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Wie sind die Musiklehrer Eurer Kinder drauf?


 
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 10:02
BeitragTitel: Wie sind die Musiklehrer Eurer Kinder drauf?
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Hallo,
ich hab hier schon lang nicht mehr gepostet, da Passwort verschlampt, aber gestern hatte ich eine Erleuchtung und hab es wieder gefunden....

Mich würde mal interessieren, wie die Musiklehrer Eurer Kinder so sind... Streng? Was machen sie, wenn Kind nicht so spielt, wie erwartet?

Meine Tochter spielt ja schon lange Cello, und wurde am Dienstag von ihrer Lehrerin total zusammengefaltet, weil sie ihr Vorspielstück immer noch nicht schnell genug kann, nicht die gleichen Striche macht wie ihr Duettpartner (das sieht dann blöd aus, wenn nicht parallel gestrichen wird), irgendwelche Anweisungen nicht SOFORTIGST umsetzen kann, an ein paar Stellen rausgekommen ist und weil sie auf ihrem Dreiviertelcello sehr viel leiser klingt als der Partner auf dem Ganzen. Es war übrigens die erste gemeinsame Probe mit dem Partner, und es ist dieses Stück:

https://www.youtube.com/watch?v=TArTnirSPYk

(Sie spielt die Stimme des Besseraussehenden... ;) )

Ich hab es teilweise vom Nebenzimmer aus mitbekommen und fand es auch etwas heftig. Tochter übt täglich und ziemlich motiviert, und hat dann zum ersten Mal in ihrer ganze Musiklaufbahn nach der Stunde geweint. (Eigentlich ist sie recht hart im Nehmen.) Ich hab der Frau dann eine Mail geschrieben, dass Tochter geknickt war und sie gebeten, sie beim nächsten Mal wieder aufzuheitern... Die Lehrerin hat geantwortet, dass sie eben unzufrieden und gereizt war, weil Kind "die schweren Stellen immer ncoh nicht kann, obwohl sie schon lange weiß wie es geht" Wer sie kennt, ja weiß, dass es ihr immer nur um die Sache geht, etc., blabla. Ich mache mir jetzt ein bisschen Sorgen, dass Tochter sich in der nächsten Stunde statt aufgemuntert zu werden nochmal eine längere Strafpredigt anhören darf.

Ist das normal? Ich finde es eigentlich völlig daneben, ein motiviertes Kind überhaupt zu schimpfen, sie macht es ja nciht absichtlich falsch... Oder bin ich das bloß zu empfindlich?

lG
Karin
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Online
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 763
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 10:28
BeitragTitel:
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Vornweg: Ich habe keine Ahnung vom Cellospielen und unmusikalisch bin ich auch.

sm
Unsere Tochter hat eine super Klavierlehrerin. Unser Kind ist kein musikalisches Überfliegerkind, wird "nie Musik studieren" und auch die Motivation ist nicht immer gleichbleibend... und trotzdem lernt sie mit Freude.
Ich schätze an der Lehrerin so sehr, dass sie Kritik IMMER positiv verpackt ("Das war schon toll, aber jetzt spielst du das so.... und dann achtest du auf...") und damit bleibt die Freude am Musizieren erhalten.
sm
Schade, dass die Lehrerin es nicht versteht, die Motivation deiner Tochter zu nutzen. Denn Musizieren soll ja Freude bringen. Wenn deine Tochter unglücklich ist, wird die Motivation irgendwann auch sinken... leider.

sm
_________________
LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 10:31
BeitragTitel:
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Hm, es kommt ja ein bißchen darauf an. Viele Musiklehrer sind keine Pädagogen und agieren somit öfter mal an der Gefühlswelt des Kindes vorbei. Für das Kind ist es ja auch schwierig zu erklären, warum gerade etwas anderes wichtiger ist als das Instrument oder wieso die 100x geübte Stelle immer noch nicht klappt.

Charlottes Musiklehrer ist so ein Schluffen, dem fällt Motivieren sehr schwer und obwohl er eher enttäuscht als böse ist, wenn sie nicht richtig geübt hat, nimmt sie seine Kritik schwer (nicht, daß sie mehr üben würde dadurch tocktock ).
_________________
Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 10:33
BeitragTitel:
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Hm, mein Kind ist viel jünger und spielt auch erst ein knappes Jahr (Violine, nicht Cello, aber auf eigenen, dringenden Wunsch).

So ein Verhalten wie von eurer Musiklehrerin hat es in dieser Zeit bei uns niemals gegeben.

