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Realitäts-Check


 
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 29.07.2013, 00:43
BeitragTitel: Realitäts-Check
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Es ist doch ok, wenn ich
- meine 9jährige allein mit Bus und Bahn in die Nachbarstadt fahren lasse, wenn sie den Weg schon kennt und ich ihr die Verbindung ausdrucke?
- meinen fast 5jähigen allein zum 300m entfernten Spielplatz gehen lasse und ihn am Bahnhof nicht die ganze Zeit an der Hand halte?
- meinen 2jährigen allein zum Eiswagen vor unserem Haus gehen lasse?

Eigentlich fühle ich mich ja gut damit und ich werde es wahrscheinlich auch nicht aufhören, aber wenn ich so manche andere Eltern höre, die auch die 9jähigen nicht allein zum Eiswagen lassen... denke ich immer vielleicht klingelt doch irgendwann das Jugendamt und fragt, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe...
_________________
Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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ripley



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Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 29.07.2013, 09:06
BeitragTitel:
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Ich denke, das ist okay, wenn es denn gutgeht. Und da liegt die Krux.

Unvergessen der Tag, an dem wir den Sohn, damals ~ 13 (!) Jahre alt, in Spanien ins Hotel zurückschickten, weil er keine Lust hatte, mit uns bummeln zu gehen.
Er hätte einfach nur 100 m geradeaus zum Strand gehen müssen, dort links abbiegen und nach weiteren ca. 100 m am Hotelstrand wieder hoch in die Anlage gehen müssen. Wohlgemerkt, wir waren alle drei zu Fuß gerade aus dem Hotel gekommen! Was macht das verpeilte Kind? Läuft am Strand in die FALSCHE Richtung! Und das gleich über 3 km. Nach über 3 Stunden hatten wir ihn wieder, da er immerhin die Cleverness hatte, irgendwann in einer Rot-Kreuz-Station am Strand aufzuschlagen, von der aus dann unser Hotel angerufen wurde. Was einem in solchen drei Stunden alles durch den Kopf geht, muss ich nicht dazu sagen oder?

Das ist übrigens das gleiche Kind, das mir 5jährig auf einem wirklich nicht kleinen dörflichen Jahres-Markt ausbüxte, 2 km zum Parkplatz lief und dort dann an dem (ihm erst seit diesem Tag bekannten) Wagen des Freundes auf uns wartete, mit dem ich dort war.


Genau dieses "man steckt nicht drin im Kind" - zumindest in unserem manchmal sehr verpeilten - ließe mich hier auch weiterhin auf "Experimente" verzichten. Die Leistungsfähigkeit DEINER Kinder diesbezüglich mag aber eine ganz andere sein.
_________________
LG
Ellen
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jutta
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Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 29.07.2013, 09:10
BeitragTitel:
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Hallo Ernestine,
Sagen wir mal so: wenn deine Grosse zuverlässig ist, den Weg kennt, allein fahren möchte und sie dich erreichen könnte, falls nötig, ja dann spricht auch bei mir nichts dagegen.

Einen Zweijährigen ein paar Meter zum Eiswagen laufen zu lassen, wenn er auch zuverlässig danach zurück kommt und keine Straße in der Nähe ist - warum nicht?

Was anderes ist der Mittlere, denn allein auf einem Spielplatz kann er keine Hilfe bekommen. Er kann ausrutschen, die Rutsche/Schaukel runter fallen, Streit mit älteren Kindern/Jugendlichen bekommen, in eine Scherbe treten, einem fiesen Hund begegnen...... Da nützt Zuverlässigkeit nichts. Hast du da immer ein gutes Gewissen und kannst die Verantwortung tragen?
Mein Patenkind (5) würde auch allein gehen.(wir wohnen in einer Sackgasse, 150 Meter lang ), aber in der Notsituaton wäre er auch überfordert. Da gehe ich mit. Es macht ja auch Spass, wenn ich anderen zeigen kann, was ich kann.(als Kind)

Letztlich muss jeder. Elternteil für sich entscheiden, wie du ja schon gesagt hast.
Mit den Zeiten früher ist das heute auch nicht mehr zu vergleichen. Da sind die Mütter einkaufen und arbeiten gewesen, während wir draußen spielten. Irgendein Nachbar war immer für uns erreichbar.

