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ripley
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2010 Beiträge: 912 Wohnort: RLP
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Verfasst am: 19.12.2012, 20:16
Titel: Sinn und Unsinn von Förderung |
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Mir ist weder ein besserer Titel noch ein passenderes Unterforum eingefallen, aber ich wollte Euch diesen Link hier nicht vorenthalten:
http://www.zdf.de/ZDFinfo/Kinder-auf-der-%C3%9Cberholspur-24060538.html
Ich glaube, die Frage "Bis wohin muss ich mein Kind fordern/fördern, damit es später Erfolg hat und ab wo isses einfach ÜBERfordert?" stelle nicht nur ich mir.
Kommt auch heute Nacht nochmal im ZDF, weitere Termine wohl auf ZDF info - aber der Videolink geht ja auch. _________________ LG
Ellen |
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grünergeist Quiz-Gewinnerin

Anmeldungsdatum: 21.05.2005 Beiträge: 2644
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Verfasst am: 20.12.2012, 00:39
Titel: |
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Hmm, ich glaube, ich hätte den Bericht eher unter die Problematik "Infrastruktur und Öffentlicher Nahverkehr" eingeordnet. Das einzelne Kind macht ja nicht wahnsinnig viel, nur mit vieren auf einmal wird das eben stressig.
Den besten Satz fand ich noch, daß diese Förderung eigentlich in die Schule gehört und das die externe Förderbegeisterung ein Armutszeugnis für die Schulen und für die Gesellschaft ist. _________________ Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist |
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Online Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2008 Beiträge: 763 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 20.12.2012, 10:57
Titel: |
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| grünergeist hat folgendes geschrieben: |
Den besten Satz fand ich noch, daß diese Förderung eigentlich in die Schule gehört und das die externe Förderbegeisterung ein Armutszeugnis für die Schulen und für die Gesellschaft ist. |
*unterschreib*
Wobei alle die in einer größeren Stadt wohnen und Wahlmöglichkeiten haben, natürlich bevorzugt sind, denn es gibt tolle Kindergärten und tolle Schulen... aber sie sind leider nicht der Alltag.
Unserem Kind war und ist es immer sehr wichtig, Zeit für sich zu haben, um CDs zu hören, Zeitungen zu lesen, zu malen, auf den Baum zu klettern und in der Sonne zu liegen oder einen Schneemann zu bauen oder mit Freunden zu spielen.
(Im Kiga wurden wir mal dafür gelobt, dass wir keine Zusatzangebote mit unserem Kind machen... damals habe ich dies nicht verstanden. Aber nach solch Berichten wird es mir klarer) _________________ LG Anja
"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 20.12.2012, 11:05
Titel: |
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Hm, also ich habe es merkwürdig einseitig wahrgenommen - lauter Spätgebärende, die die Kinder wie Spielzeug oder Dressurpferde zu nutzen schienen.
Das Experiment als solches schien auch völlig aus der Luft gegriffen - anstatt also nach den Gelüsten und Talenten der Kinder zu forschen (wie ja im Bericht gefordert), wurden sie wild in irgendwelche Kurse gesteckt (die, wo's eine Drehgenehmigung gab, nehme ich an) und durften an den Kurstagen nicht Mittagessen.
Der Stress wurde ja hier für die Mutter, nicht für die Kinder aufgebaut. Wie grünergeist schon sagte: Klar, mit 4 kleinen Kindern hat sie damit jeden Tag einen Termin und muß die anderen Kinder bei Laune halten, während ein Kind seinen Kurs hat. Da kann ich mitreden, das ist natürlich stressig und bedarf gewissem logistischen Aufwand, alles so zu legen, daß jeder zum Zug kommt und trotzdem noch Freitzeit für Kinder und Mutter bleibt.
Aber die Kinder haben nun einen, bzw. das große Mädchen zwei Termine in der Woche, das finde ich absolut ok und angemessen. In meiner guten-alten-Zeit-Jugend hatte ich das in jedem Fall auch, meist eher drei Termine im Grundschulalter (Instrument, Chor, Bastelgruppe/Sport).
Natürlich ist es möglich, das Christian nun jahrelang zum Klavierspielen genötigt wird und sich in der Pubertät davon freikämpft (selbst das hätte ja einen doppelten Lerneffekt: 1. Instrumentalkenntnisse, auch wenn sie vielleicht nicht so schön wären, 2. Emanzipation), aber vielleicht wird er auch ein hervorragender Pianist, gewinnt bei Jugend musiziert, spielt beim Festakt zur Abiturvergabe vor, wird Beufsmusiker und dankt seiner Mutter 1000fach, daß sie ihn so früh ans Klavier gebracht hat.
Der Bericht hat mich auf jeden Fall nicht weiter erhellt. Schade drum. _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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Online Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2008 Beiträge: 763 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 20.12.2012, 13:51
Titel: |
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Wobei ich den Bericht auf die Förderung von Babies und Kindergartenkindern beschränkt sehe.... und da wird wirklich sehr viel unnötiges und total überflüssiges angeboten - Zielgruppe: Geldbörse der Eltern!
 _________________ LG Anja
"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda |
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joeymc Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.09.2009 Beiträge: 1539 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 20.12.2012, 17:16
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| Zitat: |
| lauter Spätgebärende, die die Kinder wie Spielzeug oder Dressurpferde zu nutzen schienen. |
Wäre lustig, wenn es nicht die traurige Wahrheit wäre...
Heute beim Elterngespräch:
"Ja, unsere Hermione muss in den Weihnachtsferien dann jeden zweiten Tag zur Mathenachhilfe, außerdem macht sie ihren Rettungsschwimmer, und dann wäre da noch der Roller-Führerschein. Ach ja, einige 2-tägige Praktika zur Berufsfindung schieben wir auch noch ein..."
Das Mädel ist 15. Optimal gefördert seit die Mutter Pekip sagen kann.
Kurz vor der mittleren Reife. Ganz ordentliche Noten. Mutter wollte, dass Kind eine Klasse zurück geht, um bessere Noten für den Abschluss zu haben. Und da endet der Förderwahn noch immer nicht.
LG
Joey _________________ veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule ) |
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NN
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.02.2012 Beiträge: 14 Wohnort: HE
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Verfasst am: 20.12.2012, 17:55
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Hallo Ripley!
das erklärt einiges ....
Ich hatte immer den Eindruck, dass die KL von Groß-Sohn 5. Kl. so betont unintererssiert daran ist ob die Kinder an irgendwelchen (ausserschulischen) Mathe-AGs, Wettbewerben teilnehmen.
Klar, wenn man dann so eine Mutter vor sich sitzen hat, die ihr Kind in einem extra-guten Licht erstahlen lassen will und dafür das Kind extra scheucht ... das Verhalten will man wohl als Lehrer nicht provozieren.
LG, N. |
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