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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 25.11.2005, 15:36
BeitragTitel: Leider noch nicht viel weitergekommen...
Antworten mit Zitat

Huhu,
ich gebe Euch mal einen kleinen Zwischenbericht von uns (falls es jemanden interessiert):

Das Problem war, das meine Tochter sehr unglücklich und unausgeglichen wirkt und immer wieder äußert, lieber sterben zu wollen, etc.

Ich habe ein Gespräch mit dem KiGa geführt. Die Erzieherin war völlig überrascht und konnte sich das nicht erklären. Im KiGa ist nichts vorgefallen, Tochter wirkt dort fröhlich, spielt mit anderen Kindern. Sie wollte sie weiter beobachten. Ein paar Tage später fragte ich dann nach, sie sagte, entweder läge es daran, dass meine Tochter einen extremen Freiheitsdrang und ein Problem mit Grenzen hat, oder dass "es in Richtung Hochbegabung geht". Ein so frühes Interesse für Buchstaben etc. wäre "nicht normal", außerdem hätte sie mal ein Vorschulheft mit ihr durchgemacht, damit hätte sie jedenfalls keine Schwierigkeiten gehabt (da mußte ich innerlich schon ein bisschen grinsen. Diese SCHWIERIGEN Vorschulhefte!!! ;) ) Ob sie daraus irgendwelche Schlußfolgerungen ziehen will, weiß ich nicht. Unmittelbar nach dem ersten Gespräch ging es meiner Tochter plötzlich sehr viel besser (wahrscheinlich wegen verstärkter Aufmerksamkeit durch die Erzieherinnen), inzwischen ist es wieder schlechter geworden.

Heute war ich beim Kinderarzt, das war leider ein totaler Schlag ins Wasser. Er meinte, wahrscheinlich hätte meine Tochter eben einfach so einen mürrischen und unzufriedenen Charakter, und wenn es in drei Monaten nicht besser wäre, sollte ich wiederkommen, dann würde er mich an einen Spieltherapeuten überweisen. Außerdem sollte ich sie zwingen, möglichst viel mit anderen Kindern zu spielen, und diese auch gegen den Willen meiner Tochter zu uns einladen. (DAS werde ich ganz sicher nicht machen! Die armen Kinder! ;) Außerdem spielt meine Tochter doch schon den ganzen Tag im KiGa mit anderen! So ein Blödsinn, wirklich!)

Nach etwa hundert Versuchen ist es mir dann sogar noch gelungen, jemanden von der DGHK zu erreichen (Leiterin eines HB-Kindergartens). Die gab mir den Tipp, mit dem KiGa auzumachen, dass Töchti zwei Wochen lang beobachtet wird, ich soll sie in der Zeit ebenfalls beobachten, dann soll ein erneutes Treffen stattfinden, in dem man vergleichen kann, wann es besonders schlimm und wann es besser war, um herauszufinden, an was genau es liegt.

Kommt mir vernünftig vor, ich weiß aber nicht ob sich unser KiGa darauf einläßt. Fällt Euch vielleicht noch was anderes ein, was ich dem KiGa vorschlagen kann? (Ich will jedenfalls noch fragen, ob sie sie nicht irgendwie mit größeren Kindern aus anderen Gruppen zusammenbringen können, was besseres fällt mir nicht ein.)

Jetzt muss ich schnell los!

Danke für's Lesen,

Karin
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Frau Wolle
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 4906
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 25.11.2005, 18:01
BeitragTitel:
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Hallo Moffi,

wie alt ist deine Tochter? Was macht sie denn besonders gerne? Gibt es irgendwelche Aktivitäten in Richtung Sport (Schwimmen, Turnen o.ä.)?

Der Kinderarzt ist ja Klasse motz na warte aua ! Bei einem Kindergartenkind ein mürrischer und unzufriedener Charakter??? Hat der sie noch alle? Kein Kind in dem Alter ist doch "nur" mürrisch und unzufrieden, ohne dass es einen Grund dafür gäbe! Und dann einfach mal 3 Monate warten??? Also wirklich, da fällt mir kaum noch was zu ein.

Bleib am Ball und ich drück euch die Daumen, dass du bald herausfindest, was deine Tochter so bedrückt.

