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Unsozial und oft wie ein Elefant im Porzellanladen


 
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jaujau



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.05.2013
Beiträge: 6
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 15.05.2013, 22:15
BeitragTitel: Unsozial und oft wie ein Elefant im Porzellanladen
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Hallo,
ich habe einen Sohn (10 Jahre),der das örtliche Gymi besucht.
Sein Benehmen ist manchmal so unverständlich-auch für uns. Er hat kein Empfinden, wie weit er gehen kann, und ständig denkt er, das Ihm jeder was böses will. Das Glas ist immer halb leer, sein Ehrgeiz so groß, das er sich selber hochpeitscht. Bsp: Nach 50 richtigen Vokabeln (wollte er!!!) ist eine falsch geschrieben, und er ist -in seinen Augen-ein Looser....
Wie können wir seine Wahrnehmung sich selbst und Anderen gegenüber ändern? Wer ist dafür zuständig? Er hat auch kaum Freunde, da die Klassenkameraden Ihn nur für doof und vorlaut halten. Seine Freunde sind in der 6. und 7.Klasse....
Wie er gesprungen ist (2.-4.Klasse) hatten wir so viele Neidköppe, die garnicht verstanden, das es nicht nur um das "schlausein" geht,sondern um das seelische Wohlbefinden.Wir dachten,das wäre auf dem Gymi anders ,aber falsch gedacht!!! Dazu noch Sohni`s Unfähigkeit auf die kindliche Umwelt zu reagieren,macht das Ganze noch schwieriger.
Wer ist für dieses "Problem" der richtige Ansprechpartner (außer der Schulpsychologin?). Danke für jeden Tip :)
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 763
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 16.05.2013, 08:54
BeitragTitel:
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Herzlich willkommen jaujau! blume

Ich halte es für extrem wichtig, das unsere Kinder Sazialverhalten lernen... leider, leider gibt es dasfür kein Unterrichtsfach.

Ein Kind mit einem IQ von 130 liegt jenseits der Norm, genauso wie ein Kind mit einem IQ von 70. Oftmals wird mehr Verständis für Kinder mit geringeren IQ erlebt, bei hb-Kindern wird Norm erwartet.

Eine Erzieherin im Kindergarten hat uns den Rat gegeben, die GS nach den sozialen Werten auszusuchen (O-Ton: Den Schulstoff in der GS macht ihr Kind mit links.... wichtig ist sozialen Komponeten zu stärken!) Unser Kind besuchte dann eine intergrative GS, in welcher auch Kinder mit geistiger Behinderung unterrichtet werden. Ich empfinde es als ELTERNaufgabe, unseren Kindern auch soziale Werte beizubringen. Die Welt ist bunt und es ist mehr zu entdecken, als das reine Erlernen des Schulstoffes.

Bei der Beschreibung deines Kindes habe ich den Eindruck, es fehlt an "Erdung" (Sorry, ich mein die nicht bös, sondern als Hilfestellung...) Lass dein Kind über den Tellerrand Schule schauen. Wie wärs mit einen Ausflug mit dem Freund in den Wald? Wer baut den schönsten Staudamm am Waldesbach? Wie haben die Germanen im Wald gelebt... usw. Oder liegen seine Interessen im Sport? Wie wäre es mit einer Manschaftssportart - gemeinsam gewinnen oder verlieren? Oder ein Chor oder Fanfarenzug ...?

(Mein Kind ist auch 10, besucht das örtl. Gym. und hat ganz viele neue Freunde, ist beliebt und (leider) gar nicht ehrgeizig...)
_________________
LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
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jaujau



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.05.2013
Beiträge: 6
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 16.05.2013, 21:32
BeitragTitel:
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Hallo,
lieben Dank für die Hilfe.
Ja, der Junior ist bei den Pfadfindern und dem Fußball. Wir haben Landwirtschaft, und ich arbeite nebenher bei einer therapeutischen Reitlehrerin-aber irgendwie eckt er überall irgendwann an, und ist dann wie eine Schnecke mit sooooooo einem großen Haus.
Die Klassenlehrerin möchte, das wir zu einem Therapeuten gehen. Aber ich habe Angst, das er dann nur irgendwas verschreibt-hört man ja immer wieder.... wie ist das bei einem Ergotherapeuten? Ist der für "Selbstwahrnehmung zuständig"? rolleys
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Epilog




Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 16.05.2013, 21:42
BeitragTitel: Re: Unsozial und oft wie ein Elefant im Porzellanladen
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sm Dann bleibt eben nur der Nachtrag stehen:

Ich lese gerade, was du über seine Hobbys schreibst. Er "eckt überall an" klingt nicht nach der Anerkennung, die er braucht. Da solltet ihr wohl Änderungen überlegen.


