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Geschwisterkinder


 
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jutta
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 03.01.2013, 15:17
BeitragTitel: Geschwisterkinder
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Hallo Alhambra!

Für alle, die mehr als ein Kind haben: Wie gehen die Geschwister damit um, ein hb Bruder/Schwester zu haben? Sind alle gleich schlau/getestet? Was war der Anlass, diese Tests zu machen?

Diese Frage kam letztens als Wunschthema für unseren Gesprächskreis auf und ich finde ihn ganz interessant.

Zu uns: Napoleon wurde mehrfach getestet und fiel schon im jungen Alter auf. Einstein wollte immer normal sein, Hb kam für ihn als Thema nicht in Frage, er wollte nichts damit zu tun haben. Der Fokus lag auch lange bei Napoleon, denn Einstein ging recht locker durchs (Schul)leben. Erst in der 8. Klasse kam ein Test mit dem Ergebnis, dass er ebenfalls ein schlauer Kerl ist....

Ich denke, ich/wir haben ihn einige Zeit lang unterschätzt, auch seine Langeweile in der Schule nicht erkannt und zu sehr Napoleon mit seinen Besonderheiten im Auge gehabt.

Was habt ihr so für Erfahrungen und Tipps?

Frohes neues Jahr
Jutta
_________________
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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sun
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Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 2614
Wohnort: Rheinland

BeitragVerfasst am: 03.01.2013, 18:01
BeitragTitel: Re: Geschwisterkinder
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Ein frohes neues Jahr!

Ich schätze unsere Kinder alle drei ähnlich schlau ein - wenn sie auch sehr verschieden in ihrem Lernverhalten, in ihren Leistungen, in ihrem Ehrgeiz, in ihren Interessen etc. sind.

Getestet ist nur der Mittlere, weil er in der Grundschule durch sein Rumgammeln auffiel.
Er ist der Typ "mir fliegt alles zu und ich halt mich nicht lange mit Aufgabenstellungen und Üben auf". Er ist ein absolut logischer Denker, erklärt sich die Welt selbst, liegt damit in allen Fächern um die 2, mündlich oft noch besser, außer in den Sprachen - da macht sich jetzt bemerkbar, dass er zu oberflächlich rangegangen ist und die Grundlage, auf der das aufbaut, nicht durch logisches Denken zu ersetzen ist.
Er tut sich schwer, unter Klassenkameraden Freunde zu finden - wir hatten versucht, ihn in einer Hb-Klasse in der Nähe unterzubringen, aber die war voll und wir haben keinen Platz bekommen.

Die Große ist zurückhaltend, perfektionistisch und hat einen sehr starken Willen. Sie wurde auf ihren Wunsch ein Dreivierteljahr vor Geburtsdatum-entsprechendem Termin eingeschult. In der Grundschule stand ihr übersteigerter Perfektionismus ihr oft im Weg, aber sie ist ihren Weg gegangen und kann jetzt gut selbst einteilen, was sie wofür tun muss und möchte.
Ein Test war bei ihr nie nötig. Sie hat einmal mit 5 am "Institut für das begabte Kind" an einem Spanisch-Kurs teilgenommen, aber da brauchte man auch keinen formellen Nachweis.

Und die Jüngste hat einen gesunden Ehrgeiz und eine echte Rundum-Begabung (Zitat ihrer Erzieherin, als sie 2 war: "TigerLily weiß alles, kann alles und will alles").
Auch sie ist ungetestet.

Innerhalb der Familie fällt es also nicht groß auf, dass einer "herausragt". Das Testergebnis des Mittleren ist daher auch nicht wirklich Thema - er kriegt deswegen keine andere "Förderung" als die anderen.


Ich weiß aus meiner Herkunftsfamilie, dass es für meine Schwester schwierig war, mit der "tollen großen Schwester" zu konkurrieren. Da ging es auch weniger um hb (ich war da noch nicht getestet bzw. in der Oberstufe wurde ich zufällig getestet, es war aber kein Thema zuhause), sondern viel um "mit den Eltern auf einer Wellenlinie liegen" und "Glück im Leben haben"... da war meine Schwester schon häufig neidisch. Zum Glück ist unser Altersabstand ziemlich groß - wenn wir dann auch noch mit schulischen Leistungen hätten konkurrieren müssen, wär das noch blöder gewesen.

