber: Er ist ohne Wiederholen mit 17 1/2 mit der Schule fertig. Das ist, gerade wenn die Organisation, aber auch das soziale noch nicht so passt, m.M. nach zu jung für ein Studium, auch weil er da eben noch nicht volljährig ist und ein Studium ja auch mit eigener Wohnung verbunden sein kann. Was wären da Alternativen? Auslandjahr? Freiwilliges Soziales Jahr?
Deshalb: Wie sieht es mit einem Klassenstufenwechsel zum Halbjahr aus? Schulwechsel wollt ihr nicht, oder? Sonst könnte man das ja verbinden und so den unliebsamen Leuten eine Stufe tiefer entkommen.

Die meiner Meinung nach beste Lösung wäre allerdings diese: der Sohn einer Freundin scheint ähnlich gestrickt wie deiner. Er war zwar nicht im Schnellläufer, hatte aber trotzdem in der 10. mächtig zu kämpfen und wiederholte dann. Allerdings wurde da auf Anraten des Physiklehrers eine neue Lösung gefunden: Wiederholen, aber mit gleichzeitigem Besuch von LK Chemie in der 11. Klasse. So hat er zwar ein paar Stunden in seiner Klasse verpasst, aber die Schule hat die Stundenpläne so gelegt, dass das meist MINT-Fächer waren, wo er sich eh gut auskannte (und auch Tests für die Zeugnisnote mitschreiben musste!).
Als er dann in die 11 kam, hat er LK Physik und LK Mathe gewählt. (Chemie durfte er kein zweites Mal nehmen, das war vorher ausgemacht)

Ich weiß nicht, wie die Gepflogenheiten an eurer Schule sind. Vielleicht ist aber eine ähnliche Lösung denkbar (das von mir erlebte war an einer MINT-spezialisierten Schule, die haben sich solche "Extrawürste" auf die Fahne geschrieben). Allerdings ist er damit die unliebsamen Leute nicht los... Ich weiß auch nicht, wie er momentan sozial eingebunden ist, ob er damit irgendwie aufgezogen würde oder so, das ist ja dann auch nicht Sinn und Zweck der Sache!

Hm. Ich hoffe ihr findet noch eine gute Lösung!

lg
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scout




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Beiträge: 1774
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BeitragVerfasst am: 03.12.2012, 20:47
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hi ripley,

bei uns isses das exakt gleiche. erfahrungen habe ich noch keine, aber wir überlegen, ob er nach der 10. klasse ans technische gymnasium wechselt.

hätte den vorteil, das das TG drei jahre oberstufe macht bis zum abi. dann wäre er wenigstens 18, wenn die schule vorbei ist. und das profil deckt sich eher mit seinen interessen, auch wenn er ggf in mathe nachlernen und sich auf viele neue fächer wie informatik und anderes einstellen muss.

allerdings hat er zz einen extrem fleißigen mathelehrer, der einiges übertariflich mit der klasse macht und hoffentlich ne gute grundlage schafft.

gruz
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jenny
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BeitragVerfasst am: 04.12.2012, 14:40
BeitragTitel:
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oje mein tägliches Problem!!

Bei uns ist es ganz extrem, weil mein 16 jähriger(wird Ende April 17) erster G8 Jahrgang in NRW ist und somit mit den G9ern zusammen nächstes sein Abi macht. Er sitzt also in Kursen zusammen mit welchen, die bis zu 5 Jahre älter sind als er. Das ist schon heftig zum Teil. Ganz übel finde ich das gerade im Sport LK, denn da werden alle gleich bewertet, da gibt es keinerlei Rücksicht auf das Alter.

Er hat einen festen Freundeskreis , die halt alle 2 Jahre älter sind und somit Volljährig. Er hat sehr leichten Zugang zu Drogen aller Art.... einfach weil alle was besorgen können. Das fängt bei Zigaretten an geht über Alkohol bis hin zu Gras... Unser Glück ist, dass er sportlich sehr aktiv ist und daher die Einsicht hat, dass das Eine das Andere ausschliesst. Er ist sehr beweglich, weil seine Freunde natürlich alle Auto fahren und ihn mitnehmen. Er ist wenig zu Hause, zum einen weil die Schule ihn zeitmässig sehr in Anspruch nimmt (39 Wochenstunden), er zusätzlich dort Sport macht um sich auf das Abi vorzubereiten und dann noch 3 mal in der Woche Fußballtraining hat. Den Rest der zeit verbringt er mit Freunden und wir sind mehr oder weniger gezwungen ihn so zu behandeln als sei er 18.

