Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids
Anlaufstelle für Leute mit Hochbegabten Ablegern - Meinungen, Berichte, Ratschläge, Austausch
***


 

Welcome Guest: Registrieren | Login
 
FAQ | Suchen | Mitgliederliste | Benutzergruppen
 

Hausaufgaben für Eltern


 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids Foren-Übersicht -> in /auf der weiterführenden Schule
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
jenny73



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.03.2011
Beiträge: 83
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 21.12.2012, 09:23
BeitragTitel: Hausaufgaben für Eltern
Antworten mit Zitat

In der Grundschule gab es klare Regeln. Zum Elternabend hat die Lehrerin gesagt,

- dass "normale" HA's ohne Hilfe zu machen sind. Sie sind auch nicht von den Eltern zu korrigieren, damit sie sieht, wo die Kids stehen.
- dass für die einmal jährlich fällige größere Hausarbeit (mal eine schriftliche Hausarbeit, mal ein Plakat, mal ein Vortrag) Elternmitarbeit gewünscht ist.

Ich war irritiert, dass diese größere Hausarbeit dann bewertet wurde. ICH soll doch nicht zensiert werden, sondern mein Kind. Nicht gut, aber es war klar, es sollte so sein.

Jetzt im Gymnasium der erste Vortrag. Die Kinder haben einen Zettel mit Fragen mitbekommen, die sie in ihrem Vortrag beantworten sollten. Ich hielt das für einen guten Fahrplan, an dem sich Leo entlanghangeln konnte und ließ ihn alleine machen. Er hat einfach nacheinander die ganzen Fragen beantwortet. Er hat den Vortrag gegliedert, indem er immer zuerst die Frage genannt hat und dann seine Antwort. Ich sagte ihm, dass er das Ganze noch etwas ausschmücken - zu geeigneten Fragen etwas mehr erzählen - könnte und das hat er getan.

Mehr kann man nicht erwarten, wenn ein Kind 10jähriges Kind mit dieser Vorlage allein einen Vortrag erarbeitet. Ich dachte, so sei es in Ordnung. Außerdem freute ich mich, dass er endlich von der Schule an die Vorbereitung von Vorträgen herangeführt wird und nicht ich den Fahrplan vorgeben musste.

Leo bekam eine Vier, sonst gab es überwiegend Einsen und Zweien. Leo meine, das hätten bei den Anderen bestimmt die Eltern gemacht. Ich dachte mir, vielleicht haben die das in der Grundschule WIRKLICH gelernt und geübt.

Elternstammtisch. Irgendjemand sagte, dieser Vortrag sei ja mal wieder die klassische Eltern-HA gewesen. Alle nickten zustimmend und genervt. So etwas könne ja kein Kind in dem Alter allein. Auf die Weise habe ich erfahren, dass es an anderen Grundschulen genauso lief (allerdings nicht mit so offener Ansage) und außer mir scheinbar alle Eltern davon ausgehen, im Gymnasium gehe es so weiter. Ich war ziemlich isoliert und die Anderen meinten, ich würde meinem Kind da viel zu viel zutrauen.

Ich möchte dieses Thema gern auf die Tagesordnung in der Schule bringen. Ich möchte klären:

1. Lt. Aufzeichnungen meines Kindes wurde vorher nicht behandelt, wie man einen Vortrag ausarbeitet. Für mich war wie gesagt dieser Zettel der Fahrplan. Meine Vorstellung war, dass jedes Kind bei der Auswertung seines Vortrags erfährt, was gut war und was es das nächste Mal besser machen kann. War aber lt. Leo nicht so.

Gehen die Lehrer im Gymnasium davon aus, dass Vortrags-Vorbereitung in der Grundschule behandelt und geübt wurde? Wird das im Gymnasium (ggf. wiederholt) behandelt und wenn ja wann?

2. Setzen die Lehrer bei solchen HA's auch am Gymnasium Elternmitarbeit voraus?

Wenn ja, möchte ich gern mal wissen,
- warum die Eltern zensiert werden,
- wann und wie die Kinder dann lernen, selbständig Vorträge und größere schriftliche Ausarbeitungen zu machen.

