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kerstin4 Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2006 Beiträge: 1814 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 15.12.2006, 10:46
Titel: Sprung in die 2.Klasse trotz früher Einschulung? |
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Hallo,
nachdem ich mich nun schon etliche Wochen damit herum plage, möchte ich euch um Rat fragen.
Unsere Maus, in diesem Sommer vorzeitig eingeschult, geb. 05.01, ist in ihrem Tempo nicht langsamer geworden.
Nun steht seit einiger Zeit ein Klassensprung noch im ersten Schuljahr zur Diskussion.
Ich tue mich sehr schwer bei dem Gedanken, meine Kleine ziehen zu lassen, die KL und die Kinderpsychologen sind aber der Meinung, dass sie auf keinen Fall 4 Jahre GS- zeit hinter sich bringen sollte.
Dazu kommt, dass sie leider seit Wochen wieder über Bauchschmerzen klagt und manchmal richtig traurig wirkt. Lust auf Schule hat sie leider nicht mehr, und das schon nach einem halben Jahr.
Vom Stofflichen mal abgesehen, wer hat Erfahrung mit einem Sprung in diese Alter und kann mir Erfahrungen berichten?
Danke im Vorraus,
eine mal wieder ratlose Kerstin |
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sun Queen of yellowpress, Sponsor

Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 2614 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 15.12.2006, 12:39
Titel: |
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Huhu Kerstin,
wie geht es deiner Maus denn sonst in der Klassengemeinschaft?
Kann sie innerhalb der Klasse schwereren Stoff bekommen?
Hat sie Freundschaften in der 1. oder 2. Klasse?
Generell denke ich, ist es wahrscheinlich besser, die Kinder schon am Afnag möglichst passend unterzubringen... besser, als sie sich erst jahrelang langweilien zu lassen und die Klassengemeinschaft zusammen wachsen zu lassen... mir stellt sich aber schon die Frage, ob mit einem Sprung in die zweite Klasse dann alles erledigt ist, denn vermutlich lernt sie ja einfach in einem schnelleren Tempo und wird sich dann bald wieder langweilien...
Kann ein Admin das Posting in das Grundschul-Unterforum verschieben? Da passt es so schön rein... _________________ LG sun mit Naseweiß (*3/9 , PeterPan (*6/99) und TigerLily (*6/05) |
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Undercover Sponsor 2010/2011

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 1711 Wohnort: Brandenburg
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Verfasst am: 15.12.2006, 14:26
Titel: |
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Hallo Kerstin,
wenn sie jetzt nicht springt, was sind dann die Alternativen ? Sie langweilt sich, sie hat Bauchweh...
Sicher ist ein Sprung mit nicht einmal 6 Jahren in die zweite Klasse nicht optimal. Aber mit solchen Kindern muss man manchmal einfach zwischen zwei Übeln wählen und hat nur noch die Entscheidung, was das kleinere Übel ist.
Wie ist sie denn sonst so drauf ? Ist sie "robust", anpassungsfähig, lässt sie sich leicht verunsichern....
Kann man sie, wenn sie nicht springt, außerschulisch und in der Klasse stärker auspowern ?
LG Undercover |
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kerstin4 Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2006 Beiträge: 1814 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 15.12.2006, 15:14
Titel: |
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Hallo,
in der ersten Klasse fällt sie absolut nicht auf, ihre beiden Freundinnen sind bereits 7 und da gibts keinen Unterschied. Jedoch würde ich sie nicht als besonders robust ansehen, sie ist 121cm und wiegt knapp 21 kg, da würde sie in der 2.Klasse schon mächtig auffallen.Aber das wäre kein Grund, gegen einen Sprung zu entscheiden. Was mir Sorgen macht ist die Frage, ob es dann mit dem einen Sprung getan wäre, ich kann sie ja nun nicht alle 2 Jahre springen lassen.In NRW haben wir generell das G8, das liegt mir zusätzlich im Magen.Beim Schulwechsel ist sie auch so gerade erst 9.
