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Einschulungsuntersuchung - kurz und peinlich


 
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 10:02
BeitragTitel: Einschulungsuntersuchung - kurz und peinlich
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Hurra, wir habens auch geschafft! Und so verlief unsere "Einschulungsuntersuchung":

Sehtest - verweigert
Hörtest - verweigert
Auf einem Bein hüpfen - verweigert
Ärztin: "Dann mal mir wenigstens ein ganz kleines Männchen!" - Kind malt ein Männchen, etwa 2 mm groß.

Das war's. Die Ärztin hatte großes Mitleid mit meiner sehr überzeugend leise vor sich hinweinenden, verschüchterten Tochter. In Wirklichkeit hat das "arme Kind" sie bloß verxxxxt.... rolleys

Was solls, sie hat bestanden. (Gottseidank Mußkind!)

Karin
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kerstin4
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Anmeldungsdatum: 12.02.2006
Beiträge: 1814
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 10:10
BeitragTitel:
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Ach Moffi.... aetsch , das war wohl ihr Gedanke!

Mach einen dicken Strich drunter, die Ärztin scheint ja eine der humaneren Sorte gewesen zu sein green !

Gruß Kerstin
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Pitsidia
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 12.12.2006
Beiträge: 921
Wohnort: Rhein-Main

BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 11:11
BeitragTitel:
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oh Mann, so kann ich mir das bei uns auch vorstellen. Wenigstens kam kein blöder Spruch und das Ergebnis ist das "gewünschte"...Denk einfach dran, was dein Kind alles kann und reg dich nicht mehr auf - es ist ja vorbei:-) (ich könnte mich allerdings wahrscheinlich auch nicht so schnell wieder einkriegen)
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ljjessie
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BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 11:33
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Hallo Karin,

wenigstens hat sie ihr ok gegeben!

Ich wünsch euch alles gute

lg susi
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Siti



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Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 536
Wohnort: Südl. Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 12:05
BeitragTitel:
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*lol*

ne aber wehe dieses kleine verschüchterte wesen wäre ein kannkind! green

deine tochter hats echt drauf, was? green green green green
_________________
Liebe Grüße von
Siti

"Dumm ist der, der Dummes tut." Mrs. Gump
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 13:17
BeitragTitel:
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es tut mir leid, aber den optimismus kann ich so nicht teilen.

es mag sein, dass sie ihren kopf durchsetzen konnte in dieser unterscuhung, aber es erinnert mich doch fatal an die erfahrungen mit unserem großen. auch er hat vieles verweigert, im nachhinein weiß ich auch, warum:

- hörtest: ein kind, das bei harmlosen geräuschen bereits schmerzhaft zusammenzuckt, wird nur ungern einen kopfhörer aufsetzen udn einen fremden erwachsenen vielleicht unerträglich laute und schrille piepstöne einspielen lassen. also wird es verweigert aus selbstschutz.

- feinmotorik: wozu soll das alles gut sein? da ist bestimmt ein trick dahinter. also wird es verweigert. schleifenbinden kann er heute noch nicht, weil er es nicht lernen will. pure schikane von kindern, findet er. im heft steht: feinmotorische defizite

- farbensehen: was passiert, wenn ich was ganz falsches sage? sagen wir mal einfach für grün hellschwarz und gucken, was die ärztin dazu sagt. im heft steht: verweigert.

- auf einem bein hüpfen? hat er nie gemacht, wozu auch. is auch spaßiger, wenn die ärztin vorhüpft. die musste sogar ihre holzpantoffeln ausziehen dafür, sehr ulkig. im heft stand dann: grobmotorische defizite

alles irgendwie verständlich, nicht? und trotzdem: der hang zum verweigern und ausklinken ist geblieben. der rückzug aus situationen, die ihm nicht geheuer sind auch. und der in die wolle gefärbte perfektionismus, der es sehr schwer macht, auch mal einfach drauflos zu reden/schreiben, ist auch geblieben. er sagt lieber nix, bevor er nicht sicher ist, alles richtig zu wissen. ind er zeit haben es die kollegen längst in die klasse gerufen.

auch wir haben keine ahnung, wie es sich anfühlt, immer das worst case-szenario annehmen zu müssen, immer angst haben zu müssen,d ass mitschüler oder lehrer laut, ungerecht, und unberechenbar sind. aber genau das ist es, was unserem sohn, der so viele gute anlagen zu haben schien, das leben in der schule schwer macht. es läuft allerdings inzwischen besser als im kindergarten.

es ist leicht zu sagen: da müssen sie durch, müssen lernen sich zu wehren udn sich zu beteiligen. aber für diese vorsichtigen, schnell verunsicherten kinder wie meinen bleibt das schwierig, trotz aller guten anlagen, die sie eigentlich hätten.