Zuletzt bearbeitet von Epilog am 17.05.2013, 09:20, insgesamt einmal bearbeitet
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TAfel



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 11.06.2008
Beiträge: 373
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 08:24
BeitragTitel:
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Hallo Epilog,

ich finde dein Post ziemlich verletzend. Es gibt Kinder, die trotz Bemühen der Eltern und therapeutischer Unterstützung nicht so rund laufen, wie es sich Eltern, Mitschüler und Lehrer wünschen. Den Eltern von auffälligen Kindern zu unterstellen, sie würden sich nicht kümmern bzw. ihnen wäre das Verhalten ihrer Kinder egal, finde ich ziemlich heftig und für die betroffenen Eltern auch nicht besonders hilfreich.

@jaujau: Nach der von dir geschilderten Problematik würde ich den Kinderarzt und einen Psychologen mit ins Boot holen. Für mich hört es sich so an, als wenn die Probleme zu gravierend sind, als dass ihr sie alleine ohne professionelle Unterstützung lösen könnt. Ich würde die Angst vor einer Medikation erstmal in den Hintergrund stellen (die gibt es sowieso nur mit eurem Einverständnis) und versuchen mit entsprechender Unterstützung herauszufinden, was tatsächlich die Probleme eures Sohnes sind und welchen Hilfen in Frage kommen. Wenn du den Eindruck hast, dass es ein erzieherisches Problem ist, kannst du dich auch an eine Erziehungsberatungsstelle wenden. Warum rät denn die Lehrerin dazu, einen Therapeuten hinzuzuziehen?

VG Tafel
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 08:36
BeitragTitel: Re: Unsozial und oft wie ein Elefant im Porzellanladen
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Epilog hat folgendes geschrieben:
Ich will dich gar nicht als Blitzableiter verwenden, ich frage mich nur das ganze Schuljahr, warum die Eltern dieser Kinder nicht einwirken. Sie tun ihren Kindern doch nichts Gutes, wenn sie ihr Fehlverhalten entschuldigen.


Ich finde es bewundernswert, daß Du am Kind ablesen kannst, wie (oder ob) die Eltern es erziehen.

Nein, eigentlich finde ich es schade, daß Du mit drei eigenen Kindern glaubst, Du könntest das.
Ich habe auch drei Kinder, die alle verschieden sind und obwohl ich mich bei jedem Kind gleich ins Zeug lege, haben sie eine sehr unterschiedliche Außenwirkung...
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Epilog




Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 08:50
BeitragTitel:
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TAfel hat folgendes geschrieben:
Hallo Epilog,

ich finde dein Post ziemlich verletzend. Es gibt Kinder, die trotz Bemühen der Eltern und therapeutischer Unterstützung nicht so rund laufen, wie es sich Eltern, Mitschüler und Lehrer wünschen.


Gut, dann nehme ich es wieder heraus. Ich habe zwar nichts von therapeutischer Unterstützung gelesen, außer dass die Lehrer jetzt darauf drängen, sondern vielmehr eine Rechtfertigung der Mutter, warum ihr intellektuell begabter Sohn im "kindlichen Umfeld" nicht zurechtkommt, wobei er dieses kindliche Umfeld durch sein Verhalten selbst gestaltet und von den anderen Schüler ablehnt wird, aber wenn du meinst, dass es jaujau hilfreicher ist, das nicht zu sehen und an ihren Sohn zu vermitteln, dann ist es mir auch recht. sm


Zuletzt bearbeitet von Epilog am 17.05.2013, 09:21, insgesamt einmal bearbeitet
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Epilog




Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 09:17
BeitragTitel: Re: Unsozial und oft wie ein Elefant im Porzellanladen
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Ernestine hat folgendes geschrieben:
Epilog hat folgendes geschrieben:
Ich will dich gar nicht als Blitzableiter verwenden, ich frage mich nur das ganze Schuljahr, warum die Eltern dieser Kinder nicht einwirken. Sie tun ihren Kindern doch nichts Gutes, wenn sie ihr Fehlverhalten entschuldigen.


