BBoard stellt seinen Betrieb ein, Details hier

Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids
Anlaufstelle für Leute mit Hochbegabten Ablegern - Meinungen, Berichte, Ratschläge, Austausch
***


 

Welcome Guest: Registrieren | Login
 
FAQ | Suchen | Mitgliederliste | Benutzergruppen
 

Langes Gegrübel über meinen Zweitklässler


 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids Foren-Übersicht -> in der Grundschule Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
sun
Queen of yellowpress, Sponsor



Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 2614
Wohnort: Rheinland

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 11:50
BeitragTitel: Langes Gegrübel über meinen Zweitklässler
Antworten mit Zitat

Hallo ihr,

ich grübel in letzter Zeit häufig über die „Schullaufbahn“ meines Sohnes PeterPan.

Es wird jetzt erst mal eine lange Vorgeschichte:

Er ist 7 ¾ Jahre alt und geht in eine Klasse 2/3 einer montessori-angelehnten Grundschule. Die Klasse bleibt über diese beiden Jahrgänge gemischt bis zur 4.
Er ist Zweitklässler, macht (auf meine Anregung hin) in Mathe aber die Sachen der dritten Klasse – allerdings durfte er das erst, nachdem er alle Übungshefte der zweiten bis auf die letzte Seite bearbeitet hatte. Man sieht schon, die Schule ist nicht so flexibel, wie sie klingt – im Gegenteil ist die stinknormale Grundschule meiner großen Tochter da viel pragmatischer und steckt die Kinder einfach in passenden Klassen, wann immer nötig (gerade mitbekommen bei einem früh einzuschulenden Mädel, von dem sie sagten, am besten würde sie dann wahrscheinlich zu den Herbstferien in Kl. 2 springen) – aber ich schweife ab.

Wir haben damals eine Einschulung mit 5;2 Jahren für ihn angestrebt, die Schule (damals die Grundschule meiner Großen) hatte auch zugestimmt, aber dann entschied er sich, doch lieber noch ein Jahr im Kindergarten zu bleiben – damit war die Sache vom Tisch.

Im Nachhinein hätten wir ihn glaub ich lieber früh eingeschult, aber hey, gegen den Willen des Kindes wohl kaum…

PeterPan ist der Typ Kind, dem alles zufliegt. Mit 3 Jahren konnte er sich erste fremde Wörter erlesen, heute weiß er, was er sich unter einem Winkel von 360° vorzustellen hat. Leider hat er null Motivation, sich auch mal länger in was zu vertiefen. Dass er mit 3 gelesen hat, hat man nie gemerkt, denn er hat es nicht weiter verfolgt (so nach dem Motto „tja, dann kann ich eben lesen – und jetzt auf zum Legobauen!“) – und so hat er erst jetzt im zweiten Schuljahr überhaupt angefangen, erste Bücher zu lesen. Das Interesse war vorher einfach nicht so tiefgehend. In Mathe und in Sachthemen ist er unheimlich fix, kapiert gleich Zusammenhänge und überträgt sie weiter auf andere Bereiche. Aber auch da würde er sich wohl kaum mal ne Stunde in was verbeißen.

In der Schule wirkt sich das so aus, dass er die meiste Zeit rumgammelt. Wenn er drangenommen wird, sagt er was, wenn er zigmal aufgefordert wird, fängt er an, seine Pflichtaufgaben hinzuschmieren – aber das war’s auch. Lerneifer? Interesse, das Geleistete noch ein bisschen zu verbessern? Null.
Noch gibt es keine Noten, aber ich denke, die werden auch so minimalistisch ausfallen. Hauptsache man landet irgendwo im Durchschnitt.

In der Klasse hat er einen besten Freund, der gegenüber wohnt, aber leider ca. 6 Tage die Woche bei seinen Großeltern ist. Sonst hat er eigentlich keine wirklichen Freunde. Er ist allerdings ein nettes Kerlchen und kommt mit allen aus. Aus der Schule erzählt er nicht viel.

Zuhause ist er eher quirlig und kann sich schlecht selbst beschäftigen – hängt sich viel an seine große Schwester oder will, dass wir was mit ihm spielen. In der Ganztagsbetreuung der Schule macht er diverse AGs mit – derzeit Sport, Garten, Jonglage / Akrobatik, Schach – außerhalb davon besucht er keine Kurse oder Vereine, möchte er auch gar nicht. Er ist kein Fußballer, auch wenn er im Zweifel mal mitspielt – er klettert und turnt lieber rum oder spielt mit Mädels Fangen. Hänseleien und Ungerechtigkeiten kann er nicht leiden, meist stellt er sich dann taub, lässt zuhause dann aber ein paar Tränchen raus.

