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Verfahren wegen Feststllung sozial-emotion. Förderbedarfs


 
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NN



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 24.02.2012
Beiträge: 14
Wohnort: HE

BeitragVerfasst am: 26.08.2014, 14:46
BeitragTitel: Verfahren wegen Feststllung sozial-emotion. Förderbedarfs
Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

habe hier einen 8-jährigen, der die 2. Kl. beendet hat mit Sozialverhalten 4, Arbeitsverhalten 3 und ein eingeleitetes Verfahren zu Feststellung .... durch die KL.
Hals über Kopf habe ich einen Termin bei unserer "alten" KipSy gemacht mit dem Ergebnis: IQ 124 (jedoch starke Zurückhaltung, Leistungshemmungen, braucht sehr viel Ermunterung, schlechtes Selbstvertrauen) - das war keine Überraschung, wir haben schon ein 12-jähriges HB-Exemplar.
Sohn war durchgehend seit er 2,5 ist aus meiner Sicht "unberechenbar" in seinen Reaktionen, kreativ, manipulativ, schwer unterordnbar/integrierbar in Gruppen - er hat Regeln leicht anders interpretiert ... Also sein "föderbedürftiges sozial-emotionales Verhalten" liegt nicht nur an einer deutlichen (und für die Psych offensichtlichen langfristigen Unterforderung) sondern hat noch einen anderen Grund. Nach ihrer Einschätzung kann ich würfeln: der eine Arzt wird ADS diagnostizieren der nächste wird es ausschliessen. Andere Verdachtsmomente hat sie allerdings nicht. Ich verfolge im Moment die ADS-Diagnostik und will zumindest irgeneine Meinung von einem Spezialisten.

Fakt ist, dass die KL sowohl HB-Behandlung (Förderaufgaben - jeglicher Art) als auch ADS-Behandlung (ausgeteilte Aufträge müssen akribisch überprüft und verifiziert werden, ggf. konsequent zur Korrektur gebracht werden, inkl. Betreuung der bspw. HA-Mitschriften) durchführen muss um ein nicht-ganz-HB und nicht-ganz-ADS-Kind in Griff zu bekommen.

Die KL, die mein Sohn in der 3. bekommen wird, ist neu an der Schule, aber ein sehr zeitnahes Gespräche ist da trotzdem wegen des angelaufenen Verfahrens angbracht. Jedenfalls ein unverbindliches Beschnuppern aus der Anonymität der Elternschaft heraus ist da nicht möglich.

Wie falle ich nun mit der Tür ins Haus und bring ihr das alles bei ?!? Muss ich davon ausgehen, dass die von HB in der Praxis nichts weiß und von ADS in Praxis nur marginal mehr und das Ganze nun vereint in einem Persönchen nur aus der Theorie kennt?
Mit der neuen KL gibt es eine neue Chance für Sohn, aber auch das Potential sich gleich in den ersten 2 Wochen "richtig" zu positionieren. Wer hat Erfahrung mit so einer Situation???

Man muss dazu sagen, dass wir zuhause uns bewußt sind ein kompliziertes Kind zu haben, jedoch ist der Alltag normal harmonisch - die Psy meinte wir machen wohl intuitiv verdammt viel richtig - wir können in etwa also unser Kind handeln, aber die anderen scheitern offensichtlich daran. Ich könnte der neuen KL Tipps von Langzeit-Betreuerin zu Novizin geben, oder ist das übergriffig?
Bei der alten KL hätte ich mich das nicht getraut, weil ich keine Ahnung hatte was mit Kind los war und sie selber klar ausgetrahlt hat, dass sie 20 Jahre Berufserfahrung hat und schon weiß was zu tun wäre. OK, im Nachinein hat sie ein paar Fehler gemacht, aber das soll das Verhalten von Sohn nicht entschuldigen.

So, her mit den guten praxiserprobten Ratschlägen!