Auf Gleichaltrige trifft er in seiner Fußballmannschaft. Dort ist er zum Kapitän gewählt worden weil er deutlich erwachsener ist, als die anderen 16 jährigen und von Trainer und auch Spielerseite viel besser zu erreichen ist.

Natürlich sind auch wir gerade dabei über die Zukunft nachzudenken und hier immer wieder auf Sackgassen und Hindernisse, die das Alter mit sich bringt, gestossen. Unsere Lösung ist jetzt, dass wir nach seinem Abi für 2 Jahre in die USA gehen und er dort zum College gehen wird. Er wird wohl ein Sportteilstipendium bekommen und der Rest ist total einfach, weil dort alle so jung sind, wenn sie ein Studium beginnen. Wir sind hier aus dem Studienplatz- und Lehrstellenstress raus für ihn wird das ein nettes Abenteuer werden (für den Rest der Familie natürlich auch!!)

Er hat übrigens auch kurz darüber nachgedacht ein Jahr zu wiederholen, fand den Gedanken aber unerträglich mit den 'Blagen' nochmal denselben Stoff durchzukauen... Für ein Auslandsjahr nach der Schule muss man bei den meisten Organisationen übrigens auch 18 sein, auch bei fast allen Stellen die Stipendien vergeben.... 18 muss man sein, wenn man zur Polizei möchte und auch bei Jobs zwischen Schule und Studium....

Für mich ist der ganze G8 Kram sowas von unausgegoren, dass ich mich täglich neu drüber ärgern könnte....

Gruß,

jenny
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Synkopia
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Anmeldungsdatum: 09.03.2007
Beiträge: 1496
Wohnort: Nord-Württemberg

BeitragVerfasst am: 04.12.2012, 21:17
BeitragTitel:
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Hallo ripley, hallo scout! winkie

scout hat folgendes geschrieben:

bei uns isses das exakt gleiche. erfahrungen habe ich noch keine, aber wir überlegen, ob er nach der 10. klasse ans technische gymnasium wechselt.

hätte den vorteil, das das TG drei jahre oberstufe macht bis zum abi. dann wäre er wenigstens 18, wenn die schule vorbei ist. und das profil deckt sich eher mit seinen interessen, auch wenn er ggf in mathe nachlernen und sich auf viele neue fächer wie informatik und anderes einstellen muss.


Unser Großer hat genau das gemacht und ist nach der 10. Klasse ans Technische Gymnasium Umwelttechnik gewechselt. Die Erfahrungen bisher:

Da auch einige Schüler von einem anderen Gymnasium nach der 9. dorthin gewechselt sind, ist er nicht mehr allein der Jüngste. Die Altersstruktur ist sehr inhomogen (von 23 Schülern sind drei noch 15, sechs schon 18 oder 19 Jahre alt), ebenso die schulische Vorbildung. Da passt mein 15-Jähriger viel besser rein als in seine alte, bis auf ihn altershomogene, Klasse. Das wäre in der Kursstufe für ihn jetzt allerdings an der alten Schule vielleicht auch etwas einfacher geworden, da doch in den Parallelklassen mittlerweile einige Wiederholer aufgetaucht sind und die Kurszusammensetzungen wechseln.

Diejenigen, die nach Klasse 10 Gymnasium ans TG wechseln, sind den anderen (Klasse 9 Gymnasium, Mittlere Reife an Realschule oder Werkrealschule) in Mathe meistens und Chemie deutlich voraus (der ehemalige Waldorfschüler mit mittlerer Reife punktete übrigens in Geometrie), in vielen anderen Fächern sieht es ähnlich aus, einiges, z.B. die Lektüre in Deutsch ist praktisch Wiederholung. Durch die neuen Fächer und die Praxisausrichtung ist das aber auszuhalten.
Ach ja, er hat jetzt Facebook, da die ganze Kommunikation mit den Mitschülern außerhalb der Schule darüber läuft devil .

Meine große Tochter ist in ihrem letzten Schuljahr und wird zum Zeitpunkt der Übergabe des Abiturzeugnisses noch 17 sein, ebenso ihre Freundin, ein weiteres Mädchen sogar 16. Alle drei gehören zu denjenigen, die bisher souverän und selbständig durch die Kursstufe wandern. Probleme mit den teils auch deutlich älteren Mitschülern ("Rückläufer" aus dem letzten G9-Jahrgang, die jetzt 19 und 20 sind) bestehen keine.

