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Berufswünsche


 
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 19:51
BeitragTitel: Berufswünsche
Antworten mit Zitat

Wann hatten eure Kinder (oder wann hattet ihr selbst) ernstzunehmende Berufswünsche oder gar den einen Berufswunsch, den ihr (oder eure schon großen Kinder) dann tatsächlich umgesetzt habt?

Mein Bruder wollte mit 5 oder 6 Flugzeugmechaniker werden, hat seine gesamte weitere Kindheit immer und stets daran festgehalten und diesen Beruf tatsächlich ergriffen. Ich war im selben Alter, als ich Ärztin werden wollte, und bin das tatsächlich geworden (und bis heute sehr zufrieden mit meiner Berufswahl). Meine Nichte wußte etwas später, aber auch noch im Grundschulalter, daß sie Dolmetscherin für Englisch, Französisch und Spanisch werden wollte - sie ist heute nicht Dolmetscher, aber Fremdsprachenkorrespondentin (für die genannten Sprachen!)

Ich persönlich finde das nichts Außergewöhnliches, werde aber stets zumindest belächelt, wenn ich den mit großem Nachdruck vorgetragenen Berufswunsches meines 6jährigen Sohnes ernst nehme, statt diesen meinerseits zu belächeln - er möchte nämlich Musik studieren und Geiger werden (spielt dieses Instrument schon zwei Jahre), vielleicht auch Dirigent, auf jeden Fall aber in die "Branche" klassische Musik.

Ist das denn wirklich so ungewöhnlich?
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 20:30
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Wir sind noch nicht "fertig", aber Junior, 16, möchte auch seit etwa 9-10 Jahren Physiker werden. Mittlerweile zieht er NEBEN dieser Laufbahn auch Mathematiker oder Informatiker in Erwägung. "Oder alles zusammen" (Zitat von heute, hatte ihn nämlich erst heute danach gefragt).

Und nein, ich hatte und habe überhaupt keine Probleme diese Vorstellungen ernstzunehmen. Sie spiegeln exakt sowohl seine Begabungen als auch seine Interessen.
_________________
LG
Ellen


Zuletzt bearbeitet von ripley am 21.03.2014, 08:55, insgesamt einmal bearbeitet
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 21:33
BeitragTitel:
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Hallo Syringa
Auf jeden Fall ernst nehmen, denn jeder möchte ernst genommen werden, auch Kinder. Bei den meisten Kindern sind die Berufsvorstellungen in dem Alter noch nicht so klar. Manche ändern vielleicht ihre Vorstellungen WEIL sie NICHT ernst genommen werden. Manche ändern sie vielleicht OBWOHL sie ernst genommen werden.
Etwas schwierig hier zu verallgemeinern holla

Viele Kinder sind vielleicht noch nicht wirklich realitätsverbunden und schärmen deshalb von etwas, ohne die Wirklichkeit zu kennen. Das ist vielleicht der Grund für manche Erwachsene, sie zu belächeln. Ich würde das zum Anlass nehmen, die Kenntnisse zu vertiefen und Material zu Verfügung zu stellen, das ihnen die Wirklichkeit zeigt. Und wenn sie dann immer noch wollen, ja dann unterstützen...

Bei mir persönlich lag ein klarer Berufswunsch in dem Alter nicht vor, und ich habe auch mehrmals in meinem Leben die Richtung gewechselt. Als ich mal mit Töchti über ihre Berufswahl sprach, meinte sie, das käme wohl nicht so drauf an, denn sie könne sich sowieso nicht vorstellen, dass sie mehr als ein paar Jahre dasselbe mache drugs Unterdessen ist sie hoffentlich ein kleines bisschen stabiler holla

Kurz, Patentrezept gibt es nicht, aber wenn das Kind klares Interesse an einer bestimmten Richtung oder einem Themengebiet äußert, natürlich ernst nehmen - wieso ist das überhaupt eine Frage?