Mit der Klassenlehrerin habe ich gesprochen, die ist zwar theoretisch offen für alle Vorschläge, praktisch aber sehr beschränkt auf ihr Programm. Von ihr kommt höchstens die Idee, die Freiarbeit für ihn mehr vorzugeben, wenn er nicht genug von sich aus tut. Informationen darüber, ob sich in der Schule was verbessert oder verschlechtert, bekomme ich von ihr aus aber nicht, da muss ich schon sehr hinterherlaufen. Meinen Vorschlag, dass er statt Wiederholungsaufgaben ja auch mal ein Referat zum Thema Ägypten oder so machen könnte, fand sie gut, aber ist nie umgesetzt worden.

Vom Wissen her wäre er sicher ein Spring-Kandidat – nur das Schreiben müsste er üben – aber er will gar nicht springen. Er gammelt gerne rum, und er möchte mit seinem Freund zusammen sein (was er nach einem Sprung ja auch noch wäre wegen der Kombi-Klasse, aber er würde dann ein Jahr vor ihm die Schule wechseln).

Auf einen Termin bei der Schulpsychologie warte ich seit Anfang des Jahres, er wurde mir für April versprochen – ob das klappt, keine Ahnung.


So, jetzt zu meinem Anliegen:

Ich bin immer hin und her gerissen zwischen „gammeln lassen“ und „schubsen“.

Gammeln lassen hätte den Vorteil,
dass es das ist, was er sich wünscht;
dass er mit seinem besten Freund zusammen wäre;
dass ihm weiterhin alles schulische sehr leicht fallen würde;
hätte aber auch den Nachteil,
dass er das Lernen / sich anstrengen wohl nicht lernt;
dass er keine anderen Freunde oder Gleichgesinnte findet;
dass er über die Themen, die ihn interessieren, nix Neues lernen wird;
dass es sein kann, dass er irgendwann ganz abschaltet…

So, wie es ist, bin ich nicht wirklich zufrieden – noch kommt er so klar, aber ich habe Schiss, dass er irgendwann mal gelangweilt absackt. Lasse ich es darauf ankommen und vertraue erst mal drauf, dass es schon gut weiterlaufen wird? Und wenn nein – welche Möglichkeiten habe ich überhaupt, ihn anzuschubsen? Einen Sprung will er nicht, und selbst wenn bleibe er bei der gleichen unflexiblen Lehrerin.

Am liebsten wäre mir ein echter Freund, der auch so fit im Hirn ist, und mit dem er sich jeden zweiten Tag treffen kann… oder gar eine ganze derartige Lerngruppe…
Hab auch schon drüber nachgedacht, ihn an irgendwelchen Kursen für begabte Kinder teilnehmen zu lassen, aber die sind alle ne ¾-Stunde mit dem Auto entfernt, und da ich studiere und drei Kinder habe, tue ich mich da schwer mit…
Eine Nachbarin hat jetzt vorgeschlagen, ihn in die dritte Klasse der anderen Grundschule (wo meine Große hingeht) springen zu lassen – aber wie sollte ich ihm bitte so was verständlich oder gar schmackhaft machen?

Ach ich weiß auch nicht… eigentlich sind es ja Luxusprobleme… aber ich möchte eben nicht zu spät reagieren…
_________________
LG sun mit Naseweiß (*3/9Cool, PeterPan (*6/99) und TigerLily (*6/05)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jutta
Sponsor


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 15.05.2005
Beiträge: 4602
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 12:32
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo sun, drueck

ich kann das so gut nachvollziehen. Stecke ich doch in derselben Ecke.
Weißt du, ich habe mich gar nicht getraut, es zu schreiben, aber ich hatte zwischendurch auch den Gedanken, dass er wohl doch lieber früher eingeschult worden wäre.

Als ich im Herbst an diesem Punkt war, mit den gleichen Gedanken, habe ich ohne Sohnis Wissen die neue Schule besucht. Ich habe für mich beschlossen, dass er, wenn er schon selber bestimmen will, was er tut, das dann in einer Umgebung macht, die ihm mehr als das übliche Futter für Zweitklässler bietet. Er kann gammeln (immer mehr in Grenzen), aber auch Material bearbeiten, ohne Rücksicht auf die Klassenstufe. So langsam kommt er aus der Ecke und ich kann ihn guten Gewissens seine 4 Jahre durchlaufen lassen.

Was bringt dir das nun? Vielleicht ein paar neue Gedanken ob eines Schulwechsels. Was würde er verlieren? Einen Freund, ja. Nicht unwichtig. Aber ehrlich, wenn er in einer entwicklungshomogeneren Gruppe wäre (mit 3. Klässlern eben) wären da nicht noch mehr Freunde möglich? Ausserdem ist die Frage, ob er wirklich viele Freunde braucht oder nur einen neuen sucht. Meiner hat auch ohne Murren die "Schulfreunde" verlassen, so wichtig waren sie eben nicht.

