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Mittleres KiGa-Kind WILL unbedingt in die Schule


 
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 23.01.2014, 21:15
BeitragTitel:
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Muschel hat folgendes geschrieben:

Womit ich nicht zurecht komme ist:
- die vorhandene Gewalt die im KiGa da ist und der Ansicht meiner Kolleginnen, dass das noch normal sei.

Das ist definitiv NICHT normal.

Muschel hat folgendes geschrieben:

Ich kenne nur diesen KiGa hinter den Kulissen...ist es anderswo wirklich soviel anders, oder reden Erzieher nur nicht darüber und Eltern bekommen es nicht mit...

Ja, es geht völlig anders. Bei uns im Kiga kriegen auch Eltern viel mit, weil sie eng eingebunden werden - als zusätzliche Begleitpersonen bei Ausflügen etwa oder als AG-Leiter. Das setzt natürlich die Zeit und das Interesse der Eltern voraus. Da ich nach Dienstplan arbeite und deshalb z.B. auch öfters mal Vormittagsfreizeit habe, habe ich schon viele Aktionen und Aktivitäten unseres Kigas begleitet.

Muschel hat folgendes geschrieben:

(Ich kenne einige Krippenerzieherinnen, die ihr Kind selbst nicht in die Krippe geben würden mit der Begründung: weil ich weiß, wie es da läuft!)

In der Einrichtung meines Sohnes sind etliche Kinder von Erzieherinnen, sowohl im Krippen-, als auch im Kiga-Bereich. Ich denke, das spricht für sich.

Muschel hat folgendes geschrieben:

Unser KiGa-Ablauf: Es gibt: morgens Freispiel, einen Morgenkreis (30 Minuten), Frühstück, Freispiel drinnen, dann spielen draußen, Mittag, Schlafen (was meiner seit er 1,5 Jahre ist nicht mehr macht), Freispiel drinnen, Snackzeit, dann gehts wieder in den Garten ab 15 Uhr bei jedem Wetter bis Ende.
WIE IST DAS BEI EUCH?

Unser Kiga hat von 6 bis 18 Uhr geöffnet. Zwischen 6 und 8 ist EINE Gruppe offen, in der ALLE Kinder, vom Einjährigen bis zum Vorschulkind, "gesammelt" werden. In dieser Zeit ist einerseits Freispiel unter Beachtung der für die GESAMTE Einrichtung geltenden Regeln (es wird nicht geschlagen, gebissen, getreten, an den Haaren gezogen etc., was ein Kind gebastelt/gebaut hat, wird nicht mutwillig zerstört, es wird Rücksicht auf Jüngere/Schwächere genommen), andererseits wird ein kindgerechtes Frühstücksbüffet angeboten.

Ab 8 sind dann alle Themenräume geöffnet. Es gibt z.B. ein Bauzimmer, ein Kreativ- und Bastelzimmer, ein Experimentierzimmer, ein Musik- und Theaterzimmer, ein Bücherzimmer. Dort gibt es einen Wechsel von Freispiel und angeleiteten Aktivitäten - Kinder bekommen im Bücherzimmer z.B. vorgelsen, es stört aber auch niemanden, wenn ein fittes Kind selbst ein Buch liest.

Es herrscht ein offenes Konzept; jedes Kind kann völlig unabhängig vom Alter das Zimmer wählen, welche Aktivität ihm gerade am besten gefällt. In jedem Zimmer gibt es feste Regeln, auf deren Einhaltung geachtet wird (z.B. muß jedes Kind beim Betreten der Erzieherin sagen, wo es herkommt und beim Verlassen ebenso wo es hingeht).

8.30 bis 9.00 Uhr ist Obstpause. Während der Obstpause wird z.B. über das letzte Wochenende erzählt oder Aktivitäten in der Zukunft besprochen, ganz zwanglos, oft im Kreis auf dem Boden sitzend.

Danach ist bis mittags Aufenthalt im Freien oder Ausflüge. Entweder Spiel im Kiga-Garten (ebenfalls frei oder angeleitet: wer baut die höchste Sandburg?, wer wirft den Ball am weitesten?), oder Museumspädagogik, oder Zoobesuch, oder Theater-/Zirkusbesuch, oder Fahrt mit der Schmalspurbahn, oder Fahrt auf dem Schiff, oder Feuerwehrbesuch, oder Bibliotheksbesuch, oder im Rahmen des Projektes "Berufe" bspw. der Besuch verschiedenster Einrichtungen zum aktiven Kennenlernen verschiedener Berufsbilder (von Baustelle über Restaurant bis Krankenhaus --> gern auch da, wo die Eltern arbeiten), oder, oder, oder, ...

Dabei werden auch verschiedene Medien eines Themas miteinander verknüpft: Man behandelt z.B. Ritter, besucht dabei die Rüstkammer und das Mittelalterdorf, leiht sich einen Film oder die kindgerechte Aufbereitung von Artus' Tafelrunde in der Bibo aus, baut eine Ritterburg aus Kartons, verkleidet sich entsprechend, kämpft mit selbst gebauten Pappschwertern...

Danach ist Mittagessen und Mittagsruhe (geschlafen werden muß nicht, aber hingelegt und sich mindestens ein halbes Stündchen ausgeruht, leise Selbstbeschäftigung ist dabei möglich). Dabei folgt das Hinlegen bestimmen Ritualen - es wird z.B. vorher vorgelesen oder gemeinsam gesungen oder ein Musikstück gespielt.

Nach der Mittagspause wird gevespert.