LG Jutta
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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Atti
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 291
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 29.07.2013, 10:31
BeitragTitel:
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Hallo,
den Eiswagen vorm Haus finde ich unproblematisch, da wird der Lütte ja auch nicht alleine sein und der Eisverkäufer wird ihn wohl recht schnell kennen.

Beim Spielplatz stimme ich Jutta zu. Bei uns sind die Kids in der Nachbarschaft im Kindergartenalter auch alleine hingegangen, länger als 10 Minuten unbeaufsichtigt haben wir sie da allerdings nicht gelassen.

Ansonsten finde ich es auch sehr wichtig für ältere Kinder, dass man erreichbar ist. Der Busfahrplan ist bei uns nicht immer zuverlässig und wenn man umsteigen muss, kann es leicht passieren, dass man an einer Haltestelle strandet.

Ach ja, mit 13 hat R. es geschafft in den falschen Zug zu steigen. Statt des Nahverkehrzugs kam am Bahnsteig erst noch ein ICE, Beschilderung am Bahnsteig war wohl auch falsch, also ist sie eingestiegen. Der Zugbegleiter war unfreundlich und als ich sie 2 Stunden später und 120 km weiter als heulendes Elend am Infopoint des nächsten ICE-Bahnhofs eingesammelt hatte, war es mit dem alleine Bus und Bahn fahren erstmal vorbei. Ich war nur froh, dass es nicht ein ICE-Sprinter bis Berlin war.

lG
Atti
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Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft.
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Ernestine




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Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 29.07.2013, 15:13
BeitragTitel:
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Ja, freut mich, daß ihr meiner Meinung seid. :)

Charlotte hat tatsächlich genau aus dem Grund ein Handy bekommen, damit sie Bescheid sagen kann, wenn sie falsch ausgestiegen ist oder so.

Mit dem Spielplatz ist es hier auch ein bißchen wie zu meiner Kindheit. Es sind immer ein paar andere Kinder (und z.T. auch Erwachsene mit kleineren Kindern) da, die im Zweifelsfall auch helfen oder Bescheid geben.

Heute wollte Frieder unbedingt einen anderen Fußweg benutzen als ich (wir waren also ca. 100 m lang getrennt, nicht an der Straße), da hat sich gleich eine Frau an ihn geheftet, um zu gucken, ob er nicht allein ist. daumen Kaum zu glauben, daß ich in einer Großstadt wohne!
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Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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Online
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BeitragVerfasst am: 29.07.2013, 21:35
BeitragTitel:
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Ich finde es auch Kind- und Standortabhängig...

Unser Kind hat durfte (wollte) vieles, was und erstaunte Blicke einbrachte. ABER: Unser Kind wollte immer und war auch immer extrem zuverlässig, daher bestand nie Grund dies und jenes nicht zu erlauben.

(Blieb mit 6 abends allein im Haus, ging mit 8 allein ins Freibad, fuhr mit 10 allein 80 km mit der Bahn....)
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LG Anja

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Ernestine




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Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 30.07.2013, 01:27
BeitragTitel:
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Online hat folgendes geschrieben:
(Blieb mit 6 abends allein im Haus, ging mit 8 allein ins Freibad, fuhr mit 10 allein 80 km mit der Bahn....)


daumen Da bist Du offensichtlich noch cooler als ich.
Freibad wär' mir auch recht, aber 80km mit der Bahn? Da träumt Charlotte von. Die möchte gern allein mit ihrer 12jährigen Freundin nach Berlin aber ich habe abgesagt. tocktock
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BeitragVerfasst am: 30.07.2013, 10:26
BeitragTitel:
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Freibad will ich doch erklären: Wir wohnen hier keine 100m davon entfernt und mein Kind (und ich) sind Dauergast (und bekannt ;) bei Bademeister und Co.), daher brauch ich da "keine Angst" zu haben.
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LG Anja

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Ylva




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BeitragVerfasst am: 30.07.2013, 21:02
BeitragTitel:
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Naja, 80 km mit dem Zug kann die nächste ICE-Haltestelle sein, wo Kind abgeholt wird oder Weg weiter gut bekannt ist. Oder der Nahverkehrszug nach Berlin, wo Kind dann einen Tag alleine rumgeistert. Im ersten Fall hätte ich kein Problem damit, wenn Kind sich traut. Im zweiten Fall könnte Kind sich trauen, soviel es will: no go!

