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Anderer Denkansatz


 
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Svea
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 4746
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BeitragVerfasst am: 17.03.2013, 23:15
BeitragTitel: Anderer Denkansatz
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Auf der Suche im Netz bin ich auf diesen Vortrag von Jonathan Mooney gestroßen.

http://www.youtube.com/watch?v=8vtMJpadg-E

Leiden Eure Kinder auch an Disteachia?

Svea
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Wer das Konzept der Unendlichkeit verstehen will, muss nur das Ausmaß menschlicher Dummheit betrachten.
Voltaire
Svea
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Paula



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Anmeldungsdatum: 04.04.2012
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Wohnort: owl

BeitragVerfasst am: 18.03.2013, 12:39
BeitragTitel:
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Gibt es da auch etwas in Deutsch zu? Mein Schulenglisch reicht leider nicht für so einen Vortrag. :)
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Gruß Paula

JM *07/05 MJ *11/06
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Svea
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 4746
Wohnort: St. Olaf ;-) (BW)

BeitragVerfasst am: 18.03.2013, 13:42
BeitragTitel:
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Liebe Paula,

Wenn ich über einen ähnlichen Vortrag auf Deutsch stolpere, dann melde ich mich winkie

Svea
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Svea
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Mubbi



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BeitragVerfasst am: 18.03.2013, 17:15
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Ich kanns leider nicht anschauen, hab im Moment nur den Rechner von der Arbeit und da ist YouTube gesperrt.. Muß warten, bis mein Mann am Wochenende da ist, dann schau ichs auf seinem... :)
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joeymc
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BeitragVerfasst am: 18.03.2013, 19:07
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Hihi, Disteachia!

Das erzähle ich allen meinen Kollegen!!!

(Ich habe es allerdings nur kurz durchgescrollt, aber der Typ ist klasse!)

LG

Joey
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veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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Synkopia
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BeitragVerfasst am: 18.03.2013, 21:55
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Danke, Svea! winkie

Für mich ist es zwar stellenweise ein bisschen mühsam zu verstehen (Englisch Grundkurs tocktock ), aber ich arbeite mich langsam durch p

Wobei mir aufgefallen ist, dass der Denkansatz prinzipiell in einem anderen Bereich auch schon etabliert ist. "Wir sind nicht behindert - wir werden behindert" hat ja zumindest den Anstoß einer Entwicklung in Richtung Barrierefreiheit gegeben.

Liebe Grüße
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Ernestine




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BeitragVerfasst am: 19.03.2013, 00:14
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Ich habe es jetzt über den Tag verteilt geguckt und muß sagen, daß ich es echt gut finde. Zwar, wie schon gesagt, nicht völlig neu, aber eigentlich daß, was ich auch denke.

Muß man ein "kaputtes" Kind reparieren?
Soll man Schwächen fördern oder Stärken fordern/nutzen?
usw.

Was mir im Prinzip auch schon bewußt war ist, daß manche Menschen sich eben bewegen müssen und dabei auch aufmerksamer sind, als wenn sie still säßen. Ich muß aber zugeben, daß es mir sehr auf den Keks geht, wenn Wolf so, wie Jonathan Mooney es schildert zappelnd, trommelnd, mit den Füßen hinterm Kopf am Essenstisch sitzt. nein Ich weise ihn dann nicht zurecht, um gesellschaftliche Normen zu erfüllen, sondern weil ich einfach einen Rappel krieg, wenn neben mir immer einer rummacht - dann kann ich nicht in Ruhe essen (und für einen Lehrer stelle ich mir die Situation noch schwieriger vor).
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Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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Ernestine




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BeitragVerfasst am: 21.03.2013, 00:22
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Was mir im nachhinein besonders gut gefallen hat, war die Aussage der Großmutter "Schwierige Kinder werden interessante Erwachsene". daumen
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Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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Svea
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BeitragVerfasst am: 21.03.2013, 09:17
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Ich mochte den Prof. der ihm den Film in die Hand drückte ;)

....und Omi hat recht p

Grüße aus dem nicht mehr verschneiten Schwarzwald

Svea
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Svea
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May



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BeitragVerfasst am: 29.03.2013, 16:46
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winkie
Hab das Video zur Hälfte durch...andere Hälfte bei Gelegenheit.
Aber man weiß schon, worauf er hinaus will und er hat im Grunde Recht. Unsere westliche Leistungsgesellschaft stellt bzgl. des Lernens bestimmte (Verhaltens-)Normen auf, die besagen, wann Menschen (in diesem Fall Kinder und Jugendliche) als gut oder schlecht gelten, wann sie intelligent und erfolgreich oder dumm und faul sind, wann sie sich (lernbedingt) normal verhalten oder wann sie negativ auffällig sind. Danach gilt:"Ein gutes Kind ist ein angepasstes Kind." Wer - wie auch immer - aus der Norm fällt, hat ein Problem, ein Defizit. Das Kind muss dieses Defizit irgendwie loswerden, da es sonst auf jeden Fall zum Scheitern verurteilt ist. Mit der Absicht zu helfen, werden die Kinder zu unfähigen Patienten, denen mit Therapien geholfen werden muss. Mit der Aussage: Mit dir stimmt was nicht, du musst dich ändern, wird die Verantwortung für das vermeintliche Defizit aber auf die Kinder und ihre Familien geschoben. Welche damit den Selbstwert zerstörenden Gefühle wachsen, kann man sich denken. Und schon ist das Kind drin in der Abwärtsspirale.

