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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 23.12.2012, 01:39
Titel: Lehrer - Schüler - Beziehung (Geschwistererfahrungen) |
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Ich weiß nicht so recht, wo es richtig paßt, aber ich schreib es mal hier, weil da mein Gedanke hingeht.
Also: Sicher gibt es gute und schlechte Lehrer und sicher gibt es für das eine Kind geeignete und das andere Kind schlecht geeignete Lehrer.
Aber in meiner Grenzenlosen Naivität habe ich wohl gedacht, wer Kind A versteht, versteht auch Kind B, versteht auch Kind C + Rolle rückwärts ebenso.
Das liegt bestimmt ein bißchen an meiner Erfahrung im Freundeskreis...
Die neue Lehrerin von Charlotte ist ganz toll und ich wollte gern, daß Wolf sie auch bekommt aber nun stelle ich gerade fest, daß Wolf mit den Kindergärtnerinnen, die Charlotte zum Teil auch hatten (wo sie zufrieden war) und Frieder jetzt auch hat (der absolut glücklich ist), unzufrieden ist und frage mich, in wie weit so ein "Glück" eigentlich übertragbar ist.
Ich würde mich über Eure Erfahrungen sehr freuen... _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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joeymc Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.09.2009 Beiträge: 1539 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 23.12.2012, 15:28
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Meine drei kennen alle ihre Grundschullehrerinnen gegenseitig. Frau S wird /wurde von allen dreien geliebt, Frau I gehasst, Frau C war ok.
Auf der weiterführenden verwechseln eher die Lehrer meine beiden Jungs
Nein, sie sind meistens einer Meinung.
Es hat bei ihnen auch viel mit Fachkompetenz und persönlicher Kompetenz der Lehrkraft (gerecht, fair, Respektsperson...) zu tun. Sie stehen nicht auf Kumpeltypen und "Tussi"-Lehrerinnen
Meine drei Kinder sind sich aber auch recht ähnlich, vom Wesen her.
LG
Joey _________________ veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule ) |
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Pitsidia Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Rhein-Main
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Verfasst am: 23.12.2012, 16:34
Titel: |
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Hallo Ernestine!
Ich hätte für meine beiden gern die gleiche Grundschul-KL gehabt - ging aber zeitlich nicht auf (1 Jahr Überschneidung), also mussten wir bei meiner Tochter hoffen und sie hatte viel Pech. Sie hat aber die Ex-KL des Großen in Musik und liebt sie - wie er damals auch. Und die Lehrerin mag/mochte beide Kinder auch sehr gern (sag ich mal so gar nicht subjektiv ). Beide Kinder sind sehr unterschiedlich, sprechen aber eigentlich auf den gleichen Typ Mensch an - was sicher viel mit den Menschen zu tun hat, die sie geprägt haben (wir, die Großeltern, die engsten Freunde und Nachbarn). Und hs. davon hängt auch ihre Zu- oder Abneigung den Lehrern gegenüber ab. Das hat bei beiden recht wenig mit dem Lernverhalten oder Lehrverhalten zu tun, vielmehr ist die menschliche Beziehung die Grundlage dafür. Das ist eigentlich für´s Lernen nicht so optimal, aber ich finde, doch kindgerecht und menschlich. Wir lassen uns ja auch lieber was von Menschen, die wir mögen sagen als von ungeliebten Zeitgenossen.
Viele Grüße
Pitsidia _________________ Pitsidia |
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morlis

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2008 Beiträge: 485 Wohnort: BaWü
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Verfasst am: 23.12.2012, 17:13
Titel: |
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Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass nicht jedes Kind gleich gut mit den gleichen Lehrern auskommt.
Natürlich gibt es eine Tendenz, der absolute Leerer wird einer bleiben, ein fachlich kompetenter Lehrer ebenso.
An der Grundschule hatten meine beiden die gleiche Lehrerin in Kl. 1+2. Da dieses eine Möchtegern-Mamaersatz-Lehrerin war (ist ), die die Kinder am liebsten immer auf den Schoß nehmen wollte und natürlich von ihren Schülern uneingeschränkt geliebt werden wollte, hatte sie bei meinen beiden von je her schlechte Karten, besonders aber bei meinem Sohn, dem das ausdrücklich zu viel Nähe war!
Kurz beide mochten sich gegenseitig nicht, was beide auch voneinander wussten. Meine Tochter hingegen ist bei ihr noch einigermaßen unbeachtet durchgerutscht, es fanden sich immer rechtzeitig andere, die die Aufmerksamkeit von meiner Tochter ablenkten und lieber von ihr gehätschelt werden wollten.