diese verweigerungen sind nicht immer souveränes austesten, da muss man genauer hinschauen. es ist manchmal auch eine etwas rästelhafte selbstschutzstrategie, die leicht missgedeutet wird von lehrern. für subtilere methoden des selbstschutzes sind die kinder meist noch zu jung, also versuchen sie den rückzug, denn da kann sie keiner rauszerren, wenn sie es nicht wollen.

es ist möglich, dass sie das auch in der schule versuchen wird. nur wird es ihr da zum nachteil ausgelegt, denn wer nix sagt, gilt schnell als dumm. vielleicht könnt ihr ihr noch andere strategien zeigen, bevor sie sich auf diese einschießt, moffi.

ich merke, ich schreibe sehr oft was zu deinen fragen, einfach, weil mir die parallelen zwischen unseren kindern so ins auge fallen. wir haben ihn knapp eingeschult, aber es waren nicht alle probleme damit gelöst, dass er nun richtig gefordert wurde. der grat zwischen auslastung und überforderung ist sehr schmal. und es kann auch beides gleichzeitig vorliegen, überforderung mit der sozialen situation und unterforderung auf intellektueller ebene.

trotzdem herzlichen glückwunsch zur bestandenen prüfung :)

alles gute für euch
scout
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scout
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sun
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BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 14:20
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Hm, bei uns wurden da gleich "Bedenken im sozial-emotionalen Bereich" angekreuzt, weil meine Große sich nicht getraut hat, im Beisein der unfreundlichen Ärztin das erste Mal zu versuchen, mit dem Daumen nacheinander alle andere Finger der Hand zu berühren... aber sie war ja auch "zu früh" green

Scouts Bedenken, dass so ein Kind auch in der Schule zum Verweigern, Perfektionismus und sich-zurückziehen neigen könnte, kann ich schon nachvollziehen - aber es ist auch schwer möglich, das vor der Einschulung komplett "umzupolen". Man kann sein Kind nur begleiten...

Glückwunsch zum "Bestehen"! daumen
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 15:43
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Hallo,
ja mit der Ärztin haben wir Glück gehabt, sie ist ganz ruhig und freundlich geblieben. Ich habe mich ganz rausgehalten.

@ scout: Ich weiß schon, worauf Du hinauswillst ;) . Ich habe auch sehr aufmerksam Deine Liste der "Früh-Symptome" gelesen und behalte die Sache im Hinterkopf.

Der Hörtest hätte nur darin bestanden, dass sie geflüsterte Worte nachsprechen sollte. Sie kann schleifenbinden und auf einem Bein hüpfen. Warum sie es nicht gemacht hat? Sie hatte halt keine Lust, sowas einem Fremden vorzuführen (könnte peinlich sein, wenn man hinfällt), da hat sie es eben erst mal mit Heulen versucht - und sofort einen durchschlagenden Erfolg erzielt (besorgte Ärztin, die alle möglichen Verrenkungen macht, um sie zum Mitmachen zu bewegen). Wenn die Ärztin gesagt hätte "Du kommst hier erst raus, wenn du das gemacht hast." hätte sie sofort zu weinen aufgehört und mitgearbeitet, da bin ich mir sicher! Und das mit dem "kleinen Männchen" war schon einen gezielte Unverschämtheit von ihr.

Ich habe früher immer auch sehr viel Mitleid mit ihr gehabt, inzwischen ist mir klar, dass das Verweigern und Weinen oft keine wahres Herzeleid und Nicht-Können ist, sondern nur Mittel zu Zweck, um unangenehmen Aufgaben aus dem Weg zu gehen. Ich kann nur hoffen, dass sie Lehrer kriegt, die nicht auf sie hereinfallen - auch wenn das kalt klingt. Wenn man etwas Druck auf sie ausübt, geht es ihr auch selbst viel besser.

Mir ist klar, dass es mit ihrem Charakter in der Schule möglicherweise Probleme geben kann. Deshalb arbeiten wir schon sehr stark am Vermeidungs-/Perfektionismus-Problem. V.a. das Cello-Spielen hat da schon wahre Wunder bewirkt und tut auch ihrem Selbstbewusstsein unheimlich gut (auch wenns noch nicht für ein vernünftiges Verhalten bei der Einschulungsuntersuchung gereicht hat... motz )

Naja, mal sehen, wie's weitergeht..

Karin
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illusia



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Anmeldungsdatum: 07.12.2006
Beiträge: 99
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BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 21:11
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Das Szenario könnte ich mir auch bei uns vorstellen. Glückwunsch zur bestandenen Schuluntersuchung.


