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Schlauer Hibbel


 
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Annie




Anmeldungsdatum: 15.02.2014
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 18.02.2014, 11:50
BeitragTitel: Schlauer Hibbel
Antworten mit Zitat

Hallo,
mein Name ist Annie.
Mein Sohn X ist letztes Jahr als Kann-Kind eingeschult worden.
Er ist (noch) nicht getestet. Wir hatten das als Eltern immer als "nicht so wichtig" angesehen. Mein Mann ist davon überzeugt,daß X hochbegabt ist (er ist es getesteter Maßen selbst), ich meine, daß X auf jeden Fall "clever" ist.
X war schon von Baby an immer etwas weiter in allem als seine Altersgenossen. Ich erspare Euch jetzt die ganzen Aufzählungen von dem, was er früher konnte, was weitere Anzeichen sein könnten wie "braucht wenig Schlaf" etc.
Auf jeden Fall hat er sich das Lesen schon vor der Schulzeit im Grunde selbst beigebracht, Schreiben konnte er auch schon...ich habe das aber nicht als "Problem" angesehen (mir ging es in meiner Schulzeit auch so, und das war ok für mich- und die Lehrer).
Mitlerweile liest er fließend, die Lehrerin hat es ´nach einiger Zeit-juhu- auch bemerkt.
Im Rechnen ist er nicht üüüübermäßig besser als seine Mitschüler, nicht so extrem wie im Lesen, aber sicherlich auch bei den Besten der Klasse.
Nun zum Problem: Er langweilt sich in der Schule.
Er geht momentan nur noch mit Widerwillen (und Bauchschmerzen) hin.
Mir tut das einfach so schrecklich leid! Ich denke: erste Klasse und es macht ihm schon keinen Spaß mehr? Das ist einfach nur traurig!.
Dabei muß ich differenzieren: Die Projekte, AGs etc, die die Schule anbietet (was ich auch ganz toll finde) machen ihm größtenteils Spaß, weil er da seinen "Durst auf Input" stillen kann, aber das Rechnen und Lesen.....da wird er dann zum Störenfried. Quatscht mit anderen Schülern, verbringt auch mal die halbe Stunde auf der Toilette (Toilette scheint interessanter zu sein als der Unterricht), sagt "ich hab keine Lust", Schreibt "Scheisse " in sein Heft,spitzt stundenlang Stifte usw.
Dadurch ist die Lehrerin auch nicht mehr gut auf ihn zu sprechen.
Wir hatten ein ausführliches Elterngespräch (mit X zusammen), da machte die Lehrerin (die an sich nett rüberkommt) den Vorschlag, daß sie X spezielle Aufgabenmappen zusammenstellen würde, klang ziemlich positiv.
X hatte sich darauf gefreut, ...aber es kam nix.Stattdessen darf er nur die Aufgabenmappen mit machen, die nun doch die ganze Klasse bekommen hat.
Und sie gibt ihm überhaupt keine positiven Reaktionen mehr. Stattdessen kriegt er ständig negativ-Smilies wegen krakeliger Schrift etc.
Weil das dann so schlecht lief und die Lehrerin ein weiteres Gespräch erst mal wegschiebt, war ich dann auch mal bei der Direktorin.
Die hat mich aber auch erst mal so zwischen Tür und Angel abgeblockt und gemeint es müsse alles die Klassenlehrerin entscheiden.
X wäre ja "nur" im Lesen der Beste, ansonsten wäre er-laut Klassenlehrerin- sogar emotional-sozial unterentwickelt.
Dazu hab ich erst mal nichts gesagt, mich hinterher aber schon ein wenig geärgert,denn ich denke (ok, man muß den "Mutterblick" abziehen ;o) ).daß das nicht zutrifft. X ist weder verschlossen, noch kann er sich nicht in den Klassenverband einordnen.Er hat viele Freunde in der Schule (auch aus höheren Klassen) und kürzlich hat er an einem Tag 2x eins auf die Nase bekommen, weil er zwischen Streithähnen "geschlichtet" hat.
Ach ja, und nur in punkto "Lesen"mal in eine höhere Klasse springen darf X leider auch nicht, angeblich wollen das die anderen Lehrer nicht ("was? früher eingeschult und jtzt auch noch springen?") und es ginge aus organisatorischen Gründen nicht.
Ich bin jetzt wirklich gerade etwas frustriert.
Ich will ja "nur", daß X ein paar andere Aufgaben bekommt, damit es ihm wieder Spaß macht in die Schule zu gehen.
Meinem Kind habe ich schon "ins Gewissen geredet" keine Frage. Er kann nicht zum Störenfried werden, nur, weil es ihm mal langweilig ist. Aber ich denke, da müßte auch von Lehrerseite ein wenig entgegenkommen sein, was meint ihr?
X ist kein Kind, das die Aufgaben löst und dann stolz zur Lehrerin geht und zeigt. er macht was verlangt wird und wenn er fertig ist, dann spitzt er eben Stifte oder so...es ist eine Eigenart von ihm, sich nicht für sich selbst einzusetzen, das hat sich im Kindergarten schon bemerkbar gemacht, und das kriege ich auch nicht von heute auf morgen aus ihm heraus.
Meine weiteren Schritte sind jetzt jedenfalls ein Gang zur Kinderärtzin und zu seinen anderen Lehrern.
Ach ja, und eine Brille bekommt er jetzt.
Die Lehrerin hatte ihn wieder nach hinten gesetzt, nachdem er selbst so gekämpft hatte, daß er einen Platzt weiter vorne bekommt.
Da hinten hat er anscheinend auch nur die Hälfte mitbekommen, nun also Brille...
Das wars erst mal von mir.
Ich freue mich auf Antworten von Euch. Oder auch auf ein einfaches "Wir verstehen dich", das würde schon mal helfen.

