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Mubbi



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Anmeldungsdatum: 12.02.2013
Beiträge: 101
Wohnort: Saarland

BeitragVerfasst am: 21.11.2014, 19:55
BeitragTitel: Ihr kennt Euch doch alle aus..
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Hallo,
heute hab ich mal eine Frage an die erfahrenen Eltern unter Euch...
Wie ja schon berichtet, hat mein Sohn laut AID2 Test einen IQ von 125. Einen Ausreißer hat er aber in dem Test: den Punkt 10 Analysieren und Synthetisieren abstrakt, da liegt sein Wert bei 40, was laut dem Tester einem IQ von etwa 85 entspricht. Was genau beschreibt dieser Teil des Testes?
Wir haben nämlich in der Schule Schwierigkeiten bei der Rechtschreibung - quer durch alle Fächer und Sprachen.
Die Schule hat mich letztens mit ihm zu einem Rechtschreibschwäche-Test geschickt. In dem Deutsch-Teilbereich kam dann raus, dass er keine Schwäche hat, aber sein IQ in dem Bereich knapp unter "normal" liegt.. Deshalb stelle ich mir die Frage, ob das alles vielleicht zusammenhängt.
Die Schule will ihm gerne helfen, braucht aber dazu eine offizielle Diagnostik..
Danke schon mal!
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ripley



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 22.11.2014, 12:13
BeitragTitel: Re: Ihr kennt Euch doch alle aus..
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Mubbi hat folgendes geschrieben:
Hallo,
heute hab ich mal eine Frage an die erfahrenen Eltern unter Euch...
Wie ja schon berichtet, hat mein Sohn laut AID2 Test einen IQ von 125. Einen Ausreißer hat er aber in dem Test: den Punkt 10 Analysieren und Synthetisieren abstrakt, da liegt sein Wert bei 40, was laut dem Tester einem IQ von etwa 85 entspricht. Was genau beschreibt dieser Teil des Testes?


Guck mal, was ich gefunden habe:

Zitat:
Untertest 10 Analysieren und Synthetisieren-abstrakt
soll die Fähigkeit prüfen »komplexe (abstrakte) Gestal-ten durch eine geeignete Strukturierung reproduzierenzu können«. Mit Plastikwürfeln, die jeweils eine rote,eine weiße, eine diagonal geteilte rot-weiße, einesenkrecht geteilte rot-weiße und eine Seitenfläche mitdrei weißen und einem roten Quadranten aufweisen(eine weitere blaue Würfelseite hat für die Lösung kei-ne Bedeutung), sind innerhalb einer Zeitgrenze von30-90 Sekunden vorgegebene Muster nachzulegen.
Quelle: http://www.academia.edu/3194718/Testbesprechung_zum_Adaptiven_Intelligenz_Diagnostikum_2

Möglicherweise hat er einfach ein Problem damit, Buchstaben/Buchstabengruppen/Wörter mit - vielleicht sicht sicher genug verankerten? - geistigen "Abbildern" dieser Buchstaben(gruppen) zu vergleichen und sie so (korrekt) zu identifizieren?

Das ist aber das, was ICH aus der Beschreibung des aid 2 rauslese. Überlege bitte selbst, ob das so für dich Sinn macht. Guck vielleicht auch mal, wie gut er unterschiedliche geschriebene Buchstaben oder Buchstabenfolgen (verschiedenen Handschriften, ggf. versch. PC-Schrifttypen oder gar Fraktur) lesen/erkennen kann (Problem: Woher die Referenz nehmen?)

Ansonsten: Wenn ich das richtig herleite, dann ist der Filius inzwichen mindestens 11, geht inzwischen auf die weiterführende Schule ... und der Test wurde anno dunnemal in der Grundschule gemacht?
Vielleicht einfach nochmal neu, zwar speziell mit der Problemstellung "Schreibschwäche", aber eben das "Drumherum" nicht vernachlässigend, das Kind angucken lassen?
_________________
LG
Ellen
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Mubbi