Danke scout für Deinen Beitrag. Deine Worte haben auch das Verhalten meines Sohnes gespiegelt, und oft stehe ich nur ratlos daneben. Habt Ihr Strategien, mit denen er aus der Verweigerungshaltung kommt, gefunden?

Viele Grüße von illusia
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illusia



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.12.2006
Beiträge: 99
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 21:12
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Das Szenario könnte ich mir auch bei uns vorstellen. Glückwunsch zur bestandenen Schuluntersuchung.


Danke scout für Deinen Beitrag. Deine Worte haben auch das Verhalten meines Sohnes gespiegelt, und oft stehe ich nur ratlos daneben. Habt Ihr Strategien, mit denen er aus der Verweigerungshaltung kommt, gefunden?

Viele Grüße von illusia
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Frau Wolle
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Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 4906
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.12.2006, 21:59
BeitragTitel:
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Hallo Moffi,

was mich etwas irritiert hat, das ist, dass sie - wie du schriebst - leise vor sich hingeweint hat. Kann ein Kind in dem Alter das wirklich spielen?

Dass sie all die Dinge KANN, glaube ich unbesehen, aber irgendetwas scheint ihr doch nicht richtig geheuer gewesen zu sein.

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich sie nicht für schulreif halten würde - ich kenne sie nicht.

Trotzdem Glückwünsche zum Bestehen von

Frau Wolle
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Derjenige, der denkt, er hätte keine Fehler, hat mindestens zwei!
Frau Wolle
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Snowy
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Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 4922
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 20.12.2006, 09:26
BeitragTitel:
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Hallo illusia,

Zitat:
Die Ärztin hatte großes Mitleid mit meiner sehr überzeugend leise vor sich hinweinenden, verschüchterten Tochter.

Darüber war ich auch gestolpert. Es sind halt manchmal zwei paar Stiefel wie sich die Kinder zu Hause und in fremder Umgebung präsentieren. Aber in der Schule wird sie auch mitmachen müssen, sonst wird sie ziemlich schnell Probleme kriegen. Die Lehrer wollen sehen, was die Kinder können und verlassen sich nicht auf Aussagen der Eltern. Auf Dauer wird kein Pädagoge Mitleid mit ihr haben.

Ein bisschen habe ich mich auch gewundert, dass sie trotz dieser Verweigerung als "schulreif" eingestuft wurde. Versteh´ mich nicht falsch, ich freue mich dafür für dich, aber bei uns wäre das hundertpro anders gelaufen. Unsere Schulärztinnen waren zwar nett, aber auch streng.

Lieben Gruß
Snowy
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Moffi
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Anmeldungsdatum: 29.03.2005
Beiträge: 2070

BeitragVerfasst am: 20.12.2006, 10:32
BeitragTitel:
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Huhu,
mich hat's auch gewundert, dass die Ärztin das alle sozusagen kommentarlos hingenommen hat und daraus gar keine Konsequenzen gezogen wurden, ich war aber ehrlich gesagt froh, dass ich nicht noch lange diskutieren musste. (Ich habe praktisch nichts gesagt, also nicht etwas "Das kann sie aber alles." oder so.) Ich frage mich eigentlich wozu diese Untersuchung eigentlich gut ist, wenn die Kinder unabhängig vom Ergebnis in die Schule geschickt werden?

@ Frau Wolle: Ich weiß nicht, inwieweit das Weinen "gespielt" ist, sie kann es aber sehr gut (wenn vielleicht auch gar nicht bewusst) zu Manipulationszwecken einsetzen. Man muss höllisch aufpassen, dass man nicht darauf hereinfällt, das führt nämlich innerhalb kürzester Zeit dazu, dass sie gar nichts mehr kann, sich nur noch bedienen lässt - und dabei selber sehr unzufrieden ist.

@ Snowy: Das braucht sie ja gerade! Strenge Pädagogen, die kein Mitleid mit ihr haben! (Klingt gemein oder? devil)

Im übrigen hat sie bei der U9 genau die gleichen Sachen und noch einiges mehr beim strengen, ältern Kinderarzt (mit poltriger Baßstimme) ohne Probleme gemacht. Und im Januar gehen wir nochmal zum Augen- und zum Ohrenarzt - und da geh ich erst wieder raus, wenn die entsprechenden Test's gemacht sind! na warte)

Karin
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 20.12.2006, 11:54
BeitragTitel:
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illusia hat folgendes geschrieben:

Danke scout für Deinen Beitrag. Deine Worte haben auch das Verhalten meines Sohnes gespiegelt, und oft stehe ich nur ratlos daneben. Habt Ihr Strategien, mit denen er aus der Verweigerungshaltung kommt, gefunden?

