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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 19.11.2013, 21:45
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So, für heute abend habe ich die Waffen gestreckt. Morgen ist Geschichte-Klassenarbeit, also DIE große Gelegenheit, noch was rauszureißen. Und Kind? Ich muss ihm jedes einzelne Teil hinterhertragen. Wenn ich ihm eine Frage stelle und er weiss die Antwort nicht, dann ist für ihn die Konsequenz nicht, die Lösung nachzusehen, sondern gleich wieder etwas ganz anderes zu machen. Ganz zu schweigen davon, dass er sich selbstständig mal seinen Kram aneignet.
Ein Kind, das mit sieben/acht alle Harry Potter gelesen hat und dazu Fragen zur Handlung (wenn auch nicht zum tieferen Sinn) beantworten konnte, kriegt es nicht auf die Reihe, sich ein paar Fakten zur Entstehung des Menschen anzueignen? Soooo gnadenlos langweilig sind doch Lucy, Steinzeit und Ötzi nicht. Man müsste es nur tun. Er liest noch nicht mal ohne fünffache Aufforderung die paar Seiten im Geschichtsbuch, das um Klassen interessanter ist als alles, was ich seinerzeit dazu erhalten habe. Aber anscheinend fehlt ihm jegliche Einsicht. Soll er doch seine Fünf bekommen! Vor mir aus auch Sitzen bleiben. Vielleicht braucht er die harte Tour?

Ich habe überlegt, ob wir das dringendst gewünschte (und von uns eigentlich nicht bewilligte) i-Phone für besondere Leistungen in Aussicht stellen: Wenn das Zeugnis insgesamt eine Eins vor dem Komma hat, dann bekommt er eines, wenn die Leistung wieder absackt, dann ist es wieder weg. Das sollte für ihn machbar sein, es gibt genügend Fächer, in denen er alleine mit vermehrter Mitarbeit auf Zwei und Eins stehen könnte. Aber vermutlich würde er einfach seine i-Phone-Wünsche begraben...

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Ylva
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 19.11.2013, 22:49
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Ylva, kann es sein, dass Du gerade auf recht hohem Niveau jammerst?
Ich meine, um die 1 vor dem Komma ging es bei uns dann doch eher nicht. Nie. Und das hiesige Kind ist auch nicht blöder als ich, der das mit der 1 vor dem Komma zu Schulzeiten doch häufiger passiert ist (allerdings ohne als solchen erlebten Aufwand).

Kind hat keinen Bock, sich mit Sachen zu befassen, die Kind (derzeit) nicht interessieren? Ähem, ja. Und? Wen interessieren später UNTERSTUFENnoten? Lass ihn doch den einen oder anderen 5er kassieren und frag ihn, wie sich der anfühlt. Wenn es sich Richtung Jahreszeugnis bedrohlich häuft, kannst Du doch immer noch den Sklaventreiber rauskehren, oder? Zu lernen sich durchzulavieren, zu lernen, wo der "Mut zur Lücke" sinnvoll ist und wo eher nicht ist auch nicht verkehrt. Fangt schon mal damit an! Lass IHN damit anfangen!

Ach so, bei uns gab es seinerzeit durchaus auch motivationale Anreize (obwohl ich "eigentlich" dagegen bin): Für gute Noten gab es Kleinigkeiten (!), lass sagen, je nach "Schwierigkeitsgrad" mussten ein bis drei gute Noten angebracht werden, um sie gegen ein Buch oder ein Spiel einzutauschen (Wert je zwischen 5 und 10 Euro und die Sachen waren allesamt zur Auswahl und Ansicht an einem bestimmten Platz "ausgestellt"). Eine 3 in Deutsch war dabei mindestens so viel "wert" wie zwei Einser in Mathe/Physik (man wird da kreativ ...).

Aber ein iPhone? surprise
Soll der Bub später, wenn ihm sein Lehrherr oder sein Prof. einen Auftrag erteilt, erst mal fragen, wo denn der 52-Zoll-Flatscreen steht, den er für die Ausführung bekommt?

Und ... Lernen bis (nach?) 20 Uhr?
Was tut Ihr Euch da an?
_________________
LG
Ellen
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 20.11.2013, 10:55
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Jammern auf hohem Niveau? Klingt so, da hast Du vielleicht recht.