Liebe Grüße,...
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 18.02.2014, 13:40
BeitragTitel:
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Was das Schulische angeht, müssen dir andere helfen - mein Sohn wird nächsten Monat 6 und dieses Jahr regeleingeschult. Ich weiß also noch nicht, wie man damit am besten umgeht. Allerdings liest mein Pfiffikus auch schon fließend und sinnverstehend und rechnet in allen Grundrechenarten bis ca. 20. (In der Schule, in die er gehen wird, gibt es aber eine flexible Eingangsstufe, wo der Stoff der 1. + 2. Klasse individuell in ein, zwei oder drei Jahren durchlaufen werden kann und in der darüber hinaus jederzeit Sprünge sowohl nach oben, als auch nach unten problemlos möglich sind. Das Kind einer Freundin ist an dieser Schule, deshalb weiß ich aus erster Hand, daß dieses Konzept tatsächlich funktioniert. Darum mache ich mir um den Schulstart von Pfiffikus derzeit keine Sorgen - in der 1. Klasse sehe ich ihn aber nicht lange.)

In welchem Bundesland lebt ihr denn?

Was macht dein Sohn außerschulich? Was hat er für Interessen? Hat er Hobbies? Hat er etwas, worauf er sich schon während der Schulzeit freuen kann, was ihm die Langeweile erträglich werden läßt? Musikschule, Sport, Schachclub ....?

Ich denke, Langeweile wird sich im Schulalltag von schlauen Kids nie ganz vermeiden lassen. Alle Beteiligten müssen damit umzugehen lernen - Eltern, Lehrer, nicht zuletzt das Kind selbst. Wichtig finde ich, daß das Kind wenigstens in seiner Freizeit etwas machen kann, was seinen Fähigkeiten entspricht, wo es sich ausleben kann, wo es gefordert wird, wo es auch mal an seine Grenzen stößt.
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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Annie




Anmeldungsdatum: 15.02.2014
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 18.02.2014, 17:45
BeitragTitel:
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Was macht dein Sohn außerschulich? Was hat er für Interessen? Hat er Hobbies? Hat er etwas, worauf er sich schon während der Schulzeit freuen kann, was ihm die Langeweile erträglich werden läßt? Musikschule, Sport, Schachclub ....?

danke für deine Antwort.