Liebe Grüße

Frau Wolle
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Frau Wolle
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Citrus
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 3558
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 25.11.2005, 19:43
BeitragTitel:
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Hallo Moffi,

mein Bonsai war (und ist es manchmal immer noch) auch so ein "Mürrischer"! rolleys
Kiga- grrr! Er hat es gehasst, das Basteln und im Stuhlkreis hocken und tri tra trulalla zu machen. Er ist nicht EINE Minute zu viel dort hin gegangen!
Ich habe mir auch immer Gedanken gemacht, dass er so wenige Kontakte pflegen wollte. Wenn alle draußen rum fegten, war er lieber allein- und das ist bis jetzt auch so geblieben. Zwingen kann man da zu gar nichts, so ein Quatsch. Anbieten ja, aber auch respektieren, wenn sie das eben nicht wollen.

Ich umgebe mich nun auch nicht unbedingt freiwillig mit Leuten in meiner Freizeit, mit denen mich nichts verbindet!

Lieber sterben wollen- auch das kenne ich von unserem Sohn! Und DAS ist etwas ganz furchtbares!!! Ich hätte jedes mal los flennen können, ich war da total hilflos.
In welchen Zusammenhängen äußert sie das? Denn solche Aussagen finde ich aus so kleinen Mündern immer ganz besonders schlimm! streichel

Einen Rat habe ich für Dich kaum. Meist ist es doch so- wenn man da in eine bestimmte Richtung "klopft", steht man schnell schön blöd da! Dann führen sie die Kids, wenn`s geht, noch gern vor! traurig
Zu Eurer Situation fiele mir nur ein, dass sie Eurem Kind eben ab und an Futter anbieten und es nicht wirklich unnötig lange dort schmoren sollte.
Die Nachmittage ausfüllen mit interessantem Input und die Zeit durch halten- in der Schule geht das nämlich weiter. Lernen aus zu halten müssen, müssen sie eh irgendwie, auch wenn das traurig ist. Extrawürschte gibt es kaum.

Es scheint ja, dass Euer Kiga recht aufgeschlossen ist? Wenn die Betreuerin das schon so anbietet?

Und- Kinderärzte kann man wechseln, gelle? ;) Manchmal ist das besser!

Ich bin mal gespannt, wie das in Eurem Kiga weiter geht. Berichte doch, wenn es da irgendwie weiter geht. Wäre ja auch mal schön, etwas positives zu hören.

*Daumendrück*
Zitrone
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»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.«
Albert Einstein
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 10:02
BeitragTitel:
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Huhu,
danke für Eure Antworten. Meine Tochter ist viereinhalb. Das Einzige, was sie im Moment gern macht, ist Basteln, das ist aber auch immer mit viel Geheule und Wutanfällen verbunden. Leider lehnt sie alles, was wir ihr an Input anbieten, ab, will weder zum Sport, noch ein Musikinstrument lernen. Eigentlich ist sie so ein typisches braves, vernünftiges Mädchen, aber seit einiger Zeit ist sie sehr zapplig, aggressiv, weinerlich, ungeschickt (fällt ohne jeden Grund von der Kloschüssel), total auf Konfrontationskurs ("Was schaust du so blöd, Arschliese!"), provoziert uns andauernd, hat dabei aber gar kein Selbstbewusstsein ("Ich hab mich gar nicht mehr lieb, ich bin Sch..."). In Gegenwart von Nicht-Familien-Mitgliedern stellt sie sich dumm, das kann sie so perfekt, dass es schon richtig peinlich ist.

Dass sie sterben will, sagt sie oft, wenn was nicht so klappt, wie sie es sich vorgestellt hat (gestern z.B., weil sie den Text des Weihnachtsoratoriums nicht verstanden hat und irgendwie der Meinung war, dass das an ihrer Dummheit liegt, und nicht daran, dass ein Chor eben schwer zu verstehen ist). Oft begreife ich gar nicht, was sie eigentlich stört oder was sie von sich erwartet.

Ich muss inzwischen aufpassen, dass ich sie nicht dauernd schimpfe, weil sie mich so ärgert.

Der Kinderarzt ist eigentlich ganz nett, der war glaub ich nur ein bisschen überfordert mit so einem "Psychoproblem".

Ich muss wohl nochmal mit dem KiGa reden. traurig

Nochmal danke für Eure Trostworte,

Karin
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Tar-Miriel
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 5260
Wohnort: Südhessen

BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 13:44
BeitragTitel:
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Hallo Moffi,

ich habe auch eine Vierjährige (08/01) hier, die gerade eine furchtbare Phase hinter sich gebracht hat.