Es gibt das Ganze ja auch andersrum, wenn behinderte Kinder in der Familie sind - dann ist es für die Geschwister auch manchmal schwer auszuhalten, dass die Sonderbehandlungen und -aufmerksamkeit erhalten...

Wurden die beiden Söhne bei euch denn so unterschiedlich behandelt, Jutta? Und was war bei euch dann der Anlass, Einstein schließlich noch testen zu lassen?
_________________
LG sun mit Naseweiß (*3/98, Studentin in NL), PeterPan (*6/99, dualer Student) und TigerLily (*6/05, 8. Klasse hb-Zweig)
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joeymc
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 17.09.2009
Beiträge: 1539
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 03.01.2013, 20:13
BeitragTitel:
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Also, meine 3 sind alle getestet, alle aus unterschiedlichen Gründen.

Bei Nr 1 (16) hatten wir auf Grund seines Verhaltens den Verdacht (selbst lesen beigebracht, kein Interesse an Kinderkram etc.), der sich bestätigte.

Bei Nr 2 (14) hatten wir zunächst den Verdacht, er wäre überfordert, bei allem mitzumachen, was 1 so machte und dachte. Er wurde nach der Einschulung immer langsamer mit den Hausaufgaben. Der Test zeigte dann, dass er auch hb ist und in der Schule total unterfordert war.

Bei Nr 3 (fast 9) war es dann eher so, dass wir gerne wissen wollten, woran wir sind, da wir den Eindruck hatten das sie ihre großen Brüder in die Tasche steckt, andererseits aber auch eventuell überfordert ist. Ergebnis war trotz teilweiser Testverweigerung knapp vor hb.

Sie sind also alle ähnlich "schlau", wenn auch mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Sie ergänzen sich da auch sehr gut: Nr 1, der Theoretiker und Philosoph, Nr 2 der Erfinder und Bastler, Nr 3 die fantasievolle, empathische.

Von daher brauchen sie auch ganz unterschiedliche Sachen und akzeptieren fast klaglos, dass sie z. T. unterschiedliche Behandlung erfahren, wenn sie den Grund dafür einsehen (z.B. Einhaltung der FSK/USK Angaben bei Filmen und Spielen, wer braucht wann einen eigenen PC, wer geht ins Ausland, wer nicht etc.).

Auf jeden Fall haben sie alle den gleichen schrägen Humor, lesen ähnliche Bücher, haben ähnliche Spielvorlieben und hängen schon viel zusammen, auch wenn alle noch andere Freunde haben, halten sie 6 Wochen Sommerferien locker miteinander aus.

LG

Joey
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veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 03.01.2013, 20:43
BeitragTitel:
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Meine sind ja nicht getestet.

Charlotte ist aber schon recht eingeschnappt, weil Wolf klüger ist als sie - findet sie. Keine Ahnung, ob da etwas dran ist. Auf jeden Fall ist er viel unangepaßter als sie und somit würde es kaum jemandem auffallen, wäre er doppelt so klug. haha

Die beiden sind aber auch vom Altersabstand ziemlich aus der klassischen Geschwisterrivalität raus.
Mit Wolf und Frieder ist es schon etwas anderes. Frieder versucht schon, die Dinge genauso toll wie Wolf zu machen (oder zieht sich auf seine Babyrolle zurück). Aber Wolf würde sich derzeit eh nicht testen lassen, also kann ich diese Fragen erstmal vertagen.

Ich glaube aber auch nicht, daß ich ihnen die Zahl nennen wollte, wenn sie mal getestet werden sollten.
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Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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Sigiruna
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.04.2006
Beiträge: 898
Wohnort: nicht mehr Nordfriesland!!!!

BeitragVerfasst am: 04.01.2013, 15:28
BeitragTitel:
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Ebenfalls ein frohe und gesegnetes neues Jahr!!!!

Bei uns wurde Töchti getestet, als es um die vorzeitige Einschulung ging und Kiga und Schule nicht bereit waren, zu akzeptieren, dass es auch Kinder gibt, die auf der anderen Seite aus der Norm rausfallen. Gutachten und Zahl haben die Lehrer dann auch genügend beeindruckt, so dass sie mit nur einem kurzen Zwischenhalt in der 1. Kl. gleich vom KiGa in die 2. springen durfte. Ihr habe ich damals nur gesagt, dass das Testergebnis besage, dass ihr Wunsch, in die Schule zu kommen, nicht unrealistisch sei.