Über das Alter der Mitschüler würde ich mir weniger Gedanken machen als über die selbständige Arbeitsorganisation. Die Arbeitsbelastung in der Kursstufe ist bei uns durch Referate, Gruppenarbeiten und mindestens 3 GFSen ausgesprochen hoch, wenn man auch noch Hausaufgaben regelmäßig macht und für Tests und Klausuren ordentlich lernt. Wer da noch ohne schlechtes Gewissen Freizeit haben möchte, sollte seine Zeit schon ganz gut einteilen können.

Liebe Grüße winkie
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Ima



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Anmeldungsdatum: 21.03.2007
Beiträge: 1471
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 05.12.2012, 09:11
BeitragTitel:
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Oh ja großes Thema bei uns und derzeit weiß ich nicht wirklich, wie es hier weitergehen soll...

Gestern Gespräch mit der Klassenlehrerin gehabt, leider irgendwie nicht sehr hilfreich, da sie mir zwar gesagt hat, was da alles schief läuft, eine wirkliche Lösung/Hilfestellung hatte sie aber nicht parat:

Fakt ist, derzeit ist mein 12jähriger definitiv mit Anspruch an Organisation, Eigenverantwortung, Struktur etc der 9ten überfordert. Fachlich meinte sie, käme er gut mit, und auch wn er denn mal auch mit dem Kopf IM Unterricht ist und mitmacht, ist alles wunderbar und seine Beteiligung, seine Beiträge sehr gut...

Leider ist er aber eher so, dass er sehr häufig unkonzentriert ist, oft stört, eben unorganisiert ist und aus Mangel an Organisation dem Unterricht dann nicht mehr richtig folgen kann und entweder abschaltet (und stört) oder sich mittlerweile sogar verweigert und bockig wird (das kannte ich so noch nicht, da mischt die Pubertät kräftig mit, und ja auch da stört er die andere)... Seine Noten sind ziemlich im Keller, was - das meinte sie auch - v.a. aber an vergessenen Hausis liegt. Sie meint, er steht mit seinen Noten definitiv weit unter dem, was er eigentlich kann/drauf hat. Hinzu kommt, dass er körperlich eben immer noch sehr zierlich und eher klein ist - naja seine Größe ist mittlerweile im "normalen" Bereich aber der Unterschied zwischen ihm und den anderen Kids, die nun mal 1-2-3 Jahre älter sind, beträgt gut einen Kopf und mehr. Und seine körperliche Konstitution ist nicht die stärkste, er war oft krank in letzter Zeit (wobei ich da mittlerweile fest überzeugt bin, dass da auch Psychosomatik ne Rolle spielt), ist blass und oft müde (@Jutta, das mit dem Eisen hatte ich auch im Kopf, derzeit kriegt er auch ne Eisenkur von mir)... Und auf der sozialen, emotionalen Ebene IST er nun mal ein 12jähriger Junge.....

Ich hab ja überlegt, in zurückstufen zu lassen, also den Sprung rückgängig zu machen - nun meinte die KL aber, dass dies wohl schwer machbar sein wird, weil die 8ten völlig überfüllt sind ergo kein Platz... Ich habe ja sogar an Schulwechsel (und da würde Kind auf ein musikalisches Gym wollen, Musik ist derzeit auch das einzige Fach, in dem ne 1 hat) gedacht. Problem ist aber, da sind KL, seine Therapeutin (Termin mit ihr hatten wir nach den Termin mit der KL gestern) und ich uns einig, es würde die Symptome nur bedingt bekämpfen: Klar, es würde vllt etwas Druck nehmen (was ich prinzipiell für GUT halte denn es ist wirklich viel und ich bin da gar nicht glücklich drüber) und die Altersdifferenz etwas verkleinern, aber die Baustelle bzgl. Selbstorganisation/Struktur bleibt, da wird auch eine Rückstufung nichts ändern.

Hinzu kommt eine ganz entscheidende Sache: Kind hat es einfach noch nicht automatisiert (ich weiß, 9te Klasse, sein 7tes Schuljahr!), sich auch wirklich jeden Tag hinzusetzen und zu lernen. Es klingt blöd, aber bisher hat er es ja nicht gebraucht und auf meine Fragen hin, wie ich das Kind zum lernen lernen bringen kann, meinten die Lehrer immer, ich soll ihn "machen" lassen, das würde sich schon ergeben. Nun, Fehlanzeige, vllt haben wir alle seine ADS-problematik übelst unterschätzt; er kann es schlichtweg nicht und leider kommt hinzu, dass ich selber so busy und auch chaotisch veranlagt bin, dass ich eben nicht Ruhe und Zeit habe, jeden Tag da zu sitzen und Wachhund zu spielen, auf dass er sich auch wirklich jeden Tag 1-2 Stunden zusätzlich hinsetzt und Schule auf-/nach-/vorbereitet...