Wir hatten einen Machtkampf nach dem anderen. Geschrei gab es wegen Nichtigkeiten ("Das Brot ist auf der falschen Seite geschmiert!!!"). Sie suchte blitzschnell ein neues Kampfobjekt, wenn sie merkte, dass sie mit dem alten nicht weiterkam. Ein Wutanfall ging in den nächsten über und es lag teilweise pure Berechnung dahinter nicht blinde Wut. Es wurde einfach alles infrage gestellt und das mit bemerkenswerter Ausdauer. Sie hat mich teilweise wirklich FAST kleingekriegt.

Seit ca. 2 Wochen hat sich die Lage jedoch schlagartig beruhigt. Ich habe ein ruhiges, vernünftiges und nur noch selten motziges Kind, das plötzlich einen Riesensprung nach Vorne gemacht hat:
Puzzle sind, nachdem sie monatelang nicht angerührt wurden, hochinteressant, aber dann doch bitte mit 300 Teilen. Sie fängt an sich für Buchstaben zu interessieren, ihren Namen (hat 10 Buchstaben) zu schreiben und dann bitte gleich auch noch andere Worte, was bislang völlig uninteressant war.

Als ich eben Dein neustes Posting las, in dem stand, dass es sich plötzlich geändert hat, musste ich an meine Maus denken, weil es fast zeitgleich abläuft. Vielleicht ist es ja nur eine Motzphase, die bald wieder vorbei geht. Sie sind total unzufrieden mit sich, nichts klappt, sie sind reizbar und dann mit einem Schlag geht es voran und wir haben unsere friedlichen Zwerge wieder.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es wirklich nur eine Phase ist und Du bald wieder aufatmen kannst.

Liebe Grüße
Tar-Miriel
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 13:47
BeitragTitel:
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hi karin,

ich hab beim lesen deiner berichte schon manches mal überlegt, ob es nicht einen versuch wert wäre, sie mal eine weile ganz in ruhe zu lassen.

wenn ein kind schlau ist, denkt man vielleicht zu früh und zu dúrchgehend darüber nach, dass der weg aus jedwedem problem eine stramme förderung und höhere auslastung sein müsse. aber vielleicht ist es das gar nicht immer?

vielleicht fehlt dem kind ein raum, in dem sie erstmal nur sie selbst sein kann. vielleocht hält sie die anderen kinder und auch euch eltern nicht immer aus, weil sie nicht immer versteht, was ihr von ihr wollt. sie weiß es wahrscheinlich von sich selbst auch nicht so ganz genau und ist deshalb unzufríeden und manchmal richtig verzweifelt.

wenn beim ersten anzeichen von langeweile gleich jemand mit einem angebot anrückt, erfahren die kinder vielleicht zuwenig, wie sie sich selbst aus der langeweile befreien können. und manche müssen auch irgendwas oft erst "zuende denken", bis sie für etwas neues offen sind. und wenn man als eltern in diese phase mit einem anspruch oder einer aktivität reinplatzt, die sie nicht selbst "gefunden" haben, dann blocken sie ab, manchmal sogar recht abweisend.

hast du mal versucht, sie eine weile nur zu loben und in den arm zu nehmen und sie einfach mal gar nicht zu fordern? nuja, einigermaßen anständiges betragen muss man schon fordern, aber wenn sie austickt, lieber das publikum entziehen als schimpfen? ihr immer wieder versichern, wie froh du bist, dass sie lebt?

ich hab irgendwie eine vagen verdacht, dass sie sich dumm stellt, weil sie spürt, dass dir das gewaltig was ausmacht. und dass sie möglicherweise gegen deinen anspruch an ein "kluges" kind, das immer vernünftig und geschickt und mit tollen sachen beschäftigt ist, rebelliert. sie ist doch erst 4, karin. die kleinen spüren viel mehr, als sie verstehen können. und man kann ihnen auch nicht alles verbal erklären, auch wenn sie schlau sind.

das soll keine kritik sein, gell? es ist eine anregung, die einer intuition entspringt. wenn irgendwas nicht funktioniert hat, muss man vllt mal in eine ganz andere richtung gucken.

gruz
scout
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'It is our choices, Harry, that show what we truly are, far more than our abilities.' (Albus Dumbledore)
scout
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Frau Wolle
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 4906
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 21:57
BeitragTitel:
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@ Scout - das könnte hinhauen. Wenn ich jetzt so nachdenke, dann war das bei unseren Mädels auch schon mal so, dass sie ziemlich unleidlich und auch vielleicht verzweifelt waren, wenn ihnen in dem Alter was zu viel wurde.