Wenn nein, möchte ich wissen, ob der KL klar ist
- dass viele Eltern diese Aufgaben mit ausarbeiten,
- dadurch die Kinder, die eigentlich viel mehr leisten, weil sie es allein machen, am Ende natürlich trotzdem nicht das Niveau der Eltern erreichen und dadurch schlechter zensiert werden und
- welches Niveau allein ausgearbeitet Vorträge von 10jährigen haben können. (Sie müsste meiner Meinung nach auch Vorträge im Unterricht ausarbeiten lassen, damit sie den wirklichen Stand jedes Kindes kennt.)

Als Ergebnis hätte ich gern, dass
1. die Lehrerin weiß, ohne klare Regeln steckt in Hausarbeiten bei vielen Kindern Elternarbeit, die sie dann ggf. mit bewertet,
2. für die Eltern klare Regeln aufgestellt werden ob und wenn ja wann und in welchem Umfang sie bei Hausaufgaben mithelfen sollen und
3. Elternleistungen nicht bewertet werden.

Ich stelle mir das so vor, dass ich zuerst ein Gespräch mit der KL vereinbare und dort mit ihr meine Fragen kläre. Im Idealfall würde das Thema dann beim nächsten Elternabend angesprochen, damit alle Eltern von den gleichen Regeln ausgehen. Dabei wäre es mir egal, ob die KL selbst das Thema beim Elternabend anspricht oder ob ich dort vor die versammelte Elternschaft trete und die KL dann ihren Teil dazu beiträgt.

Ob ich mich da zu weit 'rauslehne?

Sind Hausaufgaben für Eltern bei euch auch ein Thema?

Jenny
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
joeymc
Sponsor 2010/2011


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 17.09.2009
Beiträge: 1539
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 21.12.2012, 13:41
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hi Jenny,
aus Lehrersicht:
Ich HASSE motz es, wenn die Eltern den Kram der Kinder erledigen, bei mir gibt es den internen Vermerk "mbm" (made by mum) für so etwas. Gerade bei den Kleinen merkt man das doch! Und auf Nachfrage sind die ehrlich!
Ich habe auf Elternabenden schon verboten, dass die Eltern mehr tun als mal Rechtschreibfehler zu korrigieren. Mit dem Hinweis, dass die Kinder das spätestens in der Pubertät alleine machen werden wollen, und wenn sie dann die Techniken nicht beherrschen - tja.... nein

Von dem Lehrer finde ich es dann etwas seltsam, ich sage meinen Schülern klar, was ich erwarte. Das mit den Fragen kenne ich als Hinführung zur selbstständigen Erarbeitung eines Themas.
Das kann es aber nicht allein sein, wenn man das für sich hat, muss man daraus den Vortrag strukturieren (erkläre ich meinen Schülern): Was ist das Wichtigste? Darum herum die anderen Teile anordnen. Aufzählungen vermeiden usw.
Vielleicht wurde das im Unterricht gesagt? (wenn nein, soll sich der Kollege mal schämen gehen)

Ich wünsche dir, dass du mit deinem Vorhaben offene Türen einrennst!

LG
Joey
_________________
veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
starkejungs
Sponsor


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 5625
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 21.12.2012, 15:37
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Ganz kurz nur:

Gym 5.Klasse haben beide Kinder im Deutschunterricht gelernt, wie eine große Buchpräsentation vorbereitet und abgehalten werden soll.
Klare Ansage: SELBST machen, die Eltern sollten sich raushalten.

Die Lehrer haben klar gemerkt, welches Kind viel Hilfe von Zuhause hatte devil . Zu perfekte Plakate, erwachsen formulierte Texte und die Art des Vortrages zeigten das wohl...

Auch die in Kl. 5 üblichen Kurzreferate wurden von den Fachlehrern vorher erklärt und der Rahmen abgesteckt.

Meine beiden wussten definitiv, was sie wie tun sollten/wollten und ich durfte mich elegant raushalten daumen

An der neuen Schule des Kleinen wurde ein ganzer "Methodentag" in Kl. 6 dafür hergenommen, wie man Vorträge und Referate vorbereitet, richtig präsentiert und hält, es wurde gegenseitig an Proben beurteilt, erarbeitet, wie man es besser machen kann, was gut ankommt, was weniger...

Das war super so- er hat in dieser Beziehung richtig viel dazu gelernt!