Ich finde es bewundernswert, daß Du am Kind ablesen kannst, wie (oder ob) die Eltern es erziehen.

Nein, eigentlich finde ich es schade, daß Du mit drei eigenen Kindern glaubst, Du könntest das.
Ich habe auch drei Kinder, die alle verschieden sind und obwohl ich mich bei jedem Kind gleich ins Zeug lege, haben sie eine sehr unterschiedliche Außenwirkung...


Ich finde es erstaunlich, dass ich die Frage, die ich mir wegen genau solcher Kinder stellte, nämlich ob das Verhalten (und nicht nur die Folgen eines solchen Verhaltens) die Eltern kümmert oder ob sie es gar rechtfertigen, hier nicht formulieren darf. Aus meiner Sicht ist es immer hilfreich zu wissen, warum ein Kind ablehnt wird.

Mag sein, dass du dir aus persönlichen Gründen auf die Füße getreten fühlst, doch wie geschrieben hat mein Sohn auch viel lernen müssen. Und sorry, aus meiner Sicht ist es gar nicht schade, dass er ein Verhalten, mit dem er erfolgreich in seinen Lebensbereichen agieren kann, gelernt hat.

Hingegen finde ich es nicht nur schade, sondern schlimm, wenn Eltern ihre Kinder derart "reinrasseln" lassen, dann das Kind für falsch erklären, das Unglück ihres Kindes auf dessen Charakter schieben und sich als Eltern dennoch toll fühlen. Das ist natürlich der einfachste Weg für Eltern.

Für das Kind wird es ein schwerer Weg, weil es nämlich total doof ist, überall "anzuecken" und abgelehnt zu werden. Und wenn du dir das Leben solcher in ihrer Art unverbindlichen Menschen anschaust - es gibt genug erwachsen gewordene Beispiele - dann kommen sie weder in ihren Lehrberufen klar, noch finden sie einen Doktorvater, weil sie einfach als überheblich und unsympathisch abgestempelt werden, gleich wie gut ihre Leistung ist. Das ist dann wirklich schade und wäre nicht nötig gewesen.

Aber Hauptsache die Mutter hat die Verschiedenheit ihrer Kinder erkannt und ihr Kindchen vor der "bösen Welt" bewahrt. Sie muss das Leben ihres Kinds ja auch nicht leben. Leiden darf das Kind dann selbst!
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TAfel



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Anmeldungsdatum: 11.06.2008
Beiträge: 373
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 09:33
BeitragTitel:
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Hallo Epilog,

ich habe es nicht so gelesen, dass jaujau die Probleme ihres Sohnes auf sein Umfeld zurückführt (überspitzt gesagt "die bösen Kinder und Lehrer verstehen unser ach so tolles kluges Kind nicht"). Sie hat doch selber geschrieben, dass ihr das Verhalten ihres Sohnes unverständlich ist ("Sein Benehmen ist manchmal so unverständlich-auch für uns.").

Wenn sich bei deinen Kindern problematisches Verhalten erzieherisch lösen lassen hat, herzlichen Glückwunsch dazu. Bei manchen Kindern funktioniert das trotz bestem Bemühen der Eltern und auch der Lehrer nicht. Mein Rat an jaujau ist lediglich, sich Unterstützung ggf. auch von medizinischer bzw. psychologischer Seite zu suchen ohne gleich davon auszugehen, dass dann das Ritalinrezept über den Tresen wandert. Manchmal passt die intellektuelle Reife mit der emotionalen Reife nicht zusammen, solche Kinder brauchen dann zusätzliche Unterstützung (manchmal reicht dann ein sozial-emotionales Kompetenztraining beim Ergotherapeuten).