Außerhalb des Unterrichts macht er momentan Fußball (ist gut für den Hibbel, um sich auszupowern) und diverse AGs in der Schule,.....

ach so, ja, wir sind aus Hessen.
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Annie




Anmeldungsdatum: 15.02.2014
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 18.02.2014, 17:51
BeitragTitel: Frust
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So, waren jetzt beim Kinderarzt.
Erst habe ich mit der Ärztin alleine gesprochen, sie war sehr verständnisvoll, hat Adressen gegeben, Überweisung zur Testung, Schule kann sich mit ihr in Verbindung setzen.
Dann Gespräch mit X.
Fragte ihn ein paar Sachen, X hat sich natüüürlich (Ironie on) von seiner besten Seite gezeigt. Auf dem Stuhl rumgerutscht, Fragen einsilbig beantwortet, zum Schluß die gestellte Rechenaufgabe nicht lösen können.
Daraufhin war das Gespräch dann auch sehr schnell zu ende.
O Mann, bin ich möglicherweise doch eine "Eislaufmutter"?
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Mubbi



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 12.02.2013
Beiträge: 101
Wohnort: Saarland

BeitragVerfasst am: 18.02.2014, 18:55
BeitragTitel:
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Ich versteh dich, hab auch so ein Störenfried-Exemplar...
Interessanterweise stört er nicht mehr, seit die Grundschulzeit vorbei ist rolleys
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 18.02.2014, 19:32
BeitragTitel: Re: Frust
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Annie hat folgendes geschrieben:
Fragte ihn ein paar Sachen, X hat sich natüüürlich (Ironie on) von seiner besten Seite gezeigt. Auf dem Stuhl rumgerutscht, Fragen einsilbig beantwortet, zum Schluß die gestellte Rechenaufgabe nicht lösen können.
Daraufhin war das Gespräch dann auch sehr schnell zu ende.
O Mann, bin ich möglicherweise doch eine "Eislaufmutter"?


Nein, bist du nicht.

Wenn man von meinem Sohn ERWARTET, daß er auf Knopfdruck etwas macht, wie das in solchen "gestellten" Situationen nun mal der Fall ist, dann tut er das auch nicht. Seine Begründung: 'Die [Fremden] brauchen doch nicht wissen, was ich alles kann. Das geht die gar nichts an, das ist mein Geheimnis!'

Er zeigt sein Wissen entweder in Situationen, in denen kein Mensch damit rechnet, oder aber auf dem Gebiet seines Spezialinteresses (Geigenspiel und klassische Musik), weil er weiß, daß ihm da so schnell keiner das Wasser reichen kann. Weiß aber das Gegenüber von jenem Spezialinteresse (etwa durch ein Vorgespräch mit mir) und versucht, Pfiffikus darüber in ein Gespräch zu verwickeln, dann macht er auch dicht. Wenn schon, dann will Pfiffikus selbst, von sich aus, das Gespräch darauf bringen...
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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sun
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Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 2614
Wohnort: Rheinland

BeitragVerfasst am: 18.02.2014, 21:21
BeitragTitel:
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Huhu,

oh je, das klingt ja echt verfahren Sad.

Dass Lehrer nicht gerne mit Extraaufgaben um sich werfen, wenn Kinder nicht begeistert ihre Leistung zeigen, kommt leider oft vor. Die erwarten von begabten Kindern Musterschüler-Verhalten.

Dann gerät man in so einen Zyklus - von Lehrerseite "er soll sich erst mal anpassen und zeigen, was er kann, dann kann er danach Extraaufgaben haben", von Schülerseite "bei diesen langweiligen Aufgaben mag ich mich nicht beteiligen".

Ich fürchte, wenn die Lehrerin der Meinung ist, dass du dein Kind viel zu toll findest, wird sie auch ein Testergebnis, ein Psychologen-Schreiben oder ein Ärzte-Statement nicht davon abbringen.

Ich würde daher versuchen, noch einmal einen gemeinsamen Weg mit der Lehrerin zu suchen. Mit Kompromissen auf beiden Seiten. Er meldet sich 3x pro Schulstunde/bearbeitet 2 Arbeitsblätter ordentlich oder so, und dafür bekommt er eine Knobelaufgabe.
Wir haben mal selbst so Karteikärtchen angeschafft - "Schon fertig: und was jetzt? Sachen zum Weitermachen" - die durfte unser Sohn nach Absprache im Unterricht dann machen, wenn er mit den Pflichtaufgaben fertig war.

Und wie Syringa schon schrieb - mit Langeweile müssen schlaue Kinder umgehen üben. Oft hilft es ihnen, wenn es Lichtblicke gibt. Z.B. die Projekte.

Gibt es Fächer, die er gerne macht? Hat er andere Lehrer in manchen Fächern?