Jetzt am Gymnasium hat mein Sohn auch ab und an Lehrer, die bereits meine Tochter hatte. Komischerweise hält mein Sohn von den Lehrern, die meine Tochter gut fand nicht so sehr viel, dafür kommt er mit anderen eher klar, die meine Tochter nervig bis schlecht fand...
Also da lässt sich glaub nicht viel vorhersagen.  |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 23.12.2012, 17:35
Titel: |
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Ich bin mir gar nicht so sicher, was für einen Menschentyp Wolf mag... so Großelterncharaktere mag er zwar gern, spielt sich aber dann auf wie King Louie, das wäre in der Schule nicht so gut.
Meine Freundinnen mag er eigentlich alle - vielleicht hat er einfach den gleichen Menschengeschmack wie ich. Sind allerdings keine Lehrerinnen drunter... _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 23.12.2012, 18:36
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Da kann man aber auch viel reininterpretieren. Wolf ist Sandwichkind, wenn über und unter ihm die Geschwister jemanden mögen, könnte er (unbewußt) eher das Gegenteil annehmen.
Wolf kann auch einfach höhere Ansprüche an die Erzieherinnen stellen, als das seine damals vielleicht eher angepasste Schwester tat und sein jetzt noch kleiner Bruder eben nicht tut.
Die Chemie stimmt auch nicht immer, nur weil es innerhalb einer Familie so sein könnte. Von meinen Freundinnen und Bekannten gibt es auch Kinder, die ich anders empfinde als ein Geschwisterkind....
Letztlich ist jeder Mensch ja individuell anders gestrickt, das ist auch gut so und Wolf wird sich sicher aussuchen, mit wem er gut kann.
Frohes Fest euch allen!
Jutta _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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TAfel
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.06.2008 Beiträge: 373 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 24.12.2012, 02:00
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Interessante Frage. Meine drei hatten ja dieselben Klassenlehrerinnen in den ersten Jahren (pro Klasse zwei Lehrerinnen) und mochten alle drei dieselbe von den beiden lieber. Allerdings ist sie auch ein echtes Prachtstück, sehr warmherzig, trotzdem streng und konsequent, selber Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen, sie hat die Kinder ernst genommen und war immer sehr darum bemüht, dass die Kinder auch herausgefordert werden. Die Sympathie beruhte auf Gegenseitigkeit, sie mag unsere Kinder auch sehr gerne.
Bei den beiden Großen war es dann so, dass sie in den oberen Klassen GS zu den meisten LehrerInnen sehr ähnliche Ansichten hatten, lediglich der Humor des einen Lehrers kam bei den Kindern sehr unterschiedlich an. Da die beiden Großen mittlerweile auf verschiedenen Gymnasien sind, hat sich das Thema aber mittlerweile erledigt. Es gibt aber immer wieder von beiden Kindern theoretische Überlegungen, wenn sie auf derselben Schule wären und die gleichen LehrerInnen hätten, ob sich das möglicherweise für die eine oder den anderen nachteilig auswirken könnte, wenn sie miteinander verglichen werden würden.
Spannend wird es dann nochmal bei Nr. 3, falls sie sich nicht noch für eine dritte Schule entscheidet. Aber da haben wir ja noch etwas Zeit...
Euch allen wünsche ich ein ruhiges und entspanntes Weihnachtsfest!
LG Tafel _________________ gr. Tochter (Jg. 98), Sohn (Jg. 01), kl. Tochter (Jg. 04) |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 03.01.2013, 20:57
Titel: |
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| jutta hat folgendes geschrieben: |
Wolf ist Sandwichkind, wenn über und unter ihm die Geschwister jemanden mögen, könnte er (unbewußt) eher das Gegenteil annehmen.
Wolf kann auch einfach höhere Ansprüche an die Erzieherinnen stellen, als das seine damals vielleicht eher angepasste Schwester tat und sein jetzt noch kleiner Bruder eben nicht tut. |
Also Wolf ist definitiv kein klassisches Sandwichkind. Er ist sehr präsent und sozusagen der Takter unseres Familienlebens. Ich glaube kaum, daß er jemals auf die Idee kommt, sich irgendwo abzusetzten...
Und Charlotte war auch kein angepasstes Kindergartenkind (sie ist auch heute nicht angepaßt, aber umgänglicher), sie war schon anders als Wolf (introvertiert, statt extrovertiert), aber niemals ein Kind, daß so durchläuft.  _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 04.01.2013, 18:34
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Hallo Ernestine,
bitte entschuldige, ich verstehe den Satz nicht mit dem "absetzen".
Allerdings finde ich deine Beschreibungen nicht ungewöhnlich. Dass Wolf sehr präsent ist spricht für mich nicht gegen eine "klassische" Sandwichposition/verhalten. Gibt es das denn, die "klassische" Variante?