Der Große hat da schon immer SEIN Ding gemacht- und scheinbar fällt es ihm leicht, Lehrer und Schüler in seinen Vorträgen für "sein" Thema zu begeistern- selbst, wenn er selbst dieses Thema nicht ausgewählt hat und hätte... er hat da aber auch ungewöhnliche Ideen auch zu trockenen Themen daumen
_________________
Hab Geduld! Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken.
(Sören Kahl)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
NN



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 24.02.2012
Beiträge: 14
Wohnort: HE

BeitragVerfasst am: 21.12.2012, 15:58
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo!

Also mal grundsätzlich: hat sich jemand gefragt ob die Kinder lernen sollen wie Präsentationen vorbereitet und gehalten werden, oder ob die nur irgendwie durch ein Wunder zu entstehen haben, um sie zu benoten.
Ich finde es schwach, wenn der ganze Inhalt des Beibringens wie man Präsentationen hält darin besteht, dass der Lehrer einen Zettel austeilt.
Damit werde ich doch genötigt dem Kind beizubringen, wie Präsentationen gehen udn das werde ich selbstverständlich und schamlos machen. Endlich gäbe es mal einen Lerninhalt, der fürs Leben ist und der wird so stiefmütterlich behandelt.

Zu Bildergeschchten, Erzählungen, etc. werden in der GS Übungen in der Stunde gemacht, warum nicht für eine Präsentation.

In der GS hatten die Kinder ein Mal einen Vortrag vozubereiten. -Das war Leistungsschau der Mütter. Danach durften Präsentationen nur in der Schule vorbereitet werden. Wink Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Ich gfand die Plakate goldig, süß, deutlich kreativer und linkischer als die der Mütter (sic!) und die Kinder waren so stolz drauf.

Bislang hatten die Kinder bei uns in der 5. keine Präsentation, oder ich weiß nichts davon.

LG, N.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sigiruna
Sponsor 2010/2011


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.04.2006
Beiträge: 898
Wohnort: nicht mehr Nordfriesland!!!!

BeitragVerfasst am: 21.12.2012, 16:00
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Moin Jenny!

Leider kommt so was öfter vor. Meistens sind die ersten, die das Referat - ohne elterliche Mithilfe - halten, die Dummen, weil erst anhand ihrer Fehler den anderen erklärt wird, wie sie es besser machen sollen.

Ich denke, das Thema ist nicht so sehr, ob die HA Aufgabe der Eltern ist - das sollten sie eigentlich nie sein -, sondern das mangelnde pädagogische Geschick der Lehrer, die sich manchmal gar nicht vorstellen können, das 5.-Klässler die Methoden nicht von selbst beherrschen.
Du solltest vor allem ansprechen, dass die Lehrer den Kindern vor der Benotung einer größeren HA beibringen sollen, wie sie selbige machen sollen! Der elterliche Beitrag sollte m.E. höchstens darin bestehen, sich mit dem Kind über das Thema auszutauschen, Tipps zu geben und einen Probeablauf des Vortrags anzuhören und im größten Notfall den Lehrer anzurufen und zu fragen, was er sich bei so einer unklar formulierten Aufgabenstellung gedacht hat.
_________________
Sigiruna
mit
Sohn 6/93, Dozent; Töchti 2/96, Mathemaster in Arbeit; Tertia 7/98, Studium
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 21.12.2012, 17:19
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

joeymc hat folgendes geschrieben:

aus Lehrersicht:
Ich HASSE motz es, wenn die Eltern den Kram der Kinder erledigen, bei mir gibt es den internen Vermerk "mbm" (made by mum) für so etwas. Gerade bei den Kleinen merkt man das doch!