Und außerschulisch würde ich auch noch mal gucken, ob er da zusätzlich zum Auspowern auch noch was für's Hirn bekommen kann.

Ach ja, und nach all diesen "klugen" Ratschlägen will ich nicht vergessen: Ich verstehe dich!
_________________
LG sun mit Naseweiß (*3/98, Studentin in NL), PeterPan (*6/99, dualer Student) und TigerLily (*6/05, 8. Klasse hb-Zweig)
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Mausi



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 28.09.2009
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 19.02.2014, 10:45
BeitragTitel:
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In der ersten Klasse werden ja Buchstaben und Zahlen gelernt und geübt. Ich war vor ein paar Jahren auch allergisch gegen die blöden Hefte, in denen seitenweise AAAAs und BBBBs geschrieben werden mussten. Man muss nicht hb sein, um sich dabei zu langweilen. Besonders wenn man schon lesen kann.

Eure Lehrerin hat offenbar die Taktik geändert, was nicht zu Gunsten deiens Kindes ist. Ich würde noch einmal mit ihr sprechen, "nur" im Lesen zu weit sein ist gerade in der ersten Klasse Grund genug, um das Kind mit anderem Stoff zu fördern. Es ist ja gerade Lesen, was im ersten Schuljahr einen großen Teil des Unterrichtsinhalts ausmacht.

Wir haben damals z.B. das Freischalten eines Antolinkontos gefordert, obwohl das Programm an der Schule erst ab der 2. Klasse aktiv benutzt wiurde. Auch haben wir andere Aufgaben in Mathe, Deutsch und Englisch verlangt. Bei Mathe waren es praktisch dann die gleichen Aufgaben, nur aus einem anderen Heft, das wir kaufen mussten - manche Lehrer haben lustige Vorstellungen von Binnendifferenzierung! Bei den Sprachen klappte es besser, da diese Fächer von anderen Lehrern unterrichtet wurden.

Gleichzeitig musst du mit deinem Kind reden und ihm klar machen, dass er selbst für seine eigene Sache eintreten muss - indem er z.B. der Lehrerin deutlich sagt, wenn er fertig ist, wenn er Zusatzstoff bzw. eine schwierigere Aufgabe bekommen möchte. Sonst denkt die Lehrerin wirklich, du wärst die Eislaufmutter und das Kind gar nicht so weit. So haben wir damals verfahren.

Die erste Klasse kostet Eltern und Kind viele Nerven, aber wenn man weiß, was man will, kann man es auch erreichen.
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Annie




Anmeldungsdatum: 15.02.2014
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 19.02.2014, 13:46
BeitragTitel: Danke!
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Vielen Dank für Eure Antworten.

Meine nächsten Aktionen sind jetzt die Elterngespräche mit den anderen Lehrern/Elternsprechtage, dann wahrscheinlich die Testung, parallel Motivation und "Unterweisung" des Kindes in seinem Verhalten im Unterricht devil ...
Heute hab ich die Lehrerin mal zu dem Antolin Programm angesprochen. Hm, ja, sie fände es eine gute Sache für X, aber das kostet ja jetzt Geld, da hat die Schule sich wieder abgemeldet nein ...
Ich hab dann noch ein ähnliches, kostenloses Programm im Netz gefunden, aber irgendwie habe ich auch Angst, die Gute zu sehr zu nerven, darum lass ich das wohl jetzt erst mal (?)...
Ich bin übrigens nicht extra zu ihr hingegangen wegen des Antolin-Programmes, sondern ich unterstütze die Schüler 1-2x die Woche beim Lesenlernen (wahrscheinlich denkt sie deshalb auch, daß ich mein Kind zum Lesen "gestriezt" hätte, was nicht der Fall ist, er hat es sich alleine beigebracht, kommt halt nach der Mama) und da hab ich sie getroffen.
Deshalb hab ich auch so einen mini-minimalen Einblick in den Wissenstand der Klasse (zumindest in Deutsch) und einen Teil der Schüler.
Ach so, ja, bezüglich de Wochenplans, den ja alle Kinder gleich bekommen hatten: Leider hat X den schneller als in 1 Woche fertig gemacht. Nicht besonders ordentlich, aber durchaus motiviert. Hm, das kam nicht gut an, die Kinder sollten wirklich nur jeden Tag 1 Aufgabe lösen...dumm gelaufen. X hatte die Hoffnung, daß er , wenn er schneller fertig ist, einen schwierigeren Plan bekommt,....hm, leider nein.Der Schuss ging nach hinten los!
Na ja, momentan darf X in eine Nachmittagsbetreuung der Schule, das ist neu und da befinden wir uns gerade in einer "Motivationsphase".

