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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 13.12.2012, 22:20
BeitragTitel: Wie weit?
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Hallo ihr Lieben,
unsere Kleine (im Januar 10) möchte unbedingt bei einem Wettbewerb für Geige und Cello mitmachen, den die Musikschule einer Nachbarstadt veranstaltet. Es ist ein landesweiter Wettbewerb (aber bei uns ist ja das ganze Land kleiner als so manches deutsche Bundesland :) ) - trotzdem.
Sie hat sich das wohl so vorgestellt, dass sie da einfach hingeht und spielt. Ich hab sie zwar vorgewarnt, aber es kam wohl doch etwas überraschend für sie, dass jetzt ihr Lehrer ziemlich anzieht mit den Anforderungen.
Ich hab ihr erklärt, niemand und mit Sicherheit kein Kind in ihrem Alter MUSS an einem Wettbewerb teilnehmen, auch für mich - ich brauch das nicht. Aber wenn sie es will und tut, dann wird ihr Lehrer von ihr erwarten, dass sie sich anstrengt und gut spielt - sonst wird er sie nicht gehen lassen (da spielt dann auch sein Ruf rein usw.).

Jetzt seh ich, wie sich in den letzten Wochen öfters Unlust breit macht, weil es dauernd was zu korrigieren, zu verbessern gibt. Andererseits ist klar, dass verbessert werden muss, denn die Zeit bis zum Wettbewerb ist zwar nicht knapp, aber auch nicht üppig (Anfang März) und es gibt noch viel zu tun.
Und ich seh die beiden im Unterricht, Kleine und Lehrer, wie er versucht, intensiv mit ihr zu arbeiten, und sie sich einfach ausklinkt, wenn es ihr zuviel wird. Sie, die erst seit diesem Jahr einmal die Woche eine Stunde Unterricht hat, vorher waren es immer halbe Stunden. Wenn er sie dauernd unterbricht, weil es hier und hier und hier noch was zu sagen gibt - und ich weiß, dass diese Unterbrechungen sie fürchterlich nerven - andererseits ist das, was er zu sagen hat, wichtig und hilfreich.

Zu Hause üb ich mit ihr. Manchmal geht es ok, aber öfters verliert sie die Geduld, bis es mir dann irgendwann reicht und ich ihr wieder mal sage, dass ich diesen Wettbewerb nicht brauche und sie gerne alleine üben darf, wenn ich doch nur nerve devil . Dann nimmt sie sich wieder zusammen.
Ich versuch ihr zu helfen, so weit es geht: Zeit einteilen, Übestoff aufteilen, ihr zeigen, wie sie etwas rationeller übt (aber das will sie meist nicht hören - nimmt es nur so nebenbei auf und verwendet es nachher devil ).
Ich schau, dass wir zumindest ab und zu zusammenspielen, ich auf meinem Cello was von ihrer Begleitung oder wir zusammen was von unseren uralten Kanons. Das ist zwar weniger effektiv für die relevanten Stücke, aber es klingt und man spielt einfach mal, ohne dauernd an irgendwas zu arbeiten.

Manchmal frag ich mich dann: Wie lange schau ich mir das an? Sie WILL diesen Wettbewerb, aber die praktische Umsetzung fällt ihr schwer. Einerseits lernt sie bestimmt eine Menge daran, auch nicht nur aufs Cello begrenzt, von wegen Einsatz und Durchhaltungsvermögen beim Arbeiten auf ein Ziel hin. Andererseits: ist das die Nerven wert? Ich will mit Sicherheit nicht, dass sie den Spaß am Spielen darüber verliert - das ist mir das Wichtigste an der ganzen Sache.
Wo zieh ich die Grenze?

Manchmal hab ich das Gefühl, dass ihr Lehrer zuviel erwartet. Da kommen dann Anweisungen zu Intonation, Vibrato, Phrasierung, Dynamik alles auf einmal - und dann noch: ja aber das muss fröhlicher klingen, so richtig mitreißen - Mann, die Kleine ist noch keine 10! Wie soll sie das alles in Real-time unter einen Hut kriegen? motz
Da kommt dann auf einmal der Mutterinstinkt, und ich will sie nur noch schützen. Andererseits, sie will bei diesem Lehrer Unterricht haben - und sie will diesen Wettbewerb...

Seufz
Bachstelze
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Bachstelze
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jutta
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 14.12.2012, 10:17
BeitragTitel:
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Hallo Bachstelze,

ich glaube, die Frage, ob sich das lohnt, wird erst nach dem Wettbewerb beantwortet. Wann ist der denn?
_________________
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 14.12.2012, 11:03
BeitragTitel:
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Der Wettbewerb ist Mitte März (irgendwann zwischen 10.-15.).
Sie muss halt 3 Stücke vorbereiten, und die sind zum Teil neu, und zum Teil nicht ganz einfach. Deshalb ist da noch genug zu tun - und sie wird einen langen Atem brauchen.

