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"Das ist mein Geheimnis!"


 
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 05.09.2013, 20:23
BeitragTitel: "Das ist mein Geheimnis!"
Antworten mit Zitat

Wie bekomme ich meinen Sohn dazu, in entscheidenden Situationen mit seinem Wissen und Können nicht hinter den Berg zu halten?

Daß mein Pfiffikus seinen Altersgenossen voraus ist, ist nichts Neues. Und EIGENTLICH ist er auch sehr selbstbewußt und durchaus kein Mauerblümchen. Er kann die Uhr - aber wenn er im Kiga sagen soll, wie spät es ist, kommt "der große Zeiger steht dort und der kleine da" (zu Hause sagt er selbstverständlich die korrekte Uhrzeit). Zu Hause rechnet er in allen Grundrechenarten, im Kiga "weiß" er nicht, vieviel 1+2 ist. Er spielt nach wie vor mit Begeisterung Geige, gibt sein Können auch gern vor völlig fremdem Publikum zum Besten und genießt dann auch seinen Erfolg - im Kiga "weiß" er nicht, was ein Takt ist, spielt mit Rhythmusinstrumenten völlig schräg und weigert sich auch standhaft, dort mal ein kleines Ständchen zu geben. Solche Beispiele gibt es unzählige.

Darauf angesprochen, bekomme ich zur Antwort: "Was ich kann, das geht keinen was an. Das braucht niemand zu wissen, das ist mein Geheimnis!"

Solange das nur den Kiga beträfe, wäre mir das mehr als egal (er geht übrigens sehr gern, hat dort Freunde und ist gut integriert, die ErzieherInnen schätzen ihn durchaus realistisch als "sehr klug, vernünftig und zuverlässig" ein, sehen ebenfalls keinerlei Probleme). Aber - er blockt auch ab, wenn ihn fremde Erwachsene "testen" wollen. Er merkt das sofort, und auf der Stelle kommt ein "kann ich nicht, weiß ich nicht" als Antwort. In Kürze ist Schulanmeldung für 2014, die Kinder müssen dabei einen Test absolvieren, der von den Lehrern der betreffenden Schule durchgeführt wird. Wenn da auch nur "kann ich nicht, weiß ich nicht" kommt... nein

Ich habe ihm schon erklärt, daß Wissen und Können etwas Gutes und Schönes ist, das man nicht zu verstecken braucht. Daß man sein Wissen und Können zeigen kann, soll und darf (und zu diesem Test und allerspätestens in der Schule auch muß). Antwort: "Och, wozu denn? Später vielleicht! Es reicht doch, wenn du und ich weiß, was ich alles kann, die anderen geht das nichts an - ES IST MEIN GEHEIMNIS!"

Was tun? Einfach abwarten, bis der Knoten hoffentlich irgendwann platzt? Ermutigen, nicht hinter den Berg zu halten?

Ich weiß übrigens nichts über mögliche negative Reaktionen im Kiga auf seine Fähigkeiten, er verneint das auf Nachfrage ebenso wie die ErzieherInnen. Aber wer weiß, vielleicht ist das ja auch sein Geheimnis Wink ?
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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NinaHH
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Anmeldungsdatum: 24.01.2007
Beiträge: 1033
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 05.09.2013, 21:09
BeitragTitel:
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Hallo Syringa,

es ist doch eigentlich schon mal toll, dass er sich das so bewusst macht, dass er mit seinem Können hinter dem Berg hält. Er kann das dann auch bewusst anders entscheiden. Er hat seine Macht entdeckt, selbst zu entscheiden und hütet das.

Wenn er selbst gern zur Schule will, wäre das doch das beste Argument dafür, dass er dann auch zeigt, was er kann.

Und dass wir Menschen, und schon gar die Kinder, immer gern so sein möchten, dass sie "normal" sind, "wie die anderen" ist etwas, dass wir als soziale Wesen wohl einfach mit auf den Weg bekommen haben.

Viel Erfolg für die Einschulungstests wünscht euch Nina
(zur Not müsst ihr ihn heimlich zuhause filmen ;) )
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Online
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 763
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 05.09.2013, 21:24
BeitragTitel:
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Ich befürchte mit Erwachsenenlogik wird dein Pfiffikus sich nicht anders verhalten :)
Unsere Tochter rechnete im 20er Raum vor der Schule usw.,aber in der Schule brauchte sie bis zur 3. klasse die Finger green ... "vernünftig " (aus Erwachsenensicht) wurde sie trotz Zuredens nicht.