Aber: Kind ist im Moment meilenweit von der Eins vor dem Komma entfernt, vermutlich wird es eine Drei. Er steht in Geschichte auf Fünf, in zwei weiteren Fächern gnadenhalber auf vier. In Reli, und das nicht erst seit diesem Schuljahr, dafür aber im Lauf der Schuljahre mit drei verschiedenen Lehrern! Für eine Gnadenvier in Reli muss man sich schon richtig anstrengen, oder? Und nein, mir ist die Relinote an sich überhaupt nicht wichtig, aber sie zeigt das Problem auf.

Bis die tolle Belohnung tatsächlich eintreten KÖNNTE (was ich ernsthaft bezweifle), müsste Kind sich über längere Zeit am Riemen reißen. ICH will jedenfalls nicht die ganze Zeit den Sklaventreiber spielen. Also geht meine Überlegung folgendermaßen: Er will später durchaus anspruchsvoll studieren und auch nicht am Hungertuch nagen, aber die Einsicht reicht noch nicht so weit, dass damit auch verbunden sein könnte, dass man beizeiten etwas Arbeit investieren muss. Wenn das alles noch zu weit weg ist, dann muss die Verknüpfung von "Luxusobjekten" und Arbeit eher sichtbar werden. (Wobei es sich sowieso nicht um ein aktuelles i-Phone handeln würde, sondern entweder um ein älteres Modell oder irgend ein anderes preiswerteres Smartphone. Abgesehen davon, dass so ein Ding sowieso keinen Sinn hat, ist die Gefahr des Verlierens oder Geklautwerdens zu hoch.) Kind hat bisher ein 20-Euro-Handy für den Notfall und auch sonst keine eigenen elektronischen Gadgets. Wii und Tablet werden nur halbstundenweise freigegeben und sind ansonsten unter Verschluss. Belohnungen für gute Noten bestehen in der feierlichen Bestimmung des Wunschabendessens für die ganze Familie und für Zeugnisse gibt es inzwischen etwas Geld (bis 20 €). Kind ertrinkt also bisher nicht im Luxus, nicht mal relativ zu finanziell prekärer aufgestellten Familien.

Wen interessieren Unterstufennoten? Mich hinterher eigentlich auch nicht, aber jetzt schon. Ich habe Sorge, dass er die Kurve nicht kriegt. In der Grundschule hat Kind nicht gelernt, aber trotzdem gute Noten geschrieben, OK. Jetzt befindet er sich allmählich in einer Phase, in der er entweder aufpassen oder eben zuhause nachholen muss, damit er mitbekommt, was passiert. Es hat aber die Tendenz, in dem Moment, wo es etwas tun müsste, alles mit dem bequemen Vermerk "Kann ich nicht" beiseite zu legen und dann angenehmere Dinge zu machen. Ich möche verhindern, dass das institutionalisiert wird. Vokabeln sind nicht angeboren und wenn man im Unterricht weder zuhört noch die Übungen mitmacht oder sonstwie mitdenkt, dann springt auch englische Grammatik nicht von selbst ins Hirn. Die braucht es aber, und zwar nicht bloß die nächsten drei Wochen bis zur Klassenarbeit.
Wir haben hier im Umfeld ein hochbegabtes Kind, das mit Müh und Not einen Realschulabschluss geschafft und nun mit vollkommen fröhlicher Ich-bin-ja-so-toll-dass-ich-eh-nichts-tun-muss-Arroganz seine Lehre versemmelt hat. Schuld sind natürlich die anderen oder die Umstände.

Vielleicht sehe ich das beim zweiten Kind dann schon entspannter, aber das erste belastet gerade richtig meine Nerven. Ich habe es das ganze fünfte Schuljahr locker gehandhabt und war der Meinung, Kind würde es schon kapieren. Davon ist aber nichts zu sehen, es wird gerade nur schlimmer. Nein, ein richtig dramatischer Fall ist es nicht, aber ich will auch nicht, dass es einer wird.

Schöne Grüße
Ylva
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Mubbi



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BeitragVerfasst am: 20.11.2013, 22:52
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@ripley: Ich hab das von Anfang an so gehandhabt. Ich hab das Glück, an drei Tagen in der Woche ebenfalls von zuhause arbeiten zu können. An den beiden anderen Tagen muss ich bis halb 4/4 im Büro bleiben. Mein Sohn ist in der Betreuung bis kurz nach 15 Uhr, denn um halb 4 fährt der Bus. Insofern lockt der Fernseher selten länger als eine Viertelstunde. Dann stell ich im Zweifel den Strom ab.

Es war mir von Anfang an klar, dass es sonst mit den Aufgaben nicht klappt. Außerdem will ich gerne wissen, wo es hapert. Und mich nicht auf Kommentare von irgendwelchen Betreuern, die gar keine Lehrer sind, verlassen. Da gibt's hier nämlich Experten.... gruselig.

