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Belohnungssysteme: sinnvoll oder Blödsinn?


 
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Lobster



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 8
Wohnort: Rhein-Main

BeitragVerfasst am: 23.04.2013, 10:51
BeitragTitel: Belohnungssysteme: sinnvoll oder Blödsinn?
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Hallo,

bisher wurden bei uns keine Anreize für irgendwelche "Leistungen" versprochen. Das ist in unserem Umfeld ganz anders. Da geht es häufig so: "Wenn du das Bronzeabzeichen im Schwimmen machst, bekommst du ..." oder auch "Für sechsmal Flöte üben gibt´s ...". Bei uns ist das nicht so. Hier gibt´s es manchmal etwas, weil das Kind sich so viel Mühe gegeben hat oder sich etwas getraut hat, was es sichtlich Überwindung gekostet hat. Und wenn was schief läuft, unternehmen wir zum Trost z. B. auch mal was besonders Schönes.

Jetzt sind wir kurz davor, dieses Prinzip über Bord zu werfen. Da sich das Kind (6 J., erste Klasse) in der Schule langweilt, versuchen wir es zum Durchhalten und Mitmachen zu bewegen und überlegen, ob wir dafür und für ein ordentliches Zeugnis etwas Interessantes in Aussicht stellen. Dabei geht es weniger um das Zeugnis als viel mehr darum, den Junior zu motivieren. Es geht auch nicht darum, die "schwierigen" Sachen zu erledigen, sondern die "einfachen" mit dem selben Elan zu machen wie anfangs (das gilt natürlich auch für die ständigen Wiederholungen). Allerdings haben wir Bedenken, dass wir mit einem Anreiz jetzt eine gnadenlose Endlosspirale beginnen.

Wie macht ihr das mit euren Kindern, wenn die sich in der Schule langweilen und nicht mitmachen? Habt ihr Ideen für mich, was wir tun können? Die Lehrerinnen sind informiert, dass der Junior begabt ist, kommen aber scheinbar nicht auf die Idee, dass er unterfordert sein könne. Eine Kopie des Gutachtens haben wir der Schule bisher nicht gegeben, da wir nicht unangenehm auffallen wollten. Die Mathe-Lehrerin hat mir heute auf dem Schulhof zugerufen, ich könne ihr unseren Sohn ja mal ausleihen, dann würde sie ihn schon abhärten (sic!). Was immer das heißen mag.

Auf Anregungen freut sich
Lobster
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 23.04.2013, 11:12
BeitragTitel:
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Hallo Lobster,
Für Zeugnisse gibt es hier bei uns nix. Allerdings sind Erstklässler meist auch noch nicht so "langfristig" angelegt, dass eine Belohnung in mehreren Wochen/Monaten als Anreiz für heute Nachmittag funktionieren würde.
Ich würde daher eher mit kurzfristigen Anreizen arbeiten, allerdings diese nicht unbedingt als Belohnung darstellen, sondern als interessante Tätigkeiten, die man nun mal leider erst machen kann, wenn die leidigen (Pflicht-)Aufgaben ordentlich erledigt sind.
So in dem Sinn: Ich möcht ja so gern mit dir Lego spielen, ins Museum gehen, auf den Fussballplatz oder was auch immer. Schau doch zu, dass du deine Hausis gemacht kriegst, dann können wir los.

Liebe Grüße,
Bachstelze
_________________
Bachstelze
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Lobster



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 8
Wohnort: Rhein-Main

BeitragVerfasst am: 23.04.2013, 11:22
BeitragTitel:
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Hallo, Bachstelze,

danke für deine Antwort! Mit der Langfristigkeit hast du Recht, das ist ein guter Punkt, an den wir noch gar nicht gedacht haben.

Hausaufgaben sind nicht so das Problem. Das geht ruck zuck, weil danach dann ja Freizeit ist. Außer Ausmalen, versteht sich, das langweilt ihn immer bös und dann dauert´s halt. Es geht eher darum, im Unterricht mitzumachen ...

Viele Grüße
Lobster
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 23.04.2013, 13:29
BeitragTitel:
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Ich stimme Bachstelze bezüglich des Zeithorizonts voll und ganz zu. Kürzere Abstände - insbesondere bei einem 6jährigen - sind zwingend nötig.