Ich würd' ja jetzt auch sagen, daß man das merkt (und es als Lehrer natürlich nicht wünschen!), andererseits erinnere ich mich, daß man Unterstufendeutschlehrer auch "gemerkt" hat, daß mein Vater, mit dem er bekannt war, mir nicht bei den Hausaufgaben geholfen hatte, weil er krank war. Das war totaler Unsinn, mein Vater hat mir nie bei den Hausaufgaben geholfen, bestenfalls Vokabeln abgefragt oder so. Der hat mir ja nicht mal Wörter buchstabiert, sondern immer auf den Duden verwiesen. tocktock

Aus Elternsicht: Charlotte mußte letztens ein Plakat/Vortrag machen und ich habe Sorge getragen, daß sie genug Material zum Thema hat und ihr ein paar Bilder zur Gestaltung ausgedruckt. Ich würde sowas sicher nicht für mein Kind machen. nein
_________________
Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jenny73



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.03.2011
Beiträge: 83
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 22.12.2012, 20:10
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Ihr bestärkt mich sehr, das Thema anzugehen. Dann werde ich im neuen Jahr mal in die Spur gehen. winkie

Aber jetzt kommen erst mal ein paar schöne Festtage für und alle.

Jenny
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Online
Sponsor 2010/2011


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 763
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 22.12.2012, 22:37
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Wenn es dich tröstet: Ich wäre auch nicht auf die Idee gekommen, meinem Kind bei dem Vortag zu helfen.
Allerdings "liebt" mein Kind solche Aufgaben und hat schon in der Grundschule ganz regelmäßig und freiwillig (meist Tier-)Vorträge (mit Plakatgestaltung) gehalten. Allerdings wurde dies bisher an ihrem Gym. noch nicht verlangt... daher fehlt mir die Einschätzung der Leistung.

Für welches Unterrichtsfach war denn der Vortarg?

Und ja, auch hier gab es schon HA, welches unser Kind nicht ohne "fremde Hilfe" erledigen konnte.
_________________
LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pitsidia
Sponsor


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 12.12.2006
Beiträge: 921
Wohnort: Rhein-Main

BeitragVerfasst am: 23.12.2012, 16:05
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Ich stimme Dir da völlig zu, die Kinder sind eigentlich von Schulseite her nicht in die Lage versetzt worden, sowas alleine auf die Beine zu stellen. Wir hatten schon superbescheuerte Themen z.B. in Reli, wo wir dann dachten, Sohn hätte nicht zugehört...die hat einfach das Thema "Gewaltprävention" genannt...super, wie sollen die Kinder da anfangen. Es gab massenweise "Thema verfehlt", viel Arbeit für nichts, schade für die Kinder. Ich finde auch, dass man als Eltern eigentlich nicht mehr als Räumlichkeiten und ggfs. Taxi oder Computer zur Verfügung stellen sollte. Hat uns da früher etwa ein Papa ne Präsentation gemacht? Nö. Ich habe auch Lust, mal zu fragen, was da eigentlich genau erwartet wird (von uns Eltern und auch von den Kindern), wäre froh, wenn Du berichtest, wie weit Du gekommen bist und welche Antworten Du bekommen hast. Ich werde mir jedenfalls auch diese Frage mal für den nächsten Elternsprechtag aufheben.

In der Grundschule nerven mich auch diese Eltern, die immer alles wunderschön machen für die Kinder. Ich habe aber den Eindruck, dass die Lehrer da eher noch "echte" Kinderarbeit auch würdigen und nicht die Vorträge nebeneinanderstellen. Es wird halt da auch viel mehr in der Schule gemacht (das muss ich jetzt mal der Grundschule zugute halten, wo ich sonst da oft was zu meckern habe).
Viel Erfolg und viele Grüße
Pitsidia
_________________
Pitsidia
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
morlis



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.04.2008
Beiträge: 485
Wohnort: BaWü

BeitragVerfasst am: 23.12.2012, 19:01
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Zu dem Thema fällt mir immer wieder die Unterstellung der Lehrerin meines Sohnes in der 2. Klasse ein, er hätte den (seinen allerersten) Aufsatz nie im Leben selbst geschrieben! motz aua

Aber Anfang der 6. Klasse haben wir Eltern getroffen, die völlig allein für ihren Sohn das Herbarium anfertigten!
Fast schade, dass alle Arbeiten mit gleichem Maß beurteilt wurden, wobei sich halt dann wieder die Frage stellt, wie die Lehrer dann eine sehr gute Eigenleistung eines Schülers rausfinden sollen, ohne ungerecht zu werden...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jenny73



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.03.2011
Beiträge: 83
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 26.12.2012, 12:08
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Zitat:
Zu dem Thema fällt mir immer wieder die Unterstellung der Lehrerin meines Sohnes in der 2. Klasse ein, er hätte den (seinen allerersten) Aufsatz nie im Leben selbst geschrieben! ... Fast schade, dass alle Arbeiten mit gleichem Maß beurteilt wurden, wobei sich halt dann wieder die Frage stellt, wie die Lehrer dann eine sehr gute Eigenleistung eines Schülers rausfinden sollen, ohne ungerecht zu werden...