Bachstelze
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Bachstelze
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 21:50
BeitragTitel:
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Ich glaube, wir reden gerade etwas aneinander vorbei ;)

Ich NEHME meinen Sohn ja ernst, absolut sogar! Ich finde es aus meiner Erfahrung (die ich absichtlich kurz skizziert habe) überhaupt nicht ungewöhnlcih, so früh schon klare Vorstellungen zu haben und die dann auch tatsächlich (mit wohlwollender Unterstützung der Eltern natürlich) umzusetzen.

ICH fühle mich dagegen von meinem Umfeld nicht ernst genommen, eben WEIL ich Sohnemann dahingegend unterstütze. Bis auf zwei, drei Leute meinen alle, ich solle darauf nichts geben, weil ein Kind in diesem Alter überhaupt noch keine Vorstellung davon haben KANN und das nichts als Flausen sind, die sich eh noch hundert Mal ändern. Klar können sie das, das weiß ich auch. Aber müssen sie das denn wirklich?

Deshalb wollte ich wissen, ob das denn tatslächlich so sehr ungewöhnlich ist, wenn ein Kind in jungen Jahren schon konkrete, ernsthafte Vorstellungen von seiner Zukunft hat.

Ich erwarte nicht mal eine konkrete Antwort, sondern eigentlich nur einen lockeren Austausch über eure Erfahrungen und Ansichten diesbezüglich.
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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sun
Queen of yellowpress, Sponsor



Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 2614
Wohnort: Rheinland

BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 23:00
BeitragTitel:
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Okay, nehmen wir den lockeren Austausch:
Bei uns passte es nicht zusammen.
Ich wollte in der Grundschule noch Malerin werden, das bin ich nicht geworden :).
Mein Mann hat diverse sehr unterschiedliche Berufswünsche durchgemacht.
PeterPan ist sich die letzten Jahre sehr sicher, dass er Informatik studieren will, aber das erst so seit Beginn der Mittelstufe. Davor wollte er Erfinder werden.
Naseweiß weiß bis heute nicht so ganz, welche Richtung sie einschlägt, vermutlich was Kreatives. Sie hatte aber auch schon Walforscherin und Dolmetscherin unter ihren Berufswünschen...
Und TigerLily ist gerade bei dem klassischen Berufswunsch Tierärztin.
_________________
LG sun mit Naseweiß (*3/98, Studentin in NL), PeterPan (*6/99, dualer Student) und TigerLily (*6/05, 8. Klasse hb-Zweig)
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NinaHH
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Anmeldungsdatum: 24.01.2007
Beiträge: 1033
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 23:31
BeitragTitel:
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Ich wollte Archäologin werden - und weiß heute kaum noch, wie man das schreibt Wink.

Ich habe erst mit 40 erkannt, was ich gut kann und was nicht so gut - und was mir daher auch Spaß macht und was nicht so.

Leute mit einem festen Berufsziel habe ich immer beneidet, bei einigen klappt es dann ja auch mit der Umsetzung (einer meiner Klassenkameraden wollte schon mit 10 Wirtschaftsmanager werden und schon mit 12 "Manager" gelesen - er ist auch ein hohes Wirtschaftstier geworden... Ein anderer wollte Bundeskanzler werden und ist jetzt Marketingleiter eines großen Unternehmens (na, dicht dran, würde ich sagen...)).

Viele Grüße von Nina
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 21.03.2014, 10:13
BeitragTitel:
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Liebe Syringa,
Ist das Umfeld denn so wichtig? drueck
Wir erfahren doch immer wieder, dass unser Umfeld uns nicht unbedingt immer so genau (er)kennt, nicht? Schlussendlich kennst du deinen Knirps am Besten, und ich bin sicher, du machst dir viele Gedanken, was wohl für ihn das Beste ist.
Außerdem, finde ich, spielt es nicht so eine große Rolle:
Schmalspurbahn finde ich in dem Alter sowieso nicht angebracht. Wenn du ihn also jetzt als Supergeiger-Wunderkind aufstylen würdest mit vier Stunden täglich üben, Vorspiele und Konzerte jede Woche, keinerlei Zeit für Spiel und Freunde, Schule kommt zu kurz usw., dann fände ich das problematisch, denn was ist, wenn es zum Schluss doch nicht die Geige ist?