Bei uns gab es lange Zeit (aber wohl erst so ab der 4. Klasse) einen Stapel mit begehrenswerten Dingen (Bücher, CDs, kleine Spiele ...). Und gute Noten in Tests/Arbeiten/im Mündlichen wurden auf einer Tafel gesammelt und konnten dann gegen Dinge von diesem Stapel eingetauscht werden. Den jeweiligen "Umrechnungskurs" habe ich vorgegeben. So war uns eine 3 in Deutsch (Hassfach) mindestens (!) so viel wert wie eine 1 in Mathe (später auch Physik).
Inzwischen ist es Junior (jetzt 15 Jahre, 10. Klasse) selbst überlassen, dafür zu sorgen, dass er versetzt wird.
Bin gespannt ...
_________________
LG
Ellen
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Urmelis




Anmeldungsdatum: 30.07.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 23.04.2013, 15:22
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Hi,

ich hab in der 1. Klasse mal zu Gummibärchen und Smarties gegriffen, um die leidigen Rechenaufgaben zu beschleunigen: Für jedes Päckchen (immer vier Aufgaben) ein Smarties ... hat kurzfristig geholfen ... Motivation über Geschwindigkeit (wie schnell kannst du das rechnen?) hat bei der Großen gewirkt, beim Kleinen gar nicht, weil der nur hypnotisch auf die Stoppuhr gestarrt hat ...

Wie man zum Mitmachen im Unterricht motiviert? Keine Ahnung - da ist eigentlich die Lehrerin gefragt ...

Ich finde es etwas schwierig, für die Dinge zu belohnen, die eh getan werden müssen; ebenso Belohnung für Zeugnisse - bei mehr als einem Kind kann das nur ungerecht sein, weil die reine Note nichts darüber aussagt, wie sie erlangt wurde.

lg
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 23.04.2013, 16:50
BeitragTitel:
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Hallo Lobster,
Anreize für Mitarbeit im Unterricht sind insofern schwierig, als du ja nicht dabei bist und deshalb 1. nicht immer wissen kannst, was da genau abgeht und 2. im Unterricht selbst keinen Einfluss auf sein Verhalten hast.
Außerdem setzt gerade die "Kurzfristigkeit" von Anreizen bei Kindern in diesem Alter deinen Einflussmöglichkeiten Grenzen.
(Mit anderen Worten: Alle guten Vorsätze nach dem Gespräch mit dir beim Frühstück sind spätestens in der zweiten Stunde vergessen devil )

Ich glaube auch, dass hier die Lehrerin gefragt ist. Vielleicht könntest du es mal mit ihr besprechen und gemeinsam Anreizmöglichkeiten suchen?
Wir hatten zeitweise so Punktetafeln in der Schule, wo Gut-Punkte gesammelt wurden für Mitarbeit usw. Aber das hängt sehr von der Bereitschaft der Lehrer ab.

Liebe Grüße
Bachstelze
_________________
Bachstelze
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 23.04.2013, 22:02
BeitragTitel:
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Bei uns darf das Kind, das in der Schule eine besondere Leistung (zB eine Eins oder null Fehler) gebracht hat, das Abendessen bestimmen. Zu bestimmten Schuljahreszeiten führt das zwar zu besonders häufigen Pfannkuchen oder Pizza, aber alle freuen sich und die Belohnung kommt sofort.
Was eine gute Leistung ist, definieren wir selber.

Grüße
Ylva
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Lobster



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.04.2013
Beiträge: 8
Wohnort: Rhein-Main

BeitragVerfasst am: 24.04.2013, 23:49
BeitragTitel:
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Heute kam das Kind nach Hause und ich sollte einen Test unterschreiben. Die Hälfte der Aufgaben hatte er nicht bearbeitet. Darunter stand "Du bist der Einzige, der nicht rechtzeitig fertig geworden ist!". Abends habe ich die Aufgaben abgeschrieben und gesagt: "So, die machst du jetzt und ich stoppe die Zeit. Ich will wissen, ob du das kannst." Breites Grinsen der Gegenpartei. Ergebnis: 7 Minuten, 0 Fehler. Mal ehrlich: Warum klappt das nicht in der Schule?

Dann sollte ich einen weiteren Test unterschreiben, der von heute ist. 0 Fehler, darunter steht: "geht doch!".

Vermutlich neige ich ein bisschen zu Überreaktionen green, aber wenn ich mir überlege, dass erst das erste halbe Jahr in der Schule um ist und wir schon so einen Zappel haben, wird mir ganz anders.
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matsel



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.02.2014
Beiträge: 13
Wohnort: 084

BeitragVerfasst am: 09.02.2014, 13:34
BeitragTitel: Re: Belohnungssysteme: sinnvoll oder Blödsinn?
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Lobster hat folgendes geschrieben:
Hallo,

bisher wurden bei uns keine Anreize für irgendwelche "Leistungen" versprochen. Das ist in unserem Umfeld ganz anders. Da geht es häufig so: "Wenn du das Bronzeabzeichen im Schwimmen machst, bekommst du ..." oder auch "Für sechsmal Flöte üben gibt´s ...". Bei uns ist das nicht so. Hier gibt´s es manchmal etwas, weil das Kind sich so viel Mühe gegeben hat oder sich etwas getraut hat, was es sichtlich Überwindung gekostet hat. Und wenn was schief läuft, unternehmen wir zum Trost z. B. auch mal was besonders Schönes.