Mach dir mal keine Sorgen, der Einschulungstest ist so larifari, die nehmen deinen Sohn trotzdem. Mein Kind diskutierte, warum der Schmetterling rot auszumalen wäre, gelb sei doch die schönere Farbe...

Tu dir und deinem Sohn den Gefallen und such die GS nach den Fähigkeiten deines Kindes aus und nimm nicht unbedingt die zugewiesene staatliche GS.
(Ich spreche aus Erfahrung.... winkie , gern auch per PN)
_________________
LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 05.09.2013, 23:09
BeitragTitel:
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Ich glaube, einige (viele? alle?) Kinder sind überaus feinfühlig, was das Erkennen des eigenen "Anders-Seins" angeht. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schrecklich es ist, wenn man eben anders IST. Man fühlt sich ver-rückt. Neben die Normalität ge-rückt, ihr ent-rückt und damit ausgeschlossen aus dem Sozialgefüge.

Junior hat in der Grundschule auch oft quälend langsam gerechnet: "Die müssen ja nicht wissen, dass ich das kann!". Es war wohl der gleiche Grundgedanke - nicht anders sein zu wollen (oder zu dürfen - eigenes "Gebot"). Es hat Jahre gebraucht, bis er seiner Mathematik-Leidenschaft auch in gleichaltriger Umgebung ungehemmt gefrönt hat. Und es hat AUCH Jahre gedauert (so bis er etwa 13/14 war), bis er angefangen hat, sich selbst eine Individualität einzugestehen, die auch mal gewollt und weithin sichtbar abweicht.

Ich würde sagen: Ermutigen - ja. Aber wirklich nur im Sinne von Du DARFST das können/zeigen. NICHT von hinten antreiben, wo er sich von vorne zum Runterbremsen genötigt sieht.
Anders-Sein (auch im Sinne von Besser-Können oder Mehr-Wissen) braucht sehr viel mehr Mut als Durchschnitt-Sein. Gib ihm die Zeit, da reinzuwachsen!
_________________
LG
Ellen
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Ernestine




Anmeldungsdatum: 18.01.2012
Beiträge: 386

BeitragVerfasst am: 05.09.2013, 23:35
BeitragTitel:
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Also bei uns sind es die (anderen) Erwachsenen, die die Kinder in solches Verhalten treiben.

Charlotte hat mir schon erklärt, daß Wolf ja jetzt immer so tut, als könne er nicht lesen (ich habe selbst keine Ahnung, wie viel er wirklich lesen kann, aber er hängt ständig mit Erstleserbüchern oder Comics rum...). Im Kindergarten haben sie ihm ja auch beigebracht wie man richtig zählt: Nicht Menge erfassen und nennen, sondern langsam und betont "1 - 2 - 3 - 4...". tocktock

Ich könnte mir vorstellen, daß ein positives Rollenvorbild helfen könnte, aber da haben wir gerade keines da. Vielleicht lese ich mal "Matilda" vor.
Aber ich wollte nur sagen, daß es auch andere Kinder gibt, die mit ihren Fähigkeiten hinterm Berg halten.
_________________
Charlotte (9), Wolf (4), Frieder (2)
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hummel05



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 31.05.2011
Beiträge: 15
Wohnort: Westthüringen

BeitragVerfasst am: 06.09.2013, 08:48
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Hallo Syringa,

ich finde Deinen Kleinen wirklich genial! Sich so clever an seine Umwelt anzupassen, dazu gehört schon einiges. Dadurch hat er es um vieles leichter als meine Hummel (2. Klasse). Sie fängt gerade erst an, es zu lernen.

Die Kinder erleben einfach, dass sie anders sind und mehr können. Und die Reaktionen anderer Kinder und fremder Erwachsener sind schon oft sehr komisch und manchmal auch verletzend für unsere Pfiffis. Das kann so ein Kind schon mal verunsichern.

Aktuell erlebe ich z.B., dass Hummel in der Schule ganz leise, nuschelig und sogar teilweise stockend vorliest. Zu Hause liest sie besser vor als manche Lehrerin. In der Schule schämt sie sich. Im Schulchor singt sie total unterirdisch, zu Hause hat sie eine kräftige Stimme und trifft die Töne genau. Die Uhr kennt sie in der Schule auch nicht, rechnet falsch (k.A. ob mit Absicht), kann ihr Wissen nicht anwenden, merkt sich anscheinend nicht, was die Lehrerin gesagt hat usw.

Ich hoffe nur, dass das in der 3. Klasse dann besser wird, wenn es Noten gibt. Sei mal froh, dass Ihr diese Phase jetzt schon habt.