Wenn ich dann einfach mal alles einen Gang zurückgefahren habe was Ansprüche oder auch Aktivitäten anging, wurde es auch wieder ruhiger - in jeder Beziehung.

Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Für Moffi und die Lütte daumendrückende Grüße

Frau Wolle
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Frau Wolle
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 10:26
BeitragTitel:
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Hallo Ihr Lieben,
das ist ja nett, dass Ihr soviel Gerhinschmalz für uns aufwendet!

@Tar-Miriel: Ja, da scheint's wirklich Ähnlichkeiten zu geben. Wir hatten gerstern erst ein Riesengeschrei hier, weil ich das Brot zugeklappt hatte. "Ich wüülls abaaa nüüücht zugeklaaaappt! Buaaah!" aua Ich hoffe auch, dass es nur eine Phase ist, mich beunruhigt nur dieses ständige "Ich will tot sein, ich will sterben!" Vielleicht meint sie das ja auch gar nicht so, vielleicht klingt das ja nur für Erwachenenohren so schlimm? Vielleicht heißt es ja nur, dass sie sich irgendwie nicht wohlfühlt? Keine Ahnung...

@Scout, Frau Wolle: Jedenfalls ist es mal wert, darüber nachzudenken! Eigentlich habe ich zwar das Gefühl, dass ich ziemlich wenig von ihr verlange (ich wäre schon froh, wenn sie auf Fragen unserer Gäste nicht mit "Popo" antworten würde!), aber vielleicht täuscht man sich da ja selbst? denk

Zuviele Aktivitäten finden hier jedenfalls nicht statt, wir verlassen das Haus eigentlich nur noch, um neue Bastelsachen einzukaufen. ;)

Ganz sicher habt ihr damit recht, dass es bei HBs nicht so ist, dass "mehr Futter" die Lösung für alle Probleme ist! Ich neige manchmal zu sehr zu diesem Denken! Und das Dummstellen ist ganz sicher eine Art Rebellion, aber ich kann einfach nichts dagegen machen, dass mich das wahnsinnig aufregt! Wenn Gäste da sind, benimmt sie sich total unmöglich, aber immer knapp unterhalb der Eingriffsschwelle. Ich kann sie doch nicht in ihr Zimmer schicken, weil sie so ein dummes Gesicht macht! Wahrscheinlich wäre es das Beste, sich gar nicht darum zu kümmern, aber das erfordert echt übermenschliche Kräfte.

Naja, jetzt fühle ich mich schon wieder zuversichtlicher,

Karin
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Idefix



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 23.09.2005
Beiträge: 473
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 11:25
BeitragTitel:
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Hallo Moffi!
Deine Maus tut mir echt leid. Es klingt für mich so, wie wenn sie sich selber nicht mag. Ich weiß, es ist schwer mit diesem trotzigen Verhalten umzugehen. Wir hatten auch einige solcher Phasen. Versucht, den Teufelskreis zu durchbrechen.

Bei uns hat sehr gut geholfen, wenn ich einfach für meinen Kleinen da war. Mir viel Zeit genommen habe und versucht habe fröhliche Stimmung zu verbreiten.

Mein Motto war dann: Es geht dir gut, weil es mir gut geht.
Musik hilft auch enorm. Was für einen Musikgeschmack hat deine Kleine denn? Mein Mini war eine Zeit lang ganz scharf auf Kiddy Contest. Wir haben die Musik laut aufgedreht und getanzt. holla

Wir haben viel geblödelt. Kissenschlachten, Schneeballschlachten, einen lustigen Film ausleihen und aus dem Wohnzimmer ein Kino machen (Alles verdunkeln, Popcorn und leckere Getränke) - solche Dingen helfen meinem Mini immer enorm, wenn der Frust zu groß wird.
Zeig ihr, dass du auf ihrer Seite bist und sie auch liebst, wenn sie sich unausstehlich benimmt.