Viele Grüße von illusia

ich will mal gerade offtopic illusias frage beantworten, weil sie hier gestellt wurde.

wir haben als einziges rezept folgendes: wir akzeptieren, dass er manchmal nicht anders kann als crashen. und zwar auch bei situationen, wo man bei einem kind ohne ads vielleicht ungeduldig würde und druck ausüben. das haben wir auch getan, bevor uns klar war, dass er dadurch nur noch mehr verschreckt wurde und immer weiter in seine vermeidungsstrategie geflüchtet ist.

wir behandeln seine ads-symptomatik, das hat hat vieles für ihn leichter gemacht und ermöglicht es ihm heute, nicht mehr bei jeder kleinigkeit flüchten zu müssen. aber die tendenz ist immer noch da, er ist immer noch serh empfindlich, was reizüberflutung angeht. und das hängt ihm dann oft lange nach, weil er inzwischen auch die konsequenzen seiner verweigerungen abschätzen kann und die chancen, die ihm dadurch entgehen.

fazit: es bleibt schwierig, weil er sich meist erst nach langer zeit und vielen guten erfahrungen (und ausbleiben von allzu vielen schlechten) in einer neuen umgebung sicher geug fühlt, um so unbefangen mitzumachen wie andere, normalere kinder bereits am ersten tag. und er bracuht viel ermutigung und lehrer, die hinter die scheue, stille fassade gucken können und ihn so führen, wie er es braucht.

die ersten beiden schuljahre wren eine rechte quälerei, trotz rechtzeitiger einschulung mit knapp 6. aber erst seit wir von seinem ads wissen udn es angemessen therapiert wird, haben wir alle wieder luft und freude an der schule.

die sicherheit ist der knackpunkt bei meinem sohn. er kann aufgrund seiner übergroßen empfindlichkeit gegen reizüberflutung nicht einfach vertrauensvoll in sozialen bezügen eintauchen. das macht ihn ziemlich anders als die fröhlichen, unbefangenen draufgänger, die alles mit links schaffen und immer zeigen wollen, was sie können.

heute geht es ihm innerlich gut, und das ist uns sehr wichtig. der stress der ersten beiden jahre hat uns allen sehr geschadet. im moment genießen wir es :), auch wenn es jederzeit wieder rückfälle geben kann, wie zb gestern einen kläffenden hund ohne leine, der sich auf dem weg zum klaviervorspiel auf ihn stürzte. ihr werdet euch denken können,d ass das klavierkonzert für ihn gelaufen war. sowas ist GIFT für die psyche! aber unvermeidlich anscheinend.

solche schocks (angstauslöser) können ihn richtig krank machen für ein paar stunden mit rasenden kopfschmerzen und übelkeit. wir sind zwar noch zum konzert und haben auch alles angehört, aber zum spielen kam er dann nicht mehr, weil er am anfang noch so daneben war. später, als er den mut gehabt hätte zu spielen, waren die großen schon dran und seine stückchen nicht mehr wirklich passend, daher haben wir es gelassen. für uns isses ok, wenn er nicht spielt, aber ihn selbst hat es natürlich angeätzt, denn die letzten klaviervorspiele hat er cool und souverän gemeistert. sowas ist BALSAM für die psyche. dieses erfolgserlebnis ist ihm durch seinen crash nun entgangen und deshalb war er gestern abend auch ziemlich traurig.

kinder wie er müssen lernen sich zu schützen, ohne sich dabei zu blockieren. wir müssen ihnen sicherheit geben, sie vorsichtig mit netz drunter in die realität schubsen. und gaanz viel geduld haben, wenn das nicht so schnell udn einfach funktioniert wie bei normaleren kindern! das wär mein rezept. wir sind ja auch noch mitten auf dem weg. turbolösungen gibt es glaubich nicht, auch nicht per medikament. aber wenn medikamente nötig sind, dann sollten wir die hilfe nutzen, die sie geben können. vor der therapie wr er schon recht fest in seinen selbstschutzmechanismen festgefahren. aber mit sowas hat keine schule lange geduld, das ist einfach unsere aufgabe als eltern.

die aufgabe der kinder, mit ihrer angst vor versagen, unbekanntem, unberechenbarem klar zu kommen, ist schon schwer genug. den weg da heraus müssen wir ihnen zeigen.

gruz
scout
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
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BeitragVerfasst am: 20.12.2006, 12:02
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

ach, nochwas grad:

warum mögen empfindsame kinder oft frontalunterricht nach altem muster? oder gar strenge lehrer?

richtig: weil sie sicherheit geben, verlässlichkeit, klare strukturen, die für alle gelten und berechenbar sind. wenn diese art von strenge - besser gesagt verlässlichkeit mit liebevollem respekt gepaart ist, fühlen sich unsere kinder wohl.

in bezügen, wo egoismus und ellenbogen regiert oder chaos zugelassen wird, gehen sie unter.
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