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tinkerbell007
Anmeldungsdatum: 24.08.2011 Beiträge: 58 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 16.01.2013, 06:16
Titel: Bilingualer Unterricht |
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Hallo,
war gestern bei einem Elterngesprächstag wegen Bilingualer Unterricht ab 7. Klasse.
Wie ist das bei Euch?
An dieser Schule haben die Kinder dann 6 Std. Englisch die Woche. Ab 8. Klasse Chemie in Englisch, ab 9. Kl. Geschichte in Englisch und englische Literatur als Wahlpflicht und 8 Std. Englisch die Woche.
Ist das normal, viel oder wenig?
Habe leider überhaupt keinen Vergleich.
Vielen Dank
Gruß
tinkerbell007 |
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Mausi
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.09.2009 Beiträge: 70
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Verfasst am: 16.01.2013, 09:43
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Kommt drauf an, was für eine Schule dein Kind besucht. Bei uns (bilinguale Schule( haben die Kinder 12 Stunden Englisch bzw. englisch unterrichtete Fächer pro Woche. Daher ist das, was du als Zahl nennst, für mich eher wenig.
Für eine bilinguale Klasse wäre es auch wichtig, dass dieser Unterricht von Muttersprachlern erteilt wird, und nicht von jemandem, der einfach angibt, Englischkenntnisse zu haben und vor jeder Stunde die Fachvokabeln zuerst selbst lernen muss. Der Unterschied ist gewaltig, glaub mir. |
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tinkerbell007
Anmeldungsdatum: 24.08.2011 Beiträge: 58 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 16.01.2013, 09:50
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Es ist keine Bilinguale Schule. Es handelt sich um eine Sekundarschule mit Gymnasialer Oberstufe.
Es wird eine Profilklasse "Englisch" angeboten. Neben weiteren anderen Profilklassen. |
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Sigiruna Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2006 Beiträge: 898 Wohnort: nicht mehr Nordfriesland!!!!
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Verfasst am: 16.01.2013, 10:38
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Meine Kinder sind / waren auf einer ganz normalen Schule mit BiLi-Zweig, d.h.: 5. Kl. eines Stunde mehr Englisch, 6. zwei, aber 7. Geschichte und / oder Erdkunde auf Englisch mit jeweils einer Wochenstunde mehr als im Lehrplan. Muttersprachler ist keiner der Lehrer, aber etwa zehn Stunden in der Woche Englisch sprechen und mit englischsprachigen Texten zu arbeiten, bringt schon was. Meine Kinder können jedenfalls alle drei sehr gut englisch sprechen. verstehen und lesen. Leider wird BiLi in der Oberstufe nicht fortgeführt. _________________ Sigiruna
mit
Sohn 6/93, Dozent; Töchti 2/96, Mathemaster in Arbeit; Tertia 7/98, Studium |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 16.01.2013, 17:10
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Oh, das Thema hatten wir gestern im Gesprächskreis... erzähl ich gleich was von. _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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grünergeist Quiz-Gewinnerin

Anmeldungsdatum: 21.05.2005 Beiträge: 2644
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Verfasst am: 17.01.2013, 11:23
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So in etwa sah auch der Rahmen der Profilklasse auf einer meiner In spek tionsschulen auch aus. In der Oberstufe konnte die dann ganz lebhafte Diskussionen führen. _________________ Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist |
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ripley
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2010 Beiträge: 912 Wohnort: RLP
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Verfasst am: 17.01.2013, 11:35
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Rein interessehalber, an diejenigen, die ihre Kinder auf einem BiLi-Zweig haben/hatten:
Hat dieser Zweig Eure elterlichen Erwartungen erfüllt (Qualität, Quantität des Unterrichts, Qualifikation der Lehrer)? Falls nicht, lag es eher an ggf. zu hohen Erwartungen Eurerseits oder an zu hohen Vorabversprechen seitens der Schule? _________________ LG
Ellen |
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joeymc Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.09.2009 Beiträge: 1539 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 17.01.2013, 17:29
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Also, meine Nr 1 hat auf seinem Gymnasium Bili gemacht. Nach einem Auswahlverfahren (Englischnote, Test) wurde ab Klasse 7 eine Bili-Klasse gebildet mit einer zusätzlichen Stunde und einem Sachfach (Geschichte, Powi, Erdkunde) ebenfalls auf Englisch. Außerdem 2 Klasenfahrten nach England, bei einer waren sie in Familien untergebracht.
70% der Klasse gingen im ersten Oberstufenjahr zusätzlich (privat) ins englischsprachige Ausland, darunter auch mein Sohn (für 4 Monate auf ein englischen Internat). Dort bekam er den letzten Schliff, sodass er nicht nur absolut flüssig und richtig mit fast nicht wahrnehmbaren Akzent spricht, sondern auch so gut schreibt, dass er für andere schon wissenschaftliche Texte übersetzt hat und seine Fachbücher für Mathe und Physik am Liebsten auf Englisch liest. Auch in der Oberstufe hat er ein Sachfach (Politics and Economics) auf Englisch.