Wir brechen auch regelmäßig aus der Alltagsroutine aus. Eigentlich sollten wir jetzt nach Hause gehen, weil es schon spät ist, ich habe aber Lust, noch einen Punsch am Adventmarkt zu trinken. Magst du vielleicht Bratkartoffeln? Ungeplante Unternehmungen machen uns immer am meisten Spaß. Von diesen gemeinsamen "Ausbrüchen" können wir schon eine Weile zehren.

Am besten du machst solche Dinge mit ihr an den Tagen, an denen sie besonders trotzig und unglücklich wirkt. Das Leben soll doch eigentlich Spaß machen und keine mühselige Angelegenheit sein.

lg Idefix
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grünergeist
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 21.05.2005
Beiträge: 2644

BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 11:44
BeitragTitel:
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Hallo Karin,
meine tochter wird auch 4. Ich habe bei ihr die Erfahrung gemacht, daß es gar nichts bringt, von ihr Sachen zu erwarten, die gerade nicht aktuell sind. Zahlen und Buchstaben waren mal aktuell, da hat sie viel mit gemacht und zur Zeit ist das total uninteressant. Da zählt sie nicht mal mehr richtig - außer es geht um Gummibärchen ;) . Sie stellt sich nicht dumm, es ist einfach bei ihr nicht aktuell. Irgendwann kommt dann wieder ein Sprung und dann hat sie irgendetwas stumm Angesammeltes umgesetzt und kann alles wieder. Wichtig ist in den stummen Phasen, wie Idefix auch schreibt, das einfache fröhliche Zusammensein, das Toben, kuscheln, vorlesen, am Klettergerüst Papa rumsteigen, Spielzeugläden angucken, einfach irgendwas zusammen machen.
Meine Tochter ist auch Meisterin der Provokation, des Herumtrampelns auf Grenzen, um zu sehen ob sie noch ein wenig zu dehnen sind. Dann kommt irgendwann ein Donnerwetter beim ersten Regelantippen und, siehe da, auf einmal geht wieder alles an normalem Benehmen. Ich habe sogar den Eindruck, daß sie erleichtert ist, wenn die Grenzen wieder klar sind. Sie ist eben ungeheuer raffiniert im umgehen, daß wir ihr immer wieder mal auf den Leim gehen und dann nutzt sie es voll aus und geht weiter.
Also gute Nerven sieh es etwas lockerer und komme auch zu Deinem Recht, wenn es Dir zuviel wird. Um das einzusehen sind sie schon alt genug.
Gg
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 30.11.2005, 10:56
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Idefix und Grüner Geist,

leider hat meine Tochter gar keiner Interesse an Musik ("Da fallen mir ja die Ohren ab!"), Filmen ("Langweilig."), Einkaufsbummeln ("Du kannst doch allein gehen..."). Schnellballschlachten ("Ich bleib lieber drinnen."), Vorlesen ("Das interessiert mich nicht.") oder Spielsachen ("Wozu habt ihr mit eigentlich eine Barbie geschenkt? Damit kann man doch gar nichts anfangen... Darf ich die jetzt auseinanderschneiden?"). Nachbarskinder, die an der Tür klingeln, muss ich wegschicken. Hier wird wirklich ausschließlich gebastelt! Das wäre ja auch in Ordnung, wenn sie dabei nur nicht so unglücklich wirken würde. traurig Mir fällt inzwischen schon auf, wenn sie mal ausnahmsweise lacht!
Mit "dumm stellen" meine ich nicht, dass sie keine Zahlen und Buchstaben mehr kann, sondern dass sie so tut, als ob sie geistig behindert wäre, die Zunge heraus hängen läßt, nur noch lallt und vom Stuhl fällt... Seufz...

Ich hoffe mal, dass das alles wirklich nur eine Phase ist... (Allerdings habe ich im Rückblick das Gefühl, dass bei uns eine schlimme Phase in die nächste übergeht.)

Karin
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luna
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Anmeldungsdatum: 16.08.2005
Beiträge: 473
Wohnort: Südostbayern

BeitragVerfasst am: 30.11.2005, 11:19
BeitragTitel:
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Hallo Karin,

hört sich ja wirklich nicht einfach an...