Ich selber erwarte von ihm einiges an Leistung, weil ich weiß, er kann es. Und er soll ja auch mal üben oder lernen müssen. Wie du schon sagst, einfach alles einatmen und weiterspielen kann es ja nicht sein. Und seine Lehrerinnen ziehen langsam mit, sie geben nun auch Material vor, von dem sie wissen, dass er es kann. (Heute z. B. Addieren bis 1000 aber gleich 30 Aufgaben, also auch Durchhalten schulen)
PeterPans Lehrerin ist zu unflexibel. Sie nickt bei deinen Ideen und sagt "Jaja". So stell ich mir das vor. Leute, die mir so antworten kann ich gleich abhaken. Rechts rein, links raus.

Was kann passieren bei einem Schulwechsel?

Er könnte anfangs protestieren, weil er plötzlich was tun muss.
Er könnte merken, dass höhere Anforderungen nicht nur nach Standardaufgaben kommen.
Er könnte mit Naseweiß zusammen zur Schule und zurück (zumindest während der Eingewöhnungszeit).
Er könnte neue Freunde finden.
Er könnte das Lernen lernen.
Er bekommt sicherlich ein neues Selbstbewußtsein wegen seiner Leistungen und der Bewältigung der Umschulung.

Hast du mit der Schule mal gesprochen, ob sie ihn nehmen würden? Du könntest dann doch bis Mai Probetage vereinbaren, ob du das zeitlich besser geordnet bekommst und er sich einfügt.

Weißt du, wenn ich anfange, immer wieder über das selbe Thema zu grübeln, dann ist eigentlich Handlungsbedarf. Denn es läuft ja nicht rund, sonst wären keine Gedanken nötig.

Ich wünsch dir eine gute Entscheidung!

Jutta
Weißt du, eigentlich könnten sich unser beiden gut verstehen, wenn sie nicht so weit auseinander wären.
_________________
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sue
Quizzgewinnerin, Sponsor, Lotusfüßchen



Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 2134
Wohnort: wo der frische Wind weht...

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 12:50
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Ach liebe sun drueck

Du weisst ja, dass Du über meinen jüngeren Sohn P. geschrieben hast.
Fast 1:1 könnte sich unser Seufzen decken. Zumindest vor einigen Monaten noch.

Nun hat sich bei uns in dem letzten Vierteljahr ein Entwicklung ergeben, die mich zu einem spontanen statement für Dich hinreißen lässt. (Eben, weil sich unsere Knaben so ähneln.)

Ich vermute, diese Entwicklung wurde durch den Fußball initiiert, für den P. sich erst mit 8 Jahren interessiert hat, angestoßen sicher durch das Vorleben des älteren Bruders.

Dadurch bekam P. auf dem Schulhof mehr Akzeptanz von Jungen, was wiederum sein Selbstbewusstsein stärkte.
Er, der nie groß Interesse an Verabredungen hatte, ist seit ein Vierteljahr nur noch unterwegs.
Trifft sich mit Freunden, spielt Fußball, Band im Keller oder baut Höhlen.
Er kommt regelmäßig pechschwarz und sehr zufrieden nach Hause.

Und ich finde es einfach herrlich, wie normal mein verkopfter Junge auf einmal sein kann.
Es ist, als hätte er für einige Zeit seinen Kopf einfach mal daneben gelegt und seine anderen (Sinnes-)organe entdeckt.

Wenn ich jetzt sehe, wie wenig mein Großer so Zeit hat und wie eingepfercht er schon in den schulischen Anforderungen ist (5.Kl. GCool, gönne ich dem jüngeren seine Freiheit von ganzem Herzen.

Ja, ich gehe sogar so weit, dem von uns allen geschmähten Satz: "Ach gönnen Sie Ihrem Sohn doch noch ein Jahr Kindheit", etwas abzugewinnen.
Ich würde ihm diese harte Kandare sehr gern noch etwas ersparen, auch wenn das hier vielleicht etwas politisch inkorrekt ist.

Und ich habe meistens das Vertrauen, dass er selbst mit der unzureichenden Vorbereitung auf das Gymnasium, die Herausforderungen im Sommer annehmen wird. Mag sein, dass ich in einem halben Jahr anders darüber denke, aber momentan ist mir sein Seelenfrieden am wichtigsten.