Jetzt sind wir kurz davor, dieses Prinzip über Bord zu werfen. Da sich das Kind (6 J., erste Klasse) in der Schule langweilt, versuchen wir es zum Durchhalten und Mitmachen zu bewegen und überlegen, ob wir dafür und für ein ordentliches Zeugnis etwas Interessantes in Aussicht stellen. Dabei geht es weniger um das Zeugnis als viel mehr darum, den Junior zu motivieren. Es geht auch nicht darum, die "schwierigen" Sachen zu erledigen, sondern die "einfachen" mit dem selben Elan zu machen wie anfangs (das gilt natürlich auch für die ständigen Wiederholungen). Allerdings haben wir Bedenken, dass wir mit einem Anreiz jetzt eine gnadenlose Endlosspirale beginnen.

Wie macht ihr das mit euren Kindern, wenn die sich in der Schule langweilen und nicht mitmachen? Habt ihr Ideen für mich, was wir tun können? Die Lehrerinnen sind informiert, dass der Junior begabt ist, kommen aber scheinbar nicht auf die Idee, dass er unterfordert sein könne. Eine Kopie des Gutachtens haben wir der Schule bisher nicht gegeben, da wir nicht unangenehm auffallen wollten. Die Mathe-Lehrerin hat mir heute auf dem Schulhof zugerufen, ich könne ihr unseren Sohn ja mal ausleihen, dann würde sie ihn schon abhärten (sic!). Was immer das heißen mag.

Auf Anregungen freut sich
Lobster
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matsel



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.02.2014
Beiträge: 13
Wohnort: 084

BeitragVerfasst am: 09.02.2014, 13:40
BeitragTitel: Re: Belohnungssysteme: sinnvoll oder Blödsinn?
Antworten mit Zitat

Lobster hat folgendes geschrieben:
Hallo,

bisher wurden bei uns keine Anreize für irgendwelche "Leistungen" versprochen. Das ist in unserem Umfeld ganz anders. Da geht es häufig so: "Wenn du das Bronzeabzeichen im Schwimmen machst, bekommst du ..." oder auch "Für sechsmal Flöte üben gibt´s ...". Bei uns ist das nicht so. Hier gibt´s es manchmal etwas, weil das Kind sich so viel Mühe gegeben hat oder sich etwas getraut hat, was es sichtlich Überwindung gekostet hat. Und wenn was schief läuft, unternehmen wir zum Trost z. B. auch mal was besonders Schönes.

Jetzt sind wir kurz davor, dieses Prinzip über Bord zu werfen. Da sich das Kind (6 J., erste Klasse) in der Schule langweilt, versuchen wir es zum Durchhalten und Mitmachen zu bewegen und überlegen, ob wir dafür und für ein ordentliches Zeugnis etwas Interessantes in Aussicht stellen. Dabei geht es weniger um das Zeugnis als viel mehr darum, den Junior zu motivieren. Es geht auch nicht darum, die "schwierigen" Sachen zu erledigen, sondern die "einfachen" mit dem selben Elan zu machen wie anfangs (das gilt natürlich auch für die ständigen Wiederholungen). Allerdings haben wir Bedenken, dass wir mit einem Anreiz jetzt eine gnadenlose Endlosspirale beginnen.

Wie macht ihr das mit euren Kindern, wenn die sich in der Schule langweilen und nicht mitmachen? Habt ihr Ideen für mich, was wir tun können? Die Lehrerinnen sind informiert, dass der Junior begabt ist, kommen aber scheinbar nicht auf die Idee, dass er unterfordert sein könne. Eine Kopie des Gutachtens haben wir der Schule bisher nicht gegeben, da wir nicht unangenehm auffallen wollten. Die Mathe-Lehrerin hat mir heute auf dem Schulhof zugerufen, ich könne ihr unseren Sohn ja mal ausleihen, dann würde sie ihn schon abhärten (sic!). Was immer das heißen mag.