Außerdem halte ich es für völlig normal, daß bei der ersten Probe mit einem Duettpartner, noch dazu mit einem bis dahin unbekannten, nicht alles so perfekt läuft, als wenn man das Stück alleine spielt. Mein Sohn kann ein Stück alleine sehr gut - sobald seine Lehrerin die Klavierbegleitung übernimmt oder ich die zweite Stimme mit Violine oder Viola spiele, müssen wir uns nicht selten gemeinsam das Stück völlig neu erarbeiten. Und uns beide kennt mein Sohn schließlich Wink, auch unseren Musizierstil. Mit einem fremden Partner stelle ich mir das noch weitaus schwieriger vor.

Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall das Gespräch mit der Musiklehrerin suchen.
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 12:58
BeitragTitel:
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Bei uns ist es exakt wie bei Online - also auch inklusive des überaus begrenzten elterlichen Könnens und Kennens. winkie
Junior hatte in der 5. und 6. ("Bläserklasse") in der Schule mit Querflöte angefangen, danach über ein Jahr an der Kreismusikschule weitergemacht ... und seit etwas über einem Jahr geht er zu einem "Musikus" 30 m von unserem Haus entfernt.
Und, nein de-motiviert hat ihn noch keiner seiner Lehrer.
Derzeit übt er fast nur Stücke aus Rock und Pop, ist mit Freude bei der Sache (auch wenn ich ans Üben erinnern muss), spielt - seit dem neusten Lehrer - mit deutlich mehr "Gefühl" und alle sind's zufrieden, dass die Flöterei eben nur für den "Hausgebrauch" ist. Dennoch entwickelt er - innerhalb seiner Möglichkeiten - inzwischen eigenen Ehrgeiz. Selbst wenn der sich darauf "beschränkt", "My Heart will Go On" auswendig zu spielen. (Klingt derzeit noch bisl schräg...)

Meine persönliche Sicht: Ich schicke mein Kind nicht zu einem Instrumentallehrer, damit es DEM Meriten verschafft und DESSEN konzertanten (richtiges Wort?) Ansprüchen genügt. Ich schicke es da hin, damit es unter wohlwollender fachlicher Anleitung einer Tätigkeit nachgeht, die ihm sichtlich gut tut.

Und dieser MEIN Anspruch ist voll erfüllt. Den "David Garrett der Querflöte" dürfen dann andere heran...triezen.

Oh, kleine Anekdote am Rande: Vor ... ich glaube zwei Jahren war die gesamte Sippschaft auf einer Familienfeier, Junior "bestand" darauf, der zu feiernden Oma samt versammelter Gästeschaft ein kleines Privatkonzert zu geben. Woraufhin eine andere Verwandte (die von früher Kindheit an Klavier lernte ... lernen musste) mit annähernd untertassengroßen Augen auf mich zukam und völlig fassungslos darüber war, dass Junior FREIWLLIG spielt: Sie habe es "immer gehasst" (wörtlich), wenn sie auf familiären etc. Anlässen zum Vorspielen "gezwungen" worden sei.
_________________
LG
Ellen
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 13:24
BeitragTitel:
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Hallo Moffi,
ich stimme Syringa zu, dass beim ersten Zusammenspiel viel schief laufen kann, was normalerweise geht - und dass das normal ist.
Wenn deine Tochter die schwierigen Stellen trotz regelmäßigem Üben immer noch nicht kann, solltest du vielleicht der Lehrerin erklären, dass sie sich wirklich Mühe gibt und regelmäßig daran übt.
Kann es sein, dass das der Lehrerin nicht klar ist? Dass sie den Eindruck hat, dass deine Tochter einfach schlampt? Woher kommt dieser Eindruck?

Denn nach dem, was du schilderst, ist hier die Lehrerin gefragt, dass sie deiner Tochter weitere (vielleicht andere?) Hilfestellung gibt. Vielleicht braucht deine Tochter für diese Stellen an paar zusätzliche Übungen, Erklärungen oder was auch immer. Auf jeden Fall ist Helfen, nicht Schimpfen angesagt.

Wann ist denn das Vorspiel? Klingt als sei die Lehrerin unter Druck.