Ich habe auch drei Kinder, die wir nach meiner Einschätzung sehr gleich erziehen. Trotzdem schafft es lediglich Sohn immer wieder, völlig unerwartet sowohl bei Kindern als auch bei Lehrern/ anderen Erwachsenen extrem anzuecken. Vermutlich habe ich auf dein Post entsprechend reagiert, weil auch uns von verschiedenen Seiten vorgeworfen wurde, dass es lediglich an unserer mangelnden Erziehung liegt, dass sich Sohn so seltsam verhält.

Sohn ist übrigens auch gesprungen und wirkt außerdem optisch und vom ganzen Auftreten älter als er tatsächlich ist (außer, wenn er seine Aussetzer hat, bei denen er zumindest hier zu Hause eher wie ein 2-jähriges Trotzkind wirkt). Dass er sich grundsätzlich benehmen kann, wird uns immer wieder von anderen Eltern mitgeteilt, die ihn gerne als Gast haben.

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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 09:55
BeitragTitel:
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Epilog, schön, von Dir die "andere Seite" gespiegelt zu bekommen. Rückmeldungen wie die Deine habe ich seinerzeit (mit ähnlich gestricktem Sohn wie jaujau) auch bekommen.
Ob ich sie als hilfreich empfand? Nö. Und auch aus heutiger Perspektive kann ich aus Äußerungen wie Deiner nicht viel mehr entnehmen als "bist halt zu doof, zu faul oder zu desinteressiert, dein Kind richtig zu erziehen". Das mag aber an meiner Perspektive liegen.

jaujau,
ich rate Dir, Epilogs Postings gut zu lesen. Auch Dir wird im "real life" Ähnliches in ähnlicher Form noch in hinreichender Menge begegnen. Und mit dem Frust, den so etwas auslöst, wirst Du umgehen lernen müssen ohne direkt die Wände hochzulaufen. Das ist nämlich genau dann kontraproduktiv, weil es die Leute in ihrer "fundierten" Meinung bestärkt, dass Du als Mutter eben unfähig bist. rolleys

Ansonsten ... sprich mit Leuten, auch Fachleuten, denen Du vertraust und von denen Du Hilfe (!) erwarten kannst.

Kurz zu uns: Junior (jetzt 15) ist ebenfalls HB; dazu gesellt sich dann eine schicke ADHS, die aber erst NACH der HB diagnostiziert wurde, allerdings auch schon im 4. Schuljahr (von der HB wissen wir seit der 2. Klasse). Nach dem Wechsel von GS aufs Gymnasium mehrten sich die Probleme (fing ähnlich an wie von Dir geschildert, wuchs sich aber schnell zu einer sehr massiven Verhaltensproblematik aus, die ihn beinahe von der Schule katapultiert hätte).
Als blöde, faule und und uninteressierte ( rolleys ) Mutter habe ich mir dann Hilfe geholt: In Form eines Psychologen (der es nicht gebracht hat), in Form eines Erziehungshelfers (via Jugendamt, der absolut genial war und vor allem in Gesprächen mit Schule enorm geholfen hat), in Form einer Sportschule, in der die Trainer ziemlich gut darin sind, mit auffällige(re)n Kindern umzugehen. Und auch mit Medikation.

Nun mag die Sachlage bei Euch eine etwas andere sein, aber Fakt ist, dass das Kind durch sein Verhalten aneckt. Das, was Du schilderst, wirkt auf mich so, als würde es nicht schaden, das Thema ADHS mal anzudenken und ggf. sicherheitshalber auszuschließen. (Oder eben nicht, aber dann wisst Ihr wenigstens, dass das Kind Läuse UND Flöhe hat.)
Wer "doof und vorlaut" rüberkommt und dies von mehreren zurückgemeldet bekommt, hat es nicht leicht. Und speziell das "Vorlaute" ist, so meine Wahrnehmung, oft ein Versuch, Unsicherheiten zu überdecken.