Ansonsten dürfen unsere Kinder einige Dinge früher alleine als andere, andere später. Zugegebermaßen dürfen sie manche Dinge früher, weil ich mit drei Kindern und Job einfach nicht so viel Zeit für Extratouren habe. Ich bin froh über jede Strecke, die sie alleine zurücklegen. Die Kleine (5) darf aber auch nicht alleine aus unserer Straße raus. Der Große (9) fährt dafür mit dem Rad 6 km in den Nachbarort zur Schule, durchaus nachmittags auch mal ohne andere Kinder. Seit diesem Jahr darf er alleine ins Freibad. Der Mittlere war mit 6 das einzige Kind im Schwimmkurs, dessen Eltern nicht im Vorraum oder der Umkleide warteten, auch wenn die Regeln das so vorsahen. Er wurde vor dem Schwimmbad abgesetzt und nach einer Stunde dort wieder abgeholt. Finstere Blicke von den anderen Eltern...

Rabenmütterliche Grüße
von Ylva
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 30.07.2013, 22:41
BeitragTitel:
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Ylva, ja, das ist auch so ein Aspekt. Ich freue mich über autonome Kinder, sowohl für sie, aber auch ganz egoistisch, weil ich mir überflüssige Wege/Wartezeiten erspare.

Aber ich finde es auch schön, wenn ich sehe, wie sich Charlotte selbst organisieren kann. Letztens ist sie mit einer Freundin von uns aus ins Kino, das hat sie von vorn bis hinten allein gemacht, sie hat mich quasi nur informiert "Am ... kommt die ... und wir gehen ins Kino!". Soagr auf einen Film haben sie sich ohne Streit geeinigt.
Da kann man doch nur "Ok, macht das!" sagen! daumen
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Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 763
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 31.07.2013, 10:05
BeitragTitel:
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80 km mit der Bahn ... natürlich nicht in Berlin, aber einen ICE-Anschluß hat unsere "City" auch nicht. Unser Kind telefoniert nicht, weil sie Angst hat, der Anrufer könnte nicht die gewünschte Person sein. Ich mach hier auch keinen Stress (mehr), ist halt so... und seit sie ihre Freundinnen direkt per Handy erreichen kann, auch kein Thema mehr.

Jeder kennt sein Kind und sein umgebende Sitation am Besten, daher gibt es sicher keine pauschale Altersempfehlungen. Und was die anderen sagen, interessiert mich nicht... weil 3 Leute 5 Meinungen ;)
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LG Anja

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grünergeist
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 01.08.2013, 21:28
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Geistlein ist mit 7 zum ersten Mal alleine U-Bahn im großen bösen Berlin gefahren, ohne umsteigen zum Naturkundemuseum und Opa wohnte auch nur eine Ampel von der U-Bahn entfernt. Sie ist halt hier aufgewachsen und mußte einiges früh alleine machen, weil ich alleinerziehend bin: mit 4 über die Straße zu Oma und Opa, mit 5 allein über mehrere Straßen zur Schule, weil ich nach einer OP nicht laufen konnte und keiner sich bereit erklärt hat, das Kind mitzunehmen. Seit sie 9 ist fährt sie überall in Berlin alleine hin - sie hat eine Stunde Schulweg mit Umsteigen und hat alles (Dieser Zug hält nicht wegen eines Polizeieinsatzes am...) bisher gut gemeistert - ihre Freundinnen muß sie aber gewöhnlich bis zum nächsten Umsteigebahnhof begleiten, die finden sich nicht so gut zurecht.
Die Kinder wachsen mit den Ansprüchen und vieles wurde nie dramatisiert, Was sie an Selbstständigkeit nicht will, muß sie auch nicht, aber manches geht dann eben nicht.
Ich werde auch öfters wie eine Rabenmutter angesehen, das ist mir sowas von egal, ich finde es wichtiger, dass das Kind sich auch ohne ständige Erwachsenenkontrolle und Sicherheitsnetz sicher fühlt und agieren kann.
_________________
Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. [George Orwell]
grünergeist
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 01.08.2013, 22:09
BeitragTitel:
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grünergeist hat folgendes geschrieben:
Ich werde auch öfters wie eine Rabenmutter angesehen, das ist mir sowas von egal, ich finde es wichtiger, dass das Kind sich auch ohne ständige Erwachsenenkontrolle und Sicherheitsnetz sicher fühlt und agieren kann.