Und Du schreibst ja auch, dass PeterPan gar keine Veränderung möchte.
Spontan sage ich:
In der fünften Klasse wird noch Zeit genug sein, das Lernen zu lernen, und die Freiheit wird einem da so beschnitten, dass ich diesen Zustand nicht forcieren würde.
Die Zweifel bei unseren "anderen" Kinder bestehen eben immer. Bei Dir, ob die späte Einsachulung richtig war. Bei mir, ob die frühe Einschulung sein musste und damit ein ein vorzeitiges Unterjochen unter ein starres Regelsystem. (5. Klasse Gymnasium)

Mein Plädoyer: Lass es laufen, so lange er zufrieden ist.
Sollte eine Änderung notwendig werden, hat er das Potential, diese zu wuppen. Aber im vorauseilenden Gehorsam (sorry, blöder Begriff) würde ich keine Änderung herbei führen.

Da sehen andere mit gelungenem Sprung sicher ganz anders... ;)

winkie sue
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sue
Quizzgewinnerin, Sponsor, Lotusfüßchen



Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 2134
Wohnort: wo der frische Wind weht...

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 12:53
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Sehe gerade, habe genau das Gegenteil von Jutta geschrieben. Na, da bist ja wirklich klüger, was? green
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
subu
Sponsor



Anmeldungsdatum: 07.03.2005
Beiträge: 2029
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 12:57
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Oh ja, sun,
ich habe mir gedacht, dass du dich mit diesen Gedanken herumträgst!

Es ist äußerst heikel, ein Kind immer auf Sparflamme mitlaufen zu lassen - auch, wenn er es bequem findet!

Im Grunde wird er aber evtl. viel entspannter sein, wenn er sein Hirn mal ein wenig anstrengen muss!

Du hast schon recht, wenn du befürchtest, dass er das Lernen so nicht lernt - allerdings ist es nicht gesagt, dass er es in der dritten Klasse eher lernen wird! Ich sehe das an meinen Jungs: sie lernen immer noch nebenher, saugen eben auf, was sie brauchen und ind er Freizeit wird gedaddelt, gelesen, gegammelt, gesurft,...alles, nur nicht wirklich sichtbar für die Schule.

Trotzdem: kaum ein Vokabeltest ist "schlechter", als 1 (und Vokabeln MUSS man ja normaler Weise lernen) und F. kam letztens zu meinem Entsetzen an und sagte, es sei ja nix Besonderes, wenn er "schon wieder" in der Französischarbeit eine 1 geschrieben habe... ( surprise ) - dabei geben wir ihm immer zu verstehen, wie TOLL wir die Noten unserer Kinder finden und dass wir sehr stolz auf sie sind.
Kannst du dir vorstellen, dass das bei PeterPan auch so gehen könnte?

Ich schon!

Er hat nun noch fast 2 1/2 Jahre in dieser Schule - wenn er dort bleibt. Kannst du dir das für ihn vorstellen UND bist zufrieden mit dem Gedanken? Dann lass ihn dort bei seinem Freund.

Nein?
Dann sprich mit der Schulleitung der Schule deiner Tochter!
Selbst, wenn du ihn in die 2. Klasse bei deiner Tochter gäbest - er könnte gewiss schnell in die nächste gehen, so wie du das schilderst!
Und wenn die KL ihn dort fördert, OHNE Sprung - warum nicht!

Es ist eine furchtbar schwere Entscheidung - aber die zweite Klasse ist eigentlich ein guter Zeitpunkt, besser, als in die Vierte springen zu lassen!

Bedenke aber auch, dass er dann in 11 Jahren zu Abi kommt und wie es auf dem Gymnasium weitergehen soll.

Keine leichte Entscheidung!!!

Ich wünsche dir ein gutes Bauchgefühl!

LG

subu
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
subu
Sponsor



Anmeldungsdatum: 07.03.2005
Beiträge: 2029
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 13:02
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

oh, sues Beitrag hat sich mit meinem Schreiben überschnitten!

Im Grunde hast du nun zwei "Extreme" und einen Weg "dazwischen" ;) -
ich bin aber auch eher der Meinung, Kids nur springen zu lassen, wenn nix anderes mehr geht!

Resumee subu: Ggf. ein Wechsel auf eine Schule, die ihn mehr fördert und fordert, aber eben nicht unbedingt ein Sprung, wenn er nicht sehr unglücklich ist!

LG

subu
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Svea
Sponsor 2010/2011


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 4746
Wohnort: St. Olaf ;-) (BW)

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 14:08
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Sun,

nun noch ne Meinung p

Unsere Minimaus wurde Ende der 2. Klasse geteste mit der Empfehlung von der 3. in die 5. zu springen.
Uns hat es gegruselt vor dem Sprung und auch Minimaus wollte den Sprung nicht, denn sie wollte ihre überschaubare Schule weiter behalten. Dort hatte sie zwei Mädchen mit denen sie sich ab und zu traf.

Wir ließen sie dort, weil sie es nicht anders wollte und ein Sprung gegen ihren Willen wollten wir nicht "durchdrücken".