Liebe Grüße,
Bachstelze
_________________
Bachstelze
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 16:44
BeitragTitel:
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Hallo Moffi,
ich hab mir den Link zum Stück mal angeschaut.
Meine Anmerkungen:
1. Dazu was du zu 3/4 vs. ganzes Cello gesagt hast - Es wechseln sich in dem Stück die Stimmen ja wirklich dauernd ab. D.h. dieselben Themen werden mal vom einen, mal vom andern Cello gespielt. Wenn sie nicht viel lauter spielen kann, wird sich der Duopartner etwas anpassen müssen, damit es nicht sehr unausgewogen klingt. Besonders wichtig, dass er sich zurückhält, wenn er die Begleitung und sie das Thema hat - sonst deckt er sie zu.
2. Zum Rausfliegen: Hat sie das Stück mal mit Metronom geübt? Ich will nicht andeuten, dass sie unrhythmisch spielt, sondern einfach die Situation, dass man sich an jemand/etwas anderes anpassen muss - und selbst wenn es so eine blöde Maschine ist - schafft einen gewissen Stress. An diesen Stress kann man sich gewöhnen und ihn meistern, indem man diese Situation übt.
Da ich nicht annehme, dass sie die Möglichkeit hat, vor der nächsten Stunde mit ihrem Duopartner zu üben, und du auch nicht die Möglichkeit hast, ihr die zweite Stimme dazuzuspielen, ist das Metronom die einfachste Möglichkeit.
Beim Mit-Metronom-Üben ist wichtig, dass man so langsam anfängt, dass alles klappt, und erst dann steigert.
Eine andere Möglichkeit, das Vorspielen zu üben (falls sie meint, zu Hause seien die schweren Stellen gegangen) ist ein Aufnahmegerät hinzustellen. Dann merkt man auf einmal, dass einiges eben doch noch nicht sicher ist - und beim 3. 4. 5. Mal funktioniert es dann doch.

Außerdem kannst du der Lehrerin durchaus sagen (hab ich auch schon gemacht), dass deine Tochter Kritik in positiver Verpackung viel besser umsetzen kann und dass die Enttäuschung sie nur behindert, und dass sie als erfahrener Pädagoge blablabla.. devil .

Liebe Grüße
Bachstelze
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TAfel



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BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 17:03
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Hallo Moffi,

meine Kinder haben alle drei Musiklehrer, die Kritik eher positiv verpacken ohne dabei "Schluffis" zu sein. Dass die erste Probe mit Partner nicht einwandfrei läuft, sondern eher im Gegenteil, ist auch unsere Erfahrung. Es sollte nicht sein, dass ein Lehrer das Kind zum Weinen bringt, weil es aus seiner Sicht nicht gut genug gespielt hat.

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Ernestine




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Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 17:07
BeitragTitel:
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TAfel hat folgendes geschrieben:

meine Kinder haben alle drei Musiklehrer, die Kritik eher positiv verpacken ohne dabei "Schluffis" zu sein.


Ich meinte mit "Schluffi" nicht, daß unserer zu nett sei, sondern daß er halt nicht so aus sich herauskommt und immer ein bißchen so wirkt joint - nur ohne das breite Grinsen. ;)
Dementsprechend gibt es weder wildes Rumgeschimpfe, noch himmelshohe Lobeshymnen!
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grünergeist
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Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 23:30
BeitragTitel:
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geistlein hat mit dem Cello aufgehört, weil die Lehrerin sie total demotiviert hat. Deren Spruch war ständig: "Bei der Begabung müßte das Kind schon viel weiter sein" (bei einer Sechsjährigen). Geistlein selber sagte: "Wenn ich von den 20 Sachen auf die ich achten sollte, 18 gemacht habe, hat an den zwei Sachen rumgemeckert, die ich nicht hatte."
Die zweite Lehrerin war dann zu luschig, damit war geistlein dann auch unzufrieden, weil sie nicht weitergekommen ist und hatte dann gar keine Lust mehr. Schade, es war eigentlich ihr Trauminstrument.
Hier herrscht ein ziemlicher Mangel an Musiklehrern, große Wahl hatten wir nicht.
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Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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Ernestine




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Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 23:57
BeitragTitel:
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grünergeist hat folgendes geschrieben:

Hier herrscht ein ziemlicher Mangel an Musiklehrern, große Wahl hatten wir nicht.


Echt. Unserer war auch der einzige, der finanziell und terminlich gepaßt hat. traurig
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TAfel



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BeitragVerfasst am: 25.01.2013, 01:20
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@Ernestine: Bei Sohns Lehrer habe ich manchmal das Gefühl, der könnte auch ADHS-ler sein (kann kaum still stehen). Bei allen drei Kindern gehen die LehrerInnen durchaus aus sich heraus, und es gab auch schon einige sehr persönliche Gespräche. Die waren auch schon alle mal zum Unterrichten bei uns zu Hause. Sohns Lehrer kann auch mit zweitweiligen Durchhängern leben, problematisch wird es, wenn es ein Dauerzustand ist. Da legt er dann auch nahe, mit dem Unterricht aufzuhören (bisher bei Sohn noch nicht passiert).

