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Null Böckchen


 
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 14.11.2013, 10:07
BeitragTitel: Null Böckchen
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Kennt Ihr das? Kind (10) schreibt in den Hauptfächern gute Noten, die aber durch die Nicht-Mitarbeit im Zeugnis um eins gesenkt werden. In den Nebenfächern herrschen gleich unterirdische Verhältnisse, über körperliche Anwesenheit und ewige Schwätzerei geht der Beitrag zum Unterricht nicht hinaus. Jetzt haben wir einen Brief erhalten, dass Kind in Geschichte auf 5 steht.
Daraufhin habe ich Kind verdonnert, für alle drei betroffenen Nebenfächer jeweils nach der Stunde zu protokollieren, was durchgenommen wurde. Beim abgleichenden Anruf beim Freund stellte sich heraus, dass Kind noch nicht mal mitbekommen hatte, dass der Lehrer eine ausführliche Anleitung für den nächsten Versuch an die Tafel geschrieben hatte und dass alle anderen das abgeschrieben haben.

Zu Hause gibt es ähnliche Themen. Zähneputzen findet nur statt, wenn ich daneben stehe. Frage ich nach, werde ich oft angelogen. Zum Vokabellernen mit Phase6 muss ich mich ebenfalls dazusetzen, weil Kind die Vokabeln sonst alle als gekonnt weiterschickt, egal ob das stimmt.

Wenn Kind nach Hause kommt, biegt es bevorzugt gleich in sein Zimmer ab, wo immer wieder diverse Lebensmittel eingelagert werden. Wenn ich Kind dort nicht herauspflücke, bleibt es dort. Bevorzugt mit dem Tablet, da dies aber meistens unter Verschluss ist, ansonsten mit Büchern.

Schule an sich ist doof und möglichst schnell hinter sich zu bringen, allerdings lässt sich außer dem frühen Aufstehen kein Grund in Erfahrung bringen, warum das so ist. Ich habe nicht den Eindruck, dass irgendjemand ihm zusetzt.

Genervt und ratlos
Ylva
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 14.11.2013, 11:50
BeitragTitel:
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Ja, kenne ich. winkie

Ist bei uns allerdings insofern "einfacher", weil Sohnes Desinteresse sich eben nur auf einen (allerdings nicht kleinen) TEIL der Fächer beschränkt (nämlich auf alles, wo nicht Mathe, Logik, Naturwissenschaft draufsteht/drinsteckt) und weil - warum auch immer, wundert mich seit Jahren - dadurch noch nie Versetzungsgefahr bestand.

Nun ist Junior jetzt fast 16 und "managt" Schule inzwischen ganz alleine. Beziehungsweise mogelt sich minimalistisch durch. Mit der klaren Ansage, dass er, falls er mit seiner Schlunzerei die 11. wiederholen muss, dann eben auch "alt" genug für die 11. wäre. Sozusagen "mach mal!". Das entspannt die Situation.

Als er 10 war, wäre dieses Laissez-Faire definitiv nicht möglich gewesen. Da wäre er gnadenlos abgestürzt. Auch, aber nicht nur wegen seiner zusätzlichen sozialen Probleme.

Ylva, letztlich hast Du, so denke ich, exakt zwei Alternativen: Entweder die neunschwänzige Katze rausholen und Dich mit dem Kind hinsetzen und de facto sein schulisches Tun zu steuern und zu überwachen (alle anderen, beliebteren Tätigkeiten finden dann eben erst statt, wenn das Pflichtprogramm ordnungsgemäß absolviert ist) - oder es drauf ankommen zu lassen.
"Mit dem Kind hinsetzen" ist anstrengend, kostet Zeit und Nerven und ist vor allem dann irgendwie ... absurd, wenn man selbst (war bei mir so) oder andere Kinder schulische "Selbstläufer" sind/waren. Aber wenn es denn sein muss ...?


Übrigens stehe ich auch nach diversen Jahrzehnten immer noch recht allein auf weiter Flur mit meiner damaligen Freude an Schule und Unterricht. Frag mal dreißig 10jährige (okay, 10jährige JUNGS!), wie sie Schule finden und sag mir dann, wie oft Du etwas anderes als "doof" gehört hast! Darüber würde ich persönlich mir nicht allzuviele Gedanken machen.
_________________
LG
Ellen
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 14.11.2013, 12:20
BeitragTitel:
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Die neunschwänzige Katze besteht aus einem detaillierten Plan für jeden Wochentag, auf dem ALLES draufsteht, von "Schuhe aufräumen" beim Heimkommen über "abheften/Hausaufgaben/Protokoll" für die einzelnen Fächer des aktuellen Tages bis zum "Ranzen packen" unter Aufzählung jedes einzelnen Faches, das am nächsten Tag dran ist. Plus Bett machen, Dreckwäsche wegräumen und Klavier üben. Diese letzteren Punkte werden nun wesentlich freiwilliger durchgeführt, weil er sich aussuchen kann, in welcher Reihenfolge die Liste abgearbeitet wird. Die Belohnung besteht im Moment im erhabenen Gefühl, die erledigten Dinge dick rot durchstreichen zu können.

