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Mangelndes Selbstvertrauen


 
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 31.12.2013, 09:40
BeitragTitel: Mangelndes Selbstvertrauen
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Unsere Kleine (sie wird in zwei Wochen 11) war noch nie ein Ausbund von Selbstsicherheit. Sie war schon immer scheu, zurückhaltend, braucht ihre Zeit, um sich zu trauen etwas von sich zu geben, usw.
Ich hatte an sich den Eindruck, dass es sich in letzter Zeit etwas gebessert hat, vor allem auch seit sie in eine Theatergruppe geht, wo sie viel Spaß hat.
Da kam gestern im Cellounterricht eine Bemerkung von ihr, sie fühle sich SOO klein und sie zeigte eine Grüße von etwa 2x3 cm vom Boden. Der Cellolehrer total überrascht - man muss vielleicht dazusagen: sie ist die Größste in der Klasse und auch körperlich sehr entwickelt - dazu hätte sie doch überhaupt keinen Grund, wie gut sie vorwärts kommt, und überhaupt usw. Einen Moment war er nicht sicher, ob sie Witze macht, aber sie meinte es offensichtlich ernst.
Seither geht es mir durch den Kopf, und ich weiß nicht so recht, was ich machen soll. Wie kann ich ihr helfen, sich nicht so zu fühlen? Wie sie stärken?

Nachdenkliche Grüße
Bachstelze
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Bachstelze
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 31.12.2013, 15:09
BeitragTitel:
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Zitat:
sie ist die Größste in der Klasse und auch körperlich sehr entwickelt -

Ich denke, dass genau das Teil des Problems sein könnte.

Weiß nicht mehr wo (Quelle erschien mir aber seriös), aber vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass bei MÄDCHEN die früh sichtbar Pubertierenden eben unter dieser Entwicklung/Veränderung ihres Körpers teils (emotional und sozial) ziemlich litten und damit oft herzlich wenig umgehen können. Bei JUNGEN hingegen sei das frühe Einsetzen der körperlichen Pubertät eher gut fürs Ego und erhöhe auch den sozialen Status in der Peer-Group.

Versuch mal hinzuhören, ob da zumindest EIN Grund liegt. Ändern kann man daran natürlich nichts, wäre ja auch Unfug. Aber ggf. hilft so ein Gespräch unter (werdenden) Frauen ein bisschen, das Geschehen einzuordnen?
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LG
Ellen
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 31.12.2013, 16:20
BeitragTitel:
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Hab ich versucht, aber sie ist ziemlich zugeknoepft, mag nicht drueber reden.
Objektiv weiss sie Bescheid, aber die emotionale Seite ist doch ganz was anderes surprise
Von ihr aus haette sie mir selbst ihre erste Periode verheimlicht.
Die Frage was mach ich damit? Aufdraengen ist auch nicht so mein Ding...
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Bachstelze
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ripley



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BeitragVerfasst am: 31.12.2013, 16:42
BeitragTitel:
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Nö, sich aufdrängende Eltern sind glaube ich auch das Letzte, was pubertierende Kids brauchen.

Hmpf, ich hab ja nun einen Kerl hier, der via Pubertät eher SICHERER in sich und seiner Persönlichkeit wurde. Aber auch der hatte natürlich Unsicherheiten und Fragen, die er nicht immer den Eltern vorlegen wollte. Oder sie eben nach theoretischer Vorinformation nur noch mal an der elterlichen Realität "verifizieren" wollte. (Aus eigener Erinnerung: Mit so mancher Frage zur Pubertät kommt man sich als Nicht-mehr-so-ganz-Kind wirklich SAUblöde vor)

Ich habe, als Junior das Pubertieren anfing, Bücher zur Pubertät gekauft und - nach eigenem Lesen - in einem meiner (!) Regale als "freigegeben" deklariert. Mir war eben wichtig, dass ich ihm das "peinliche" Zeugs ebenso wenig hinterhertrage bzw. aufdränge wie meine persönliche Auskunftsfreudigkeit, aber dass er wusste, er kann fragen oder nachschlagen, wann immer ihm danach ist.
Das waren übrigens Bücher für junge Jugendliche, ältere Jugendliche und für Erwachsene. Und er hat problemlos und klar gefiltert nach "das ist mir noch zu ... unheimlich" bzw. "damit kann ich JETZT was anfangen".