Nicht, dass sie täglich Stunden übt - es sind normalerweise zwischen 40 Minuten und einer Stunde.

Das Gewinnen beim Wettbewerb ist kein Thema. Das hab ich ihr schon erklärt, dass das, was zählt, das Mitmachen ist. Chancen auf einen Preis hat sie wohl eher nicht, denn in ihrer Alterklasse sind auch zwei Jahre ältere Kinder (Jahrgänge 2001-2004), und das macht in dem Alter einen großen Unterschied. Auch wenn da Kinder kommen, die seit dem Alter von 4-5 Jahren täglich am Cello sitzen (und es gibt so welche), dann hat sie keine Chance. Aber das ist ja auch egal. Ich nehme an, sie geben dann allen eine hübsche Teilnahmeurkunde holla .

Liebe Grüße
Bachstelze
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Bachstelze
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 14.12.2012, 11:28
BeitragTitel:
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Wenn sie am Wettbewerb teilnehmen will und auch den Lehrer behalten will, ist es doch gut. Wenn sie schlecht abschneidet, lernt sie daraus mehr als all das gute Zureden übers Üben. ;) (Voraussetzung ist natürlich, daß für sie nicht die Welt zusammenbricht, wenn sie nicht gewinnt, aber nach dem, was Du schreibst, wird es wohl nicht so sein.)
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Beiträge: 763
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BeitragVerfasst am: 14.12.2012, 12:35
BeitragTitel:
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Hmmmm...
Wie schätzt denn der Lehrer sie ein? Hat sie die Begabung dazu, die Dinge zu erlernen, welche er ihr vorgibt oder "überschätzt" er sie?

Wenn DEIN Kind will, ist dies schon mal die halbe Miete. Sie muss erkennen, dass dies ohne zusätzliche Übungen nicht funktioniert. Wenn sie weiter von allein zu diesem Wettbewerb will, dann unterstütz sie.

Wenn sie allerdings unter der Situation so leidet, dass auch die sozialen und schulischen Fähigkeiten darunter leiden, würde ich abbrechen (mit dem Versuch, sie davon zu überzeugen, dass auch 2014 wieder ein Wettbewerb stattfindet)
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LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
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Mina-Lina



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Beiträge: 38
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BeitragVerfasst am: 14.12.2012, 15:27
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Hallo!

Ich kenne das teilweise von meinen - Lehrer erwartet viel, weil Kind Talent hat, Kind kommt nicht hinterher, das Instrument beginnt zum Streitobjekt zu werden.
Wenn SIE diesen Wettbewerb will (und nicht nur der Lehrer), dann würde ich das durchziehen. Sie muss sich aber im Klaren sein, das sie nicht unbedingt als Beste abschneiden wird.
Meist mehr als 40min täglich üben finde ich sehr viel. Wenn sie das aber von sich aus will und Freude beim Spielen hat, ist es ok.
Wegen der Kritik im Unterricht: ich denke, da muss ein Kind auch lernen, das der Lehrer nicht schimpft, sondern wertvolle Verbesserungsvorschläge gibt. Das können/konnten meine Kinder in dem Alter auch noch nicht so.
Was aber helfen kann, ist den Unterricht auf 2 mal 30 min aufzuteilen (gerade wenn sie früher auch nur 30 min hatte). Da übt man nicht eine ganze Woche und dann ist "alles falsch", sondern bekommt öfter mal Feedback und muss sich auch nicht so lange konzentrieren. Geht die Konzentration bei ihr nach der Hälfte der Stunde spürbar runter? Ich würde da wirklich als erstes mal anfragen, ob das Aufteilen der Stunde auf 2 Wochentage geht.

lg
Mina
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 14.12.2012, 16:35
BeitragTitel:
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Zweimal die Woche Unterricht geht von Lehrerseite nicht - ich hätte noch so gerne zweimal wöchentlich weitergemacht, selbst wenn es logistisch umständlicher ist. Aber er kann nicht.
Die Konzentration geht schon runter gegen Ende der Stunde, gerade wenn intensiv gearbeitet wird, und er merkt das auch. Ich habe da manchmal auch den Eindruck, sie hat Selbstschutzmechanismen installiert devil Vieles, was ich wahrnehme an Kritik oder manchmal Ungeduld beim Lehrer, nimmt sie gar nicht wahr drugs