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Anmeldungsdatum: 12.02.2013
Beiträge: 101
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BeitragVerfasst am: 22.11.2014, 14:21
BeitragTitel:
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Danke für die Info. Werde ich mir mal genau zu Gemüte führen.
Er hat keine Probleme mit der Rechtschreibung an sich, sondern er schreibt einfach alles klein oder alles groß. Wenn man ihn mit dem Thema konfrontiert, kann er auf anhieb alle Regeln bzw. wenn ich nur sag, das Wort hier ist falsch, sieht er was falsch ist. Nur in den Klassenarbeiten funktioniert das überhaupt nicht...
Er hat ja bei dem örtlichen Schulpsychologischen Dienst den regulären Test zur Rechtschreibschwäche gemacht. Das Ergebnis war "unteres Ende normal", also kein Hinweis auf irgendwelche Schwächen oder gar Störungen..
Deshalb kam ich dann auf die Idee, dass es vielleicht mit dem "Ausreißer" in dem anderen Test zusammenhängt.
In Französisch und Englisch schreibt er interessanterweise z. B. alle Hauptwörter groß - dort kann er sich nicht merken, dass er das nicht braucht... Zumindest in den Klassenarbeiten nicht, was natürlich die Noten unnötig schlechter macht als notwendig..
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ripley



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Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 22.11.2014, 18:28
BeitragTitel:
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Wie viel Zeit hat er, falls überhaupt, bei Klassenarbeiten "übrig"?

Bei Junior (ADHSler, langsamer und ... "bemühter" Schreiber) half es seinerzeit, dass ich ihn anwies, erst mal zu Papier zu bringen, was aufs Papier muss, und dann am Ende der Zeit noch mal Korrektur zu lesen bzw. zu korrigieren.
Junior war schlichtweg überfordert, wenn er versuchte GLEICHZEITIG a) zu schreiben (ist ja schon eine grafomotorische Leistung an sich), b) LESERLICH zu schreiben, c) orthografisch KORREKT zu schreiben.
Zu viele Dimensionen auf einmal sozusagen. Bei bzw. mit Aufdröseln in mehrere Teilschritte hat die Sache erleichtert.
(So haben wir in der GS-Zeit auch zuhause geübt: Immer nur ENTWEDER flott ODER "schön" ODER orthografisch korrekt als Zielvorgabe.
_________________
LG
Ellen
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Mubbi



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BeitragVerfasst am: 22.11.2014, 19:13
BeitragTitel:
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Bei Klassenarbeiten hat er selten Zeit übrig. Meistens wird er noch nicht mal fertig. Strukturiert arbeiten ist oft schwierig - es widerstrebt ihm völlig, nicht der Reihe nach zu arbeiten. Ich sag ihm immer, er soll erst mal das machen, was er kann. An die schwierigen Aufgaben kann er sich ja später machen. Aber das funktioniert nicht. Dann verliert er völlig den Überblick.

Die Schrift ist das Grauen, aber mittlerweile kann man's wenigstens lesen. Auch wenn er die Linien im Heft selten beachtet...

Die Konzentration hängt auch massiv vom Interesse ab. Bei für ihn gefühlt interessanten Fächern ist es weit besser als bei Sachen, die ihn nicht interessieren.

Die Grundschule bot mal ein Konzentrationstraining an. Das hat ihm Spaß gemacht und er war Feuer und Flamme. Und die vom Jugendbüro haben mich nachher gefragt, warum ich ihn überhaupt angemeldet hätte - er hätte doch sicher keine Schwierigkeiten bei der Konzentration...
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ripley



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Beiträge: 912
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 22.11.2014, 22:41
BeitragTitel:
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Junior hatte ab der 6. oder so bis zur 10. einen "Spickzettel" sichtig im Mäppchen.

Da stand drauf:
Zitat:

Spickzettel
1. COOL bleiben!
2. ERST alle Aufgaben lösen, die Du lösen KANNST, Übersprungenes MARKIEREN
3. DANN übersprungene Aufgaben lösen - den Markierungen folgen!
4. Noch Zeit? Lösungen überprüfen, Korrekturen machen!

Vorgehen nach dieser Struktur wurde von mir - völlig unabhängig von der Note - hoch gelobt und belohnt.

Der Spickzettel wurde übrigens von Lehrerseite nie moniert winkie[/quote]
_________________
LG
Ellen
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Mubbi



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Anmeldungsdatum: 12.02.2013
Beiträge: 101
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BeitragVerfasst am: 23.11.2014, 09:41
BeitragTitel:
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Guter Plan! Werde ich gleich mal ausprobieren. daumen
Ich bin ja immer wieder beruhigt, dass es uns nicht alleine so geht.
Schönes Restwochenende winkie
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LiaJolée



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Anmeldungsdatum: 26.01.2011
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 22.12.2014, 19:02
BeitragTitel:
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Hallo Mubbi!
Zitat:
Die Schule will ihm gerne helfen, braucht aber dazu eine offizielle Diagnostik..