Von dem 1er Schnitt sind wir auch meilenweit entfernt. Im Moment bewegt es sich auch so um die 3. Klar ist das unnötig und es könnte besser sein. Aber darüber reg ich mich nicht auf. Dafür, dass die Grundschul-Lehrer vorausgesagt hatten, dass er auf dem Gymnasium überhaupt keine Chance hätte, bin ich mit einem 3er Schnitt zufrieden holla Und außerdem ist es auch für unseren Familienfrieden besser. Ich schau, dass die Hausaufgaben alle gemacht sind und er alles ein paarmal durchliest, wenn ein Test ansteht. Den Rest muss er selber lernen - hoffe ich mal. traurig
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ripley



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BeitragVerfasst am: 21.11.2013, 09:15
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Halb OT:
Junior hat doch gestern tatsächlich GELERNT. Also ... das getan, was er für Lernen hält: In mehreren Seiten Fließtext (2? 3?) etwa eine halbe Stunde lang neonfarbene Markierungen gemacht.
Sonst nix. Auch in den Tagen / Wochen vorher nix.
Heute schreibt er eine Kunstgeschichte-Klausur (wie gesagt, 11. Schuljahr). Ich bin gespannt.

Aber .. ich bin sehr stolz auf mich: Gestern kam der Zettel für den Elternsprechtag bei mir an. Und ich habe ihn schlicht unterschrieben und KEINEN EINZIGEN Termin mit Lehrern erbeten. Dieses Schuljahr ist JUNIOR verantwortlich. Und ich KANN mich daran halten! Jawollja!
_________________
LG
Ellen
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starkejungs
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BeitragVerfasst am: 21.11.2013, 12:29
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Hallo Ylva,

wie lief es denn???
Ich bin nur selten hier, aber das klang interessant p

Geht er sonst gerne in die Schule? Ist er angekommen/angenommen in der Klasse? Mag er die Lehrer?

Und: Meine Erfahrung hier ist die, dass es meinen beiden ENORM schwer fiel, einfach gefühlt stumpfsinnig auswendig zu lernen. Überhaupt zu lernen- denn in der Grundschule war das NIE nötig- dazu haben sie zu schnell verstanden!
Anders, als viele andere Kids, hatten/haben sie dazu kein funktionierendes System entwickelt! Und es entmutigt gewaltig, keinen Erfolg (mehr) zu haben- dann war zumindest hier keinerlei Ehrgeiz mehr vorhanden, das Ruder herumzureißen!
Der Kleine in Klasse 7 sucht tendenziell noch immer nach einem funktionierenden System, aber er ist auf einem guten Weg, der Große hat durch den Schulwechsel entdeckt, dass er am besten und einfachsten durch Kommunikation lernt- also Lerngruppe oder Freund und sich über das Thema unterhalten, diskutieren, Fragen stellen können, die Fragen der anderen beantworten, Erklären können… ihm ist noch immer nichts mehr verhasst, als einfaches Auswendiglernen. Er sucht Zusammenhänge!!! Seine wichtigste Frage ist bis heute: "WARUM?!?"

Übrigens: Ganztagsschule funktioniert hier wirklich- ich bin selbst immer wieder überrascht! Bestenfalls (und widerwillig devil ) bringen die Herren mal Vokabeln mit oder lernen am freien Nachmittag oder am Wochenende mal noch ein wenig auf eine KA… sie sind aber (bis auf den freien Mittwoch Nachmittag) immer erst gegen 17.40 Zuhause!
_________________
Hab Geduld! Nicht durch Aufschlagen, sondern durch Ausbrüten wird das Ei zum Küken.
(Sören Kahl)
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 21.11.2013, 21:39
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@ starkejungs:
Er hat ein gutes Gefühl - und die Klassenarbeit nach 15 Minuten abgegeben, da er überall etwas hineingeschrieben hatte und diejenigen, die früher fertig waren, schon nach Hause durften. Mal sehen...

Schule an sich wurde in den letzen Monaten zunehmend doofer, allerdings pauschal. Begründungen waren nur das frühe Aufstehen und diese ganze lästige Fleißarbeit, wobei dazu alles zählt, was über körperliche Anwesenheit hinausgeht. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass da etwas Konkretes ist. Es gab etwas Hänselei wegen der ersten Freundin der Klasse, aber das hat sich auch wieder gelegt. Er hat mehrere Freunde, keine Feinde. Es gibt auch eine Clique, mit denen hat er auf Gegenseitigkeit nichts zu tun, aber das halte ich für normal. Wohin ich auch schaue, bis auf Desinteresse finde ich keine Gründe dafür. Aber wie schon Ripley sagte, gibt es wohl kaum 10-jährige Jungs, die Schule toll finden.