Ob er sie richtig einschätzt?
Er hält sie für begabt. Es hakt an Geduld und Disziplin - kurz an Reife.
Ich denke schon, dass er sie für fähig hält, das umzusetzen, was er ihr sagt. Andererseits kann schon sein, dass er mal mehr sagt - so nach dem Motto: mal sehen was ankommt. Wenn sie's jetzt noch nicht aufnimmt, dann vielleicht nächstes Mal.
Letzte Stunde war allerdings wirklich zu viel. So viel Verschiedenes auf einmal kann ICH in einer Stunde schwer umsetzen. Wie soll SIE das machen?
Auch hatte er geäußert, wenn sie nur richtig zuhören würde, dann würde sie schon sauber spielen. Ich weiß, dass aufmerksames Zuhören sehr wichtig ist, aber diese Stelle war voll von Lagenwechseln, und ich habe gesehen, dass sie die Töne nicht trifft, weil sie die Wechsel zu schnell, zu ruckartig macht und deshalb ständig über ihr Ziel hinausschießt. Ich habe versucht, ihn darauf anzusprechen, aber er hat abgewehrt, nein, sie müsse nur ihre Ohren aufmachen.
Kann sein, dass er sie für begabt genug hält, dass sich die Hände automatisch nach den Ohren richten, aber ich weiß, dass die meisten Kinder diese Bewegungsabläufe als solche erst lernen müssen.
Und so habe ich zu Hause mit ihr diese Bewegungsabläufe angesprochen und ihr gezeigt, wie sie es machen soll und was das Ergebnis ist, wenn sie es anders macht. Vielleicht hält er sie für begabt genug, dass sie das nur nach Gehör machen kann. Ich hab den Eindruck, dass die Erklärung hilft.

Er hat halt sonst kaum kleine Schüler - der nächste im Alter ist 14.
Andererseits wer weiß, vielleicht rechnet er ja damit, dass ich "den Kleinkram" ausfülle.

Muss jetzt weg - danke für all eure Antworten daumen
Bachstelze
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Bachstelze


Zuletzt bearbeitet von Bachstelze am 15.12.2012, 18:27, insgesamt einmal bearbeitet
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 14.12.2012, 21:26
BeitragTitel:
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Bachstelze hat folgendes geschrieben:

Er hat halt sonst kaum kleine Schüler - der nächste im Alter ist 14.


Das ist bei Charlottes Instrumentallehrer auch so und bei den beiden ist es echt ein Problem (sie mag ihn trotzdem und er ist eine gute Alternative zur Musikschule, wir leiden also auf hohem Niveau).
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Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 15.12.2012, 21:31
BeitragTitel:
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Ich zerbrech mir immer noch den Kopf, was der Vorteil sein könnte, etwas NICHT zu erklären.
Es läuft mir gegen den Strich, weil ich von Natur aus ein analytischer Kopf bin und dauernd alles und jedes unter die Lupe nehme (ich weiß, dass das manchmal nervt, kann ich aber nicht abstellen sm ). Mir hilft es auch, Bewegungen zu analysieren und dann bewusst zu ändern. Aber vielleicht ist das bei Kindern im Allgemeinen anders - dass bewusst ausgeführte Bewegungen dann gehemmt werden oder so?
Obwohl ich bei unseren kopflastigen Sprossen durchaus den Eindruck habe, dass bei bewusster Ansprache einiges besser funktioniert als automatisch...
Hmm, werd ihn vielleicht doch nochmal fragen, warum er das nicht wollte...

Übrigens, gestern und heute war Üben ganz stressfrei daumen
Gestern kam sie von selber an: Mama, kannst du mit mir üben winkie Heute war spät und sie war müde, da haben wir von vonherein gesagt, nur ein bisschen, sie hat dafür gesorgt, dass ich komme, und was wir gemacht haben, war gut.

Bloß hab ich gerade irgendwie den Eindruck, jetzt fühlt S. sich vernachlässigt: Auf einmal kriegt er alleine nix mehr hin, improvisiert bloß noch, braucht mich zum Danebensitzen - und ich dachte, sie werden größer rolleys

Liebe Grüße,
Bachstelze
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Bachstelze
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grünergeist
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 17.12.2012, 20:17
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Aus dem Sport weiß ich, daß die Bewegungslernprozesse in der rechten Gehirnhälfte ablaufen, während Sprache in der linken Gehirnhälfte angesiedelt ist. Da ist es bei Kinder oft problematisch, die Bewegung in Sprache zu "übersetzen", weil die Koordination der Gehirnhälften nicht so läuft. Kinder lernen dann oft besser über Bilder und Vorstellungen, auch über nachmachen und spielerisches, als mit Erklären. Vielleicht ist das bei Musik-in-Bewegung-übertragen ähnlich.
Dieses intuitive Lernen wird irgendwann überlagert vom aktiven Denken, dann ist es schwer das wieder loszuwerden und nur "direkt" zu lernen, das ist dann eine Frage der Persönlichkeit.
_________________
Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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TAfel