Nachmittags finden die AG's statt. Jedes Kind kann sich UNABHÄNGIG von seinem Alter eine oder mehrere AG's selbst aussuchen, sollte dann aber, wenn einmal gewählt, ein gesamtes Halbjahr dabei bleiben. Eine AG dauert eine Stunde; wenn ein Kind z.B. zwei AG's an einem Tag gewählt hat, dann ist an diesem Tag der Nachmittag halt vollständig damit ausgefüllt. Danach bzw. dazwischen ist wieder Freispiel, wobei wieder zwischen den einzelnen Zimmern und dem Garten gewählt werden kann. Es wird sehr darauf geachtet, daß jedes Kind mindestens einmal am Tag draußen ist.

Solche AG's wären z.B. "Holzbau" (da werden z.B. Nistkästen oder Futterhäuschen gebaut), "Schach", "Theater und Pantomime" (Erlernen, Proben und Auftritte), "Musik und Tanz" (Erlernen, Proben und Auftritte), "Garten und Natur" (Anbau von eigenem Obst und Gemüse, das in der Kiga-Küche mit verwendet wird, Hilfe bei der Pflege des Freigeländes wie z.B. Wege kehren oder Laub harken, Sachkunde), "Kochen und Backen" (von Suppen, Plätzchen etc., die ebenfalls in der Kiga-Küche Verwendung finden --> z.B. gibt es zum Vesper selbst gebackenen Kuchen), "Sport und Bewegung", "Selbstbehauptung/-verteidigung" - ich habe jetzt mindestens die Hälfte vergessen, ca. 12 verschiedene Angebote gibt es da.

In der Spätgruppe zwischen 17 und 18 Uhr werden wiederum alle noch verbleibenden Kinder in EINER Gruppe zusammengefaßt, in der es genau so läuft wie morgens.

Die Vorschulkinder machen noch einges mehr - die haben täglich einen oder zwei feste Termine. Wenn das Kind an diesem Tag im Kiga ist, ist seine Teilnahme daran Pflicht. Mein Sohn hatte z.B. von September bis Weihnachten montags und freitags Schwimmkurs (Abschluß mit Seepferdchen), seit Januar montags Bauclub (Schwerpunkt Architektur, Besuch markanter Gebäude in unserer Stadt, Nachbau dieser aus Bausteinen oder Pappe oder Styropor...) und freitags Sport. Dienstags ist Musikalische Früherziehung (die er begeistert mitmacht, obwohl er mit seinen zwei Jahren Instrumentalunterricht dem Niveau weit voraus ist), mittwochs Verkehrserziehung (Schulwegtraining zu Fuß und mit Fahrrad, Abschluß "Fahrradführerschein"), donnerstags Vorschulclub (Buchstabenland, Zahlenland, Umgang mit der Federmappe, Stift, Schere; erstes Lesen, Schreiben, Rechnen; Schulbesuche und Hospitationen einzelner Unterrichtsstunden).

Muschel hat folgendes geschrieben:
Also bei den Kindergärten hier ist es sogar Pflicht bei der Anmeldung mit Kind zu kommen. Das heißt ich kann ihn gar nicht Außen vor lassen! (Nur einem KiGa war es egal.)

Die Anmeldung selbst kann man bei uns ohne Kind machen. Viele Einrichtungen möchten sich dann aber bei einem weiteren Termin ein Bild von dem Kind machen.
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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Muschel



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Anmeldungsdatum: 15.01.2014
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 23.01.2014, 21:31
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😳 uff!
Was ist denn das für ein KiGa? Wow.
Zahlt ihr noch normale Beiträge?!
Danke für deine ausführliche Beschreibung!
Vielen Dank!

--- ich glaub ich muss es nochmal lesen
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 23.01.2014, 21:52
BeitragTitel:
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Das ist ein ganz normaler kommunaler/städtischer Kindergarten, für den ich den ganz normalen Elternbeitragssatz zahle. Nix Privates, nix mit Sonderkonzept, nix mit spezieller Hb-Förderung oder so...
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LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
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Beiträge: 763
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BeitragVerfasst am: 23.01.2014, 22:18
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Unser Kind war ja auch in einem Traumkindergarten...in Sachsen scheint es davon mehrere zu geben winkie .
An den genauen Tagesablaug erinner ich mich nicht mehr, aber alles war projektgebundenes "Lernen". Es wurden immer Themen aufgegriffen, welche von den Kindern ausgingen. In der GS wurde unser Kind mal gefragt, warum sie bei einer Wiesenexkursion so unaufmerksam sei, da hat sie gemeint dies sei alles "Kindergartenkram". Tatsächlich ist ihr Wissen selbst in Biologie 5.Klasse Gym. noch aus den Kindergartenzeiten...
Es gibt tolle Kindergärten vielleicht nicht direkt um die Ecke und meist (leider) auch sehr begehrt.... (Wir hatten Glück 2 Minuten Fußweg, Anmeldung kein Problem und mein Chef hats bezahlt ;) ...er wollte, dass ich mehr arbeite)

Ich erinner mich an eine Geschichte, als ein 3,5 jähriger Junge neu in den Kiga kam...brutal, Worte bei denen ich rot werde usw. Der Junge (hochbegabt oder mehr?) war in dem vorigen Kiga abgeschoben worden...zu den Vorschulkindern / Hortkindern. Die Erzieher waren "machtlos", die Eltern verzweifelt... der Junge hat sich innerhalb kürzester Zeit wunderbar in die Gruppe integriert, gelegentliche "Aussetzer" wurden im Kreis besprochen. Es war eine Freude die Entwicklung des Jungen zu beobachten. So etwas ERWARTE ich von einem Kindergarten für hb-Kinder, dass auf die Besonderheiten von hb-Kindern eingegangen wird.
_________________
LG Anja

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda
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