Offizielle Diagnostik wofür? Für LRS? Also, ein Kind braucht keine Lese-Rechtschreibschwäche durch einen Psychologen bestätigt bekommen, um in der Schule gefördert zu werden. Die Deutschlehrkraft ist laut saarländischem Erlass für eine Förderdiagnostik zuständig. Unabhängig von einer LRS-Diagnose kann die Schule selbst entscheiden, welche Förderung für das Kind in Betracht kommt. Einzige Voraussetzung - und das ist bei euch wahrscheinlich eben nicht so - dass die Rechtschreibleistungen nicht konstant ausreichend sind. Dein Sohn ist also nicht schlecht genug für besondere Fördermaßnahmen... rolleys

Zitat:
In dem Deutsch-Teilbereich kam dann raus, dass er keine Schwäche hat, aber sein IQ in dem Bereich knapp unter "normal" liegt..

Du meinst bestimmt die Rechtschreibleistung knapp unter normal und nicht den IQ, oder?

Wenn ich so lese:
- schreibt einfach alles klein oder alles groß
- bei Hinweis, kann er auf Anhieb alle Regeln
- sieht er was falsch ist
- in den Klassenarbeiten funktioniert das überhaupt nicht
- in Französisch und Englisch alle Hauptwörter groß
- kann er sich nicht merken, dass er das nicht braucht
- in Arbeiten selten Zeit übrig
- wird noch nicht mal fertig
- strukturiert arbeiten ist oft schwierig
- muss der Reihe nach arbeiten, sonst verliert er völlig den Überblick
- die Schrift ist das Grauen
- die Linien im Heft selten beachtet
würde ich sagen, dein Sohn kann das "große Ganze" nicht überblicken. Das heißt, je größer, länger oder komplexer eine Aufgabe ist, desto schwieriger wird es für ihn, die Einzelteile darin zu beachten, zu sortieren und zu organisieren = Chaos im Kopf. Dazu würde auch der Testausreißer passen, da er bei diesem Untertest erstmal alle Teile im Ganzen beachten muss, bevor er die Einzelteile zu einem Muster zusammenfügt.
Der Test sieht übrigens so aus:

So wie ripley schon schrieb, wäre es für Klassenarbeiten gut, wenn du mit ihm eine Art Bearbeitungsplan machst, den er dann mitnehmen kann. Das kann so aussehen, wie bei ripleys Sohn oder ihr probiert noch andere Dinge aus, wie z.B. am Ende die Groß-/Kleinschreibung durchschauen (Texte übrigens immer vom Ende bis Anfang korrigieren) oder er markiert übersprungene Aufgaben mit Post-its. Eine bessere Übersicht verschafft auch, die einzelnen Aufgaben auf den Arbeitsblättern und den selbst beschriebenen Blättern durch waagerechte Linien zu trennen. Dein Sohn hat bestimmt noch eigene Ideen.
Das sollte er dann zu Hause einüben.
_________________
Grüße
Lia
_____________________
Lia mit Sohn (*06/99)
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ripley



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Anmeldungsdatum: 15.05.2010
Beiträge: 912
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BeitragVerfasst am: 22.12.2014, 19:49
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Was das rein sprachliche Korrekturlesen - so man denn die Zeit dazu hat - auch sehr unterstützt: Wenn man von HINTEN nach VORNE liest.
Also mit dem letzten Wort anfagen, dann das vorletzte und so weiter. Das hilft zwar nicht bei verkorksten Sätzen. Aber viele Flüchtigkeitsfehler, die man beim normalen (von vorne nach hinten) Korrekturlesen komplett übersieht, springen einem auf diese Weise schön in die Augen.
_________________
LG
Ellen
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Mubbi



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Beiträge: 101
Wohnort: Saarland

BeitragVerfasst am: 25.12.2014, 19:49
BeitragTitel:
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Danke für die Hinweise.
Das mit dem von hinten nach vorne lesen praktizieren wir schon seit der Grundschule. Aber ich hab immer das Gefühl, er ist froh, wenn er abgeben darf - und dann schaut er nicht so genau..
LRS ist es übrigens nicht laut dem Test
Aber das mit dem Überblick übers Große und Ganze kommt schon hin. Er hat dann auch oft bei den Aufgaben Angst anzufangen - weil er kanns eh nicht laut seiner Aussage..
Wenn er dann mal anfängt, ist es meist doch nicht so schwierig wie gedacht.
Es bleibt also spannend

Fröhliche Feiertage
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Mubbi



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
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Beiträge: 101
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BeitragVerfasst am: 25.12.2014, 19:50
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ach so, hab noch was vergessen.. Die von Euch aufgezeigten Tests liebt er übrigens und macht sie quasi mit links..
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