Was ich wohl grundsätzlich empfehlen kann ist: http://www.amazon.de/Geo-Wissen-Pubert%C3%A4t-Suche-neuen/dp/3570197883/ref=sr_1_8?s=books&ie=UTF8&qid=1388500214&sr=1-8&keywords=pubert%C3%A4t

Ansonsten einfach mal in einem gut sortierten Buchladen bzw. in der Bücherei stöbern? Oder ältere Jugendliche nach "guter", sprich "damals" für sie hilfreicher Lektüre befragen?
_________________
LG
Ellen
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Bachstelze




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Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 08.01.2014, 08:45
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Gehören dauernde 180°-Wendungen auch in das Gebiet? Im Moment macht mich das liebe Mädchen verrückt:
Samstag Abend große Szene - sie kann nicht jeden Tag Cello üben! Und überhaupt verlangen wir von ihr viel zu viel! Niemand in ihrer Klasse muss... und wenn das die Anforderungen von ihrem Lehrer sind, will sie zu einem weniger anspruchsvollen Lehrer wechseln.
Nach mehreren Gesprächsversuchen kommen wir langsam auf den Punkt: Sie ist sehr oft müde, es fehlt an Energie, sie schläft schlecht, weil ihr Bruder, dem sie im selben Zimmer schläft, sie oft stört. Ausgemacht, dass wir nochmal mit dem Kinderarzt sprechen, außerdem hat ihre KL Bachblüten empfohlen - und als sofortige Maßnahme schläft sie jetzt mal ein paar Nächte alleine (das ist möglich, weil Göga diese Woche nicht da ist) und geht früh schlafen (8 Uhr, und sie schläft tatsächlich!). Außerdem Thema mit Cellolehrer ansprechen.
Montag ist Cellostunde. Sie will, dass ich nichts anspreche - auf keinen Fall Lehrerwechsel. So erwähne ich nur, dass es mit dem Üben nicht so gut ging diese Woche, weil sie sehr müde war - kein Problem mit dem Lehrer.
Gestern: Mama, ich hab Lust auf einen Wettbewerb! Hallo!!! surprise Gerade noch "kann nicht üben, lasst mich alle in Ruhe" und dann Wettbewerb?? Wo bleibt denn da die Logik?

Kopfschüttelnde Grüße
Bachstelze
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Bachstelze
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ripley



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Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 08.01.2014, 09:18
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"Logik" und "(Früh-)Pubertät" sind nach meiner Erfahrung (und nicht nur nach meiner) zwei Konzepte, die einander weitgehend ausschließen. devil

Bachstelze, nicht zuletzt getriggert durch diesen Faden habe ich, deren Sohn ja (fast) mit dem Schlimmsten durch ist, letzthin mal wieder in der "pubertätsrelevanten Literatur" gestöbert. Und bin hierauf gestoßen: http://www.amazon.de/Pubert%C3%A4ter-Kinder-schwierig-Eltern-unertr%C3%A4glich/dp/3492272304/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1389164942&sr=1-1&keywords=pubert%C3%A4ter

Nein, kein "Sachbuch" mit bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Kein "Aufklärungsbuch" für die hilf- und orientierungslosen Kids. Aber geballte, pure, gelebte Realität in Familien mit Puberteln.
Ich hab soooo gelacht. Und es ist sooo beruhigend, dass die ALLE (oder zumindest viele) so sind. Und genau deshalb ist es das Buch Balsam für die verzweifelnde Elternseele.