@Grüner Geist: Unsere bezirkliche Musikschule hat schon einige gute Lehrer, bei Sohn muss ich allerdings auch sagen, einen passenderen als den jetzigen gibt es für ihn vermutlich nicht. Mit so einer Lehrerin wie der ersten deiner Tochter, aber auch mit dem zu wenig fordernden Typus, wären meine Kinder übrigens auch nicht zurecht gekommen.

VG Tafel
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joeymc
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Beiträge: 1539
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 25.01.2013, 08:36
BeitragTitel:
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Da unseren Musiklehrern klar ist, dass wir uns eine musikalische Grundbildung wünschen, bei der der Spaß am Musizieren im Vordergrund steht, gibt es das bei uns nicht. Der Trompeten/Kornett-Lehrer von 1 und 3 schimpft zwar schon mal (meist zu recht), aber am Ende der Stunde haben alle wieder ein Lächeln auf dem Gesicht... Er ist seit 10 Jahren bei uns, und hat es sogar geschafft, das unsere unglaublich menschenscheue Nr 1 in einem ihm unbekannten Posaunenchor spontan (!) beim Adventskonzert in einer sehr großen und bekannten Kirche mitgespielt hat.
Nr 2 hat die allertollste Geigenlehrerin, bei der er seit 8 Jahren fast ohne üben langsam besser wird - und sie mit ihm das ausmacht, und er trotz Faulheit ab und an Konzerte spielt, was ihn dann motiviert und stolz macht.
Ich kann die beiden nur weiterempfehlen!

So eine Meckerei wie bei Moffi finde ich nicht in Ordnung, wenn das Kind geübt hat und sich Mühe gibt. Pädagogisch doof!
LG
Joey
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(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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Ima



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Anmeldungsdatum: 21.03.2007
Beiträge: 1471
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 25.01.2013, 09:00
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Puh wn die Lehrerin meines Sohnes so mit ihm umgehen würde......

Mein Sohn spielt auch Cello seit knapp 4 1/2 Jahren und hat eine großartige Lehrerin, die ihn schon fordert und auch mal streng sein kann aber noch NIE laut wurde oder gemein oder sonst was... Sie hat sogar mehr Geduld als ich, was dazu führte, dass sie mir eines Tages auftrug, mich einfach mal rauszuhalten, also auch nichts zu sagen, wn er nicht übt etc...
Fakt ist nämlich, dass mein Spatz relativ wenig übt, und dennoch vorankommt... Klar, es ist schon manchmal ärgerlich, wn man weiß, dass dieses Kind ein ziemlich unverschämtes Talent hat und auch hier nicht wirklich riesigen Ehrgeiz hat, ergo hinter seinem Potenzial zurückbleibt... VIEL wichtiger ist aber, dass es ihm weiter Spaß macht und er weitermacht... Und - das haben Lehrerin wie ich erkannt - mit Druck erreicht man bei dem Kind einfach nichts, als wir entschieden haben, das Kind wg der schulischen starken Belastung aus dem Begabtenprogramm herauszunehmen, war sie zwar schon etwas traurig, da er nun mal einer ihrer begabtesten Schüler ist, sie hat aber auch durchaus die Gründe verstanden und seiner Entwicklung und seinem eigenen Tempo den Vorrang gegeben und somit seine Spielfreude erhalten...
Ich weiß auch noch, wie sie (kommt aus dem tiefsten Russland) mir erzählte, dass sie selbst eine sehr strenge Lehrerin hatte und sie jeden Tag Stunden übte und nur Kritik und Ärger bekam, bis sie sich eines Tages komplett verweigerte und für 1 Jahr komplett aufhörte, weil sie es nur noch schrecklich fand... Die Liebe zum Instrument holte sie dann zurück, ich glaub jedoch auch, dass sie diese Erfahrung mit in ihre pädagogische Arbeit einfließen lässt...