Sohn war - übrigens ganz im Gegensatz zu Töchti - schon als Kleinkind sehr auffällig, so dass sich aus meiner Sicht ein Test erübrigte. Als Legastheniker hatte er in der Schule Schwierigkeiten mit dem Lesenlernen, während Töchti das mit 4 mal so zwischendurch schaffte. Er war anfangs schon eifersüchtig auf Töchtis Schulschnellstart ("Wehe, wenn sie nochmal springt!" - dann wäre sie nämlich in seiner Klasse gelandet), aber eigentlich gab es deshalb nie Konflikte. Er selbst wurde mit 12 getestet, als wir überlegten, ob er wegen der unerfreulichen Schulsituation springen sollte. Er ist dann nicht gesprungen, aber allein die Tatsache, ein hohes Ergebnis im Test erreicht zu haben, tat seinem Selbstbewusstsein sehr gut.

Tertia ist nicht getestet, weil sich keine Notwendigkeit ergab. Ich nehme nicht an, dass ihr IQ niedriger ist als bei ihren Geschwistern und bei mir selbst. Als sie kürzlich mal danach fragte, habe ich ihr das auch gesagt. Damit war sie zufrieden. Sie sieht ja auch selbst, dass die Schule sie für Hb-Förderkurse empfohlen hat, an denen sie erfolgreich teilgenommen hat. Und dass ihre schlechteren Zensuren nicht an mangelnder Intelligenz liegen, sondern daran, dass sie anders als ihre Schwester weder perfektionistisch noch besonders ehrgeizig ist, stört sie recht wenig - und mich auch nicht, solange sie keine Lücken bekommt.
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Sigiruna
mit
Sohn 6/93, Dozent; Töchti 2/96, Mathemaster in Arbeit; Tertia 7/98, Studium
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jutta
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 04.01.2013, 19:03
BeitragTitel:
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Hallo sun,

zu deiner Frage: Napoleon war schon mehr im Fokus, weil er so anders war. Autonom bis störrisch, hysterisch in manchen Situationen, fordernd, was Förderung anging. Aber auch fröhlich, interessiert an vielem, kreativ beim Bauen usw.
Einstein war so einer, der ruhte immer in sich selbst. Von Baby an. Er war immer ausgeglichen, zufrieden, hing öfter als sein Bruder am Rockzipfel (als er noch Einzelkind war), hatte immer einen ganz intensiven Freund (je nach Kiga/Schule), brauchte auch öfter kleine Impulse, etwas zu machen.
Er ist und bleibt ruhig... auch heute noch. Er forderte nie viel (außer Spielzeit mit mir), klagte in der Schule nicht...das war auch der Grund, ihn mit 14 testen zu lassen. Da gab es einen sehr heftigen Wutausbruch inkl. Tätlichkeiten, wie es ihn nur einmal in der 3. Klasse gegeben hatte, was seinen Kl veranlasste, ihn bei der anstehenden Klassenfahrt auszuschließen.
Wir wollten einfach wissen, ob er vielleicht nicht auf der richtigen Schulform ist, die Noten gingen steil bergab mit Beginn der 8. Klasse.

Da er den typischen Aktionismus von mir mitbekam (als ich von Napoleons hoher Begabung erfuhr und Hb noch mit Mozart übersetzte ;)), ich mich in Bücher dazu vertiefte, die Gesprächskreise besuchte und begann, anders mit dem Bruder umzugehen, hörte ich von ihm nur: Ich bin das nicht, ich bin normal! Er distanzierte sich, ich weiß nicht warum.
Der Test bzw. die Tests, die die Psychologin im ICBF mit ihm machte, gaben ihm dann aber schwarz auf weiß, dass er ähnlich begabt ist (und trotzdem normal ist). Das war für uns alle gut so.

Die Mutter, welche diese Frage gestellt hat, hat ein Mädchen zum hb Sohn, die ist nicht getestet, angepasst, mit unauffällig guten Noten. Daher kam die Frage, ob man sie auch testen sollte, wie man mit dem Ergebnis umgeht usw.