Nur mal ein paar Gedanken:

Bei uns benahm sich mal im KiGa ein Mädchen ähnlich wie deine. Bei ihr half ein Kindergartenwechsel, sie war mit einer Erzieherin ganz und gar nicht zurecht gekommen - aber das habt ihr ja auch schon gemacht. Trotzdem, eine irgendwie greifbare Ursache könnte es schon geben.

Barbies - dass man gar nix damit anfangen kann, nun ja, Ansichtsache. ;) Für Rollenspiele mit Puppen ist sie vielleicht noch etwas jung. Und Auseinandernehmen klingt eingentlich ganz altersgemäß; wenn meine beiden was "seziert" haben, dann auch am ehesten so in diesem Alter.

Vorlesen - "langweilig" hab ich von unseren Kindern da noch selten gehört. Kommt bei uns nur vor, wenn der Große den Text , den sich die jüngere Schwester ausgesucht hat, für zu kindisch hält.
Ist das bei euch denn völlig unabhängig vom Vorlesetext?

Inwieweit mischt eigentlich das kleine Brüderchen schon mit?

Könnte ihr "babymäßiges" Verhalten vielleicht ein wenig mit Eifersucht auf den Kleinen zu tun haben? Mama kümmert sich um den Kleinen, wenn ich auch wieder klein wäre, dann wär sie nur für mich da ...

Wenn du dir für sie alleine Zeit nimmst, was will sie dann? Nur Basteln? Oder auch schmusen, kuscheln und reden? Vielleicht könntest du dabei etwas Heraushören.

Ich wünsch dir viel Geduld - und vielleicht doch mal eine bessere Phase...



LG

luna
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Catwoman




Anmeldungsdatum: 04.03.2005
Beiträge: 2461
Wohnort: Bad Camberg

BeitragVerfasst am: 30.11.2005, 11:27
BeitragTitel:
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Hallo Karin,

das, was du zuletzt beschreibst ist in meinen Augen höchst bedenklich!!
Suche dir bitte so schnell es geht Hilfe!

Solche 'Touren' hatte mein älterer Junge (da war er 4 1/2 Jahre) und ich dachte wirklich ich hätte teilweise ein 'behindertes Kind' (bitte - nicht böse sein, aber von geistiger Behinderung kennt man diese Anzeichen): er zischte und verdrehte die Augen und wiegte sich ruckartig in seinem Autokindersitz (oder am Frühstückstisch) hin und her - wenn er nicht angeschnallt gewesen wäre (oder ich die Frühstückscerealien weggenommen hätte) , wäre er entweder runter gefallen oder mit dem Gesicht in der Schüssel gelandet... das war richtig grausam!!
Einmal 'drehte' er so auf - in seinem ganzen Verhalten - daß er Mühe hatte, sich wieder unter Kontrolle zu bekommen!!

Die Situation war damals die, daß er in einer Kindergruppe einer 'Freien Schule' ging, wo er auch die Möglichkeit hatte am Unterricht teil zu nehmen.
Dachten wir uns so schön, lief im ersten halben Jahr auch ganz gut - aber zuletzt (wir dachten langsam an Einschulung - wegen der anderen 'Sachen' die er sonst zu hause machte, seiner Interessengebiete und sein 'Wissen-wollen'...), zuletzt also sagte die Erzieherin:'Vor einem Jahr hätte ich JA gesagt - aber jetzt??'

Und das war der Punkt:
Wie denn ? macht das Kind in dem einen Jahr KiGa (wo er doch Möglichkeiten hat) Rückschritte??
DAS kann es nun wirklich nicht sein!!

Er hatte damals auch noch zu wenig Lust und fing an, sich in eine Fantasiewelt 'einzuspinnen' und wurde depressiv ('ich bin doof' , 'das kann ich nicht'...)

Er 'bemalte' die Puppe seines Bruders - die Augen, den Mund und die Finger - mit blauem Filzstift und sonst ging er immer sehr sorgsam mit den Spielsachenetc um!!!

Letztendlich hatte es ihm sehr geholfen, daß wir mit ihm zur Testung (bzw. überhaupt zu einer Psychologin ) gegangen sind und ihm (mit Aussicht auf die Einschulung im kommenden Schuljahr) vermittelt haben, daß er doch etwas kann ....
Er begann nämlich wirklich an sich selbst und seinem Wissen/Können zu zweifeln und ich /wir hatten das Gefühl, das Kind 'rutscht ' uns 'zwischen den Fingern weg'... (wenn du verstehst , was ich meine...)