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Lobster


mist, zu schnell abgeschickt.

also, wir stehen im moment ähnlich wie ihr da. bei uns war es allerdings die klassenlehrerin die den test angeregt hat. nun ja, auch unsere mathelehrerin möchte keine sonderförderung für unser kind. da wir noch andere psychische schwierigkeiten haben, haben wir die schupsychologin (weisungsberechtigt für die schule) und die landesbegabtenförderung mit ins boot geholt. als eltern braucht man meist nicht mit dieser thematik bei lehrern vorzusprechen - wir übereifrigen, wir;-)
es wird jetzt einen kompetttermin geben (begabtenförderung, schulpsychologin, eltern, kind, alle beteiligte leherer) dann wird dort ein gesamtkonzept erarbeitet, an welches sich die schule halten MUSS. ob und wie es klappt, wissen wir im moment jaauch noch nicht, euch wird aber ein ähnlicher weg nicht erspart bleiben.
vg
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matsel



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.02.2014
Beiträge: 13
Wohnort: 084

BeitragVerfasst am: 09.02.2014, 13:45
BeitragTitel:
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Lobster hat folgendes geschrieben:
Heute kam das Kind nach Hause und ich sollte einen Test unterschreiben. Die Hälfte der Aufgaben hatte er nicht bearbeitet. Darunter stand "Du bist der Einzige, der nicht rechtzeitig fertig geworden ist!". Abends habe ich die Aufgaben abgeschrieben und gesagt: "So, die machst du jetzt und ich stoppe die Zeit. Ich will wissen, ob du das kannst." Breites Grinsen der Gegenpartei. Ergebnis: 7 Minuten, 0 Fehler. Mal ehrlich: Warum klappt das nicht in der Schule?

Dann sollte ich einen weiteren Test unterschreiben, der von heute ist. 0 Fehler, darunter steht: "geht doch!".

Vermutlich neige ich ein bisschen zu Überreaktionen green, aber wenn ich mir überlege, dass erst das erste halbe Jahr in der Schule um ist und wir schon so einen Zappel haben, wird mir ganz anders.


so eine verweigerung kenne ich durchaus. bei uns handelt es sich meist um aufgaben, die er schon xmal gemacht hat oder wenn er sich im vorfeld ungerecht behandelt gefühlt hat. ich werde aber einen teufel tun, mein kind deswegen unter druck zu setzen. da ist einfach der leherer und sein pädagogisches gefragt. wegen dem belohnungssystem: bei uns gibt es in d schule smilys: freundliche, traurige und geht-so-smilies. das geht ganz gut. zu hause wird umgerechnet im 5minuten takt für die playstaionzeit (ein fröhicher smily = +5minuten zeit, ein trauriger = -5minuten usw)
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hummel05



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 31.05.2011
Beiträge: 15
Wohnort: Westthüringen

BeitragVerfasst am: 10.02.2014, 12:22
BeitragTitel:
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Hallo,

das mit den nicht bearbeiteten Aufgaben kennen wir hier gut.

Ich überzeuge mich dann auch jedesmal selbst, ob Hummel die Aufgaben kann. Wenn ja, mach ich kein Drama draus, wenn ausnahmsweise mal nicht, übt Kind freiwillig (solange es nicht länger als 5 min dauert).

Anfang der 2. Klasse kamen ein paar Tests, wo sie die Hälfte nicht gemacht hatte. Ich hab ihr dann erklärt, was das für eine Note gewesen wäre. Irgendwann hat sie es begriffen, und nun hat sie in D schon 3x null Fehler gehabt, und in Mathe sieht's auch gut aus.

Wenn ich einen Tipp geben darf: gelassen bleiben und erklären, wie kind arbeiten muss, wenn es drauf ankommt. Und drauf vertrauen, dass spätestens in der 3. Klasse der Verstand soweit ist Smile
_________________
*******************

Liebe Grüße,
hummel05
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hummel05



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 31.05.2011
Beiträge: 15
Wohnort: Westthüringen

BeitragVerfasst am: 10.02.2014, 12:32
BeitragTitel:
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Ach ja, die Quintessenz aus 1 1/2 Schuljahren möchte ich gern auch noch weitergeben. Hummelchen hat sich sehr positiv entwickelt, weil ich mich an ein paar Dinge gehalten habe:

1. Es gibt wichtigere Dinge als Schule.
2. Schule ist Hummelchens Sache, nicht Mamas.
3. Keine Erwartungen an die Lehrerinnen. Die sind mit ein paar extrem verhaltensauffälligen Kindern voll ausgelastet.
4. Nicht wundern über die Umgangsformen der Kinder.
5. Lernen und damit Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens ist nur zu Hause bei Muttern möglich.
6. Es kann nur besser werden Smile
_________________
*******************

Liebe Grüße,
hummel05
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Annie




Anmeldungsdatum: 15.02.2014
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 23.02.2014, 10:52
BeitragTitel: Belohnungssysteme
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wenden wir in abgeschwächter Form zu Hause an.
Im Prinzip das allseits bekannte Smiley-System, das wir mehr oder weniger regelmäßig anwenden.
Ich habe das mit zunehmendem Altern noch ausgeweitet, d.h. für eine bestimmte Anzahl Smileys gibt es dann eine Belohnungskarte ( meist ergibt es am Ende ein Bild, wenn man genug gesammelt hat), für eine bestimmte Anzahl Belohnungskarten gibt es dann die Erfüllung eines (angemessenen) Wunsches.