Es gibt ja auch Familien, da ist nur ein Kind hb, die anderen nicht. Klar gibt es auch behinderte Kinder, aber ich glaube, es ist anders, ein behindertes Geschwisterkind zu haben und die Aufmerksamkeit zu teilen, als ein hoch begabtes vor oder hinter sich zu haben und daran nicht herankommen zu können, was dieses leistet/kann. Oder ein Underachiever ist und entsprechend Probleme auftauchen können.
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Jutta
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sun
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Wohnort: Rheinland

BeitragVerfasst am: 04.01.2013, 22:41
BeitragTitel:
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jutta hat folgendes geschrieben:
Es gibt ja auch Familien, da ist nur ein Kind hb, die anderen nicht. Klar gibt es auch behinderte Kinder, aber ich glaube, es ist anders, ein behindertes Geschwisterkind zu haben und die Aufmerksamkeit zu teilen, als ein hoch begabtes vor oder hinter sich zu haben und daran nicht herankommen zu können, was dieses leistet/kann. Oder ein Underachiever ist und entsprechend Probleme auftauchen können.


Wir waren zuhause an Kindern: ein Hhb-chen, ein adoptiertes Kind mit normalem IQ, ein geistig behindertes Kind, und zwei Pflegekinder aus einer fiesen Herkunftsfamilie... das gab schon genügend Potential Very Happy.

Der Fall mit der unauffälligen Schwester scheint ja relativ klassisch zu sein - der Sohn eckt eher an und ist auffällig, die Tochter passt sich dem sozialen Miteinander zuliebe an. Insofern ist es wahrscheinlich nicht verkehrt, die Schwester auch testen zu lassen. Für mich ist immer die Frage, was man dann mit dem Testergebnis macht. Ob man in das übliche erste kopflose "Fördern, Überspringen, Museen besuchen" verfällt ;) oder es nur im Hinterkopf haben möchte, falls mal Probleme auftauchen...
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LG sun mit Naseweiß (*3/98, Studentin in NL), PeterPan (*6/99, dualer Student) und TigerLily (*6/05, 8. Klasse hb-Zweig)
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Mina-Lina



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BeitragVerfasst am: 05.01.2013, 14:15
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Hallo!

Unsere sind ja im 2-Schuljahres-Abstand schön regelmäßig verteilt. Sie sind in ihren Begabungen/ Charakteren völlig unterschiedlich. Trotzdem halten sie (meistens ;) ) alle zusammen.
Wenn es mit einem Kind größere Probleme gibt, dann steht es natürlich in dieser Zeit mehr im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Das gilt aber für hb und nicht hb.

Getestet sind nur Flora und Jannis. Flora wurde wegen geplantem Klassensprung getestet, Jannis wegen Schulwechsel. Nele wird eventuell demnächst getestet (denken doch über Sprung nach). Deshalb sind jetzt aber Helena und Eva nicht "dumm" oder so. Evas Stärken liegen mehr im sportlich/ musikalisch/ künstlerisch/ sozialem Bereich. Helena denkt sehr logisch, kann sehr gut planen und organisieren. Irgendwie ist das so die klassische Hochleisterin, immer sehr gute Noten, perfektionistisch bis zum geht nicht mehr. Sie ist sehr angepasst, deshalb war irgendwie nie Anlass für einen Test. Ich weiß nicht, ob wir sie hier unterschätzen und sie eventuell doch hb ist. Da sie aber die Älteste ist, war ihr großer Wortschatz, das frühe Lesenlernen und so immer irgendwie "normal" für uns.

Ich denke, dass die Geschwister ja auch untereinander sehen, wer welche Stärken und Schwächen hat. Sie helfen sich da, meckern, dass der andere es nicht schneller hinbekommt usw. Geschwister eben. Es gab und gibt weder von unserer Seite noch von Seiten der Kinder eine Unterscheidung zwischen hb/ nicht hb.

Es fällt nicht auf, dass zwei getestet sind. Das ist überhaupt kein Thema bei uns.
Wir als Eltern versuchen jedem Kind zu geben, was es braucht. Wenn Eva zig Nachmittagskurse belegen will, darf sie das, solange das finanziell irgendwie geht. Ich käme aber nie auf den Gedanken zu sagen: "Alle eine Sportart und ein Instrument" oder sowas.

lg
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Pitsidia
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BeitragVerfasst am: 13.01.2013, 00:10
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Bei unserem Großen war das auch alles sehr offensichtlich, er kam ungetestet ein Jahr früher in die Schule und irgendwann haben wir ihn auf "Drängen" der KL testen lassen, obwohl es keine Probleme gab.