Deshalb finde ich es gut, wenn gleichartige Aufgaben auch im Unterricht bearbeitet werden (entweder mit geringerem Umfang oder die Aufgabe im Unterricht schon anfangen. Dann kann der Lehrer sehen, wo jedes Kind wirklich steht und einschätzen, ob die HA-Leistung wirklich vom Kind kommen kann.

Zitat:
Für welches Unterrichtsfach war denn der Vortarg?


In dem Fall war es Musik. Die Lehrerin ist aber auch die Deutschlehrerin und deshalb gebe ich dem Thema diese Wichtigkeit.

Über die Weihnachtsferien haben wir nun eine schriftliche Geschichts-HA. Ausdrückliche Ansage der Lehrerin an die Kids: "Das macht ihr alleine." --- freu --- Mein Sohn: "Du musst mir da unauffällig helfen." --- ??? --- "Naja, du musst mir sagen, ob das so geht, wie ich es mache." Na gut, ich war beruhigt, dass ich ihm jetzt nicht den Kopf zurechtrücken muss.

Zitat:
Ich HASSE es, wenn die Eltern den Kram der Kinder erledigen, bei mir gibt es den internen Vermerk "mbm" (made by mum) für so etwas. Gerade bei den Kleinen merkt man das doch! Und auf Nachfrage sind die ehrlich!
Ich habe auf Elternabenden schon verboten, dass die Eltern mehr tun als mal Rechtschreibfehler zu korrigieren. Mit dem Hinweis, dass die Kinder das spätestens in der Pubertät alleine machen werden wollen, und wenn sie dann die Techniken nicht beherrschen - tja....

Von dem Lehrer finde ich es dann etwas seltsam, ich sage meinen Schülern klar, was ich erwarte. Das mit den Fragen kenne ich als Hinführung zur selbstständigen Erarbeitung eines Themas.
Das kann es aber nicht allein sein, wenn man das für sich hat, muss man daraus den Vortrag strukturieren (erkläre ich meinen Schülern): Was ist das Wichtigste? Darum herum die anderen Teile anordnen. Aufzählungen vermeiden usw.
Vielleicht wurde das im Unterricht gesagt? (wenn nein, soll sich der Kollege mal schämen gehen)


Wie viel genau über den Zettel hinaus im Unterricht gesagt wurde, kann ich jetzt nicht beurteilen. Das wird mir sicher die Lehrerin sagen können. Etwas erläutert hat sie schon, das konnte mir Leo aber nur noch bruchstückhaft wiedergeben. In die Richtung, wie du es beschreibst, joeymc, ging es auf jeden Fall.

Ich will ihr auch nicht die Vier vorhalten. Ich weiß, dass Leo nicht gut darin ist, etwas mündlich zu präsentieren. Er redet dann so leise und unverständlich vor sich hin. Ich kann also nicht ausschließen, dass seine Präsentation so schlecht war, obwohl die Vorbereitung als gut durchgegangen wäre. (Auch wenn ich ihn den Vortrag zu Hause mehrmals habe vortragen lassen - auch vor dem Spiegel - und ihm Tipps zum Vortrag gegeben habe. Soviel Eltern-Mitwirkung halte ich für legitim.)

In die Richtung habe ich hinterher auch Leo seine Lehre ziehen lassen.

Mir ist das Ganze erst beim Elternstammtisch aufgestoßen. Denn wie sollen die Kinder etwas lernen, was sie nicht selbst machen? Es geht also eher ums Prinzip. Darum, dass die Lehrerin ihr Augenmerk auf dieses Thema richtet, die Kinder am Ende insgesamt zum "Selbst-Tun" aufgefordert sind und nicht die belohnt werden, bei denen die Eltern gearbeitet haben.