Ich würde nicht mehr zuwarten!!

Mitfühlend CAT
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Catwoman

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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 01.12.2005, 10:43
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Luna, hallo Cat,

danke für Eure Tipps und Eurer Mitgefühl! blume :) schidkröte (Den Smiley wollt ich schon lang mal verwenden!)
Eifersucht ist es, glaub ich, nicht, die beiden haben (inzwischen) ein sehr gutes Verhältnis zueinander, teilen sogar von sich aus Süßigkeiten etc.

Wenn wir allein sind, will sie auch nur Basteln (gestern wars "eine prächtige Schleifenkrone"), höchstens noch mal so ein Logik-Spiel machen. Jedenfalls nicht reden!

Irgendwie hängt es schon mit dem KiGa zusammen, aber ich konnte bisher keine konkrete Ursache finden, die Erzieherinnen mag sie jedenfalls, sind auch sehr nett. kein Vergleich mit dem alten KiGa (wo sie schon mal auf den stillen Stuhl musste, weil sie auf Aufforderung nicht zu weinen aufhörte - dann ging's natürlich erst recht los!).

Ich hätte auch vor einem halben Jahr gesagt, man könnte sie eigentlich einschulen, jetzt kommt mir das unvorstellbar vor. "Ich bin dumm." hör ich hier auch ständig.

Inwieweit hat Euch denn der Psychologe geholfen? Der kann doch in dem Alter auch nicht viel mehr sagen als "Das Kind ist vielleicht hochbegabt." Wie habt Ihr Eurem Sohn denn vermittelt, dass er doch etwas kann? Und wie alt war er, als Ihr ihn eingeschult habt?

Karin, die hofft, dass Euch meine vielen Fragen nicht auf die Nerven gehen...
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Catwoman




Anmeldungsdatum: 04.03.2005
Beiträge: 2461
Wohnort: Bad Camberg

BeitragVerfasst am: 01.12.2005, 11:49
BeitragTitel:
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Nein , Moffilein, du nervst nicht!

Es gibt kaum eine schlimmere Situation, als die in der ihr gerade steckt!

Was wir getan haben, als der große sich so verhielt?

Wir haben ihn testen lassen, aus diesen Gründen (Verhalten) und weil wir uns wegen der Aussage der Erzieherin wirklich nicht mehr unseres Kindes sicher waren - was es kann und wie weit er ist.... wir hatten ganz vergessen, uns auch auf das Bauchgefühl etwas zu verlassen.

Und weil er dann auf Antrag eingeschult werden mußte - egal wo - wollten wir (um der besseren Überzeugung etwaiger DirektorInnen) etwas schriftliches in der Hand haben!

Das hat uns schwarz auf weiß zu lesen gegeben, daß er es wirklich 'drauf hat'... wenn er dann wieder einmal so Anwandlungen ('ich bin doof'...) bekam, konnten wir besser darauf eingehen (wie , das beschrieb ich dir bereits im 'Ich bin doof'-Thread; chronologisch gesehen, kommt also der 'EGO-Aufbau' nach der in diesem Fred beschriebenen 'Zisch-und-zuck-Phase' und dem Test samt Auswertung...) denk verstehste?

Obwohl die Psychologin damals schon sagte, wenn er wieder 'Probleme' bekäme, sollten wir auch eine Therapie in Betracht ziehen. Sie hat also damals bereits die 'ADHS'-Anzeichen bei ihm durchaus bemerkt!
Deshalb halte ich sie auch für eine gute Psych! Einfach wie sie mit Sohni damals umging (und mit uns auch :) ) und daß sie nicht nur 'einfach getestet' hat, sondern auch das ganze 'drumherum' mit in ihre Diagnose einbezogen hat.

Schlußendlich hatte dieser Test auch uns bestärkt wo wir wegen seines Verhaltens am (ver)zweifeln waren - er hat also nicht nur in Hinblick auf die Einschulung geholfen, sondern uns auch die Sicherheit gegeben daß unser Weg mit Sohni der richtige ist und daß wir Eltern uns mit der Hochbegabung nix vormachen.

So, ich hoffe, das hat dir etwas Klarheit verschafft...
wenn noch Fragen sind: NUR ZU!
Gerne CAT
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