Mooney dreht den Spieß um. Er sagt, nicht die LRS oder das AD(H)S eines Kindes ist das eigentlich Problem, sondern wie Lehrer, Eltern, Ärzte und das gesamte Umfeld darauf reagieren und damit umgehen. Er sagt, erst die für ihn unangemessene Lernumgebung machte die LRS zu einem Problem. "Ich hatte nicht Dyslexia, wenn ich etwas hatte, war es Dys-Teachia. Ich hatte eine Lernumgebung, die nicht für mein Gehirn gemacht war."

Einen ähnlichen Satz hörte mein Sohn (13) von dem Arzt, der das ADHS bei ihm feststellte: Die Schule, auf die du gehst, ist nicht für dich gemacht. Sie muss sich ändern, damit du gut lernen kannst.
Das Ernüchternde ist allerdings, dass sich Schulen nicht wegen "den paar" Kids ändern. Also müssen diese Kinder entweder angepasst werden (Therapie, Medikamente) oder sie müssen halt gehen.

Ich bin allerdings davon überzeugt, dass die Lernumgebung einen - wenn nicht DEN - entscheidenen Einfluss auf die Motivation und Leistungsfähigkeit von Menschen, insbesondere Kinder hat. Mein Sohn verhält sich je nach Umgebung komplett unterschiedlich, obwohl er in beiden Situationen lernen muss. Zu Hause lernt er z.B. auf dem Sofa hüpfend den umfangreichsten Stoff, während er in der Schule nicht einmal 15 Minuten konzentriert an einem Arbeitsblatt sitzen kann...
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joeymc
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BeitragVerfasst am: 30.03.2013, 01:28
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Zitat:
Zu Hause lernt er z.B. auf dem Sofa hüpfend den umfangreichsten Stoff


Wenn er das mit vielen in einem Raum täte, hätte da sicher der ein oder andere ein Konzentrationsproblem...

Meine Nr 1 lernt, indem er laut vor sich hinspricht (und ich meine LAUT) - seine Geschwister schicken ihn dann entnervt in sein Zimmer, wenn sie sich im gleichen Raum konzentrieren wollen.

Die momentane räumliche und personelle Ausstattung von Schulen erlaubt ein Eingehen auf individuelle Bedürfnisse nur in sehr beschränktem Rahmen.

Ich habe einen Fall in einer Klasse mit 30 Kindern, der keine Außenreize ausblenden kann und - trotz 9. Klasse - immer noch etwas Körperkontakt (Hand auf Schulter, direktes dichtes Anschauen) braucht, um "bei sich", oder "bei der Sache" zu sein und zu bleiben - hätte ich 12 oder 15 Kinder in der Klasse, könnte ich ihm viel öfter eine angemessene Lernumgebung und Betreuung ermöglichen - so resultiert es dann eher darin, dass ich ihm für Stillarbeiten das Bücherlager aufschließe, wo er sich besser konzentrieren kann (still,kühl, keine anderen Leute).

Die Frage ist dann: ist das "Dys-teachia" oder ein Fehler im System?

LG

Joey
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May



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Anmeldungsdatum: 26.03.2008
Beiträge: 150

BeitragVerfasst am: 31.03.2013, 20:17
BeitragTitel:
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Hallo Joey,

Zitat:
Zu Hause lernt er z.B. auf dem Sofa hüpfend den umfangreichsten Stoff

Im Unterricht während der Wissensvermittlung natürlich unmöglich... green
Ich denke, Mooney kritisiert das System, nicht die Lehrer. Dass Lehrer durch das System verursachte Umstände oft einfach gar keine Möglichkeit haben, individueller auf Kinder einzugehen. Um das zu erreichen, sollte es ja eine veränderte Lernumgebung (verändertes System) geben, erst dann haben Lehrer auch eine Chance, individuell zu unterrichten.
Und als zweiter Punkt, die Verantwortung für die Situation teilen. Die Schule fördert die Stärken des Kindes und hilft bei den Schwächen, Eltern unterstützen die Arbeit der Lehrer zu Hause und das Kind muss wissen, dass es selbst der wichtigste Akteur ist.
Willkommen in der perfekten Welt.... drugs Aber man darf sich das ja mal ausmalen.
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joeymc
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Beiträge: 1539
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BeitragVerfasst am: 31.03.2013, 22:03
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Zitat:
Eltern unterstützen die Arbeit der Lehrer


Wenn das mal so wäre *seufz*

LG

Joey
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ripley



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Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 01.04.2013, 11:31
BeitragTitel:
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joeymc hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Eltern unterstützen die Arbeit der Lehrer


Wenn das mal so wäre *seufz*

LG

Joey

Nunja, manche Lehrer machen es einem aber auch wirklich schwer ...
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LG
Ellen
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Svea
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BeitragVerfasst am: 24.04.2013, 15:51
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Jepp!
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