Ich war auch faul und minimalistisch, aber ich habe meine Aufgaben meistens, wenn auch in letzter Sekunde und sehr knapp, erledigt. Vor allem hatte ich keine Lust, mich auch noch nachmittags mit Schule zu beschäftigen, also habe ich im Unterricht aufgepasst (wenn ich schon meine Zeit dort verplempern musste), so dass es gereicht hat. Zu dieser Erkenntnis würde ich Kind gerne bringen. Seit gestern führt er eine Strichliste, wie oft er sich meldet und wie oft er drankommt. Vorgabe für Kind ist, mindestens zweimal pro Doppelstunde dranzukommen, zumindest wenn es der Ablauf der Stunde zulässt. In Geschichte mindestens dreimal, da hier der Lehrer Entgegenkommen bis zu den Weihnachtsferien signalisiert hat. Ein bisschen hat das wohl seinen sportlichen Ehrgeiz geweckt, aber es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, wann er es entweder wieder sein lässt oder bei der Strichliste schummelt.

Was mich am meisten nervt ist, dass ich immer wie Zerberus hinter ihm sitzen muss, weil er sich sonst sofort entzieht.

Seufzend
Ylva
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 14.11.2013, 12:41
BeitragTitel:
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Ylva hat folgendes geschrieben:
Was mich am meisten nervt ist, dass ich immer wie Zerberus hinter ihm sitzen muss, weil er sich sonst sofort entzieht.


Tröstet vermutlich nicht wirklich, aber .. a) kenne ich das Gefühl, b) hast Du somit auch mein tiefstes MITgefühl.
_________________
LG
Ellen
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 14.11.2013, 13:15
BeitragTitel:
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Doch, es tröstet! DANKE!

Es kostet nur so sinnfrei viel von der restlichen Familienzeit. Sinnfrei auch deshalb, weil ich ihm ja nichts erklären muss, "nur" dafür sorgen, dass es seine Zettel abheftet, alle Lücken ausfüllt, alle Hausaufgaben macht, seinen Kram zusammensucht. Das dauert Stunden. Wenn ich mich umdrehe, ist er weg.
Die beiden Geschwister schicke ich dauernd weg, mein Job macht sich auch nicht von alleine, Papa findet abends einen total genervte Ehefrau vor, von Abendessen ist nichts zu sehen. Oder der Zerberusdienst geht bis spät abends. Bis Weihnachten bin ich bereit, diesen Wahnsinn durchzuhalten, danach muss Kind ein bisschen mehr eigenständige Mitarbeit zeigen.

Ylva
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 14.11.2013, 14:08
BeitragTitel:
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Naja, frag MICH mal, wie gerne ich etwa meinen Steuerkram (Freiberuflerin) oder Ablage mache und wie vielfältig meine Ausflüchte und Ersatztätigkeiten diesbezüglich sind. Da gewinnt sogar Fensterputzen entschieden an Attraktivität ... winkie

Hilft nix, außer es eben NICHT als "sinnfreie" Zeit, sondern vielmehr als sinnvolle Investition in die (später Selbst-)Disziplin des Kindes anzusehen. Ist Arbeit. DEINE Arbeit.

Ylva, wie gesagt, ich WEISS, wie sehr das nerven kann. Aber ... du hast keinen ADHSler im Haus, oder? Soll ich Dir einen leihen? Was meinste, wie Du Dich DANACH nach der JETZIGEN Belastung sehnst! drugs

Zuweilen überlebt man eben nur mit ebenso sturer wie stoischer (Selbst-)Disziplin, die endlos überwachende, anspornende, einpeitschende Maßnahmen durchzieht, ohne dass man dabei den Verstand oder (allzu oft) die Fassung verliert.
Aber es kommt der Tag, an dem man merkt, dass DOCH etwas eingesickert ist! Das dauert zwar manchmal länger als man meint und definitiv länger als es einem gefällt, aber er kommt! Bestimmt!
(Nur vermutlich nicht vor bzw. bis Weihnachten ...)
_________________
LG
Ellen
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Mubbi



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BeitragVerfasst am: 14.11.2013, 17:50
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Ich hab auch so ein Exemplar, ebenfalls 10... motz