Aber solange er sich ausgeglichen entwickelt und Freude hat, verstehe ich nicht, warum es irgendjemand stört, dass er sich ein Ziel setzt und du ihn dabei unterstützt.
Wenn zum Schluss was anderes wird, ist auch nicht weiter schlimm...

Liebe Grüße
Bachstelze
_________________
Bachstelze
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 21.03.2014, 12:34
BeitragTitel:
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Noch ganz leise Nebenfrage:
Kann es sein, dass das Umfeld anders reagieren würde, wenn es nicht um den Berufswunsch Musiker, sondern um was Praktisches wie Informatiker oder Englischlehrer ginge?
_________________
Bachstelze
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joeymc
Sponsor 2010/2011


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
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Beiträge: 1539
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BeitragVerfasst am: 22.03.2014, 17:49
BeitragTitel:
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Ich finde es aber schon interessant, in welchem Alter sich Berufswünsche manifestieren!
Ich selber wusste schon mit 4, dass ich Geschichte studieren möchte, und mit 12, dass ich Lehrerin werden möchte - beides ließ sich ideal verbinden und ich bin nach wie vor glücklich in meinem Beruf.
Sohn Nr 1 (17) wollte schon immer Erfinder werden und wird ab Herbst Physik studieren - ob er später in die experimentelle oder theoretische Richtung will, ist noch nicht klar. Passt ja ganz gut.
Sohn Nr 2 (15) wollte ebenfalls schon im Kindergarten Erfinder werden und spricht seit einigen Jahren davon, etwas Ingenieursmäßiges zu machen, gerne im Entwicklungsbereich.
Töchterlein (10) möchte, seit sie lesen kann, Autorin und Lehrerin werden. Sie schreibt schon jetzt viel, und hat mit einer selbst geschriebenen Geschichte schon einen Vorlesewettbewerb gewonnen.
Belächelt wird das nicht, sondern unterstützt. Das Umfeld ist manchmal erstaunt ob der konkreten Vorstellungen, aber da es alles relativ realistische Dinge sind, die den Begabungen entsprechen und wir ein sehr aufgeschlossenes Umfeld haben, liegt es vielleicht tatsächlich an dem "ungewöhnlichen" Berufswunsch Musiker.
In einem Interview mit der Dirigentin Simone Young habe ich mal gehört, dass sie auch so früh wusste, was sie werden will.
_________________
veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 22.03.2014, 19:53
BeitragTitel:
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Also gibt es doch noch mehr Familien, in denen es schon früh klare Vorstellungen von der Berufswahl gab (ich persönlich kann mir - völlig wertfrei! - gar nicht vorstellen, wie man mit dem Schulabschluß noch nicht wissen kann, was man für eine berufliche Laufbahn einschlagen wird).

Künstler im weitesten Sinne werden ja auch heute noch oft belächelt, á la "was Vernünftiges ist nicht aus ihm geworden". Es sei denn, man schafft den großen Durchbruch und wird international bekannt - dann wird man als Held gefeiert...

Seltsamer Weise haben selbst sportliche Interessen (junger) Kinder eine größere Aktzeptanz als musische. Die Mutter des begeisterten 6jährigen Fußballers, die den kleinen Kerl 2x die Woche zum Training und jeden Sonntag zum Spiel fährt und ihn dort natürlich vom Spielfeldrand himmelhoch anfeuert, schüttelt völlig verständnislos den Kopf, wenn ich private Termine nach den Musikschulzeiten meines Jungen richte oder andere Verabredungen absage, weil ich sein Vorspiel nicht verpassen möchte.