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Anmeldungsdatum: 11.06.2008
Beiträge: 373
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BeitragVerfasst am: 17.12.2012, 23:20
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Hallo Bachstelze,

ich weiß von meinem Sohn und noch mehr von meiner kleinen Tochter, dass beide tatsächlich Bewegungsabläufe vom Zuschauen erlernen. Bei meiner Tochter hat sich das tatsächlich auch beim Geige Spielen bemerkbar gemacht. Bei ihr habe ich den Eindruck, dass sie die beobachteten Bewegungen auch im Hirn so durchspielt, dass sie relativ schnell richtig von den Händen umgesetzt werden können.

Beim Sohn habe ich die Erfahrung gemacht, dass er, wenn er WM- oder Bundesligaspiele Basketball im Fernsehen geschaut hat, beim nächsten Training/Spiel plötzlich ganz andere Bewegungsabläufe drauf hat. Ich denke daher schon, dass manche Menschen Bewegungsabläufe kognitiv so erfassen, dass sie sie tatsächlich durchs Beobachten lernen und umsetzen können.

LG Tafel
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gr. Tochter (Jg. 98), Sohn (Jg. 01), kl. Tochter (Jg. 04)
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 18.12.2012, 08:53
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Hallo,
dass sie durch Zuschauen VIEL schneller erfasst als durch sprachliche Erklärungen, ist auch bei ihr sehr klar. Mit den Hirnhälften hatte ich das nicht in Zusammenhang gebracht - ist ein interessanter Aspekt - danke daumen
Ich hatte "erklären" nicht unbedingt nur auf die sprachliche Bedeutung reduzieren wollen. Komplexe Bewegungen nur mit Sprache genau zu beschreiben wird sehr schnell abstrus drugs Ich mache auch viel mit Zeigen, verwende aber die Sprache, um zu erklären, was ich eigentlich zeigen will.
Ich erinnere mich an Situationen, wenn sie mal beim Üben sauer war und ich sie beinahe angefleht habe, schau doch bitte nur einmal hin, dann geht das - aber nein, Fräulein schaut demonstrativ in die andere Richtung devil

Liebe Grüße,
Bachstelze
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scout




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Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 18.12.2012, 09:13
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beim musizieren - wahrscheinlich wie bei allem lernen - benutzen menschen unterschiedliche kanäle mehr oder weniger stark, je nachdem, wie offen diese sind und wie versiert man damit schon umgehen kann.

jeder kennt ja diese fixen sprachenlerner, die nur ein paar tage im land sein müssen um sich bereits mit den einheimischen verständigen zu können. bei denen ist der auditive kanal weit offen, während ich da eher so ein gehemmter sprecher bin, der erst redet, wenn ich die grundlegenden strukturen in der neuen sprache verstanden und vllt auch visualisiert habe.

beim musizieren sind manche schüler ausgesprochen haptische typen: sie lernen durchs tun und ausprobieren, oft auch durch abgucken. der verbale kanal ist in diesem moment inaktiv und bei manchen auch schnell blockiert, dh sie wollen und können darüber beim spielen kaum was aufnehmen. vor allem die jüngeren kids erlebe ich so, während man bei den älteren immer mehr auch erklären kann.

im idealfall sind alle kanäle mehr oder weniger offen, sodass man mischen kann zwischen zuhören+nachspielen, selbst ausprobieren lassen (auch wenns nicht immer gleich gelingt), oder eben erklären wozu irgendwas gut ist und wie etwas werden soll, wenn es gelingt.

ich selbst genieße es auch, wenn meine schüler auf erklärungen anspringen. wenn dieser kanal aber nicht offen ist, muss ich mir was anderes einfallen lassen. das ist oft ne ganz schöne herausforderung ;), weil ich mir selbst über die haptik nie gedanken machen musste, das lief nebenher, sobald ich die technik verstanden hatte.

gruz
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 16.02.2013, 23:36
BeitragTitel:
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Morgen Abend bitte Daumen drücken winkie
Sie spielt zwei ihrer Stücke in der Musikschule in einer Vorspielübung.

Liebe Grüße,
Bachstelze
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Synkopia
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.03.2007
Beiträge: 1496
Wohnort: Nord-Württemberg

BeitragVerfasst am: 18.02.2013, 17:01
BeitragTitel:
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...und? Wie ist das Vorspiel gelaufen?
War sie sehr aufgeregt?

Liebe Grüße winkie
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Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04)
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