Die Probleme nahmen im Laufe der Zeit zu und sie sprang dann mitten im Schuljahr von Anfang 4. in die 5.
Sie ist jetzt am kämpfen, denn das erste mal in ihrem Leben muß sie lernen. Vokabeln und Begriffe auswendiglehren machen ihr richtig Probleme. Sie hat das Lernen nie gelernt!!!!!

Dumm war, dass sie mitten im Schuljahr in die neuen Klasse kam.

Egal was Du tust, laß Deinen Schatz immer zum Schuljahresanfang springen, denn so kann er noch ein bisschen undercover bleiben.

Hoffentlich habe ich Dir geholfen.

Svea
_________________
Wer das Konzept der Unendlichkeit verstehen will, muss nur das Ausmaß menschlicher Dummheit betrachten.
Voltaire
Svea
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Undercover
Sponsor 2010/2011



Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 1711
Wohnort: Brandenburg

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 14:56
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Sun,

wir hatten ja ansatzweise zu dem Thema schon mal gepmt. Mein Quecksilber ist ähnlich strukturiert wie Dein PeterPan, auch erst spät eingeschult und dann von 1 nach 2 gesprungen. Allerdings wollte er das damals auch selbst.

Er hat für den Sprung etwas getan, aber sehr schnell danach (ca. 4-5 Wochen) wurde es wieder minimalistisch, was ihm auch für einigermaßen gute Noten reicht. Ein Sprung muss also keinesfalls bedeuten, dass man nun das "Lernen lernt". Im Nachhinein denke ich, dass er vielleicht besser dort geblieben wäre, wo er war, weil er jetzt in einer ausgesprochenen Problemklasse gelandet ist - das sind ja Dinge, bei denen man ebenfalls Pech haben kann.

Auf der anderen Seite beobachte ich, dass er jetzt, in der fünften Klasse, wo tatsächlich öfter mal was zu lernen ist, das dann auch tut - zwar mit meiner Strukturierungs-Hilfe wegen seiner ADS-Problematik, aber auch ohne dass man ihn nun massiv überreden müsste. Also kann er es anscheinend, ohne es gelernt zu haben - tut es aber auch wiederum nur soweit wie unbedingt nötig.

Ein Sprung kann m.E. in Eurem Fall doch eine ganze Reihe neuer Probleme aufwerfen
- Freunde, Integration in die Klasse
- Qualität der aufnehmenden Lehrerin
- Trotzhaltung des Kindes, das gar nicht will und dann vielleicht blockiert.

Einen Leidensdruck gibt es derzeit bei Euch ja nicht, mehr die abstrakte Überlegung, dass er das Lernen nicht lernt. Aber:
Wer garantiert Dir, dass ihn das "anschubst" und dass er dann nicht unter erschwerten Bedingungen weitergammelt, mit entsprechenden Konsequenzen für Noten etc. ?

In Eurem speziellen Fall würde ich ihn vermutlich nicht springen lassen. Es spricht einfach nicht genug dafür. Aber wie wäre es, wenn man ihn vielleicht erstmal verdonnert, etwas zu lernen, bei dem er sich anstrengen muss ? Z.B. eine exotische Fremdsprache oder ein schwieriges Instrument ? Dann kann man mal austesten, wie er reagiert, und vielleicht reicht ihm und Euch das dann auch schon aus.

LG Undercover
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Synkopia
Sponsor 2010/2011


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.03.2007
Beiträge: 1496
Wohnort: Nord-Württemberg

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 16:32
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo sun,

grundsätzlich scheint sich dein Sohn ja im jetzigen Umfeld ganz wohl zu fühlen. Da scheint dann natürlich keine dringender Handlungsbedarf gegeben zu sein. Ich kann aber sehr gut verstehen, dass Du nicht zu spät reagieren möchtest. Das war damals für uns auch der Grundgedanke, bei der Schule auf einen Sprung für unseren Sohn zu drängen (3. Klasse wurde dann übersprungen).

Ein paar Dinge, die mir bei Deiner Schilderung so ein- und auffielen:

Mein Sohn hat in der 2. Klasse sehr über Langweile in Mathe geklagt, hatte keine Möglichkeit den Stoff höherer Klassen zu bearbeiteten, durfte aber mit einem anderen Jungen der Klasse in Übungsphasen eigene Aufgaben erfinden auch im Zahlenraum über 100000. Die Übungshefte der 1. und 2. Klasse hat er höchstens zur Hälfte bearbeitet. - Ich finde, da muss sich PeterPan schon angestrengt haben, alles durchzuarbeiten.

Den besten Freund aus der damaligen 2. Klasse hat mein Sohn übrigens noch. Es ist zeitlich nicht leicht, gemeinsam etwas zu unternehmen, aber die Ferien werden gerne genutzt.