Für ihn hat es sich sehr gelohnt, sein Englisch ist fantastisch, und die Schule hat ihre Sache sehr sehr gut gemacht, das englische Internat war dann das Sahnehäubchen. Eventuell will er auch in England studieren, das müssen wir aber erstmal abwarten und durchrechnen!
LG
Joey _________________ veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule ) |
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Sigiruna Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2006 Beiträge: 898 Wohnort: nicht mehr Nordfriesland!!!!
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Verfasst am: 17.01.2013, 17:59
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Klassenfahrten wie bei Joeys Sohn wurden bei uns nicht geboten. Für BiLi haben wir uns vor allem deshalb entschieden, weil die BiLi-Klasse des damals einzigen Gym im Umkreis erfahrungsgemäß die leistungsstärkste war. Die Englisch-Extra-Förderung haben wir dabei gerne mitgenommen. Den Großen gefiel, weshalb wir uns nach dem Umzug vor 4 Jahren wieder für eine Schule mit BiLi entschieden haben.
Die Qualifikation der Lehrer ist - wie immer - durchwachsen, aber ich hatte deswegen auch keine besonderen Erwartungen. Vom Niveau im englischsprachigen Geschichtsunterricht war besonders mein Geschichts-Spezie enttäuscht, aber das ist kein Maßstab. Den Töchtern gefiel/gefällt es durchaus, auch wenn es manchmal komisch ist, deutsche Quellentexte auf englisch zu interpretieren - der Lehrplan ist ja derselbe wie bei Geschichte-Mono (steht so auf dem Stundenplan ). Bei Tertia sind die Bili-Historiker sogar weiter im Stoff als die anderen. _________________ Sigiruna
mit
Sohn 6/93, Dozent; Töchti 2/96, Mathemaster in Arbeit; Tertia 7/98, Studium
Zuletzt bearbeitet von Sigiruna am 18.01.2013, 20:35, insgesamt einmal bearbeitet |
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sue Quizzgewinnerin, Sponsor, Lotusfüßchen

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 2134 Wohnort: wo der frische Wind weht...
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Verfasst am: 18.01.2013, 11:34
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Unser Urteil fällt gemischt aus. Beide Kinder haben den ziemlich neu errichteten Bili-Zweig unseres Gymnasiums durchlaufen und sprechen, lesen und verstehen Englisch sehr gut. Da sind sie auch den Nichtbili-Kindern überlegen. Organisiert ist es an unserer Schule so, dass immer mindestens zwei Schulfächer auf Englisch unterrichtet werden. Für Geographie, PGW (Politik, gsellschaft, Wirtschaft) und History sind auch sehr fähige Lehrer da, zwar nicht Muttersprachler, aber ausgebildete Kräfte. Aber ab der 9. Klasse werden auch die Naturwissenschaften auf Englisch unterrichtet. Und gerade in Chemie ist es ein Desaster. Bei meinem Großen bin ich als EV gegen die Wände gerannt, um auf das katastrophale Niveau aufmerksam zu machen. Es gibt nur eine Lehrkraft an der Schule, die Chemie auf Englisch beherrscht. Die anderen kämpfen so mit der Sprache, in der sie den inzwischen so fitten englisch sprechenden Kindern unterlegen sind, dass die Injalte auch zum Opfer fielen. Inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass die Bilikinder den meisten Nicht-Bilikindern in den Naturwissenschaften unterlegen sind, sodass der Ansturm auf den Zweig in der Unterstufe merklich nachlässt. Außerdem hat die Schule auf den allgemeinen Druck Förderkurse in Chemie für die ehemaligen Bilikinder in Klassentufe 11 angeboten!.
Da mein Großer ein Sprachler ist, hat er also eher von den Vorteilen profitiert (er merkt eigentlich gar nicht mehr, ob er ein Lehrbuch oder Quelle auf Deutsch oder Englisch liest! und die Nawis hat er sowieso so weit es ging in der OS angewählt) und mein Kleiner hat das Glück, die einzige fähige Lehrerin erwischt zu haben. Er war jetzt ein Jahr im Ausland und fühlte sich dort von Anfang an fit, da er alle Fachbegriffe in Bio und Chemie schon auf Englisch kannte.
Fazit: Es sollten die Schulen nur die Fächer auf Englisch anbieten, die sie auch kompetent besetzen können, und nicht was sich auf der Schulhomepage gut macht.
Denn wenn es gut unterrichtet wird, profitieren die Kinder wirklich enorm. Wenn nicht, leiden die Inhalte erheblich. Eigentlich eine Binsenweisheit, oder?
sue _________________ sue |
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