Die KL sagt, sie hätte immer das Gefühl, das Kind auszubremsen, obwohl sie meines Erachtens schon sehr differenziert.Meint aber, sie könne der Maus nicht wirklich gerecht werden.
In ihrer Freizeit geht sie zum Leistungsschwimmen, zum Englischunterricht und ab Januar zum Blockflötenunterricht zur Musikschule, mehr ist zeitlich und auch finanziell nicht wirklich machbar. Reiten will sie auch, an Ideen haperts nicht .Ich tue mich wirklich noch seh schwer damit, überhaupt die ganze Sache zu verdauen und zu verstehen, eigentlich wäre sie jetzt ein Maxikind im Kiga- unvorstellbar.
Mein Bauchgefühl sagt ganz klar was anderes, als Lehrer und Psychologe.
Kerstin |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 15.12.2006, 15:35
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Hm, schwierig. Wenn du dich so schwer tust und deine Tochter nicht will (?), dann käme nur deine Unterstützung der Lehrerin durch vielfältiges Material, Schreibschrift, Autorenkurs, Förderstunden für fitte Kinder usw. in Frage. Oder aber ein Schulwechsel an eine Montessorischule, damit sie in ihrem Tempo lernen kann, ohne weiter aufzufallen.
Ist aber nicht wirklich das, was für euch nun Thema wäre, da die Lehrerin sich engagiert zeigt. Vielleicht mag die Lehrerin ja mal Unterstützung suchen bei einer Beratung durch die DGhK oder Hbf?
Was mag deine Tochter, damit sie sich wieder auf die Schule freuen kann?
Jutta _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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Tate Quotenkerl

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 134 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 15.12.2006, 17:14
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Hallo Kerstin,
ich kann von diesbezüglichen Erfahrungen berichten, bei uns ist unser voreingeschultes Januar-Kind nach den Weihnachtsferien in Mathe in die 2.Klasse und dann zu Ostern (nach Schreibschriftlehrgang,u.a. noch in der 1.) ganz in die 2.Klasse. Mit 8 ist sie dann in die 5.Klasse und z.Zt. ist sie mit noch 9 in der 6.Klasse ( Auch mit G8 in NRW und noch zusätzlich 2. volle Fremdsprache in der 5.Kl.).
Das wichtigste für uns war, das sie sich auch sozial sofort in die 2.Klasse integrieren konnte und rasch Freundinnen fand. Von schulischer Seite wurde der Sprung befürwortet und die aufnehmende Lehrerin hat es auch wirklich unterstützt. Bis heute klappt es sozial und auch stoffmäßig sehr gut und bislang ist sie immer noch genau richtig. Auch wenn bei den anderen Mädchen nun allmählich die Pubertät kommt..., wir sind trotzdem optimistisch, denn auch an ihrem Gym schaut man mit drauf....
Bei unserem 2.Kind (auch Kannkind) haben wir zumindest mit den Lehrern schon mal die Möglichkeit eines Sprungs ähnlich wie bei der Großen besprochen. Bekommt auch schon seit dem Herbst differenziertes Unterrichtsmaterial (Deutsch eher Stoff 2.Klasse, wir können auch mit Schreibschrift beginnen und in Mathe ein neues Förder-Forderheft für 1-2 Klasse plus Mathe-Computerprogramm 2.Klasse). Auch dadurch geht sie bislang gerne in die Schule. Im neuen Jahr werden wir uns wieder mit der KL treffen und wir schauen dann mal wie es weiter gehen soll.
Ein Sprung nach Früheinschulung ist sicher nicht das Optimale (oder habt ihr die integrierte Eingangsstufe1/2 ?), aber ihr könnt es ja, da die Lehrer es ja wohl unterstützen, vielleicht auch erst mal probehalber probieren.
Bei uns beginnt Ende Januar das Ein mal eins, das wäre bei uns auch der mögliche Einstieg.