Die Kleine kam normal mit 6 in die Schule, ist lediglich durch ungeheuren Wortschatz aufgefallen und bei der Schuluntersuchung als "sehr schnell". Im Gegensatz zum Bruder hat sie erstmal inder Schule keinen größeren Ehrgeiz entwickelt, wir haben den Test dann aus 2 Gründen anvisiert: Auslöser war Riesenärger in der Klasse und mit der ersten Lehrerin, wir dachten an Schulwechsel und auch an mögliches Springen, falls es die Begabung zuließe. Letzenendes hat sich das Thema von selbst gelöst, wir haben sie dann aber doch testen lassen, der Termin stand und wir wollten einfach wissen, was Sache ist - auch ihr zuliebe. Beide haben exakt den gleichen recht hohen Wert zu einem (altersmäßig) ähnlichen Zeitpunkt, lediglich bei ihr ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit "normal". Ich bin sehr froh über dieses Wissen. Zum einen, weil sie selbst weiß, dass sie ihrem Bruder in nichts nachsteht und sich Ähnliches zutrauen kann. Zum anderen, weil sie durchaus "normaler" ist und wir daran gut sehen können, dass seine Spinnereien und Extrawürste (bzgl. Verhalten innerhalb der Familie) nicht NUR was mit der HB zu tun haben.

Und auch wenn es oft extrem schwierig ist, mit diesen beiden sehr klugen, sehr eigenen Persönlichkeiten "richtig" umzugehen, tut uns allen diese Mischung gut rolleys
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Pitsidia
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Synkopia
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BeitragVerfasst am: 15.01.2013, 12:19
BeitragTitel:
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Hallo! winkie

Bei uns ist eines von vier Kindern in unterschiedlichen Kontexten mehrfach getestet, die anderen gar nicht.

Wenn man lediglich aus Interesse auch Geschwisterkinder testen lässt, sollte man sich wirklich vorher gut überlegen, wie mit den Ergebnissen umzugehen ist.
Ich kenne einen Fall, in dem auf Anraten der DGhK die ältere (zu der Zeit ca. 11-jährige) Schwester eines hochbegabten Mädchens ebenfalls getestet wurde, wobei sich keine Hochbegabung zeigte. Die "Große" hatte aber ganz schön daran zu knabbern, dass die "Kleine" so viel intelligenter sein sollte als sie!

Liebe Grüße
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jutta
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Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 15.01.2013, 18:04
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Ja, das glaube ich. Daher würde ich (und habe ich auch so gehandhabt) niemals die Werte an die Kinder geben...
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jukilmi



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Wohnort: Brandenburg

BeitragVerfasst am: 15.01.2013, 19:02
BeitragTitel:
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seit gestern ist nun schwarz auf weiß, dass der mittlere ähnlich "schlau" ist wie der große. sein profil sieht etwas anders aus, aber vom wert her ist es sehr ähnlich.
bisher lag der fokus sehr auf dem großen, weil seine begabung so ins auge stach und es jedem auffiel, dass er oft weltfremd und weise wirkte. zudem ging es ihm zeitweise ziemlich mies, weil ihn alles anödete. ich habe ihn testen lassen, um besser mit schule und kita kommunizieren zu können, etwas in der hand zu haben.
beim mittleren stand das eigentlich nicht zur debatte, schlau, keine frage, hinkte aber immer hinter dem großen her und war einfach so ganz anders. klassensprung oder früheres einschulen stand nicht auf dem fahrplan.
nun stellte sich heraus, dass sein gehör stark beeinträchtigt war, woraufhin er mehrere operationen hinter sich bringen musste. er hatte ganz üble wutanfälle und war emotional gar nicht gut beieinander, deshalb - zu der zeit wusste ich nichts von der beeinträchtigung - habe ich vielfältige diagnostik angeleiert. ergo, patholinguistik, neuro, psycho, alle haben mal hingeguckt um alle möglichen entwicklungsstörungen und wahrnehmungsstörungen auszuschließen. das einzig auffällige war, dass er die entwicklungstests deckelte, deshalb gab es dann den hawik und eine ungefähre zahl.
ihm habe ich nur gesagt, dass die rausfinden wollen, ob seine höreinschränkung irgendwelche sachen in seiner rübe angerichtet haben, weil es ja gar nicht gut ist, wenn kinder in der entwicklung so lange nicht mitkriegen, was andere erzählen.
seit seine ohren wieder richtig funktionieren hat er sich total verändert. er kann sich jetzt richtig an gesprächen beteiligen und man bekommt mit, wie gut er beobachten und analysieren kann.