LG, NN
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joeymc
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 17.09.2009
Beiträge: 1539
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 26.08.2014, 19:55
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Ist das ESE-Überprüfungsverfahren denn jetzt eingeleitet?
Wenn ja, ist das auf jeden Fall auch ein Grund für ein Gespräch mit der KL, und übergriffig ist es sicher nicht, wenn man bei einem komplizierten Kind der KL Tipps für erfolgreichen Umgang gibt.
Was war denn das konkrete Problem in der Schule?
_________________
veni, lusi, fugi
(Ich kam, scherzte und floh - mein Sohn Nr 1 (mit damals 13) über die Schule und wech )
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NN



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 24.02.2012
Beiträge: 14
Wohnort: HE

BeitragVerfasst am: 27.08.2014, 10:07
BeitragTitel:
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Hallo!

Ja, das Verfahren wurde ca. 6 Wochen vor SJ-Ende eingeleitet.

Die Probleme in der Schule sind Unterrichtsstörung durch Reinquatschen und Umherlaufen während des Unterrichts. - die Kurzform.
Die Langform:
- häufige und ausgedehnte Toilettengänge (an Niere und Blase hat er nichts!)
- häufig und intensives Bleistiftspitzen am Klassenspitzer sowie Wassertrinken, der WEg dahin wird für Unterhaltungen mit einzelnen Kindern genutzt. Er sitzt auch am Einzeltisch ganz hinten in der Klasse, weswegen der Weg nach vorne ans Pult lang ist und viele Kinder bis dahin Gelegenheiten bieten
- ist ungefähr der letzte, der den Aufforderungen was zu tun nachkommt (Reinräumen, Rausräumen, ....)
- grundsätzlich quatscht er rein meistens zu Thema, meistens richtig - aber verletzt damit die Gesprächsregeln in erheblichem Maße.
- äußert sich mal unpassend:
1. in Reli erzählt er, dass er das sowieso nicht glaubt, dass Gott existiert, und die ganzen Geschichten unwahr seien und er würde viel lieber darüber diskutieren, warum man an Gott glaube und was das bringen soll .... ja wir sind keine Kirchgänger und die gottesfürchtige Erziehung steht nicht im Mittelpunkt, aber Respekt vor anderen erziehen wir schon. Sie singen sehr viel in Reli und das ist die blanke Katastrophe.
2. in HSU ist er explodiert: wenn er noch einmal was von dem blöden Igel hören muss, dann kommt er nicht mehr in die Schule und er könne es nicht nachvollziehen, wie man nach einem halben Jahr immer noch nicht weiß was mit diesem blöden Igel los wäre. Es kommt ja nichts mehr Neues. Ob man nicht mal das Thema wechseln könnte.

Das wiederum fanden beide Lehrerinnen nicht so prickelnd, aber meinerseits fehlt das Verständnis wie man auf so etwas als Lehrer nicht vorbereitet sein kann. In meinem Bekanntenkreis kann fast jede Mutter davon erzählen, dass ihre SÖHNE immer wieder gerne das Thema "Gottesbeweise" behandelt haben wollen und eher nicht reilgiöse Lieder. Und jedesmal sind Lehrer wie vollkommen überrascht davon.
OK, es ist auch ein Erziehungsproblem - vielleicht sollte ich ihn eher in Ethik stecken ...
Und für die Explosion in HSU habe ich leider Verständnis für meinen Sohn. Der hat schon Wochen davor immer gejammert, dass er das vom Igel nicht mehr hören kann. Als er dann den Test zurückbekam auf dem er als "echter Igelexperte" ausgewiesen wurde, hat er das als pure Ironie interpretiert. Ich denke das hat die Lehrerin so nicht gemeint.

