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katdo
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.02.2014 Beiträge: 10 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 08.02.2014, 20:55
Titel: Erfahrungenmit CFT-Test? |
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Hallo!
Wir haben einen 5 1/2 Jährigen Jungen, der derzeit die Vorschule in einer Grundschule besucht. Schon früh haben wir festgestellt, dass er seinen Alterskameraden "voraus" ist. Auch im Kindergarten hat er mit 4 Jahren ganz locker "nebenbei" die Blätter der Kinder aus der Vorschulgruppe gemacht. Alles korrekt und ohne Hilfe!
Wir haben ihn dann bei einem Kinderpsychologen testen lassen (u.a. wegen Verhaltsauffälligkeiten), da wir Angst hatten, man würde ihm ADHS o.ä. "andichten". Ende vom Lied war, dass er nichts dergleichen hat, sondern laut Bericht "ein hohes kognitives Potenzial" hat.
Da er mittlerweile Plus und Minusrechnen bis 20 im Kopf kann und auch schon das kleine 1x1 anfängt, sich selbst beizubringen ("6 + 6, also 2x6 ist 12!") und auch im Lesen und schreiben schon weit voraus ist, kommt seine Lehrerin an ihre Grenzen.
Nach einigem Hin und Her und "Gut zureden" unsererseits, fördern sie den Jungen in der Schule, alsdass sie ihn in die 1. Klasse lassen einmal die Woche zum Deutschunterricht und er bekommt in Mathe mittlerweile Rechenaufgaben im 1000 Bereich! Und er versteht es!!
Doch auch jetzt sind die Grenzen erreicht, da sie nicht mehr wissen, wie bzw wo sie ihn weiter fördern sollen. Nun kam von der Schule der Vorschlag, dass sie einen CFT-Test mit ihm machen wollen. Dem habe ich zugestimmt, denn es kann ja nur gut sein für ihn. Denke ich.
Jetzt zu meiner Frage. Wer hat Erfahrungen mit so einem Test in dem Alter? Was hat das für Konsequenzen für das Kind und seine schulische Laufbahn?
Ich muss dazu sagen, dass J. in seiner Schule bekannt ist bei den Lehrern, da sich alle sehr bemühen um ihn. Es ist eine kleine Grundschule, wo dies halt auch möglich ist, sich individuell auf "solche" Kinder einzustellen. Und auch Forergruppen gibt es, in denen begabte Kinder gefördert werden. Das hab ich schon rausbekommen.
Doch was bedeutet dieser Test? Wie ist er einzuschätzen? Und wie gesagt, welche Konsequenzen hat er?
Danke schön!
LG,
Katdo _________________ J., *09.07.2008 - B., *20.09.2009 |
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NinaHH Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 24.01.2007 Beiträge: 1033 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 09.02.2014, 00:56
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Hallo KatDo,
das Testergebnis ist grundsätzlich erst einmal unabhängig von der schulischen Förderung, es gibt keine vorgezeichneten Wege/Laufbahnen bei bestimmten Testergebnissen.
Das Ergebnis kann helfen einzuschätzen, in welchen Bereichen die Begabungen deines Sohnes liegen und wie stark die Begabung ausgeprägt ist - anhand dieser Daten kann dann gemeinsam überlegt werden, welcher Weg für das Kind am besten ist.
Da die Anmelderunde an den Grundschulen in HH schon vorbei ist, kann es ja nicht mehr um eine andere Schule gehen (z.B. Brecht-Schule), sondern um Maßnahmen an der Grundschule, an der er jetzt ist und dann (so vermute ich) auch weiter beschult werden soll. Er könnte z.B. jetzt innerhalb des Schuljahres in die erste Klasse wechseln oder im Sommer dann gleich in die zweite Klasse eingeschult werden. Wichtig zu wissen ist aber, dass Klassenwiederholungen in HH nicht mehr vorgesehen sind, also ein "Rücksprung" geht dann nicht (natürlich geht aber eine Testphase).
Bei den Überlegungen sollte natürlich nicht nur die Begabung, sondern auch seine soziale Integration eine wichtige Rolle spielen.
Sprich doch mal mit der Schule, was sie sich von dem Test erhoffen.
Viele Grüße von Nina |
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ripley
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2010 Beiträge: 912 Wohnort: RLP
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Verfasst am: 09.02.2014, 08:29
Titel: |
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| Nun kam von der Schule der Vorschlag, dass sie einen CFT-Test mit ihm machen wollen. Dem habe ich zugestimmt, denn es kann ja nur gut sein für ihn. Denke ich. |
Mal vorsichtig nachgefragt: Schule, also eine LEHRKRAFT will diesen Test durchführen?
Ganz ehrlich? Damit würde ich mich definitiv nicht wohlfühlen. Wir reden hier von einem Test, dessen Ergebnis den Sohn ggf. qua Schulakte mindestens durch die Grundschule begleiten wird. Und da würde ich mir doch auserbitten, dass der Test von einem erfahrenen Entwicklungsdiagnostiker durchgeführt wird und nicht von irgendwelchen Laien, die sich mal eben einen Testsatz besorgen.