Liebe Grüße,......
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katdo



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 06.02.2014
Beiträge: 10
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 25.02.2014, 20:07
BeitragTitel:
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Liebe Anni!
Fühl dich erstmal gedrückt! streichel
Ich kann deine Situation sooo nachvollziehen. Unser Sohn ist etwa 1 Jahr jünger als deiner. Er geht jetzt in die Vorschule und geht ab Sommer in die 1. Klasse.
Schon nach wenigen Monaten hat sich in der Vorschule herausgestellt, dass er um einiges weiter ist als die anderen, sogar zum "Leistungsräger" in der Klasse geworden ist. Leider ist er recht "krawallig" und hat nur Blödsinn im Kopf, wenn ihm langweilig wird. Dieses Verhalten sieht seine Leherin auch nicht gern. Doch sie hat angefangen, ihm "schwerere" Aufgaben zu geben und nach Rücksprache mit dem Deutschlehrer darf er seit dem Halbjahr sogar 1 mal in der Woche in den Deutschunterricht in die 1. Klasse mit rein. Dort lernt er dann auch schon Buchstaben und das erste schreiben. Auch in Mathe ist er mehr als pfiffig. Er bekommt eigene Übungsblätter und rechnet seit kurzem im 1000er Bereich! sm
Wenn ich mir so deine Geschichte anhöre, wird mir schon Angst und Bange, wie es bei unserem Sohn in der 1. Klasse werden soll. Er ist auch ein Kind, das eben gern mal zum "Störenfried" wird.
GsD hat die Schule eingelenkt und will mit ihm einen CFT-Test machen. Doch bis heute ist nichts passiert. Nun hab ich mittlerweile mit dem Zentrum für Hochbegabte Kontakt aufgenommen. die würden ihn dann testen (HAWIKI). Das Zentrum würde dann auch die Lehrerin un ddie Schule "beraten", wie man ggf mit "solchen" Kindern umgeht und sie adäquat fördert, ohne dem Schulstoff zu sehr vorzugreifen und das Kind sich altersgerecht entwickeln zu lassen (sozial-emotional).

Ich würde auch einen Test machen lassen, damit du was schwarz auf weiß für die Schule hast. Die MÜSSEN doch dann reagieren!
Ich drück dir die Daumen, dass alles im Sinnes deiner Kindes geregelt werden kann!

Liebe Grüße,
Katdo
_________________
J., *09.07.2008 - B., *20.09.2009
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Annie




Anmeldungsdatum: 15.02.2014
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 26.02.2014, 18:48
BeitragTitel: Hallo !
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Hm,also ich denke, Angst und Bange braucht dir nicht zu werden, da Du ja schon eine positive Reaktion von den Lehrkräften bekommen hast. (schwerere Aufgaben und Hospitieren in der ersten Klasse). Das geht doch dann bestimmt so weiter, da sie ja Deinen Sohn ja dann schon als "intelligentes Bürschchen" kennengelernt haben und ihn einschätzen können. Ich wollte, das würde bei uns auch so umgesetzt werden.
Momentan hat unserer noch nach der Schule eine Lese-AG und dort scheint es ihm gut zu gefallen. Die Kinder dürfen demnächst wohl ihre Lieblingsbücher vorstellen und er hat beschlossen, "Harry Potter" vorzustellen.
Ansonsten kam er gestern wieder aus der Schule und meinte "Alle hassen mich, besonders die Frau Y." Er hatte aber auch gestern einen schlechten Tag und hat wieder Blödsinn (mit dem rüpelhaftesten Rüpel der Klasse) gemacht, worauf er die Pause beim Direktor verbringen durfte.
Das ist natürlich dann auch wirklich "besonders schlau" von ihm, sich da noch mehr "reinzureiten". Da muß auf jeden Fall auch ein dickes Umdenken von Seiten unseres Sohnes passieren.
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Annie