Schüttle weiter den Kopf! Aber vergiss dabei das Lächeln nicht! Immer dran denken, also für die nächsten 4 - 8 Jahre: "Verstand ist derzeit wegen Umbauarbeiten geschlossen." winkie
_________________
LG
Ellen
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Bachstelze




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Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 08.01.2014, 09:46
BeitragTitel:
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Das Buch hab ich mir nach deinem letzten Posting bereits bestellt holla

Mein Problem ist ja unter anderem, dass ich versuche, sie und ihre Probleme ernst zu nehmen, aber das fällt mir etwas schwer, wenn sich die Welt dauernd dreht und auf den Kopf stellt.
Meine Schlussfolgerung für die nächste Zukunft ist deshalb erst mal: nichts wird so heiß gegessen wie's gekocht wird - deshalb erst mal tief Luft holen und abkühlen lassen, aber dann krieg ich bestimmt vorgeworfen, dass ich sie nicht ernst nehme.

Irgendwie war es mit den anderen einfacher tocktock
Also auch bei fünfen ist jedes Kind anders...
Liebe Grüße
Bachstelze
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Bachstelze
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 08.01.2014, 12:12
BeitragTitel:
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Bachstelze, ich kann nur meinen Hut ziehen vor Deiner Erfahrung - und Deinem Überlebenswillen devil

Ich hab ja hier nur den EINEN Tee-Nager. Und finde den eigentlich hinreichend ... komplex für mich einfaches Mütterlein. Aber nach und nach lerne auch ich die Quadratur des Kreises nicht nur für vorstellbar zu halten, sondern sie sogar zu leben.
Und die BRAUCHT es, um hiermit zurechtzukommen:
Zitat:
Mein Problem ist ja unter anderem, dass ich versuche, sie und ihre Probleme ernst zu nehmen, aber das fällt mir etwas schwer, wenn sich die Welt dauernd dreht und auf den Kopf stellt.


SELBST stehenzubleiben, damit jederzeit auffindbar und (be-)greifbar zu sein und dennoch imstande, die "lieben Kleinen" bei ihren erratischen Ausflügen in weit entferntes (Neu-)Land zu begleiten und ab und zu aufzufangen, wenn sie auf die Nase fallen, jupp, das ist hohe Kunst.

Ich versuche das manchmal (manchmal sogar mit Erfolg), indem ich einerseits meine eigene Jugend rauskrame und somit auch Juniors derzeitige Perspektive einnehme (Verständnis signalisiere), andererseits aber auch klar sage, dass und warum ich als Erwachsener die Dinge soundso sehe und darum darauf bestehe, dass ... xyz

Junior etwa hätte auch gerne einen Traumbody (welcher männliche Teenager nicht?) und er ärgert sich, wenn es im Sportunterricht keine so dollen Noten gibt oder wenn er im Karate ob seiner Schludrigkeit gerügt wird. Auf der anderen Seite ist das von mir eingeforderte zwei- bis dreimal die Woche ins Training gehen natürlich eine VÖL-LIG unzumutbare Belastung für das arme Kind, das doch schon die Schule besucht und dann stundenlang am PC gedaddelt hat winkie
NATÜRLICH weiß ich (und Junior weiß, dass ICH es weiß), dass man als Jugendlicher Erfolgserlebnisse aller Art bitte gerne sofort und völlig anstrengungsfrei serviert bekommen möchte. Ich bin ja schließlich auch nicht erst mit Mitte 30 auf die Welt gekommen. Ich weiß aber auch, so als (halbwegs) Erwachsene von mittlerweile bald 50, dass das so nicht funktioniert. Also wird der "Kleine" (der Lulatsch) mit einem ironisch-verständnisvollen "Ja, ich weiß, Mamas sind nur dazu da, nervtötend zu sein und überzogene Forderungen zu stellen!" in den Karate-Anzug beordert und ins Training gefahren.

Und weißt Du was? Auch wenn das arme Kind unter "Zwang" dazu verdonnert wurde - HINTERHER ist er dann fast immer entspannt und zufrieden.
_________________
LG
Ellen
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