Damit kann ich leben. Und wenn er tatsächlich gern Musiker werden möchte, dann soll er das tun - ich werde ihn mit allen in meiner Macht stehenden Mitteln darin unterstützen.
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
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Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 22.03.2014, 20:45
BeitragTitel:
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Syringa, das Unverständnis u.a. der "Fußballmutti" hat vermutlich auch mit Geschlechterstereotypen zu tun. Der musische Bereich wird stärker mit Mädchen/Frauen assoziiert als mit Jungen/Männern. Ein "richtiger Junge" musiziert nicht, der bolzt eben. (So gesehen würde Deine Umwelt es vermutlich eher akzeptieren, wenn Dein Sohn "Profi-Fußballer" als Berufsziel angäbe.)

Witzig wird es dann, wenn man sich anguckt, wie die Geschlechterverteilung unter den "Star"-Musikern aussieht ...
_________________
LG
Ellen
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 22.03.2014, 21:03
BeitragTitel:
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Das Verrückte ist, daß eben jener Fußballer und mein Sohn einmal allerdickste, unzertrennliche Freunde waren - sie kennen sich vom Kleinkindalter an.

Seit einigen Monaten ist diese Freundschaft passé, weil jeder der Überzeugung ist, daß SEIN Hobby das bessere ist und den jeweils anderen davon überzeugen will. Sie haben sich richtig ernsthaft "in die Wolle" bekommen deswegen und sprühen Gift und Galle.

Meine Erklärungen haben inzwischen ein wenig gefruchtet, und mittlerweile läßt meiner seinen Exfreund einfach links liegen. Aber dieser fängt immer wieder gern mit Provokationen an, und da schafft es Pfiffikus noch nicht darüber zu stehen, sondern springt voll darauf an... rolleys (Die beiden besuchen den selben Kindergarten, werden aber ab Herbst in verschiedene Schulen gehen.)

Aber das ist jetzt OT, ursprünglich ging es ja hier um frühe, aber offensichtlich ernste Berufswünsche...
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LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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LiaJolée



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Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 22.03.2014, 22:00
BeitragTitel:
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Ich denke, manche Kinder, wissen tatsächlich genau, welchen Beruf sie sich für die Zukunft vorstellen. Meine Schwester z. B. hat schon mit 5 Jahren "gewusst", dass sie Krankenschwester wird - Kinderkrankenschwester ist sie dann geworden.

Ich dagegen hatte so gar keine Ahnung und habe mich mehr oder weniger meiner Mutter gefügt, die den "perfekten" Beruf (Erzieherin) für mich ausgesucht hatte. Während der Ausbildung habe ich eigentlich schon gemerkt, dass das "nicht meins" ist, habe es trotzdem durchgezogen. Ich hatte so gar keine andere Perspektive. Ich habe dann noch 2 Jahre gearbeitet und mich während dieser Zeit eigentlich erst mit meinen Berufswünschen auseinandergesetzt. Da war ich 23!!!
Ich habe dann noch eine Ausbildung zur Zahntechnikerin begonnen. Das war endlich mein Ding - wie das Schicksal es wollte, habe ich nach einem halben Jahr leider allergisch auf einige chemische Substanzen reagiert und konnte meinen gewählten Beruf doch nicht erlernen.
Und bald darauf war ich mit Sohnemann schwanger - ein wenig ungeplant... holla Und sämtliche Berufswünsche waren passé.

Sohn hat in jungen Jahren nie Berufswünsche geäußert. In der 5. Klasse wollte er Fotograf werden. Jetzt (9. Klasse) bewegt er sich in Gedanken im Lebensmittelhandwerk oder der Gastronomie. Studieren möchte er auf keinen Fall, viel zu kopflastig, findet er. ("Ich bin ein Mann der Tat.") Was er denn letztendlich wird, weiß er aber noch nicht genau.
_________________
Grüße
Lia
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Lia mit Sohn (*06/99)
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Syringa



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 14.01.2012
Beiträge: 117
Wohnort: Elbflorenz

BeitragVerfasst am: 22.03.2014, 22:31
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Beruflich wußte ich ja auch schon im Kindergarten, daß ich Ärztin werden wollte. Das habe ich ohne jegliche Umwege durchgezogen: mit 18 Abi, mit 24 StEx, mit 29 Facharzt. Dann acht Jahre Entwicklungszusammenarbeit, Auslandseinsätze, Projektleiter beim Aufbau einer Klinik in einem "3.-Welt-Land", Sprache dieses Landes gelernt etc. pp.