Zu Beginn des Schuljahres hat er mir erklärt, dass ihr Lehrer erklärt hat, sie sollen die Aufgaben alleine in einem separaten Zimmer machen. Das haben wir genau zweimal gemacht, denn außer, dass Junior die ganze Zeit aus dem Fenster geguckt hat, war nix passiert an Hausaufgaben. Oder er hat im Buch mal irgendwo angefangen zu lesen und hat mir hinterher erklärt, auf welches Thema ausm Buch in Naturwissenschaften er sich am meisten freut - aber Aufgaben waren nicht gemacht... Jetzt sitz ich lieber mit im Zimmer und arbeite in der Zeit am Computer. Aber wenn er zu träumen anfängt, kann ich dann wenigstens dazwischenfunken.
Juniors Lieblingsfächer sind Erdkunde, Biologie und sowas. Mathe ist ihm ein Grauen und Deutsch ist eher so lästige Pflicht..

Bei meiner Schulzeit war das auch so, dass ich lieber morgens aufgepasst hab und dafür mittags gleich Freizeit hatte.
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BeitragVerfasst am: 14.11.2013, 21:48
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*schluchz*

Warum wird wissbegierigen und neugierigen Kindern das Lernen durch die Lehrer / Schule einfach so uninteressant gemacht?
Hier findet die Bewertung der Unterrichtsfächer nur nach "Beliebtheit" des Lehrers statt und nicht nach dem Inhalt des Unterrichtsfaches. *heul* ... und 75% unmotiverte Lehrer *heul*... eigentlich kommt nur Religion und teilweise Französisch mit "gut" weg.

@Ylva: Tipps habe ich leider keine, denn unser Kind ist super strukuriert und selbst Vokabeln lernen klappt (fast) ohne zusätzliche Anreize.
_________________
LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
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tamy



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BeitragVerfasst am: 18.11.2013, 09:28
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...seufz...

Kenne ich.Ja.

Nur : Meiner ist 14 und mitten in der Pubertät.
Dazu gesegnet mit einer Mutter, die gerade noch jede Menge anderer Probleme hat und gerade stark am persönlichen Limit kratzt.

Mit 14 kann man langsam verstehen, daß man das nicht für andere macht, oder ?

Schlechte Noten werden scheinbar grundsätzlich selbst unterschrieben traurig

Seltsam, wieviel Energie und Intelligenz so ein Kind an den Tag legt, wenn es um das Umsetzten persönlicher Interessen geht aha
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Biene Maja
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BeitragVerfasst am: 19.11.2013, 14:30
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Ich möchte euch nicht aller eurer Illusionen berauben ... aber manche Kinder brauchen etwas länger bis der uns selbstverständliche Alltag klappt.
Der Große - faul und minimalistisch, hat aber immer genau soviel gemacht, dass es gereicht hat. Bis zur 10. (14 Jahre) hab ich da aber gerade in Sprachen deutlich angeschoben. Danach hat er es absolut allein durchgefaulenzt, hat nichtmal fürs Abi gelernt und hat nen Schnitt von 2,6 ... "Mama, was willst du eigentlich rolleys " . Jetzt ist er 19 und bekommt im Studium schon hin und wieder die Krise, weil er einfach nie gelernt hat, sich auch mal für etwas anstrengen zu müssen. Dieser Zustand dauert dann etwa einen Tag, bis er merkt, die anderen kapieren auch nicht mehr und er ist immer noch mit großem Abstand der, der am wenigsten tut und dennoch oftmals bei den besseren Bewertungen.

Der Kleine (nicht hb ... oder doch?) toppt allerdings die Faulheit des Großen noch um Längen. Hausaufgaben selbstständig erledigen kann er bis heute nicht - er ist fast 16, geht inzwischen in die 10. Klasse Hauptschule (M-Zweig). Im Zweifelsfall hat man keine auf. Selbstständig vorbereiten auf die Stunden am nächsten Tag - Fehlanzeige. Werden Proben angesagt, ist es Glücksache, dass er es sich merkt und es dann entweder zuhause mal erzählt (hatten wir dieses Jahr 1x) oder sogar mal selbstständig ins Heft guckt. Erhaltene Noten erzählt er nichtmal auf Nachfrage - im Zweifelsfall weiß er sie nicht mehr und hat sie natürlich auch nicht aufgeschrieben. Einzige Möglichkeit für mich war und ist direkt beim Lehrer nachzufragen wenn es mich interessiert. Schicke ich ihn mit einem Arbeitsauftrag nach oben kann schon passieren, dass er es im nächsten Stockwerk schon wieder vergessen hat. Auch hat er es in den 6 Jahren, in denen er Englisch lernt noch NIE geschafft, die Vokabeln aus eigenen freien Stücken dann zu lernen, wann sie fällig waren. Ihm geht ALLES - Schule, Zukunft, Familie, ... völlig am Axxx vorbei. Egal, wie man versucht hat dieses Problem zu lösen - es scheiterte weil er nur verständnislos guckte und die ganze Aufregung nicht verstand und versteht.