Bei unserer Großen waren wir anfangs auch sehr unsicher (war damals unser Einstieg bei den Pfiffis), aber als sie anfing abzuschalten (Bauchschmerzen hatte sie zum Glück deshalb nie), hat uns speziell der Schulpsychologe überzeugt, dass sie dringend soziale und geistige Herausforderungen bräuchte, um auch Lernen lernen zu können. Trotz vieler Nachmittagsherausforderungen (Musik, Sport, DGhK-Kurse) wäre ein langweiliger, sinnloser Unterricht jeden Vormittag auf Dauer unerträglich.
Klar jedes Kind ist anders, aber wenn deine Kleine jetzt schon Bauchschmerzen hat und keine Lust auf Schule hat, wie soll es denn weitergehen? Unsere Große war selber anfangs auch noch nicht mal bereit zu springen, aber durch die Schnupperphase wurde ihr rasch klar, dass sie in die nächste Klasse wollte.
So, dass ist ja doch recht lang geworden, für unsere Große war es auf jeden Fall das Richtige (nun chattet sie schon mit ICQ abendlich mit den Freundinnen und auch männlichen Vertretern, die für die Mädels interessant werden....)
Bei unserer Kleinen wissen wir es auch noch nicht so ganz sicher...auch wenn es schon auch Tendenzen dazu gibt.
LG
Tate  |
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Undercover Sponsor 2010/2011

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 1711 Wohnort: Brandenburg
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Verfasst am: 15.12.2006, 22:00
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Hallo Kerstin,
das mit dem "robust" war wohl ein Missverständnis - Ich meinte das nicht körperlich, sondern psychisch, also ob sie z.B. mit dem etwas raueren Umgangston bei den Großen gut klarkäme oder auch vielleicht mit der einen oder anderen gelegentlichen Stichelei ?
Undercover |
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kerstin4 Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2006 Beiträge: 1814 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 17.12.2006, 12:52
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Hallo,
die Maus ist recht gut "trainiert" durch die großen Geschwister, aber dennoch ist ein Altersunterschied von 3 Jahren innerhalb einer Klasse sicher immer mit Problemen behaftet.
Sie kann Sticheleien augenscheinlich gut einstecken, leidet dann aber still und heimlich darunter.Nach ausse weiß sie immer recht überzeugend die Lockere und "Coole" zu spielen.
Jetzt machen wir erstmal Ferien, dann sieht vielleicht schon manches klarer aus
Kerstin |
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Michaela

Anmeldungsdatum: 02.05.2005 Beiträge: 298 Wohnort: Saarland
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Verfasst am: 17.12.2006, 17:01
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Kerstin, vom Körperlichen her, ist Deine "Kleine" genauso groß und schwer wie mein Luca mit fast 8 Jahren! In seiner Klasse sind etliche genauso kleine und zierliche, z.T. sogar noch kleinere Kinder!
Daran hängt es gewiss nicht.
Und wenn sie erstmal in der 2. Klasse hospitiert? Dann merkst sie ja, ob das nicht doch viel besser ist, als sich in der 1. rumzuquälen.
LG,
Michaela _________________ Die Hummel hat eine Flügelfläche von 0,7cm² bei einem Gewicht von 1,2g.
Nach den aerodynamischen Gesetzen kann die Hummel nicht fliegen.
Aber die Hummel weiß das nicht. |
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Sigiruna Sponsor 2010/2011
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2006 Beiträge: 898 Wohnort: nicht mehr Nordfriesland!!!!
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Verfasst am: 17.12.2006, 18:34
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Moin,
meine Tochter ist auch mit noch nicht ganz 6 von der 1. in die 2. Klasse gesprungen (sie war damals übrigens knapp 110cm groß) und hatte damit überhaupt keine Probleme. Jetzt geht sie mit 10 Jahren (und 140cm) in die 7. Klasse (allerdings noch G9) und hat viele Freundinnen.
Ich denke, es hätte ihr nicht gutgetan, länger in der 1. Klasse zu bleiben. Sie langweilte sich sehr, was auch ein erhebliches Nachmittagsprogramm nicht kompensierte. |
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SabSab Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 583
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Verfasst am: 17.12.2006, 19:36
Titel: |
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Hallo Kerstin,
ich finde das immer sehr sehr schwierig übers Internet Tipps zu geben. Es hängt einfach zu viel vom Charakter des Kindes und natürlich von der Akzeptanz der Umgebung ab.