Kind kam erst danach, mit 37. Viel vorher hatte ich auch gar keinen Kinderwunsch. Für MICH die ideale Reihenfolge, denn ich hatte auf diesem Gebiet alles erreicht, was mich erfüllt, was mir Spaß macht und was ich mir immer erträumt hatte. So kann ich jetzt beruhigt und ohne irgendwelchen Druck einer (gut bezahlten und unbefristeten) Teilzeittätigkeit in meinem Beruf nachgehen und dennoch genug Zeit für Pfiffikus haben.

Ich bin glücklich und höchst zufrieden so!
_________________
LG, Syringa und Pfiffikus (03/08 )
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Bachstelze




Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 22.03.2014, 23:20
BeitragTitel:
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Hallo Syringa,
das finde ich sehr schade, dass eine Freundschaft an so einem Überzeugungskampf zerbrechen muss. Kann man den Jungs nicht erklären, dass es nicht EIN BESSERES Hobby für alle gibt, sondern dass jeder das macht, was ihm am meisten liegt und am meisten Freude macht?

Zum ursprünglichen Thema:
Ich habe als Kind Unmengen gelesen und im Alter von 8-9 angefangen, Geschichten zu schreiben. Später wollte ich Schriftsteller werden, alle Sprachen der Welt lernen und à la Karl May durch die Welt reisen. Bloß hab ich dann bald verstanden, dass das heute so nicht mehr geht: Jeder kann reisen, ist nichts besonderes mehr.
Geschichten hab ich aber weiterhin geschrieben, bis mir unsere Deutschlehrerin diese Richtung gründlich vermieste: Alle Literatur wurde gründlich analysiert, und zum Schluss saß man vor einem Scherbenhaufen und von dem ursprünglichen Werk war irgendwie nichts mehr übrig. Der Gedanke, meine Bücher und Geschichten so zerpflückt zu sehen, war mir unerträglich. Als mir dann noch jemand sagte, die ganzen Germanistikstudenten, die von einer Schriftstellerkarriere träumten, die endeten doch alle als Deutschlehrer in der Schule - da war der Schriftsteller vom Tisch.

Musik füllte den freigewordenen Raum, doch bis zum Schulabschluss hatte ich Schwierigkeiten, mich zwischen Musik und Medizin zu entscheiden. Eine Zeitlang spielte ich mit dem Gedanken, beides parallel zu machen. Dann entschied ich, zuerst Musik zu studieren, denn dafür sind körperliche Fertigkeiten notwendig, die bis zu einem gewissen Alter entwickelt werden müssen. Medizin wollte ich später machen - der Kopf funktioniert auch später noch. (soviel zu realistischer Einschätzung bei Schulabschluss holla )

Später hat sich dann nochmal alles geändert: neues Land, andere Umstände, gesundheitliche und familiäre Aspekte. Jedenfalls wurde Musik schwierig. Da hab ich mir überlegt, was ich denn sonst machen kann - und bin auf das Schreiben zurückgekommen: erst Übersetzungen, dann technische Dokumentation.
Heute leite ich eine Dokumentationsabteilung in einer High-Tech-Firma, arbeite aber daran in die Musik zurückzukommen.

Von daher lässt sich manches auf die kindliche Berufsvorstellung zurückführen, aber gradlinig bei mir bestimmt nicht devil

Liebe Grüße
Bachstelze
_________________
Bachstelze
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Kinder, Musik, NES



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