der kleine ist nicht getestet. green
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liebe grüße

jukilmi mit dem einen(06/04), dem anderen(02/06) & dem ganz ganz kleinen (11/11)
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Paula



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Anmeldungsdatum: 04.04.2012
Beiträge: 65
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BeitragVerfasst am: 15.01.2013, 22:56
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Wir haben heute MJ auch testen lassen. Mein Mann wollte es gerne und da im Sommer ja auch die Einschulung ansteht habe ich es dann in Angriff genommen. Mit dem Ergebnis habe ich nicht gerechnet...
Er ist in allen Bereichen hochbegabt, genaue Werte bekomme ich dann mit dem Bericht.
Wir sagen beiden Kindern nicht was für Werte sie erreicht haben, bzw. was das bedeutet und versuchen sie zu unterstützen wo es uns möglich ist.
_________________
Gruß Paula

JM *07/05 MJ *11/06
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Wuseline



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.07.2011
Beiträge: 11
Wohnort: Ludwigshafen

BeitragVerfasst am: 30.01.2013, 23:53
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Hallo,
Bei uns wurde zuerst Sohn 2 getestet, um in diesem Rahmen Konzentrationsfähigkeit und Ablenkbarkeit (Verdacht auf ADS) zu prüfen. Sohn 2 dann gleich anschliessend, weil die Psy meinte, wenn der Kinderarzt den Verdacht schon bei der U 8 hatte, wolle Sie es nun wissen. Später wurde wegen Sprung bei Sohn 2 erneut getestet und bei Sohn 1 wegen HB-Internat, in beiden Fällen hat sich die hb bestätigt. Inzwischen ist Sohn 4 getestet, Empfehlung der Kita, weil er (*8/08 ) liest, schreibt und rechnet, evtl. früher eingeschult werden soll. Bleibt Sohn 3, der sich in allem etwas schwerer tut. Er ist Erstklässler, hält ganz gut mit in der Klasse, liest gut, rechnen ist nicht so seine Welt, aber er fühlt sich wohl. Man könnte ihn testen lassen, um zu sehen, ob auch in ihm verborgene Talente schlummern. Aber braucht es das? Braucht er das? Die Messlatte in unserer Familie liegt eh schon weit, sehr weit oben, nach seinem Gefühl kann er da eh nicht mithalten, aber er hat immer Zweifel, ob wir das nicht von ihm erwarten, was Fragen wie: muss ich auch eine Klasse überspringen? Muss ich auch zum Entdeckertag? leider zeigen. Wir wissen immer noch nicht so genau, was wir da tun sollen, denn letzlich ist es nur eine Zahl, die in bestimmten Fällen dazu beitragen kann, bestimmte Dinge zu erleichtern, wie eben einen Klassenwechsel, aber auch ich nenne meinen Kindern keine Zahlen, mir reicht aktuell schon der Vergleich der Zeugnisnoten...
Wuseline
_________________
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Live resembles a novel more often than a novel resembles a live. (George Sand)
Wuseline
Sohn 1 (07/02), Sohn 2 (07/04), Sohn 3 (08/06), Sohn 4 (08/08 )
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Tosja



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Anmeldungsdatum: 22.05.2009
Beiträge: 136
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 31.01.2013, 22:41
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Wir haben nur wegen der Schulprobleme vom Großen einen Test machen lassen. Die beiden Kleinen sind absolut unauffällig. Der Mittlere (1. Klasse) fühlt sich pudelwohl, ist stolz, dass er jetzt lesen kann und beschäftigt sich dank Montessorimaterialien auch schon gern mit den Malreihen, aber alles absolut im normalen Bereich. Da besteht aus unsere Sicht kein Handlungsbedarf. Vom Wesen sind die Brüder so unterschiedlich, dass man eh nicht vergleichen kann und zwar in allen Belangen.
_________________
Liebe Grüße, Tosja
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