Was also tun?

Nun, ich habe den Kampf jetzt erstmal wieder aufgenommen und spiele Wachhund - dass dies dazu führt, dass ich gestern gg 22.30h erst angefangen habe, meine Sachen (Bürokram, journ. Arbeiten etc etc) zu machen, nun ja, was soll ich sagen. Es klingt blöd, frustriert und vllt auch trotzig aber ich habe oft und gerade jetzt auch wieder das Gefühl, eigentlich dürfte ich nicht arbeiten, nichts für mich machen, müsste eben nichts weiter als Hausfrau und Mutter sein und eben nichts anderes machen als wirklich NUR beim Kind sein... Dass es mit dem Papa - der sich immer mehr komplett entzieht und sich immer mehr (wo ich dachte, schlimmer geht nicht mehr) daneben benimmt - nicht läuft, ich also gänzlich allein dastehe (nähere Familie gibt es ja nicht mehr), erwähne ich dabei nur am Rande... Aber nun gut, aufatmen und weiterkämpfen heißt die Devise; ich bin am überlegen bzw. mich am erkundigen, mir einen Familienhelfer ins Haus zu holen, abgesehen davon ziehe ich grad wieder einige sehr enge Freunde von mir Stück für Stück dazu - Fakt ist, alleine schaff ich es derzeit wohl nicht.

Ihr kriegt es mit: Derzeit ist nicht nur mein Kind mit der Gesamtsituation überfordert, ich bin es auch... Keine schöne Zeit gerade.....

Vielleicht sollte ich das alles auch einfach gelassener sehen und ihn und mich auf die Ehrenrunde einstellen (was mich an sich nicht stören würde, wäre nicht das derzeitige so häufige negative Feedback in der Schule ergo keine Ruhe). Und noch mehr Geduld aufbringen, und Ruhe, und Nerven aus Stahl und und und...

Ergänzung: Mich grad durch ältere Beiträge von mir gewühlt und festgestellt, dass es ja zwischendurch alles soooooo gut aussah und ich das Gefühl hatte, yeah, das klappt, wir schaffen das.... traurig
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Ima
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joeymc
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BeitragVerfasst am: 05.12.2012, 19:24
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@ Ima: streichel
Ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlst, ich habe hier drei und bin unter der Woche immer ganz alleine, sodass ich mich heute sogar wie ein Plätzchen über den Mann gefreut habe, der die Heizung reparieren kam - einfach, weil mir jemand mal was abgenommen hat (ja, ich weiß, das kostet wieder, und er kommt nicht, weil er uns so nett findet drugs )
Auch ich komme oft vor lauter Kinderkram kaum zum Arbeiten und lege dann Nachtschichten ein...
Sieh zu, dass du dich nicht kaputt machst!
Vorteil von der Ehrenrunde: Dann MÜSSEN sie ihm eine Platz geben ;)
LG
Joey
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ripley



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BeitragVerfasst am: 06.12.2012, 11:52
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Ja, Ima, ziemlich genau dasselbe hier. Mit dem Unterschied, dass HIER Papas Familienferne (physisch und/oder geistig) in beruflicher "Überwichtigkeit" gründet ...
Und dass ich bei allem "das Kind führen und coachen müssen" gelernt habe, mir die Räume zu gönnen, die ich brauche - weil ich sonst schlichtweg einen Vogel kriege und darunter dann ALLE leiden.

Gut, Junior ist ja auch schon zwei Jahre älter als Deiner p
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BeitragVerfasst am: 07.12.2012, 18:54
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Ihr Lieben, oje, wenn ich Euch so lese, graut mir fast vor der Zukunft, das wird sicher ähnlich bei uns...ein paar Gedanken habe ich dazu ganz pragmatisch aus der (altersmäßigen - Sohn=10) Ferne:

Vor dem 18. Geburtstag Abi machen finde ich an sich nicht so schlimm. Es gibt auch viele Dinge, die man in der Heimat noch machen kann, z.B. FSJ und das z.B. für die Sportler im Sportverein - bei uns im Dorf immer gern genommen! Die Jungs, die das gemacht haben, wurden von den jungen Mädels geliebt (einschl. meine 8Jährige ;) ). Ein Jahr Ausland ist dann vielleicht auch für das Kind einfacher als mit 15 oder 16. Sie können auch mit einer Ausbildung anfangen, diese Jugendlichen sind doch ganz oft nach Realschule erst 16, die schaffen das doch auch. Und danach oder parallel das Studium (manche Firmen - meine auch - bieten eine duale Ausbildung mit BA an, finde ich super).