Des weiteren (da kommt es gelegen, daß X gerne "Listen" macht) haben wir seit ca 2 Wochen einen Kalender begonnen, auf den X einträgt, ob er sich in der Schule gut :) oder nicht so gut traurig betragen hat. Das macht er mit Begeisterung-auch ohne Belohnung.

Und nun bin ich nach einem weiteren Elterngespräch mit einer Lehrerin soweit, daß ich noch ein drittes "System" einführen will.
X Mitarbeit im Unterricht läßt laut dieser Lehrerin zu wünschen übrig, ist sogar teilweise fast schon kontraproduktiv und ich vermute, daß die Wischi-waschi Aussage von mir, "Du mußt mehr mitmachen" nicht den wahren Effekt haben wird.
Also probieren wir ab Morgen die "Melde und Mitmach-Strichliste". Ich weiß noch nicht genau, wie das aussehen wird, aber im Kopf habe ich, daß X Striche macht, wie oft er sich im Unterricht meldet, wie viele Arbeitsblätter er ausgefüllt hat, etc. (eine andere Userin hatte mal den Vorschlag gemacht, das Melden und die gemachten Arbeitsblätter zu zählen)
Ich vertraue ihm da jetzt einfach mal, daß er es wahrheitsgetreu aussfüllen wird (bei der Smiley Liste ist er sehr korrekt).
Wenn er genug Striche hat und vielleicht auch noch positive-Stempel von der Lehrerin dann gibt es wieder ne Belohnung.

Ich versuche das jetzt einfach mal. Das Blöde ist ja, daß man als Eltern nicht im Unterricht dabei ist und es mitbekommt, wie das Kind sich so verhält.
Ich bin normalerweise nicht so strikt, aber da die ein e Lehrerin mal so andeutungsweise gesagt hat, man könne ein Kind auch zurückstellen lassen (o Gott, Alptraum, jetzt ist er schon unterfordert und dann soll er das Ganze nochmal machen surprise ),muß da jetzt mal was Konkretes passieren.
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oesb
Sponsor 2010/2011


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 1535
Wohnort: Wankendorf

BeitragVerfasst am: 24.02.2014, 15:47
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Belohnung für Schulkrams sollte es bei uns nieeeeeeeeeeeeeeeeee geben tja und dann das ...

2. Klasse ich werde in irgendeinem Discounter von einer Mutter angesprochen, nach kurzer Zeit hatte ich gescheckt das ihre und unsere Tochter in eine Klasse gehen. Was mir so gar nicht in den Kopp wollte war ihre Frage. Wie denn bei uns die letzte Leistungsüberprüfung in Mathe ausgefallen wäre. Man es war Anfang März und die letzte an die ich mich erinnern konnte war irgendwo im Januar.

Ich erfuhr dann von dieser Übermama (es stellte sich später raus eine echte Übermutter mit Eislaufambitionenen -also genau das Gegenteil zu mir-), dass jede Woche Leistungsüberprüfungen in Deutsch und Mathe und alle 2-3 Wochen in Sachkunde geschrieben werden.

Gut ich bin dann nach Hause und hatte mit Töchterchen ein nettes Gespräch. Auf die Frage wann und wie oft Leistungsüberprüfungen geschrieben werden bekam ich eine ehrliche Antwort, auf die Frage warum ich so selten eine sehe war die Antwort schon na seht selber Antwort Kind:" Warum soll ich dir sowas zeigen, solange es 0 Fehler sind ist doch alles gut. Ich zeige euch nur die schlechten."

Ab dem Tage gab es Geld! Nicht viel aber genug um dem Geizhals zu reizen uns alles zu zeigen.

Was ich wirklich davon halte -gar nichts-. Das war eine völlig hilflose Geste.
_________________
LG Oesb
mein Steckbrief
Bitte beachtet auch die Stammtischdaten für Hannover! Immer der erste Sonntag im ungeraden Monat!!!


Zuletzt bearbeitet von oesb am 24.02.2014, 17:36, insgesamt einmal bearbeitet
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