Unabhängig davon, ob und inwieweit Ihr den Sohn einem Psychologen oder Kinder- und Jugendpsychiater vorstellen wollt, könnt/solltet Ihr. m.M.n. als Eltern zweigleisig vorgehen: Auf der einen Seite gucken, wo (falls ich recht habe) die Unsicherheiten liegen und hier selbstwertstärkend einwirken. Auf der anderen Seite aber, und das aufs reine Verhalten bezogen, sehr klare Grenzen setzen, immer wieder das kindliche Verhalten spiegeln, um ihm zu vermitteln, wie das, was er sagt und tut ankomt. Holt Euch auch die Lehrer ins Boot, damit sie ins gleiche Horn stoßen. Denn was zuhause passiert und was in der Schule sind zwei völlig verschiedene Schuhe. Und Ihr könnt nun mal leider nur zuhause einwirken.

Viel Erfolg!

P.S.: Ach so, um den Sohn wieder in vernünftige(re) Bahnen zu lenken, haben wir Eltern auch sehr (!) viel an unserem Erziehungsverhalten verändert und auch verändern müssen. Herauszufinden, wo es "hängt" und das dann umzustellen, war aber ein längerer Prozess. Da hat es jemanden gebraucht, der uns da abholte, wo wir waren. Oberlehrerhafte Rat-Schläge nützen da nix. Von daher spar ich mir selbige, die kommen eh zur Genüge von anderer Seite.
_________________
LG
Ellen


Zuletzt bearbeitet von ripley am 17.05.2013, 10:09, insgesamt einmal bearbeitet
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Epilog




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BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 10:06
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Die anderen seien Neidköppe? Das habe sich am Gymnasium nicht geändert? Das Umfeld sei kindlich, ihr Sohn habe schließlich ältere Freunde?

Ähm, für mich klingt das aber sehr nach Rechtfertigung, dewegen habe ich ihr ja als Mutter eines fast gleich alten, nur leicht jüngeren Springerkindes geschrieben. jaujau kritisiert das kindliche Umfeld und übersieht dabei, dass fast alle Kinder Freundschaften in den höheren Klassen haben, schließlich leben Kinder auch im Sport, in der Nachbarschaft und mit den Freunden der älteren Geschwister.

Und wie ich geschrieben habe, hat mein Sohn ebenfalls viel lernen müssen und natürlich ändert er nicht sein Wesen, sondern überrasccht immer wieder mit einem Verhalten und Ideen, die den meisten Kindern gar nicht in den Sinn käme. Nur alles hat seine Grenzen.

Mit Kindern kann man reden. Ein Kind muss wissen, warum gewisse Verhaltensweisen nicht gehen und welchen Vorteil ihm andere bringen. Ein Kind muss Ziele haben und Bestätigung bekommen. - Mit der Einstellung alle sind nur neidisch und unverständig hilft jaujau ihrem Sohn meines Erachtens wenig.
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Epilog




Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 10:19
BeitragTitel:
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ripley hat folgendes geschrieben:
jaujau,
ich rate Dir, Epilogs Postings gut zu lesen.


Epilogs Posting ist schon weg, weil es die Mamas hier nicht "ertragen" konnten. - Und das Leben ihrer Kinder müssen sie ja nicht leben.

Man muss das Hilfreiche an einer Kritik auch lesen wollen. Ich hatte ja durchaus verschiedene Aspekte angesprochen und Lösungsrichtungen aufgezeigt. Aber eine Ego-Tätschelei war es nicht, da hast du Recht, obwohl es auch gar keine Kritik an den Eltern war.

Wenn aber die Rückmeldungen "Toll, wie du das machst" und vor allem "Was ist das Kind auch nur so schwierig" das für euch das Wichtigste ist, dann gut.
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Epilog




Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 10:28
BeitragTitel:
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ripley hat folgendes geschrieben:
Nach dem Wechsel von GS aufs Gymnasium mehrten sich die Probleme (fing ähnlich an wie von Dir geschildert, wuchs sich aber schnell zu einer sehr massiven Verhaltensproblematik aus, die ihn beinahe von der Schule katapultiert hätte).