Besser wurde es erst, als ich ihn ab der 8. Klasse zum einen an 4 von 5 Wochentagen in die offene Ganztagsschule gesteckt habe. Dort wurden die Hausaufgaben in Lerngruppen erledigt und so hatte er die wenigstens meistens. Leider wurde kein Wert darauf gelegt, dass sie sich auf Lernfächer vorbereiten oder Wörter lernen. Das fiel also immer noch durchs Raster. Und das andere war, dass ich mit mir den Frieden geschlossen habe, zwar mein möglichstes getan habe, ihn anzuschieben aber mich nicht habe stressen lassen wenn es schief ging. Mit der Lehrerin habe ich damals vereinbart, dass sie mich anruft, wenn zuviel schief geht und ich mich ansonsten zuhause zurücklehnen kann. Auf Nachfrage habe ich sowieso nie die Wahrheit gehört. All die Jahre war der Wahrheitsgehalt der Auskünfte des Kleinen bei ca. 5 - 10 % aha . Der Rest wurde großzügig ins Reich der Märchen verschoben ... wobei er sich immer wieder lautstark beschwert hat, dass ich ihm nicht glaube. Aber ich lag trotzdem richtig.

Jetzt steht an, dass er sich bewirbt - immerhin ist er im kommenden Sommer mit der Schule fertig. Die Bewerbungen klappen aber auch wieder nur, wenn ich kleinmaschig aufpasse, dass er es auch macht. Die reine Bitte ist völlig sinnlos. Da muss ich dann schon sagen - "mach jetzt bitte das Anschreiben fertig, druck es aus und dann zeigs mir bitte". Bann bestehen Chancen ... CHANCEN!

Das Einzige was mich bei all dem beruhigt ist, dass mir von einer Praktikumstelle erzählt wurde, wie toll er war ... und ich mir die ganze Zeit überlegt habe, ob sie überhaupt von meinem Kind erzählen. - Er war es wirklich, kaum zu glauben.

So, Unmengen geschrieben - für mich waren es im Rückblick folgende Punkte, die mich aufrecht gehalten haben:
* Lehrer bitten, es mit den Kids selbst motz zu vereinbaren, was gemacht werden muss - die Eltern sind nicht für die Vollständigkeit der Hausis zuständig
* Selbst nur soviel schieben, erinnern, antreiben, wie man gutwillig schafft.
* Sich nicht selbst die Verantworung bzw. Schuld geben wenn etwas schief geht. Es ist nicht unser Leben, das vielleicht einen Umweg nimmt.
* Sich Verbündete suchen devil (Mentoren, Ganztagsangebote, Lerngruppen,...) und Lernverantwortung abgeben. Das hat bei uns unheimlich entstresst und das Familienleben einfacher gemacht.

Nicht den Kopf hängen lassen und auch nicht den Mut verlieren -

ganz liebe Grüße
Conny winkie
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Biene Maja
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Ylva




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BeitragVerfasst am: 19.11.2013, 15:23
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Tja, die Frage, wieviel ich mich wie lange kümmern soll, muss oder möchte, beschäftigt mich auch. Meiner Erinnerung nach hat sich meine Mutter in der Grundschule um die Hausaufgaben gekümmert (dh ich habe sie in ihrere Anwesenheit am Esstisch in der Küche gemacht). Am Gymnasium hat sie die ersten drei Jahre geschaut, dass ich in Englisch und dann in Französisch in die Pötte kam. Das war's. Für Fleiss habe ich auch nie Einser kassiert, aber die Mitarbeits-Fünf kam bei mir als Warnschuss erst in der 11. Klasse, wo sie dann auch das Beabsichtigte bewirkte.

Eigentlich habe ich überhaupt keine Lust auf ein Helikopter-Mami-Dasein. Ich hoffe, dass ich ihn jetzt irgendwie auf die richtige Spur setzen kann, damit ich ihm in drei Jahren nicht mehr sagen muss, was er zu tun hat.

Mit der Lügerei komme ich gar nicht zurecht. Dabei geht es oft noch nicht mal um Elementares, sondern um Bequemlichkeiten: frische Unterhose anziehen, Zähne putzen, Schulranzen packen etc - ja klar, ist alles erledigt, sicher, in echt, jedes einzelne wirklich wahr - stimmt nur leider nicht. Was macht man da?