Mein Kleiner kam als Julikind in die Schule (damals noch Kann-Kind) und hat dann die 2.Klasse ausgelassen. Damals war das die richtige Entscheidung und es hat ihm richtig gut getan. Er hatte aber auch eine tolle Lehrerin.
Jetzt ist er in der 6.Klasse, immer noch klein und zierlich, oft ziemlich verloren zwischen den teilweise deutlich größeren und kräftigeren Mitschülern. Meiner Meinung nach ist auch das Aggressionspotential aufgrund des enormen Druckes im G8 gestiegen und das bekommen natürlich oft die Exoten zu spüren - wie mein Kleiner, leider.
Und an der weiterführenden Schule fühlen sich die Lehrer oft nicht mehr so verantwortlich für das Wohlergehen einzelner Schüler. Ich musste kämpfen, bis die KL endlich etwas gegen die körperlichen Übergriffe auf meinen Sohn unternahm.
Das alles führt dazu, dass ich heute nicht mehr so glücklich über den damaligen Sprung bin. Intellektuell ist er richtig, aber sozial ist er überfordert.
Aber das trifft jetzt auf meinen Sohn zu. Wie es deiner Tochter mal ergehen mag, kann man daraus nicht herleiten. Wenn der Leidensdruck in der GS hoch ist hat man oft keine andere Wahl als ein Kind springen zu lassen. Das heißt aber nicht, dass es die letzte endgültig glücklich machende Maßnahme sein muss. In wirklich extremen Fällen muss dann vielleicht auch nochmal ein Sprung angedacht werden - oder eben das Wiederholen - oder ein Schulwechsel auf eine Spezialschule - oder.....eben das, was man in dem Moment für ds Beste hält.
In deiner Entscheidungsfindung kann ich dir natürlich nicht helfen, aber vielleicht ist ja trotzdem ein interessanter Gedanke für dich dabei. Vertrau deinem Gefühl, niemand kennt deine Tochter besser als du!
Liebe Grüße
sabine
Liebe Grü |
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Heike gest. im Oktober 2011

Anmeldungsdatum: 09.11.2005 Beiträge: 3520 Wohnort: Südthüringen
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Verfasst am: 17.12.2006, 19:57
Titel: |
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Hallo Kerstin,
| Zitat: |
| Das alles führt dazu, dass ich heute nicht mehr so glücklich über den damaligen Sprung bin. Intellektuell ist er richtig, aber sozial ist er überfordert. |
da kann ich Sabine nur beipflichten.
Das Problem ist aber, dass man im Nachhinein immer klüger ist. Heute hätte ich vielleicht Vieles anders gemacht.
Ich würde Dir auch raten, erst mal aus dem Bauch heraus zu entscheiden, da Du deine Tochter ja am Besten kennst.
LG Heike _________________ Am Ende des Weges mag der Pessimist recht bekommen, aber unterwegs hat es der Optimist leichter.
Otto Ernst (1862-1926) |
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Snowy Quizzgewinnerin, Sponsor, Lotusfüßchen

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 4922 Wohnort: BW
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Verfasst am: 18.12.2006, 09:19
Titel: |
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Hallo Kerstin,
ich schließe mich auch Sabine an:
| Zitat: |
ich finde das immer sehr sehr schwierig übers Internet Tipps zu geben. Es hängt einfach zu viel vom Charakter des Kindes und natürlich von der Akzeptanz der Umgebung ab.
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Und auch hierbei:
| Zitat: |
Intellektuell ist er richtig, aber sozial ist er überfordert.
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Das war bei meinem älteren Sohn der Grund, ihn damals nicht springen zu lassen. Während der Grundschulzeit habe ich das im Nachhinein zwar immer wieder bedauert. Aber jetzt im Gymnasium, in der 8. Klasse, bin ich froh, so entschieden zu haben. Denn gerade in der Pubertät finde ich es besonders wichtig, dass sie von den Interessen her halbwegs zu ihren Klassenkameraden passen. Der Altersunterschied ist in der Klasse eh gravierend, weil jetzt auch immer mal wieder welche "von oben" in die Klasse kommen, die dann teilweise schon ganz andere Flausen im Kopf haben und dann auch gerne das Kommando in der Klasse übernehmen. Aber mein Sohn hat noch genug, die auf seinem Level sind. Das passt dann trotzdem.