Derzeit übt er ein Cello-Konzert für 2 Celli von Vivaldi. (Das hier: http://www.youtube.com/watch?v=7BbpNukE8yY Mein Sohn spielt den Part des Mädchens) Sein Spielpartner ist ein angehender HfM-Student und er hat auch ein großes Cello, wo meiner hingegen derzeit auch ein 3/4 spielt (wir steigen aber bald auf ein ganzes um)... Natürlich ist sein Spielpartner lauter und natürlich war das erste Zusammenspielen erstmal holperig - schließlich mussten sich die beiden erstmal beschnuppern und sich an den Altersunterschied gewöhnen. Aber das ging nach den 1ten, 2ten Mal auch... Der erste Satz war auch Prüfungsstück des Studenten, mein Kleiner hat ihn begleitet, hat nicht 100% perfekt gespielt aber er konnte durchaus mithalten... Und seine Lehrerin hat ihn motiviert und auch über seine Fehlerchen hinweggetröstet... Seit einer Weile studiert er nun die andere Sätze des Konzerts, irgendwann im Frühling werden die beiden es mit Orchesterbegleitung vorspielen. Bis dahin sehe ich noch eine MENGE Übungsbedarf (also so sauber wie in dem Video ist es noch lange nicht), seine Lehrerin bleibt aber weiterhin total ruhig und ja, es wird...

Um nochmal auf die Lehrerin Deiner Tochter zurück zu kommen... Keine Ahnung ob es jetzt nur dieses eine Mal so war oder ob sie immer so drauf ist (und auch ob Deine Tochter sonst gut mit umgehen kann oder nicht)... Ich würd da aber schon etwas aufpassen, es gibt so einige Lehrer, gerade wn eine Prüfung, ein Konzert (oder gar Jugend musiziert etc) ansteht, die steigern sich in die Sache etwas hinein, sehen ihre Ruf/Namen gefährdet, wn das Kind nicht perfekt spielt........ Priorität hat trotzdem die Freude des Kindes am Spiel, der Spaß an der Musik - wn ein/e LehrerIn diesen Kontext allzu oft vergisst oder nicht einsehen will/kann, würde ich einen Wechsel in Betrachtung ziehen.
_________________
Ima
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 25.01.2013, 12:08
BeitragTitel:
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Hallo,
danke für Eure Antworten, war interessant zu lesen. Smile


grünergeist hat folgendes geschrieben:
"Wenn ich von den 20 Sachen auf die ich achten sollte, 18 gemacht habe, hat an den zwei Sachen rumgemeckert, die ich nicht hatte."


Die Charakterisierung trifft es bei uns auch ziemlich gut. Ist ja auch o.k., Kind will ja weiterkommen. Aber die Lehrerin ist schon immer ziemlich unfreundlich und vor allem sehr ungeduldig. (O.k. bin ich ja auch...). Ich hab neulich mal beim Unterricht zugehört (obwohl das die Lehrerin GAR NICHT mag, ich darf auch nicht beim Üben helfen, mach ich aber trotzdem), und war dohc etwas erstaunt, was sie für Erwartugnen hat. Sie sagte z.B. an einer schwierigen Stelle: Spiel es rückwärts. Tochter konnte das nicht gleich umsetzen, das wurde die Lehrerin sofort total ungehalten... Naja.

Bachstelze, danke, dass Du es Dir extra angeschaut hast. Sie hatte es schon mit MEtronom geübt, allerdings mit 1 Viertel=100 (stand nämlich so im Aufgabenheft) und sollte es dann plötzlich mit 1 Viertel=130 spielen, das war das Tempo, das ihr Duopartner hatte. Das klappte dann nciht ganz so gut.

Ein Teil des Zusammenspielproblems liegt glaube ich auch daran, dass unsere Tochter und der junge Mann pubertätsbedingt sich weder anschauen können, noch in irgendeiner Weise miteinander kommunizieren können. Die sagen nicht mal "hallo", wenn sie sich sehen, sondern starren nur auf ihre Füße... cool

Ich werde jetzt mal vorschlagen, dass sie sich außer der Reihe zum Proben treffen, das wäre glaube ich sinnvoll. (Meine Tochter ist einverstanden, aber nur, wenn ich es organisiere, weil das doch wahnsinnig peinlich ist, wenn sie einen Jungen bitten würde, sich mir ihr zu treffen. green )

Auf die Lehrerin bin ich jetzt doch leicht sauer, v.a. weil ihre Antwortmail auch so pampig war. Lehrerwechsel wird hier zunehmend schwierig, weil die Privatlehrer sich hier gegenseitig kennen und sich aus Kollegialität nicht gegenseitig die Schüler wegnehmen.
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