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Wie erkenne ich eigentlich denn nun Unterforderung?


 
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Moritz03




Anmeldungsdatum: 03.09.2009
Beiträge: 30
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 13.06.2013, 21:16
BeitragTitel: Wie erkenne ich eigentlich denn nun Unterforderung?
Antworten mit Zitat

Hallo!

Mein Sohn ist im März 10 geworden und seit fast einem Jahr auf dem Gymnasium, nachdem er die dritte klasse übersprungen hat.
Anfangs ging es recht gut...sozial ist er nicht der "Hit"...wobei ich sagen muss, dass er unter einer Muskelhypotonie leider, d.h. Fehlender Muskelspannung, was ihn sehr ungeschickt macht, er kann praktisch keinen Sport auch nur annähernd akzeptabel, wirkt immer plump....alleine das macht es ihm sehr schwer, akzeptanz zu finden.... Er lernt halt nach und nach schmerzlich, damit irgendwie umzugehen....

Seine zusätzliche Hochbegabung macht es ihm nun nicht gerade leichter, sozial anzukommen.....bisher hat er wenigstens geschafft mit einem Jungen wohl ganz gut zurechtzukommen ( wobei wir offen gestanden selbst da. Noch misstrauisch sind, ob das nicht sehr "einseitig" ist.....bin unsicher, ob nicht nur mein Sohn so an dem Jungen klebt, und diesem das recht egal. Ist....na ja, werden wir sehen....sind froh, dass er überhaupt mal einen gefunden hat...Wink

Nun aber: nachdem schon seit einiger Zeit so nette Zettel aus der Schule ankamen, z.B. "Ihr Sohn hat die Hausaufgaben nicht gemacht", oder in letzter Zeit auch gerne immer wieder "...stört den Unterricht durch hereinrufen...", oder ähnliches....wussten wir schon, was uns am Elternsprechtag erwartet und so kam es auch: die Lehrer beklagen sich, er wäre sehr "unruhig" geworden, störe im Unterricht, am meisten wurde das hereinrufen bemängelt...grmpf!
Die englischlehrerin (auf die ich mittlerweile allerdings auch schlecht zu sprechen bin...Wink...behauptet sinngemäß, der wäre ja nicht normal, springe plötzlich auf, Rufe ständig herein, etc....na ja,....

Nun, auf die Frage, warum er das denn mache, antwortet er regelmäßig nur, sonst käme er ja NIE dran!!!

Jetzt meine etwas blöde Frage:
Wie erkenne ich denn nun, ob er unterfordert ist oder ob etwas anderes hinter seinem verhalten steckt????

Komme mir mit der Frage zwar blöd vor, aber vielleicht hat je,and hier ähnliches erlebt? Bin für jeden Erfahrungsbericht oder Tip dankbar!
Er ist nämlich seit einiger zeit auch zu Hause recht frustriert, muss ich sagen....hat zu nix mehr Lust...!Sad

Danke an alle!!!!
Vera
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 13.06.2013, 22:34
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Vera,

warum er auch immer hereinruft, jedenfalls muss er sich da am Riemen reißen. Er macht sich damit weder bei anderen Schülern noch bei den Lehrern Freunde, außerdem ist es eine schlechte Angewohnheit, die auch später im Beruf schlecht ankommt.
Immerhin streitet er es nicht ab. Wenn er meint, dass er zu wenig dran kommt, dann könnte er eine Strichliste führen (zwei Kategorien, er selbst und der Rest der Klasse). Dann wird relativ schnell klar, ob er wirklich seltener dran kommt als die anderen. Statistisch dürfte mehr als ein oder zweimal pro Stunde kaum möglich sein, schließlich gibt es selten alle halbe Minute eine Frage zu beantworten.

Vielleicht könntest Du auch mit ihm besprechen, dass es im Unterricht nicht nur darum geht, alles Wissen einfach aufzuzählen (sonst könnte der Lehrer auch ein Lehrbuch vorlesen). Vielmehr sollen alle Schüler aktiv mitdenken und von selber auf Lösungen kommen. Da die anderen möglicherweise nicht alle so schnell denken können wie Dein Sohn, muss man diesen eben auch eine Chance geben, ihre Gedanken zu Ende zu denken und die Dinge zu kapieren. So wie die anderen auf ihn warten, wenn er seine Stadionrunde noch fertig rennen muss.

Vielleicht hilft es weiter, wenn er erkennt, dass es nicht gegen ihn gerichtet ist oder sein Wissen nicht absichtlich ignoriert wird, sondern dass beim Lernen der Weg ein Ziel ist und die anderen diesen Weg auch mehr oder weniger mühsam gehen müssen, selbst wenn er selbst darüber hinwegfliegen kann. Rollenspiel in der Familie: Er ist Lehrer und soll jemandem etwas kompliziertes beibringen und ein Dritter quakt dauernd die Lösung rein. Möglicherweise fällt es ihm dann leichter, sich einfach zurück zu lehnen und auf die anderen zu warten.

Einen schönen Abend
Ylva
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 14.06.2013, 10:46
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Ylva hat folgendes geschrieben:

Vielleicht könntest Du auch mit ihm besprechen, dass es im Unterricht nicht nur darum geht, alles Wissen einfach aufzuzählen (sonst könnte der Lehrer auch ein Lehrbuch vorlesen). Vielmehr sollen alle Schüler aktiv mitdenken und von selber auf Lösungen kommen. Da die anderen möglicherweise nicht alle so schnell denken können wie Dein Sohn, muss man diesen eben auch eine Chance geben, ihre Gedanken zu Ende zu denken und die Dinge zu kapieren.


Das finde ich einen sehr guten Ansatz. Ich habe kürzlich darüber nachgedacht, wieviel Zeit ein Lehrer (theoretisch!) hat, einen einen einzelnen Schüler zu fokussieren und kann sagen, daß sich das gar nicht mit meiner eigenen Schülerwahrnehmung deckte. ;)

Die Frage/Antwort-Schüler melden sich-Unterrichtsmethode ist ja auch wirklich anstrengend und frustrieren, wenn man als Schüler die geniale Lösung oder eine gute Idee oder wie-auch-immer hat.
Da hilft es sicher, sich die Sicht des Lehrers zu verdeutlichen.
_________________
Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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