In der Grundschule war es für unseren Großen nach dem Sprung schwer, Anschluss zu finden. Der einzige andere "Neue" in der Klasse (umzugsbedingter Schulwechsel) war zweieinhalb Jahre älter und hatte es da auch nicht leichter. Erst jetzt auf dem Gymnasium ist unser Sohn integriert.

Die Schreibgeschwindigkeit war leistungsmäßig das einzige wirkliche Problem. Ich denke, dass bei einem früheren Sprung der Abstand noch nicht so groß ist. Das mindert auch den eventuell auftretenden Druck wegen der Grundschulempfehlung.

Als mein Sohn erfuhr, dass er vielleicht springen könnte, schreckte ihn die zu erwartende Mehrarbeit überhaupt nicht. Er wollte selbst aus der Klasse weg. Erst da erzählte er dann auch von ständigen Schubsereien etc. so dass wir dann merkten, wie schlimm die Situation in der Klasse für ihn tatsächlich war.

Ursprünglich hatten wir übrigens vor dem Test beim Schulpsychologen gar nicht ernsthaft an einen Sprung gedacht, sondern nur an bessere Fördermöglichkeiten, damit unser Großer nicht völlig die Lust an der Schule verliert. - Aber das ist eine andere Geschichte und hilft Euch wahrscheinlich auch nicht weiter.

Nachdenkliche Grüße
_________________
Synkopia mit Tochter (*7/95), Sohn (*4/97), Tochter (*6/99) und Sohn (*9/04)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
UBI



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 18:34
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Sun,

danke für die Begrüßung drüben.

Also aus meiner Erfahrung (aber ich habe ein Mädchen, die sind ja schon etwas anders gestrickt):

- gammeln lassen
- aber gleichzeitig eine Art Vertrag abschließen, was du an Mindestleistung so erwartest. Manchmal kann man ja mit den jungen Herrschaften erstaunlich offen diskutieren.

Gruß

Ubi
_________________
Ubi mit C. (Sommer 99)
Jeder nach seinen Möglichkeiten!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
eva
Quiz-Gewinnerin



Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1137
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 20:28
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo sun,

ich habe leider keinerlei Erfahrung mit Springerkindern (ist bei uns wohl noch viel seltener üblich, als in Deutschland).
Aus dem Bauch raus würde ich ihn vermutlich auch "gammeln" lassen. Eigentlich stellt der ganze Grundschulstoff nicht sooo eine große Herausforderung an den Intellekt. Wenn es gut geht, hat er es rasch aufgeholt und gammelt weiter, wenn es schlecht geht, gammelt er ohne es aufgeholt zu haben mit mäßigen Noten weiter...
Ich habe so meine Zweifel, dass die Herausforderung reicht, um nachhaltig Ehrgeiz zu wecken, wenn er nicht der Typ dafür ist.

Ich fürchte, vorbeugend "lernen zu lernen" klappt nicht mit Schulstoff (zumindest nicht Grundschule), sondern nur mit komplexeren Dingen. Ich schätze mal, die meisten lernen es später schon noch, notfalls mit ein bisschen Unterstützung.

eva
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
wombat



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 04.03.2007
Beiträge: 324
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 20:58
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

hej-ho,
nur ganz kurz ein paar gedanken, hab nicht alle antworten gelesen, sorry für doppeltes:
lernen lernen ist sehr wichtig, geht bei begabten kindern eh nicht in der gs.
gs ist eine einzige lange unterforderung. ein jahr kürzer ist gut. ein freund ist aber besser und wichtiger.
lernen lernen geht auch mit musikinstrumenten, zB. da kann man bis ans äußere gehen ohne schulwissen vorwegzunehmen. wäre das etwas vielleicht?
springen kann gut sein, aber was dann? der stoff ist wieder drin, dann muss man wieder springen. oder der stoff kommt nicht, dann noch schlimmer.
ich warte mit dem springen bis zur pubertät devil
da sind freundschaften gefestigter. wenn es da nötig wird, dann machen wir es auch.
ich weiß auch keinen rat, aber am besten ist es auf das kind zu hören.
es gibt welche, die wollen von selbst springen, andere wollen noch nicht mal die schule wechseln nach der 4.
kann man da der lehrein nicht auch so ein buch schenken?
aetsch vielleicht regelt sie es dann besser?
wombat mit vielen lieben grüßen...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Biene Maja
Sponsor