Anmeldungsdatum: 15.02.2014
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 13.03.2014, 22:48
BeitragTitel: Update: Hibbel, Underachiever, etc.
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Einige Zeit ist vergangen, Gespräche mit den Lehrern, Überweisung zum Testen, leider ist jetzt erst mal der Fragebogen in der Schule verloren gegangen, Lehrerin schon seit einiger Zeit krank...
X hat sich jetzt vom morgendlichen Bauchweh aufs morgendliche Trödeln verlegt. Da ist sicher ein Stück Unkonzentriertheit mit im Spiel aber auch ne ganze Menge Vermeidungsstrategie, wie ich in schlauen Büchern gelesen habe.
X macht neuerdings Kinder nach, die gebrochen Deutsch sprechen (ich schrieb in einem anderen Posting davon) und er benutzt Rechenhilfen, die er eigentlich schon längst nicht mehr braucht, aber ein Klassenkamerad benutzt sie, und daher....
Heute zeigt X mir nach der Schule ein Arbeitsblatt, welches er nach eigenen Angaben nicht lösen konnte. Ein Mitschüler hätte die Aufgaben (man sollte geometrische Formen anhand von multiple Choice Angaben benennen)für ihn gelöst. Ich fiel fast vom Hocker. X kann diese Sachen im Schlaf. Nach mehrmaligem Nachfragen hielt ich ihm dann die Antworten zu und fragte ihn nach den ca 20 Fragen. X ratterte mir die Antworten fehlterfrei runter.Kegel, Zylinder, Quader,... D. h. er konnte die Aufgabe mit links lösen, sogar ohne die vorgegebenen Antworten.
Warum macht er das nur?
Hm, eigentlich weiß ich es. Er will zum einen sicherlich einfach dazugehören und nicht weiter auffallen, und er hat ja an sich schon eine nicht zu hohe Meinung von sich selbst und seinen Fähigkeiten.
Wie krieg ich das nur wieder aus ihm heraus?
Ab und zu sagt er ja wenigstens: Mama, das kann ich doch schon alles.
Nämlich, wenn es an die unliebsamen Hausaufgaben geht.
Also, wenn er morgen getestet würde, dann würde er mit dieser underachiever- Art absolut "durchfallen".
Wenn ich nicht wüßte, was er kann, wenn ich eine Fremde wäre,hm, oder ein Lehrer, dann würde ich ihm dieses nicht-Können voll abnehmen.
tocktock
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 14.03.2014, 12:11
BeitragTitel:
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hi annie,

ich würde dir gerne einfach sagen: nerven behalten, lass ihn erstmal ankommen in der schule, ausprobieren, sich die anderen kids angucken und einschätzen.

manchmal experimentieren sie auch mit angeblichem "nichtkönnen/nichtwissen", weil sie testen, was dann passiert. muss ich die hausis nicht machen,w enn ich sie nicht kann? kümmert sich die lehrerin mal 5 minuten ganz um mich allein, wenn ich was nicht kann? gibt es vielleicht sogar strafen, wenn ich was nicht schaffe?

diese fragen beschäftigen kinder. und auch mit der schlichtheit mancher aufgaben kommen sie nicht klar. kann es denn sein, dass man einfach nur das wort würfel ankreuzen muss oder gibt es da einen trick bei?

auch das sprechen wie die migrantenkinder gehört in die kategorie testen, ob man in diese gruppe reinkommt. vielleicht sind gerade die türkischen fußballjungs cool und er will da anschluss finden und auch so cool reden.


es ist möglich, dass er im test auch nicht richtig mitmachen würde. kann ebenso sein, dass er mit feuereifer und roten backen arbeitet. für dich ist wichtig, dass du mit dem ergebnis leben kannst, egal wie es ausfällt. einen grund in panik zu verfallen, gibt es in keinem fall! ;), ob es nun 110 oder 140 sind.

was du bisher geschrieben hast, sieht eigentlich alles ganz gut aus. er übernimmt nämlich die initiative, auch wenn seine strategien dir die haare aufstellen mögen. ich persönlich kenne eine ganze reihe von (getesteten) hb-kindern, die gar nicht unter langeweile leiden, obwohl sie teilweise sogar eher spät eingeschult wurden. aber sie haben die schule bis zum abi mit links geschafft und hatten immer zeit für andere dinge, die sie fordern und glücklich machen.