Schön, dass du wenigstens auf die Gefahren aufmerksam machst. - Und offensichtlich bist du mit Sport auch keinen anderen Weg gegangen als ich, nur dass ich um Jahre früher gehandelt habe.
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TAfel



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Anmeldungsdatum: 11.06.2008
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Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 10:43
BeitragTitel:
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@Epilog: Bei vielen Kindern hilft reden, aber nicht bei allen. Es gibt tatsächlich Kinder, die theoretisch ganz genau wissen, was ein vorteilhaftes Verhalten ist, und können dieses theoretische Wissen in der Praxis nicht anwenden, z.B. weil sie massive Probleme mit der Impulskontrolle haben. Ich habe so ein Exemplar zu Hause. Manchmal löst Sohn den Eindruck aus, er sei erziehungsresistent. Es hilft dann im Übrigen weder dem betroffenen Kind noch seinen Eltern, die Probleme in erster Linie auf mangelnde Erziehungsfähigkeit oder -bereitschaft zurückzuführen. Ich finde es sehr polemisch, zu behaupten, die Eltern würde ihre Kinder in ihrem negativen Verhalten bestärken oder einfach für schwierig erklären und sich damit aus der Verantwortung stehlen.

Zum Thema Sport: Auch das hilft bei manchen Kindern nur bedingt. Sohn geht seit der dritten Klasse zweimal die Woche zum Basketball, aber auch dort kommt es, egal bei welchem Trainer, immer wieder zu Auffälligkeiten.

@Ripley: Ich schließe mich dir in weiten Teilen an, besonders was die Reaktionen anderer Eltern und die Einschätzung zu AD(H)S angeht. Bei uns ist im Gegensatz zu euch der Psychologe sehr hilfreich, dafür haben wir noch keinen brauchbaren KJP gefunden. Außerdem scheint auch der aktuelle Schulsozialarbeiter ein ziemlicher Glücksgriff zu sein.

VG Tafel
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Epilog




Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 17.05.2013, 11:31
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

@ Tafel

Wenn du mal ganz ehrlich bist, dann habe ich jaujau Erziehungsbereitschaft oder -fähigkeit gar nicht kritisiert. Du empfindest das so, weil du dich angegriffen fühlst.

Hier ging es aber um jaujaus Sohn, und ich habe ihr mitgeteilt, wie er wahrgenommen wird und darauf aufmerksam gemacht, dass er seine Mitschüler fehleinschätzen könnte. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass er vermutlich zu wenig Anerkennung im außerschulischen Bereich finden, was sich dann ja auch bestätigt hat, und sie ich habe sie gebeten zu überlegen, ob sie selbst die Schule in den vergangenen Jahren nicht zu sehr im Blickfeld hatten.

Ich schreibe es gerne noch einmal. Wenn das Selbstwertgefühl ihres Sohnes von guten Noten abhängig ist, wonach es bei dem gezeigten, übertriebenen Ehrgeiz aussieht, dann wird er mit einer schlechten Note ganz schlecht umgehen können. Es hat hierdurch schon Totaleinbrüche gegeben. Das Selbstwertgefühl ihres Sohnes müsste aus meiner Sicht erheblich gestärkt werden, und zwar über den außerschulischen Bereich. Ihr Sohn braucht Anerkennung. Er braucht einen "persönlichen Wert" und keinen Werterhalt über Leistung.

Um hier überhaupt ansetzen zu können, und das schreibe ich jetzt mal etwas deutlicher als vorher, wäre es wichtig, dass ihr Sohn und vielleicht auch die Eltern selbst sehen und einsehen, dass ihr Kind nicht das einzige, intelligente Kind der Klasse ist. Ihr Sohn fühlt meines Erachtens, dass er sich auf ganz dünnem Eis bewegt, daher die Unzufriedenheit. Es gibt viele Kinder, die sich nicht in den Vordergrund spielen und trotzdem intellektuell nicht unterlegen sind. Die Erwartungshaltung auch der Eltern ist eine andere, viel mehr auf das Verhalten gerichtet, weniger darauf klassenbeste Schüler zu haben.

Würde ich jaujau nicht wohlgesonnen begegnen, würde ich gar nicht schreiben, sondern mich zurücklehnen. "Wie werden sehen, wer bleibt", das ist doch die gelassene Rede der "anderen Seite".
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