Jenny
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Online
Sponsor 2010/2011


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 763
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 27.12.2012, 12:00
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

jenny73 hat folgendes geschrieben:

Ich will ihr auch nicht die Vier vorhalten. Ich weiß, dass Leo nicht gut darin ist, etwas mündlich zu präsentieren. Er redet dann so leise und unverständlich vor sich hin. Ich kann also nicht ausschließen, dass seine Präsentation so schlecht war, obwohl die Vorbereitung als gut durchgegangen wäre. (Auch wenn ich ihn den Vortrag zu Hause mehrmals habe vortragen lassen - auch vor dem Spiegel - und ihm Tipps zum Vortrag gegeben habe. Soviel Eltern-Mitwirkung halte ich für legitim.)

In die Richtung habe ich hinterher auch Leo seine Lehre ziehen lassen.



... und jetzt versteh ich deine Frage nicht mehr. DU hast doch deinem Kind geholfen. Du hast ihn den Vortrag mehrmals dir aufsagen lassen und hast Tipps gegeben, sicher in die Richtung: Sprich laut und deutlich. Ich schätze mal, eine Stunde Zeit hast du sicher investiert, oder?
Was bitte schön, hättest denn noch tun sollen? War der Inhalt denn so neben dem Thema?

Mich bringen so manche Englisch-HA meines Kindes zum Kopfschütteln. Es sollte sein Zimmer als Bild mitbringen und beschriften. Mein Kind ist da ja immer sehr kreativ und hat ein Foto gemacht, im Rechner ausgedruckt und (wir haben keinen Farbdrucker *ggg*) bunt ausgemalt und die Gegenstände beschriftet.... Ein anderes Kind hat eine Draufsicht des Zimmers mit Bleistift gemalt (wohl nicht maßstabsgerecht) und dann beschriftet - es gab darauf ein 4. ???? laut meinem Kind, weil dem Lehrer die Gestaltung nicht gefiel...??? Bitte WAS hat das mit Englisch zu tun?

Bei solchen Benotungen frage ich mich, welch Sinn Zensuren haben... aber das ist ein ganz anderes Thema.
_________________
LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jenny73



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.03.2011
Beiträge: 83
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 28.12.2012, 11:05
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Zitat:
... und jetzt versteh ich deine Frage nicht mehr. DU hast doch deinem Kind geholfen. Du hast ihn den Vortrag mehrmals dir aufsagen lassen und hast Tipps gegeben, sicher in die Richtung: Sprich laut und deutlich. Ich schätze mal, eine Stunde Zeit hast du sicher investiert, oder?
Was bitte schön, hättest denn noch tun sollen?


Ich habe den Vortrag NICHT AUSGEARBEITET, wie die anderen Eltern, die das scheinbar so normal finden, dass sie es auch noch so offen erzählen.

Dem Kind zu helfen, eine Sache SELBST besser zu machen und dem Kind die Arbeit abnehmen, sind doch zwei vollkommen verschiedene Dinge. Genau da liegt mein Problem. Bei der ersten Variante unterstütze ich den Sinn der HA, dass das Kind etwas lernen oder üben soll. Bei der zweiten Variante untergrabe ich eben diesen Sinn der HA.

P.S. Einen Kurzvortrag mehrmals aufsagen lassen, dauert bei uns keine Stunde.

Jenny
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids Foren-Übersicht -> in /auf der weiterführenden Schule Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Seite 1 von 1
Gehe zu:  

 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Mal was für die Eltern ripley Stoffsammlung 1 05.12.2014, 14:10
Keine neuen Beiträge Hausaufgaben 9.Klasse Mina-Lina in /auf der weiterführenden Schule 13 30.11.2012, 09:30
Keine neuen Beiträge Neues Handbuch für Eltern - taugt das... marina Lockrer Plausch 2 29.10.2012, 15:47
Keine neuen Beiträge Veranschlagte Zeit für Hausaufgaben -... Ernestine in der Grundschule 15 24.10.2012, 09:40
Keine neuen Beiträge Hausaufgaben 1.Klasse jukilmi in der Grundschule 17 30.08.2012, 10:19

Tags
Kinder, NES, USA



phpBB 2.0.23
Template by BMan1

BBoard.de bietet Ihnen ein Kostenloses Forum mit zahlreichen tollen Features

Impressum | Datenschutz