es ist nicht immer gleich unterforderung, wenn ein kind sich mal über langeweile beschwert. schule und auch die hausaufgaben dauern nunmal lang (=langweilig), und in dieser zeit können sie nichts anderes, in ihren augen sinnvolleres machen. es ist nicht immer ein schrei nach massiven fördermaßnahmen. darum holen sich viele kinder auch die schwierigeren blätter gar nicht, obwohl sie ihnen angeboten werden.

wenn das kind glücklich wirkt, könnt ihr euch zurücklehnen und genießen. bei uns war auch die nächste grundschule ohne jede sonderförderung für hb zumindest für eins unserer kinder die absolute traumschule.

abwarten und tee trinken
scout
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scout
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ripley



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BeitragVerfasst am: 14.03.2014, 12:27
BeitragTitel:
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Zitat:
Warum macht er das nur?
Hm, eigentlich weiß ich es. Er will zum einen sicherlich einfach dazugehören und nicht weiter auffallen, und er hat ja an sich schon eine nicht zu hohe Meinung von sich selbst und seinen Fähigkeiten.


Ich denke, da musst Du schon etwas tiefer gehen.

Möglicherweise "macht er das", weil es "normal" ist - und weil ER sich unter Altersgenossen eben nicht "normal" fühlt. Und weil letzteres ein sehr doofes, um nicht zu sagen ein schreckliches Gefühl ist.

Annie, ich weiß nicht, ob Du selbst jemals dieses "mit mir stimmt etwas nicht - ICH stimme nicht"-Gefühl hattest. Ich hatte und habe das - intermittierend - zeitlebens. Okay, ich kann damit inzwischen (meist) gut umgehen. Bin ja auch alt genug.

Aber so ein kleiner Zwockel?

Ich fürchte, wenn Du ihn AUCH noch unter Druck setzt (lass doch den Quatsch! Du KANNST das doch!), dann wird es nicht besser. Eher schlimmer. Dann ist es nämlich völlig wurscht, ob er Aufgabe xy löst oder nicht - für irgendwen ist das auf jeden Fall verkehrt. (Egal was Du tust, es ist verkehrt - eine ausgesprochen unschöne und definitiv nicht für die kindliche Psyche förderliche Situation.)

Es geht glaube ich weniger darum, "das aus ihm rauszukriegen", sondern darum, dieses sein Bedürfnis "normal" zu sein (oder zumindest so zu tun), erst mal zu akzeptieren und als Gesprächspartner offen zu bleiben.

Nur so gibst Du ihm die Möglichkeit, auch mal die Brücke zu schlagen und wenigstens DIR scheu anzuvertrauen "Mama, ja, ich kann das. Das sollen die andere aber nicht wissen!" (O-Ton hiesiger Junior, da war er etwa 7 Jahre alt). Und nur so kannst Du ihn nach und nach ermutigen(!), trotz seiner sozialen Ängste ein bisschen mehr von dem rauszulassen, was er draufhat.

Er hat den Grips ja letztlich auch nicht für Dich, nicht für die Lehrer und auch nicht für irgendwelche Psychotester. Er hat ihn für SICH und muss lernen, damit so umzugehen, dass er gut durch die Welt kommt. Und er fängt jetzt damit an.

Und, wenn wir mal ganz ehrlich mit uns selbst sind: Auch wir Erwachsenen haben so einiges "in uns stecken", das wir tunlichst vor der Außenwelt verbergen. Egal, ob es sich dabei um überragende Intelligenz oder um Mordgelüste gegenüber dem Nachbarn handelt oder darum, mit wem wir am liebsten welche erotische Phantasie umsetzen würden.
Und das (verbergen) ist in den meisten Fällen überaus sinnvoll. Oder?
_________________
LG
Ellen
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jutta
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Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 14.03.2014, 18:25
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Kennst du das Buch "Hilfe, ich bin hochbegabt -Mit schlauen Füchsen unterwegs"? Das ist ein Buch über Grundschüler, die an einer Schreibwerkstatt teilgenommen haben, alle waren hb. Vielleicht kannst du dir das mal irgendwo ausleihen und durchlesen.
Danach entscheide, ob es ein Buch für deinen X wäre, zum Vorlesen und selberlesen...

Die Kinder beschreiben ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf unterschiedliche Weise, in der Freizeit, zu Hause, in der Schule. Manche haben beim Lesen ein AHA-Erlebnis....
_________________
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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