Bei den Einschulungstests sind die Aufgaben so einfach, dass unsere Kinder sich das gar nicht vorstellen können - z.B. so, wie Ernestine gerade schrieb. Meine Kleine ist grandios daran gescheitert, auf einem A4-Blatt 16 Bälle einzeln abzuzählen. Sie wollte um nichts in der Welt die Notwendigkeit einsehen, wenn sie doch sofort 4 Bälle in 4 Reihen = 16 Stück erkennen kann.

Durch die Reaktionen der Ärztin war meine Kleine dann so verunsichert, dass sie nicht mal mehr ihre Schuhe an- und ausziehen und auf einem Bein stehen konnte. Zum Glück hatte es eine Untersuchung ein Jahr vorher gegeben, wo notiert war, dass es konnte.

Ich musste der Ärztin dann mal von unserem IQ-Testergebnis berichten (geglaubt hat sie es) - sonst wäre Hummel möglicher Weise nicht eingeschult worden!!! Auf dem Bericht an die Schule stand dann Aufmerksamkeitsstörung und Defizite im Sozialverhalten. Ich bekam die Empfehlung, eine Psychotherapie zu machen. Ich stand kurz vor dem Nervenzusammenbruch und hatte zwei Tage daran zu knabbern.

Und das, obwohl ich Hummel vorher lang und breit erklärt hatte, dass das kein Test ist, wie viel sie kann, sondern dass es darum geht, lächerliche Mindeststandards zu erfüllen, damit sie in die Schule darf. Und dass es nur darauf ankommt, genau zuzuhören und auf Befehl genau das zu machen, was verlangt ist - und nicht mehr und nichts anderes.

Ich denke mal, Deinem Sohn wirst Du das erfolgreicher verklickern können. Sag ihm, wenn er in die Schule will, muss er da einfach durch und sich notfalls wie ein Roboter verhalten. Dass er das kann, beweist er Dir doch jeden Tag. Mach dir mal keine Sorgen!

Ansonsten freu Dich einfach an ihm!
_________________
*******************

Liebe Grüße,
hummel05
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 06.09.2013, 11:45
BeitragTitel:
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Danke für eure Worte! Manchmal braucht es jemanden, der einem die Augen öffnet und an die eigene Vergangenheit erinnert... rolleys

Ich bin ja selber hb, und ich weiß noch, daß ich im Kiga große Probleme hatte, eben WEIL ich z.B. beim Tischdecken 3-6-9-12 Teller abgezählt habe und nicht 1-2-3. Ich konnte gar nicht begreifen, daß die anderen Kinder das nicht können und wollte ihnen das beibringen, lieb und hilfsbereit wie ich war Wink, womit ich aber weder bei ihnen, noch bei den Erzieherinnen auf Gegenliebe und Verständnis stieß. Und mir sehr schnell meiner Außenseiterrolle bewußt wurde, aber einfach nicht in der Lage war, aus dieser herauszukommen.

Ich merke gerade, daß mein Pfiffikus sich diesbezüglich viel cleverer anstellt!

Was den Einschulungstest angeht, so werde ich einige Tage vorher in Ruhe noch mal mit ihm darüber reden (für ihn ist es wichtig, daß Dinge vorhersehbar sind - wenn er weiß, was auf ihn zukommt, macht er in aller Regel viel besser mit, als wenn er "überrumpelt" wird). Zum Glück weiß ich so in etwa, was die Schule da verlangt - die Tochter meiner Freundin ist dieses Jahr in die selbe Schule aufgenommen worden - und kann ihm sagen, daß es zwar völliger Blödsinn ist, alle roten Vierecke auf dem Blatt zu markieren, daß er es aber bitteschön dennoch tun soll und warum... rolleys
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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Olsa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 25.08.2009
Beiträge: 189
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 06.09.2013, 17:18
BeitragTitel:
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Ach ja, die Kleinen ... echt pfiffig, der Pfiffikus.

Freut er sich denn schon auf die Schule? Wenn ja, würde ich mir gar keine Gedanken machen. Er weiß dann doch genau, worum es geht und wird schon alles geben.

Mein großer hat mit der Zeit seinen Weg gefunden, mit anderen umzugehen. Mittlerweile weiß er genau, wie er mit wem reden kann und welches Vokabular er einsetzt. ;)
Auch in seiner Art kann er sich inzwischen gut den Situationen anpassen und manches einfach schlucken.

Gerade geht es frisch am Gymnasium los, mal schauen, wie es sich dort so entwickelt!

Ach ja, und mein Kleiner hat den Delphintest fast wortlos mit satten 3 Punkten bestanden, weil die Erzieherin ein gutes Wort eingelegt hat. daumen
_________________
Olsa
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