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 656
Wohnort: Augsburg

BeitragVerfasst am: 20.03.2007, 10:29
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo sun,

hier bekmmst du noch eine weitere Meinung: Ich bin bei Kindern die sich langweilen schon immer absolut für's Springen. Ich war bis vor ca. 2 Jahren regelmäßig auf den Stammtischen des hbf-ev (bei mir in der Nähe) und habe dort viele Kinder bzw. deren Eltern erlebt, die zunächst einen Sprung abgelehnt haben (zum Teil weil die Kinder nicht wollten, zum Teil auch weil die Eltern es den Kindern nicht zugetraut haben). Wenn man deren Geschichten allerdings eine Weile verfolgte, bemerkte man, dass bei den meisten nach und nach Unterforderungsprobleme, Frust und Verweigerung das Hauptproblem ausmachten. Bei uns in Bayern ist es dazu noch so, dass man aus der laufenden 4. Klasse nicht mehr in die 5. Klasse springen durfte und da wurde dann ein 4. Schuljahr extrem lang und teilweise auch katastrophal weil bei uns ein bestimmter Notenschnitt für das Gym. notwendig ist, den viele dieser Kinder nicht mehr schafften. Schulverweigerung und Blockaden lassen grüßen. Dort wurde immer empfohlen, Kinder springen zu lassen, wenn man merkt, dass Langeweile im Spiel ist - egal ob die Kinder wollen oder nicht weil sie nicht wirklich abschätzen können, was für sie gut ist und was nicht. Manche Kinder trauen sich nicht zu springen, weil sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Dann lieber bei dem altgewohnten bleiben, da weiß man was man hat als sich auf ein neues Abenteuer einzulassen bei dem das zukünftige ungewiss ist.

Ich tat mich bei meinem eigenen Sohn damals leichter, weil er gerne springen wollte. Aber auch er hat vorher (außer der Schreibschrift) nichts geübt. Er hat erst losgelegt mit üben, als er merkte, dass es Kinder in der Klasse gab, die schneller lesen konnten oder die schneller geschrieben haben. Als dieser Rückstand aufgeholt war verfiel er in die alte Langeweile und Gammelei. Der zweite Sprung von 3 nach 5 lief bei uns auch mehr nebenbei und fast ohne zusätzliche Lernerei. Die Lücken wurden dann notdürftig gestopft wo sie akut sichtbar wurden. Aber die Zeit des Aufholens und des geistigen Anspruchs war bei uns immer die Schönste. Kind endlich glücklich, zufrieden, höflich und freundlich. Einfach ein Traum (leider immer nur vorübergehend).

Das Lernen hat er bis heute nicht gelernt (er geht in die 8. Gym). Noch heute wäre es für seine Noten durchaus nötig, ab und zu etwas zu tun. Aber selbstständig ohne Erinnerung - no chance. Schlechte Noten lähmen ihn, also ist auch auflaufen lassen nicht geeignet, dass er aufwacht. Ich vollführe hier nach wie vor den Eiertanz, zwischen Gammelei zulassen, ihm in den Hintern treten, einfach weggucken, ... .

Ich wünsche dir, dass du auf deine Intuition hören, und die für euch passende Entscheidung treffen kannst .

Liebe Grüße
Conny winkie
_________________
Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag

Biene Maja
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Sigiruna
Sponsor 2010/2011


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.04.2006
Beiträge: 898
Wohnort: nicht mehr Nordfriesland!!!!

BeitragVerfasst am: 20.03.2007, 12:36
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Moin Sun winkie

Ich würde Dir davon abraten, PeterPan springen zu lassen. Um Lernen zu lernen gibt es andere Wege - abgesehen davon kann man auch ohne systematisches Lernen ganz gut lernen. Aber ein Kind ohne Notwendigkeit und gegen dessen Wunsch aus seiner Umgebung rauszureißen, halte ich für riskant. Er macht doch schon ganz schön viel.

Bei meinem Sohn hatten wir ähnliches Anfang der 3. Kl. überlegt und uns dagegen entschlossen, weil er bei seinen Freunden bleiben wollte. Eine altersgemischte Klasse, wie Ihr das habt, wäre für ihn nicht schlecht gewesen. Wir haben aber Wert darauf gelegt, dass er seine Sachen trotz Langweile gut machte. Teilweise arteten die HA in stundenlange Grabenkämpfe aus. Noch heute in der 8. Klasse "gammelt" er oft stundenlang herum, aber das braucht er. Oft hängt er lieber den ganzen Tag mit seiner 5 Jahre jüngeren Schwester rum, als was "Vernünftiges" zu machen. In der Schule hat er 1en in seinen Lieblingsfächern, der Rest ist ihm egal. Besonderen Ehrgeiz hat er auch nicht entwickelt, so hat er sich zu meinem Ärger nicht zum Debattierwettbewerb angemeldet, obwohl er das gut kann.
Ich glaube nicht, dass das anders wäre, wenn wir ihn damals hätten springen lassen, nur dass wir ihn damit der Möglichkeit mit seinen Freunden, speziell seinem besten Freund, zusammenzusein, beraubt hätten.