Da ich inzwischen Rückmeldungen aus der Familie erhalte, bin ich nun entspannter: Meine Mutter hatte als Tochter eines geschichtsverliebten Arztes in dem Alter auch eine Fünf in Geschichte und mein Vater wurde mit 13 oder 14 einmal wegen versetzungsgefährdender Faulheit vor der ganzen Klasse dermassen zusammengeputzt, dass er sich danach tatsächlich mal an seinen Kram setzte. MIR haben sie das nie erzählt! Es liegt also in der Familie und wir sind alle etwas geworden. Selbst die Mütter haben es alle überlebt. ;-)

Einen schönen Abend wünscht Euch
Ylva
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LiaJolée



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Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 25.11.2013, 11:57
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winkie

Ebenfalls: Größtes Verständnis für deine Sorge!

Habe hier einen 14jährigen, 9. Klasse mit ausschließlich 3en und 4en. Extreme Unlust, sich auch nur minimal anzustrengen. Schriftlich besser als mündlich, da ich ihn hier zu Hause "trieze" für Arbeiten zu lernen. Er würde am liebsten wie in der Grundschule ohne zu üben Zweien haben. Seine "schlechten" Leistungen stören ihn - das führt aber dennoch nicht zu mehr Lernaufwand oder mündlicher Beteiligung. Sein Ziel erweiterter Realschulabschluss und dann weiter aufs Gym ist also etwas wacklig, wenn er nicht mal Gas gibt. Und jetzt in der 9. ist es eher kontraproduktiv, ihn weiter abrutschen zu lassen.
Daher gibt es von mir schon einige Vorgaben, die zu tun sind, bevor Verabredungen, PC oder TV dran sind. Es gibt erst Gemaule, je nach Laune auch lautstarkes Gemecker oder herzzerreißendes Gejammer, aber Mama ist konsequent. Und wenn er dann strahlend mit der 2 in einer Arbeit nach Hause kommt, ist er froh, dass ich ihn "genötigt" gabe. Natürlich soll er sich später auch selbst organisieren, aber im Moment kann er das immer noch nicht komplett allein.

Viele schlauen Kinder kennen in der Schule das Gefühl von Erfolg durch Lernanstrengung gar nicht. Mein Sohn dachte ab der 8. Klasse, als es eben ohne Lernen nicht mehr ging, er sei dümmer geworden... drugs Dass es eigentlich normal ist, für die Schule zu lernen, sieht er eigentlich erst jetzt.

Jetzt fehlt uns nur noch eine Strategie fürs Mündliche.... rolleys
_________________
Grüße
Lia
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Lia mit Sohn (*06/99)
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jutta
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BeitragVerfasst am: 25.11.2013, 13:54
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Lia, mein Napoleon war vor einigen Wochen mit seinem Bruder in einer Vorlesung, Thema Analysis oder so. (er studiert Informatik)
Er war so begeistert, dass er das meiste davon verstanden hat, dass ihm jetzt noch deutlicher ist, dass er studieren will. Dafür dann ein wenig mehr Ehrgeiz einbringen muss er natürlich auch, aber er freut sich zumindest auf die Oberstufe, wo alles besser wird.

Vielleicht gehst du mit deinem auch mal in eine Vorlesung seiner Wahl? Jetzt hat das Semester ja gerade erst begonnen, da sind einige Themen sicher noch nicht so intensiv und fern ab des Verstehens...
_________________
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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Mubbi



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Beiträge: 101
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BeitragVerfasst am: 25.11.2013, 17:47
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Witzigerweise hatte ich gestern genau diese Diskussion mit meinem Junior. Dem war es zuviel, Vokabeln 3x zu lesen, um sie sich merken zu können. Alles, was nicht beim ersten Mal im Kopf hängen bleibt, ist doof. Ich hab versucht, zu erklären, dass die allermeisten Kinder schon von der ersten Klasse an immer alles mehrfach lesen mussten, um es zu behalten. Aber irgendwie wollte er das nicht glauben..
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 25.11.2013, 19:10
BeitragTitel:
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@ ripley: Deine Nachfrage wegen Lernens BIS nach 20 Uhr liegt mir noch auf der Seele. Ja, haben wir schon diverse Male gemacht, nämlich dann, wenn Sohn jeden Tag vorher nicht zu Potte kam, um dann am Tag vor der Klassenarbeit auch alles mögliche andere zu machen, und dann, wenn die beiden anderen Kinder endlich versorgt sind, festzustellen, dass die benötigten Bücher doch tatsächlich in der Schule geblieben sind. Dann musste Kind auch schon mal um 19 Uhr zum Freund radeln und das Buch ausleihen. Wenn wir also tatsächlich nach 20 Uhr zugange sind, haben wir auch definitiv nicht vor 20 Uhr angefangen. Weil die Sachen nicht da waren oder dies einfach die ruhigste Zeit für uns ist. Da Sohn sowieso nicht vor 23 Uhr das Licht ausmacht oder schläft, nutze ich die ruhige Stunde nach 20 Uhr guten Gewissens. Ich würde übrigens niemals vor 10 Uhr morgens irgendetwas von ihm verlangen. ;-)