Als "pädagogische Maßnahmen" vorweg, die nicht gefruchtet haben wurde ein Buch der Misstetaten geführt, wo ca. 2 Einträge pro Tag drin standen. Gehäuft ging es um Unterrichtsstörung hinzu kamen Einzeltaten, etwa Schubsen auf dem Weg zum Sport, Klettern auf den Baum, Staub aufwirbeln in der Pause, zu spät zur Schulstunde erscheinen, HA vergessen.
Wegen Letzterem musste er nachsitzen, was für ihn eher kein Problem ist, wie die Lehrerin auch selber erkannte, weil das auch nur 10 Minuten sind, zum Nachholen vom Wochenpensum (!?!) und er dabei ihre volle Aufmerksamkeit geniessen darf.
Ausserdem hatte er die letzten 3 Monate im SJ einen Einzelsitzplatz ganz hinten in der Klasse und wurde öfters in einen Nebenraum der Klasse alleine hingeschickt nach 2 Ermahnungen wegen Unterrichtsstörung.


LG, NN.
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sun
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Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 2614
Wohnort: Rheinland

BeitragVerfasst am: 28.08.2014, 22:06
BeitragTitel:
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Tja, schwierig - ist natürlich schwer einzuschätzen, ob es der bessere Weg ist, der Lehrerin gleich die Zusammenarbeit zu erleichtern, indem man sie auf diese "Aufgabe" vorbereitet, oder ob man damit gleich Minuspunkte sammelt, weil man "für sein Kind eine Sonderbehandlung möchte". Das nimmt wohl jeder Lehrer anders auf.

Deswegen würde ich glaube ich schon das Gespräch suchen - ist ja wegen des Verfahrens eh nötig. Vielleicht a) nicht gleich am ersten Schultag und b) ganz vorsichtig. Wenn du zeigen kannst, dass du interessiert an der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus bist, ist das glaub ich auf jeden Fall ein Pluspunkt.

Wenn er zusätzliche Förderung im sozial-emotionalen Bereich bekäme, sprich die Klassenlehrerin vielleicht Unterstützung durch jemanden, der in dem Bereich geschult ist, kriegen kann, wär das vermutlich ja auch hilfreich. Dann gäbe es vielleicht noch hilfreichere Maßnahmen als die von dir geschilderten "pädagogischen Maßnahmen".

Ich drücke die Daumen!!! winkie
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LG sun mit Naseweiß (*3/98, Studentin in NL), PeterPan (*6/99, dualer Student) und TigerLily (*6/05, 8. Klasse hb-Zweig)
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jutta
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Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 30.08.2014, 18:02
BeitragTitel:
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Ein ADS mit oder ohne H kann sowieso nur ein Arzt feststellen. So ungewöhlich ist es auch nicht, trotzdem noch zusätzlich besonders begabt zu sein.

Er ist ja auch nicht erst seit der Schulzeit unberechenbar oder Regeln missachtend. Er hat eine offensichtlich schwache Impulskontrolle, aufgrund des Fehlverhaltens erhält er noch weniger Beachtung seiner anderen Bedürfnisse im kognitiven Bereich, was das Ganze verstärken könnte.

Da sind wohl alle Seiten gefragt. Eine ordentliche Diagnostik, Förderung seiner Stärken in der Schule, positive Verstärkerpläne, ganz kurze Leine bei Grenzüberschreitung mit Wissen um die Konsequenzen und nach der Diagnostik dann der nächste Schritt.
Wie der aussieht, kann man erst dann sagen.

Generell würde ich empfehlen, ob ADS oder nicht, tut einfach mal so als ob und behandelt sein Verhalten dementsprechend. Es schadet ihm nicht, wenn ihr euch da in der entsprechenden Literatur umseht. Helga Simchen wird da gern empfohlen, weil sie auch mit ADS und Begabungen was geschrieben hat.

Die Lehrerin wird doch sowieso informiert über das Feststellungsverfahren, oder? Daher ist ein Vorschlag zum Kennenlernen und besprechen sicher nicht schlecht.

Jutta
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Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
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