LG Sigiruna
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sun
Queen of yellowpress, Sponsor



Anmeldungsdatum: 03.03.2005
Beiträge: 2614
Wohnort: Rheinland

BeitragVerfasst am: 25.04.2007, 14:17
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Hallo Mädels,

erst mal noch vielen Dank für eure vielen Postings, über die ich lange nachgedacht habe. Ich habe sie bewusst in Ruhe auf mich einwirken lassen, denn ich wollte ja gar keine dringende konkrete Entscheidung, sondern weiter beobachten. Aber der Austausch ist dabei ja sehr hilfreich.

So, nun gibt es Neuigkeiten.

Gestern war ich mit PeterPan bei der schulpsychologischen Beratungsstelle, wo ein Psychologe mit ihm eine Stunde lang Aufgaben und Spiele gemacht hat. Das Auswertungsgespräch ist erst am 16.5., aber der Psychologe ließ schon mal durchblicken, dass er kein problematisches Verhalten entdeckt hätte.

Heute nun war Elternsprechtag, und PeterPans KL hat mir erklärt, dass sie es sinnvoll fände, ihn die 3. Klasse übersrpingen zu lassen.

In Mathe wäre er inzwischen ein sehr guter Drittklässler, im Lesen und allen andere Bereichen wäre er auch gut und könnte mit den Drittklässlern mithalten, und das Schreiben, woran es vor einem halben Jahr noch hätte scheitern können, hat sich immens verbessert.
Sie meint, wenn man ihn jetzt nicht springen lässt, wird er es vermutlich irgendwann später tun "müssen".

Da er ja in einer gemischten Klasse 2-3 ist, würde sich an seiner Klassengemeinschaft und KL gar nichts ändern.

Sie hat mich gebeten, ihn darauf einzustimmen, und würde ihn dann gerne nach den Sommerferien mit den Viertklässlern unterrichten (auf Probe, wobei sie nicht davon ausgeht, dass die Probe notwendig wäre).

Das Gammeln zur Freiarbeit sei besser geworden, und sie setzt ihm für manche Sachen inzwischen einfach Deadlines, die er dann auch hält.

Notengebung (die er bisher nicht hatte) wird ihn nach Ansicht der KL und mir vielleicht dazu anregen, durch Vergleich mit anderen ab und zu etwas Anstrengung aufzubringen... wir werden sehen.


Die KL rennt bei mir da natürlich offene Türen ein. Jetzt bleibt nur die Frage, wie sag ich's dem Sohne ;).
Ich denke, er wird stolz sein, wenn ich ihm sage, dass seine KL ihn leistungsmäßig bei den Drittklässlern sieht.
Bleibt das Problem mit dem besten Freund. Er würde ja weiterhin mit ihm in einer Klasse und in der Mittagsbetreuung sein, und ihn auch nachmittags mal sehen (da er gegenüber wohnt). Aber PeterPans Bedenken sind ja, dass er dann ein Jahr früher aus der Klasse gehen würde als sein Freund.
Ich denke, ich werde versuchen, die Nachmittagskontakte zu dem Freund zu intensivieren, und gleichzeitig ein paar alte Kindergartenfreundschaften mit Drittklässlern (die auf einer anderen Schule sind) aufzufrischen.
Außerdem hat er einen zweiten besten Freund, der aber auf einer anderen Schule ist und weiter weg wohnt - auch mit dem könnte er sich ja trotzdem weiter treffen.


Also so wie ich das sehe, ist der Sprung beschlossene Sache, jetzt muss ich ihn nur behutsam ans Kind rantragen *g*...
_________________
LG sun mit Naseweiß (*3/9Cool, PeterPan (*6/99) und TigerLily (*6/05)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Freundeskreis netter Leute mit schlauen Kids Foren-Übersicht -> in der Grundschule Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
Seite 1 von 3
Gehe zu:  

 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Will mich hier auch mal vorstellen...... Sabine Steckbriefe 2 10.04.2014, 09:55
Keine neuen Beiträge Die Schule über Tests nicht informieren? Annie Diagnostik 3 24.02.2014, 18:01
Keine neuen Beiträge Gibt es ein Bilderbuch über musikalis... Ernestine Stoffsammlung 11 16.01.2013, 21:36
Keine neuen Beiträge Galileo über HB Svea Stoffsammlung 1 31.08.2012, 20:20
Keine neuen Beiträge Vortrag über Ästhetik *g* Frau Wolle Lockrer Plausch 2 05.05.2012, 12:42

Tags
NES



phpBB 2.0.23
Template by BMan1

BBoard.de bietet Ihnen ein Kostenloses Forum mit zahlreichen tollen Features

Impressum | Datenschutz