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Erfahrungen mit Lernmethoden


 
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Ruth1963



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 11.01.2007
Beiträge: 10
Wohnort: Stolberg

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 04:58
BeitragTitel: Erfahrungen mit Lernmethoden
Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich bin ja neu hier, habe mich auch kurz im Steckbrief vorgestellt und eröffne ein neues Thema, da es mir auf der Seele liegt, mal einige Zusammenhänge darzustellen, sonst müsste ich viele Beiträge in vielen Treads schreiben.

Also zur Sache:

Ich habe zwei Mädels, 15 Jahre ( Gymnasium 9. Kl.) und 9 Jahre ( 3. Klasse ).
Beide kann ich ja jetzt vergleichen und der Unterschied in der Grundschule ist erheblich.
Die Grosse hat lateinische Ausgangsschrift gehabt, es wurde viel durchgehen lassen, Schrift wurde gar nicht berücksichtig in Beurteilungen.
Heute hat sie gravierende Probleme in Mathe, hier sind ganz klar Grundlagen der Mathematik aus der Grundschule nicht vorhanden, aber das ist in der halben Klasse so.

Meine jüngere Tochter hatte grosse logopädische Probleme, in Intensivtherapie wurde alles bewältigt, sie hatte in ihrem Fall das Glück, Stichtagskind zu sein und wurde erst mit 7 Jahren eingeschult.
Sie hat dann auch im Gegensatz zu ihrer Schwester nach Sommer-Stumpenhorst gelernt. Ihre Klassenlehrerin war die damalige Konrektorin, heute Rektorin. Sie war zwar sehr streng, aber die Kinder haben Sie geliebt und waren sehr traurig, dass sie Sie im 2.Schuljahr wieder abgeben mussten, es gab bei Carolin keinerlei schulische Probleme, sie war im Lesen sogar besser als andere, die Lehrerin meinte auch, durch die logopädische Behandlung hat sie Laute bewusster angewendet.

Dann kam die Entwicklung wie in NRW üblich, 2. Schuljahr, jahrgangsübergreifende Klasse, Klassenlehrerin wird Rektorin, neue Lehrerin, Schreibschrift.
Ich habe im ganzen 2. Schuljahr keine Kritik an meiner Tochter vernommen, sie war laut Aussage der Lehrerin eine hervorragende Schülerin, Schrift alles o.k., sozial hat sie sich auch in dieser jahrgangsübergreifenden Klasse ausgezeichnet verhalten, so dass sie sich manchmal selber vergass.

So nun dritte Klasse:
Die alte Lehrerin hat trotz Rektorinposten die Klasse wieder übernommen, zumindest in den Hauptfächern, die Kinder waren happy.
Jetzt gab es Noten , Carolin hat in Mathe nur Einsen nach Hause gebracht, Deutsch zwischen EIns und Zwei.
Soweit so gut, letzter Elternsprechtag, die Klassenlehrerin hatte nichts auszusetzten bis auf einen Hinweise auf die breite Schrift, die dadurch viel Platz braucht .
Wir haben dann den Lernschreibfüller durch einen normalen ersetzt und es wurde wirklich enger.
Jetzt hat ihr die Lehrerin gesagt, es wäre nicht besser und im 4. Schuljahr gäbe es Schriftnoten und da hätte sie eine 4!

Frust weit und breit, im 2. Schuljahr sagt dir kein Mensch etwas dazu, im 3. bekommt sie gesagt, sie schreibe fürchterlich und bringt ansonsten gute Noten nach Hause.
Wie viel sollen Schüler noch gefrustet werden ?
Gut, dann gibt es im 4. Schuljahr das erste und letzte Mal im Leben Noten in Schrift, was macht das für einen Sinn ?
Auch ich musste mich erst an die vereinfachte Schrift gewöhnen, weiss mir aber jetzt wirklich keinen Rat, weil ich nicht möchte, dass meine Tochter aus Frust noch schlechte Noten in anderen Fächern bekommt.

So aber jetzt genug Dampf abgelassen, vielleicht, könnt ihr mir ja helfen.

Liebe Grüsse
Ruth
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SabSab
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 583

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 10:44
BeitragTitel:
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Hallo Ruth,

ich verstehe deinen Frust. So eine blöde Note zwischen all den anderen guten ist ärgerlich - aber mehr ja auch nicht!
Deine Tochter ist eine gute Schülerin und bleibt das ja auch trotz einer 4 in Schrift. Ich würde ihr sagen, dass sie sich diese Note nicht zu sehr zu Herzen nehmen darf, dass sie keine große Aussagekraft hat.

Und wenn du jemanden suchst, der sich beim Schimpfen über die vereinfachte Ausgangsschrift unterstützt, hast du in mir den idealen Partner. Meine drei Jungs haben alle diese Schrift gelernt und haben alle drei eine Sauklaue. Es gibt soviele Ecken und Kanten in dieser Schrift, die fehleranfällig sind. Meine drei nutzen sie alle devil Am Schlimmsten finde ich persönlich das "s" und das "e", aber es gibt durchaus noch mehr...

