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Online Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2008 Beiträge: 763 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 20.06.2013, 11:34
Titel: Autismus - Fragen über Fragen |
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Unsere Tochter besucht die 5. Klasse eines behindertenintegrierten Gymansiums.... so die offizielle Schulbeschreibung.
Die Schule verfügt über spezielle Räume für Kinder mit Hörschäden oder Fahrstühle für Rollifahrer usw. Allerdings findet NULL Integration der Mitschüler statt, d.h. laut Datenschutz darf darüber nicht gesprochen werden.... so stehen die anderen Kinder m.M. nach allein da.
In der Klasse gibt es ein Kind J. , welcher laut "Gerede" Autist ist. Das Kind ist der totale Aussenseiter und bleibt wohl in letzter Zeit dem Unterricht fern. D.h. er kommt und geht nach 10 min wieder ("Mir ist schlecht").... Ich vermute, er fühlt sich so unwohl in der Klasse...
So nun mein konkreten Fragen: Wie kann man helfen? Ich finde, die Mitschüler sollten über solch "Behinderung" (ist das das richtige Wort?) aufgeklärt werden und an der Schule sollte das Wort Toleranz Einzug finden. KL unterrichtet Mathe, da paßt es nicht und KLstunden gibt es nicht.
Wie kann ich meinem Kind, möglichst kindgerecht die Erkrankung erklären? _________________ LG Anja
"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 20.06.2013, 12:29
Titel: |
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Ich würde wohl erstmal mit den Eltern von J. in Kontakt treten (wer weiß, ob der Flurfunk überhaupt korrekt ist ), die können sicher auch sagen, wie ihr Kind tickt und wie man sich ihm gut nähern kann.
Charlotte hat einen autistischen Freund, da haben wir das Thema Autismus eigentlich nicht näher besprochen. Sie ist allgemein sehr tolerant und ich meine, wir haben nur mal gesagt, daß sie seine Eigenheiten halt hinnehmen muß, wie sie ja auch will, daß ihre Freunde ihre Eigenheiten akzeptieren...
So könnte ich mir das tatsächlich auch in einer Schulklasse vorstellen. Daß vielleicht jeder aufschreibt, wo er extrem reagiert oder empfindlich ist oder wo er Hilfe braucht, so daß alle sehen, daß jeder anders ist und vielleicht tatsächlich toleranter miteinander umgehen - aber das wäre natürlich Aufgabe des Lehrers, bzw. Sozial-/Sonderpädagogen. _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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Online Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2008 Beiträge: 763 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 20.06.2013, 21:03
Titel: |
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Die Eltern / Mutter von J. schotten ihr Kind sehr ab. Die Mutter bringt J. zur Schule, wartet z.T. vorm Zimmer und holt J. von der Schule ab. Schwierig...
Die Schule stellt sich blind, so zumindest der Eindruck unseres Kindes.
vielleicht liegt mein Unverständnis über die Verfahrensweise darin begründet, das die GS ebenfalls behindertenintegriert war, aber sehr offen mit dieser Thematik umgegangen ist. Unser Kind hat Freundinnen, welche I-Kinder waren, z.T. mit spastischen Anfällen oder "anderen" Auffälligkeiten. Unser Kind ist tolerant, aber der Rest der Klasse leider nicht... _________________ LG Anja
"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda |
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Mubbi
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2013 Beiträge: 101 Wohnort: Saarland
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Verfasst am: 20.06.2013, 21:15
Titel: |
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Ich erinnere mich an meine Schulzeit, wohlgemerkt 11. Klasse. Wir hatten einen Contagan-"Jungen" (der war damals schon volljährig) in die Klasse bekommen. Sensationeller Kerl, für jeden Scheiß zu haben.
Die Lehrer konnten aber nicht damit umgehen, unsere Sozialkunde-Lehrerin konnte ihn noch nicht mal anschauen. Dafür hat er sie dann die nächsten zwei Jahre veräppelt wo's ging.
Für mich ist es wichtig, dass mein Sohn lernt, dass es Kinder in den verschiedensten "Ausprägungen" gibt und man nicht mit dem Finger auf die zeigt und sie ausgrenzt. Sein bester Freund hat z. B. eine Schwester mit Down-Syndrom und mit der kommt er auch prima klar. Wie schon gesagt, jeder hat selber irgendeine Macke. Aber leider gibts dann ja Eltern, für die sich sowas nicht schickt, dass ihr Kind mit "solchen" zu tun hat.. Schade. |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 20.06.2013, 22:55
Titel: |
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Vielleicht ist die Mutter von J ja auch wenig sozial veranlagt? Gibt es vielleicht eine Emailliste, so daß Du sie auf diesem Weg ansprechen könntest?
Bei uns in NRW gibt es in integrativen Schulen immer entsprechende Fachkräfte (Sonderpädagogen meist), wenn es solche bei Euch auch gibt, könntest Du ja auch die mal ansprechen und darum bitten, daß sie J besser integrieren.
Oder vielleicht könnte Dein Kind auch mal mit dem Klassensprecher reden, so daß von Schülerseite agiert wird. _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 21.06.2013, 14:24
Titel: |
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Habt ihr einen Pflegschaftsvorsitz? Da könnte man anfragen. Wie war es denn beim ersten Elternabend, da sollte das doch Thema sein, wenn man sein Kind in einer integrativen Klasse weiß. Gerade um Gerüchte zu unterbinden und auch als Eltern zu wissen, wie man sein Kind mit der ein oder anderen Besonderheit bekannt machen kann.
Wenn der Junge immer abgeholt wird, wäre das doch vielleicht ein Grund, die Mutter darauf anzusprechen, weil deine Tochter den Eindruck hat, dass.... Ganz ehrlich, wenn die Schule derart schlecht als Vorbild dasteht, wie sollen Kinder damit dann umgehen? Was steht denn im Schulprogramm?
Ich kann mir das gar nicht vorstellen..... _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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Online Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2008 Beiträge: 763 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 23.06.2013, 19:44
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jutta - du sprichts mir aus dem Herzen. Nur leider sieht die Realität eben total anders aus.
Nein, das Thema wurde auch nie bei einem Elternabend angesprochen, bei einem Elternstammtisch meinte die Lehrerin, sie könne nix dazu sagen aus Datenschutzgründen... (die Eltern waren nicht dabei)
Mir kann es ja eigentlich egal sein, mein Kind ist tolerant. Immerhin ging es in einen integrativen Kindergarten sowie eine integrative GS. Aber vielleicht deshalb bin ich nun so erschocken, dass die "staatliche integrative Schule" soooooooo schrecklich ignorant ist. Vielleicht sollte man einen Termin bei der Schulleitung machen.... _________________ LG Anja
"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda |
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Ernestine

Anmeldungsdatum: 18.01.2012 Beiträge: 386
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Verfasst am: 23.06.2013, 23:36
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| Online hat folgendes geschrieben: |
| Mir kann es ja eigentlich egal sein |
Ich finde es schön, daß es Dir nicht egal ist.  _________________ Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2) |
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