Schöne Grüße
Ylva
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 25.11.2013, 19:59
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Ylva, es muss für EUCH passen.

Gibt bei uns nur einige Momente bzw. schulische Anforderungen, die ich - rückblickend gesprochen, ist mir leider fast nie in DEM Moment aufgefallen - mit zu wenig Rücksicht aufs Kind durchgezogen hab, statt zu sagen "Genug jetzt. Für den Rest schreib ich 'nen Brief an den Lehrer."

Es gibt sie ja, die Fälle, in denen nicht das Kind ausweicht oder torfig-vergesslich ist, sondern einfach die Ideen der Lehrer bzgl. Art und Umfang der Aufgaben bisl ... ausufern.
_________________
LG
Ellen
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LiaJolée



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Anmeldungsdatum: 26.01.2011
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 10.01.2014, 10:51
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*hochhol*

Finde es erstaunlich, wie viele Ähnlichkeiten es bei unseren Kindern bezgl. des Lernverhaltens gibt. Ich denke, gerade bei Jungs (besonders bei den schlauen) ist es extrem wichtig, dass sie von der Grundschule an zu Hause Lernen lernen, so dass es zur Gewohnheit wird, etwas für die Schule zu tun. Auch wenn die Noten noch so spitzenmäßig sind, scheint es sonst oft in der weiterf. Schule Probleme zu geben, weil die Kids dann ohne ein wenig Eigenarbeit notenmäßig abrutschen - teilweise extrem.

Ich sehe das heute als Erziehungsfehler. Damals hab ich mich gefreut, wie leicht es mein Sohn lerntechnisch hat, heute ärgere ich mich, ihm nicht gezeigt zu haben, wie man seinen Schulalltag organisiert. Zudem empfindet er 1 Stunde Lernen/Hausaufgaben am Tag viel zu viel. "Früher musste ich nie lernen!" drugs Da er jetzt in der 9. Klasse Realschule ist, bin ich nicht so entspannt und sage: Muss er halt selbst merken, was passiert. Er würde den Abschluss wohl schaffen, aber keinen erweiterten, wie er sich das vorstellt. Und ich sehe auch nicht ein, zu Hause alles laissez-faire laufen zu lassen mit der Hoffnung, dass Sohn zur Einsicht kommt.

@jutta: Da hat Napoleon wohl der Eifer gepackt, das ist toll! Unser Sohnemann stellt sich auch vor, Abi zu machen. Auf dem beruflichen Gym hier. Sein Berufswunsch ist seit längerem: Koch. Hä? Und dafür Abi? Natürlich braucht er dafür kein Abitur und er will (derzeit) auch nicht studieren. Aber bei seinem letzten Praktikum hat er mitbekommen, das ein Koch dort mit 35 Jahren sein Abi nachgeholt hat, um eine Weiterbildung zu absolvieren. "Dann kann ich das auch jetzt machen." Außerdem hat er bei der Suche nach einem Praktikumsplatz einige interessante Ausbildungsplätze in der gehobenen Gastronomie (z.B. in großen Banken, am Flughafen) entdeckt, die mindestens einen sehr guten Realschulabschluss oder mehr fordern. Das Ausbildungsgehalt ist dort entsprechend höher (3-fach). Aber sich deshalb jetzt selbstständig mehr anstrengen? Ist ja einfach nur nervig und uncool... aua Da müssen wir wohl durch... rolleys

Übrigens: Ergebnis der Geschichtsarbeit nach Mamas Lerndrängelei (sage und schreibe knapp 1 Stunde *WOW*): Note 1 und großer Jubel beim Sohn. Führt das zur Einsicht, freiwillig jetzt auch für Mathe zu lernen? No way.....
_________________
Grüße
Lia
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Lia mit Sohn (*06/99)
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