Oder lässt Du Dich drauf ein, z.B. eine betriebliche Einstellungsuntersuchung von der Marktfrau machen zu lassen? Die kann auch lernen ein Stethoskop zu halten... _________________ LG
Ellen |
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katdo
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.02.2014 Beiträge: 10 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 09.02.2014, 19:48
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@ripley: Nein, um Gottes Willen! Der Test wird von einer erfahrenen Psychologin in der Schule durchgeführt! Das hätte ich sagen sollen...
@Nina: Du hast recht, dass die Anmeldefristen jetzt durch sind. Ja, wir hatten anfänglich mit dem gedanken gespielt, ihn in eine andere schule zu geben. Aber ich hab dann nochmal intensiv nachgefragt und ein Gespräch mit dem Schulleiter diesbezüglich gehabt. Denn eigentlich möchte ich ungern die Schule wechseln, da 1. J. sich sehr gut eingewöhnt und Freunde hat und 2. die Schule auf der anderen Straßenseite von uns liegt! Ich bzw das Kind nicht noch einen "gesonderten" Schulweg hätten. Versteht mich nicht falsch, wäre es nötig, ihn woanders beschulen zu lassen, würden wir es tun, aber da ich auch zu den arbeitenden Müttern gehöre, würde ich mir ehrlich gesagt gerne solch einen Umstand ersparen. Die Schule hat wie gesagt gesonderte Lerngruppen für begabte Kinder, in die er dann ggf reinrutschen würde.
Und ja, hier spielt für uns eher eine Rolle, welche weiterführende Schule evtl in Frage käme. Ist vielleicht noch sehr früh, aber besser zu früh als zu spät!
Und wie du auch schon sagtest, spielt die soziale Integration durchaus eine Rolle. Ich bin sehr froh, dass er sich endlich eingefunden hat in die Klasse, Freundschaften entwickelt hat und sich sozial sehr gut entwickelt! Daher wollen wir ihn ungern da rausreißen.
Ein Überspringen der 1. Klasse glaub ich ist hier nicht sooo sinnvoll. Denn reifetechnisch ist er "altersentsprechend" und würde bei den "großen" nicht mithalten können.
OK, letztlich werd ich abwarten, was der Test ergibt und parallel mal erfragen, was die Schule sich erhofft...aber ich denke auch, dass es hierbei um die gezielte Förderung seiner Stärken geht.
LG,
Katdo _________________ J., *09.07.2008 - B., *20.09.2009 |
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Online Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.07.2008 Beiträge: 763 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 09.02.2014, 21:38
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Unser Kind wurde kurz vor Schuleintritt getestet. Es gab keinen wirklichen Anlass, keine Probleme oder ähnliches, uns wurde aber eben - ähnlich euch - zum Test geraten.
Ich habe über ein Jahr lang gebraucht, mein Kind nicht auf die IQ-Zahl zu reduzieren.... Aus der Erfahrung heraus, würde ich nicht wieder einfach so testen lassen, denn ich habe alles versucht, damit zu erklären und mich zusehr nur auf die Hochbegabung beschränkt.
Dein Kind ist schlau, dass erkennst nicht nur du, dafür braucht man keinen Test. Und wie es in der Schule dann laufen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Eine individuelles Lernen wird keinen Test als Grundlage brauchen... _________________ LG Anja
"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 12.02.2014, 15:45
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Hallo katdo,
was verspricht sich die Schule vom Ergebnis? Ein Test sollte gemacht werden, wenn eine Veränderung dadurch entsteht. Dein Sohn fühlt sich wohl, geht einmal die Woche in die 1. Klasse in den Deutschunterricht. Warum? Was lernt er da und was macht er dann, wenn er in die 1. Klasse kommt? Warum nicht auch in Mathe?
Du hast die Hoffnung, dass dadurch etwas anderes entsteht. Eine Förderung? Was denkst du?
Was passiert, wenn das Ergebnis - warum auch immer - nicht so hoch ausfällt, wie die Schule denkt?
Ich fände es viel besser, wenn dein Sohn als Gastkind in die 1. Klasse gehen dürfte. Er wäre offiziell kein Schulkind, könnte aber ganz normal mitmachen und, sofern er nicht der allerschlechteste der Klasse wäre, nach den Sommerferien mit der Klasse in die 2. kommen.
Wenn ihr euch das nicht vorstellen könnt oder andere Gründe dagegen sprechen, solltet ihr ihn mit Stoff füttern, der nichts mit Schule zu tun hat. Logicals, Knobelaufgaben, Schreibwerkstatt, was auch immer. Aber nichts, was ihm zusätzlich Langeweile beschert, wenn er es endlich "offiziell" lernen soll und schon lange kann.
Jutta _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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