Ylva
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Biene Maja
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BeitragVerfasst am: 19.11.2013, 16:10
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Ylva hat folgendes geschrieben:
Mit der Lügerei komme ich gar nicht zurecht. Dabei geht es oft noch nicht mal um Elementares, sondern um Bequemlichkeiten: frische Unterhose anziehen, Zähne putzen, Schulranzen packen etc - ja klar, ist alles erledigt, sicher, in echt, jedes einzelne wirklich wahr - stimmt nur leider nicht. Was macht man da?


Dieses Problem hatte und habe ich ja hier auch. Ich habe angefangen, bei den Dingen, die mir wichtig waren (z.B. Zähne putzen) habe ich nicht mehr gefragt ob oder ob nicht sondern ich hab mir die Zähne zeigen lassen, habe den Atem geschnuppert (hmmm lecker nein ) und ihn dann geschickt. Bei sowas wie Tasche packen hatte er den längeren Atem - er macht es seit einiger Zeit wann er möchte und hat hoffentlich alles dabei. Wenn nicht hat er Pech und es ist einfach sein Problem. Und so habe ich den ganzen Tag mal entrümpelt nach "ist mir wichtig" und "ist eigenlich egal". Bei manchen Themen hab ich schon mal versucht, ihm die Folgen zu erklären (Mitschüler lachen vielleicht oder hänseln) und gehofft, dass er das nicht möchte und vielleicht sein Verhalten ändert. Wenn nicht - sein Problem.
Und dann gibts ja immer so Themen, die sind eigentlich völlig unwichtig, da gehts mehr um Informationen und man merkt ziemlich schnell, die Antwort, die gegeben wurde sollte einem hauptsächlich gefallen. Der Wahrheitsgehalt ist sehr gering - da habe ich ihn dann direkt angesprochen drauf z.B. "das war jetzt die Version für die Oma und wie war es wirklich" oder "die Version verschieb ich mal ins Reich der Märchen, hast du noch ne andere" "du hattest schon bessere Geschichten" "können wir uns darauf einigen, dass wenigstens ein mal die Woche eine wahre Geschichte kommt" ... seitdem ich es schaffe, einfach gelassener zu bleiben und mich nicht selbst total aufzuregen gehts mir einfach besser. - Der Wahrheitsgehalt ist etwas gestiegen, aber das ist glaub ich einfach die normale Entwicklung. Meiner ist ja auch schon fast 16 und genießt immer mehr Freiheiten.

Liebe Grüße
Conny winkie
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Biene Maja
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Mubbi



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BeitragVerfasst am: 19.11.2013, 17:24
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oh weh, da kommt ja noch was auf mich zu... Die Hausaufgabenbetreuung nutzt bei uns nix, da kommt er halt um 4 Uhr heim und hat erst die Hälfte. Anstatt zu Hause weiterzumachen, flätz er sich dann aufs Sofa und guckt Glotze, bis ich dann von der Arbeit komm und den Anfall kriege... motz
Später jammert er aber, wenn er um 7 Uhr noch nicht fertig ist.. nein
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Ylva




Anmeldungsdatum: 18.08.2010
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 19.11.2013, 19:15
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Gibt's am Fernseher nicht eine Kindersperre? Oder das Ding geht gleich in den Keller, bis Besserung eintritt? Vielleicht kannst Du auch ein essentielles Kabel mit zur Arbeit nehmen?

Hausaufgabenbetreuung nützt hier auch nix, es schiebt das Problem nur nach hinten hinaus.

Deine Anfälle hätte ich auch!!!
Ylva
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ripley



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BeitragVerfasst am: 19.11.2013, 20:32
BeitragTitel:
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Mubbi, diesen Quatsch mit der "Betreuenden Ganztages(grund)schule" habe ich seinerzeit viel zu lange mitgemacht. Kind kam um 16:30 Uhr heim und die Hausaufgaben waren bestenfalls zum Teil gemacht. (Durchaus satt zu spät) hab ich die Bremse gezogen und mich fürderhin selbst darum gekümmert. Gut, konnte ich auch, da ich von zu Hause aus arbeite. Wenn Du es AUCH kannst, überleg Dir vielleicht, ob es nicht besser fürs Kind und fürs Familienleben ist, das Kind mittags heimzuholen und die HAs selbst zu überwachen. Spart u.U. viel Kummer.

Und, ja, das/die Kabel von Monitoren jeglicher Art einzuziehen IST effektiv ...
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LG
Ellen
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