Ich finde auch nicht, dass deine Tochter besonders klein oder schmächtig ist für ihr Alter. Sie ist mit Sicherheit nicht kleiner als meine Söhne in Klasse 2 waren. Mein älterer Sohn ist mit 6,8 Jahren eingeschult worden, war 1,18 m groß und 16 kg leicht. Mein jüngerer Sohn ist als Kann-Kind eingeschult worden, war damals 1,16 m groß und ebenfalls 16 kg leicht. Ich denke, über diesen Punkt bräuchtest du dir keine Gedanken machen.
Liebe Grüße
Snowy |
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Undercover Sponsor 2010/2011

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 1711 Wohnort: Brandenburg
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Verfasst am: 18.12.2006, 14:23
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[quote="Heike2"]Hallo Kerstin,
| Zitat: |
| Das alles führt dazu, dass ich heute nicht mehr so glücklich über den damaligen Sprung bin. Intellektuell ist er richtig, aber sozial ist er überfordert. |
Hallo Kerstin,
eine allgemeingültige Antwort gibt es da sicher nicht. Bei uns war der Sprung richtig, auch jetzt (10. Klasse), wo die anderen voll in der Pubertät sind und er natürlich besonders auffällt. Man muss wahrscheinlich immer abwägen, ob das Kind
- mehr unter einer intellektuellen Unterforderung leiden würde oder mehr an einer sozialen Überforderung
- und ob man gegebenenfalls die intellektuelle Unterforderung außerhalb der Schule zum Teil kompensieren kann und/oder einen sozialen Ausgleich in der Freizeit zu den älteren Klassenkameraden schaffen kann.
LG Undercover |
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Idefix
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.09.2005 Beiträge: 473 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 19.12.2006, 10:33
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Hallo Kerstin!
Mein Mini hat ja gerade einen Sprungversuch von 2 nach 3 hinter sich. Ich denke, dass man einfach nicht voraussehen kann, ob der Sprung gut ist und klappt oder nicht.
Mini ist, nachdem er zuerst 2 Wochen lang tageweise und dann eine Woche lang ganz in der 3. Klasse war, auf eigenen Wunsch hin wieder in seine alte Klasse zurück gegangen.
Die Psychologin hat uns zum Sprung geraten; die Klassenlehrerin, die Direktorin und die aufnehmende Lehrerin waren auch dafür. Mini war voller Vorfreude.
Am Ende der 3. Woche hat er aber beschlossen, wieder zurück zu gehen. Die Lehrerin der aufnehmenden Klasse war ihm zu streng und die Übungsaufgaben zu zahlreich. ("Bei der neuen Lehrerin muss man so viel und darf so wenig.")
In den Pausen hat er niemanden zum spielen gefunden und stand im Abseits. Sein bester Freund in der alten Klasse hingegen bat ihn jeden Tag mit Tränen in den Augen, doch wieder zurück zu kommen.
Von den Leistungen her war er in der 3. Klasse sofort im oberen Drittel. Er hat dort eine Rechenprobe mitgeschrieben (2 Fehler) und ein Diktat (1 Fehler). Problematisch war lediglich sein Arbeitstempo, das im Vergleich zu den anderen Kindern in der 3. Klasse doch etwas langsam war.
Ich denke, du solltest dich einfach nach deiner Tochter richten. Wenn sie es versuchen will, lass sie probieren. Setze sie nicht unter Druck und versuche die Rahmenbedingungen so zu vereinbaren, dass sie nach einer zuvor vereinbarten Zeit selber entscheiden darf, ob sie dort bleiben will oder nicht.
Schule besteht ja nicht nur aus Leistungsvermögen und Lernen.
lg Idefix _________________ Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)
Idefix |
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