Wenn er extrovertiert ist, auch schon war, bevor Frieder kam, dann ist das für mich die natürliche Gebung der Rollenverteilung: erstes Kind introvertiert, zweites extrovertiert. Das widerspricht sich ja nicht.
Ich wollte auch nur einen Denkanstoß geben, kann ja sein, dass ich falsch liege, ich kenne deine Kinder ja nicht. Manchmal hat man aber einen Tunnelblick, sorgt sich zu sehr oder sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht...
Lieben Gruß
Jutta _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 04.01.2013, 20:24
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Hallo Jutta, ich wollte Deinen Einwand gar nicht niedertrampeln, tut mir leid. Ich verstehe schon, was Du meinst, aber es paßt nicht, auf Wolfs allgemeines Verhalten.
| jutta hat folgendes geschrieben: |
bitte entschuldige, ich verstehe den Satz nicht mit dem "absetzen".
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Ich meine, er sucht sich keine Alleinstellungsmerkmale gegenüber seinen Geschwistern. Er tut einfach, was er mag. Wenn es das selbe ist, gut, wenn nicht, auch gut. Wenn er es besser kann, gut, wenn nicht, auch gut.
| jutta hat folgendes geschrieben: |
Allerdings finde ich deine Beschreibungen nicht ungewöhnlich. Dass Wolf sehr präsent ist spricht für mich nicht gegen eine "klassische" Sandwichposition/verhalten. Gibt es das denn, die "klassische" Variante?
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Keine Ahnung - gibt es? Ich dachte, das seinen eben immer die zukurzgekommenen, die früh ins Bett müssen, aber trotzdem helfen müssen, den Tisch zu decken.  _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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tamy
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2010 Beiträge: 26 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 24.01.2013, 18:50
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hallo,
da fühle ich mich sehr angesprochen !
meine erfahrung : überhaupt nicht (übertragbar)
allerdings sind wir da vielleicht auch ein extrembeispiel.
meine jungs sind sehr sehr unterschiedlich :
der große sehr herausfordernd,extrovertiert, lebhaft,unausgeglichen,provokant,hinterfragend
der kleine mit sonnigem gemüt,introvertiert,ruhig,aber auch in sich ruhend,ausgleichend
der kleine hat die gs-lehrerin die der große auch schon hatte.
für den großen war sie einfach perfekt : fordernd,herausfordernd,ihm im temperament ganz ähnlich ,laut, ihn in die schranken weisend, aber doch motivierend.
er hat ihr- glaube ich - ganz viel zu verdanken.
für den kleinen ist sie überhaupt nicht gut.
er ist relativ unglücklich in der schule, hat angst vor ihr, er kommt mit ihrer lauten,unstrukturierten art überhaupt nicht zurecht und sagt trotz toller schulleistungen andauernd
"ich hasse schule"
er ist überall, bei kindern und erwachsenen gleichermaßen beliebt und ja, ich führe das "schulehassen" durchaus auf diese lehrerin zurück.
sie ist allerdings ebenso extrem, wie es der große bruder ist.....
lg tamy |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 25.01.2013, 00:00
Titel: |
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| tamy hat folgendes geschrieben: |
für den kleinen ist sie überhaupt nicht gut.
er ist relativ unglücklich in der schule, hat angst vor ihr, er kommt mit ihrer lauten,unstrukturierten art überhaupt nicht zurecht und sagt trotz toller schulleistungen andauernd
"ich hasse schule"
er ist überall, bei kindern und erwachsenen gleichermaßen beliebt und ja, ich führe das "schulehassen" durchaus auf diese lehrerin zurück.
sie ist allerdings ebenso extrem, wie es der große bruder ist.....
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Das ist ja echt schade. Hat Du ihm mal gesagt, daß die Lehrerin eben so tickt wie der Bruder? Solche Vergleiche machen Charlotte meist offener für schwierige Menschen. _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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tamy
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2010 Beiträge: 26 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 25.01.2013, 09:59
Titel: |
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ja, das haben wir schonmal bißchen erörtert, hilft ihm aber leider auch nicht weiter.
leider gibts hier auch weder eine andere klasse, noch andere schule in die er wechseln könnte, also heißt es durchhalten.
lg tamy |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 25.01.2013, 11:22
Titel: |
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Wie blöd!
Wir haben hier schon eine große Auswahl an Grundschulen, aber um zu bekommen, was man will, muß man schon gezielt darauf hinarbeiten - da will ich natürlich nicht auf das falsche Ziel hinarbeiten!
Vielleicht kriege ich Wolf und die Lehrerin ja einfach mal in eine Situation, wo sie miteinander umgehen müssen. Am besten, ich nehme ihn schonmal mit zum nächsten Elterngespräch . _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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