LG Sabine
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Sigiruna
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.04.2006
Beiträge: 898
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BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 11:03
BeitragTitel:
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Moin und herzlich willkommen!
winkie

Mach Dir mal keine Sorge, solange es sich nur um die Schriftnote handelt. Die schwankt meist von Lehrer zu Lehrer. Meine Kinder nehmen das gar nicht ernst, weil es sehr vom Geschmack der Beurteilenden abhängt. Und solange das Schriftbild leserlich ist, gibt es auch keine Probleme in den anderen Fächern.

Ein gravierendes Problem ist es, wenn in der GS keine richtigen Grundlagen gelegt werden. Leider ist das weit verbreitet..... motz
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Frischer Wind




Anmeldungsdatum: 16.08.2006
Beiträge: 211

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 11:11
BeitragTitel:
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Hallo Ruth,

erstmal Herzlich Willkommen blume !

Über eine 4 im Schriftbild würde ich mich nicht besonders aufregen. Solange die Buchstaben zu entziffern und richtig sind und die Heftführung O.K. ist, hat das bestimmt keine weiteren Konsequenzen. Eine fließendere Schrift kann sich noch entwickeln.

Unsere Kinder haben alle mit Druckbuchstaben angefangen und anschließend Schreibschrift gelernt. Das war sehr unproblematisch. Unser Jüngster hat sich die Schreibschrift selber beigebracht. Einige Buchstaben schreibt er nicht ganz richtig, z.B. hängt er das s nicht an das r, sondern macht einen eigenständigen Buchstaben daraus. Das hat ihm im letzten Diktat zwei Fehler eingebracht, und bei der Verbesserung hat er es immer noch falsch gemacht - er hat es sich einfach falsch eingeprägt, und das muss erst wieder rausgeschliffen werden.

Grüße
Andrea
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 14:13
BeitragTitel:
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hallo ruth, erstmal herzlich willkommen hier an board :)

manchen kindern hilft es, in der weiterführenden schule wieder auf druckschrift umzuschalten. die schreibschrift soll zwar eigentlich zu einer schnellen und flüssigen werden, tut das aber bei manchen kindern nicht. aber spätestens in der 6-7. klasse haben doch die meisten eine methode, einigermaßen schnell zu schreiben, sodass sie bei den arbeiten durchkommen. das scheint ja bei deiner jüngeren nicht das problem zu sein.

aber aufschrieb und einteilung muss sie schon lernen, auch wenn die schrift selbst unordentlich wirkt. denn am gym braucht man das ja, um aus den aufschrieben schlau zu werden. und die lehrer sollten es auch lesen können, klar. denen is aber ne halbwegs ordentliche druckschrift viel lieber als ne unleserliche schreibschrift.

wär vielleicht ein vorschlag.

gruzli
scout
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Ruth1963



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Beiträge: 10
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BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 15:28
BeitragTitel:
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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Beiträge.

Mir macht eine 4 in Schrift auch nichts, ich muss keine Schönschreibschrift bei meiner Tochter haben.
Ich sehe ja an meiner Grossen, dass sie im Gymnasium sich auch so in der 5./6. Klasse einen eigenenen Stil konstruiert hat ( hatte aber noch lateinische Ausgangsschrift ), wie die meisten von uns ja auch.

Ich warte mal den Sprechtag nach den Halbjahreszeugnissen ab, werde das zur Sprache bringen, vielleicht lässt sich die Lehrerin ja darauf ein, dass sie jetzt schon kombiniert. Denn wenn ich auch andere Grundschüler so sehe, die ärmsten Lehrer ab der 5. Klasse, die schlagen die Hände über dem Kopf zusammen und fragen wahrscheinlich ihre Eltern, ob sie Sütterlinschrift korrigieren können.....lach.

Ich berichte euch weiter darüber.

Liebe Grüsse
Ruth
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Ruth1963



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 11.01.2007
Beiträge: 10
Wohnort: Stolberg

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 15:31
BeitragTitel:
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Noch etwas:

Ich hatte im Erstbeitrag auch in Frage gestellt, was es für einen Sinn macht, im 4.Schuljahr zum ersten und zum letzten Mal Noten für Schrift zu geben, was denkt ihr darüber, die Hauptsache ist doch es ist leserlich und in der Form korrekt.
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subu
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Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beiträge: 2029
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 15:45
BeitragTitel:
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Hallo und willkommen Ruth,

naja, ein einziges Mal eine Note für Schrift zu verteilen scheint erst einmal seltsam - es kann aber auch heilsam sein!

Eines meiner Kinder hatte es bisher aber auch grad gar nicht mit schön schreiben - der Biolehrer führte ein Schönschreibheft ein und er mühte sich wirklich ab, aber es war trotzdem nur halbherzig.
Das erste Resultat war eine 3 mit ach und krach...das hat ihn an seiner Ehre gepackt und er hat ein oder zwei Seiten geübt und nun hat er auf die nächsten Abschnitte eine 2 erhalten und hat sich wirklich gefreut. Seitdem schreibt er auch in anderen Fäachern etwas ordentlicher (die Betonung liegt auf etwas) ;)

Ansonsten bekommt die weiterführende Schule doch die Zeugnisse der dritten und vierten Klasse - da sehen sie ja dann selbst, dass die Note eher gewollt, als gekonnt wirkt.

LG

subu
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