In dieser Orientierungsphase sehr viel jünger zu sein finde ich das größere Problem. Aber ist es denn zu dieser Zeit (sprich 10. Kl.) anders als in jedem Schuljahr davor? Ich frage ein bißchen zweifelnd und ein bisschen ängstlich, weil wir gerade nach einem schrecklichen 5. Schuljahr mit einem 9/10jährigen in einigermassen ruhigem Fahrwasser gelandet sind.

Das absichtliche Wiederholen untergräbt doch das gesamte Konzept Schnelllerne oder Springer oder Frühereingeschulter, oder? Das hatte doch ursprünglich mal Gründe. Und alles, was dagegen sprach, kannten wir bei der Entscheidung auch (oder?). Haben wir es vergessen oder ist es doch schwerwiegender als wir gehofft hatten? Ich glaube auch nicht, dass gute Organisation ein Lebensjahr später von alleine kommt. Das ist ein Lernprozess...der glaube ich früher stattfindet. Und da würde ich gerne die Lehrer in die Verantwortung nehmen, das ist nicht nur die Elternaufgabe. Sollen sie nicht in der Schule auch das Handwerkszeug beigebracht bekommen, noch vor den Inhalten? Das fehlt mir vollkommen, ich komme mir auch seit 2 Jahren vor wie die "Kontrollöse" und habe nicht das Gefühl, dass es besser wird. Ich werde es aber sicher nicht schaffen (physisch, psychisch, zeitlich usw.), mich in 4 Jahren dann 2 Stunden dazuzustellen (Ima, das MUSST Du nicht, sie haben auch Eigenverantwortung, die Prinzen).

Das mal so, was mir aus der Ferne und doch mittendrin dazu einfällt.

Lieben Gruß
Pitsidia
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scout




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Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 08.12.2012, 01:24
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hi pitsidia,

was mit 5 eine gute idee war und passte, kann später in der schullaufbahn auch mal nicht mehr passen.

in der 10 klasse ist das ende der schule schon arg in sicht. man macht sich gedanken, was danach kommt, ob die kinder reif genug sind, sich selbst so zu strukturieren, dass sie den endspurt und das danach meistern können.

hb heißt nicht zwangsläufig gute noten. und körperlich erwachsen werden heißt leider bei manchen auch nicht zwangsläufig selbstständig und strukturiert werden. wir hätten das gerne, aber diese art von reife lässt zuweilen lange auf sich warten. und dann wird man als eltern nervös.

es muss nicht so kommen, kann aber. und dann muss man plan b anlaufen lassen. bei adhs-kindern würde ich inzwischen zb nicht mehr unbedingt für eine früheinschulung plädieren. diese kinder brauchen zeit, um zu reifen, weil sie zum teil aufwändigere strategien lernen müssen. es ist ein eiertanz manchmal.

gruz
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ripley



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Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 08.12.2012, 09:16
BeitragTitel:
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Ich sehe das wie scout.
Zudem hatten wir nicht wirklich die Wahl, ob wir den Junior in den schnellen Zug stecken oder nicht.
Das hat Schule offiziell "vorgeschlagen", in inoffiziellen Gesprächen aber klar als letzte Chance für Junior identifiziert. (ER war verhaltensauffällig, die "normalen" Kids mobbten gerne, was in Kombination zu mehr oder minder regelmäßigen Eklats geführt hat).
Für sein "Seelenheil" war das ja auch richtig (im schnellen Zug hat er seine Ruhe), aber "reifer" wird man auch da nicht automatisch.

Viele Worte um zu sagen: Lasst den Anwurf wir seien ja selbst schuld bitte mal stecken.
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jenny
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BeitragVerfasst am: 08.12.2012, 13:13
BeitragTitel:
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da schliesse ich mich an. Im Moment passte es, die Entwicklung kann man schlecht voraussehen. Wir haben uns die frühe Einschulung ausgesucht, die zusätzliche Schulzeitverkürzung auf G8 war damals noch nicht im Gespräch und ist uns aufgezwungen worden....

Gruß,

jenny
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