Ja, da stimme ich zu. Bloß manchmal denke ich, ich bin vielleicht zu locker - weil ich hier vor Ort bestenfalls Toleranz von anderen Eltern bekomme.

Aber es freut mich, daß es Kinder gibt, die ein paar Wege allein gehen dürfen! daumen
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Mubbi



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Anmeldungsdatum: 12.02.2013
Beiträge: 101
Wohnort: Saarland

BeitragVerfasst am: 02.08.2013, 16:39
BeitragTitel:
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daumen daumen daumen
Ich bin auch so eine Rabenmama

tocktock
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jojo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.09.2009
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 07.08.2013, 08:46
BeitragTitel:
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schön, dass es noch andere Eltern gibt, die ihren Kindern erlauben so groß zu werden.

Ich erinnere mich auch noch an skeptische Ansprachen, nachdem unser damals 5 jähriger alleine zu Fuß die ersten Bäckereinkäufe (700 m) erledigte (und dort recht bald die Kunden unterhielt, indem er die Verkäuferinnen um das falsch heraus gegebene, noch fehlende Wechselgeld bat oder die Brötchenmenge berichtigte).

Für Eltern sollte aber immer das Zutrauen an erster Stelle stehen. Ich denke, das kann man als Elternteil am besten selbst einschätzen und richtig, mit möglichen Konsequenzen muss man im Zweifel auch leben. Egal ob die Schutzbefohlenen 2 oder 17 sind, die Sorge kann einem eh keiner abnehmen. Und wenn ich und wenige andere der Ansicht sind, dass Kinder, wenn sie Dinge früh selbstständig machen möchten auch noch vorsichtiger sind, weil sie spüren, dass es auf konkrete Absprachen ankommt, dass diese hier das A+O sind, dann trägt das m E auch zu ihrer Sicherheit mehr bei, als wenn sie erst mit 12 das erste Mal alleine Bus/Bahn fahren (und dann n n gelernt haben im Zweifel jemanden um den Weg/Hilfe zu bitten). Das Zutrauen und die Abspracheverbindlichkeit unsererseits stärkt die Kinder. So können sie sich Wünsche erfüllen, die sonst nicht möglich wären (nachmittags zu Kursen oder Freunden durch die Stadt fahren), da ich keine Möglichkeit habe, sie zu ihren unterschiedlichen Terminen zu begleiten und selbst manchmal erst um 18 Uhr zuhause sein kann.

Wenn man mit 8 schon manche Strecken alleine in Berlin fährt, kann man mit 10 natürlich überall in dieser Stadt hin, sucht sich selbstverständlich die Verbindungen heraus und ruft, wenn irgendwo der Schienenverkehr unterbrochen ist, auch notfalls von einem geliehenen Handy an (wenn das eigene mal wieder zuhause liegt). Unsere 11 und 13-Jährigen würde ich natürlich auch allein nach München oder Hamburg fahren lassen (wenn sie dort etwas zu tun hätten).

Persönlich wäre es mir unheimlich, wenn mein Kind mit 13 zwar schon die 10. Klasse besucht, sich aber nicht allein zurecht findet. Was nicht heißen soll, das es das NonPlusUltra ist, wie gesagt, was geht und was nicht, diese Einschätzung soll jeder für seine Kinder selbst treffen und dann ist es auch die richtige. So schlimm es manche finden, dass ein Kind mit 14 noch täglich zur Schule gebracht und abgeholt wird, bin ich mir sicher, dass die Eltern Gründe haben. Das vermittle ich meinen Kindern, wenn sie erzählen, dass sich über solche Kinder in der Schule lustig gemacht wird. Vielleicht ist das betreffende Kind Epileptiker, persönlich oder politisch gefährdet oder die Regeln dieser Familie sind eben andere. Man sollte über andere nicht urteilen, sondern darauf vertrauen, dass jeder seine Verantwortung so trägt, wie er es für richtig hält.
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jojo (00/02)
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