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Ernste Fragen am Morgen... was antwortet Ihr Euren Kindern?


 
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clementine



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 31.03.2007
Beiträge: 1393
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 06:44
BeitragTitel: Ernste Fragen am Morgen... was antwortet Ihr Euren Kindern?
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hallo winkie

heut morgen hat mich Sohn damit überrascht, dass er sich um sechs Uhr - quasi aus dem Schlaf heraus - mit tränenerstickter Stimme in meine Arme geflüchtet hat und gefragt hat "Mama, ich bin so traurig. Warum wird der Papa alt?" und dann kamen noch jede Menge weiterer Fragen in diese Richtung, die hat er in den letzten Wochen mal vereinzelt fallen lassen, aber es scheint ihn ja zutiefst zu beschäftigen...
Er fragt "warum wirst Du alt? warum vergeht die Zeit? wie lange dauert die Zeit? wieviel Tage dauert es, bis ich groß bin? wirst Du immer hier sein?" immer wieder "schade schade, dass du alt wirst"... die Fragen drehen sich letztendlich um Frage nach Leben, Vergänglichkeit, Altwerden, Lebensbedingungen , Ablauf der Zeit usw. ... Sinnfragen...
Er ist emotional stark involviert, fragt das nicht einfach so, so geballt wie heut morgen kam es allerdings noch nicht... die Frage nach dem Tod stellt er nicht, aber man merkt, dass seine Gedanken in diese Richtung gehen... er fragt auch manchmal nach seiner verstorbenen Großtante...

zutreffende Zeitbegriffe hat er noch wenig, für länger Vergangenes sagt er meist "vor tausend Jahren"... heut morgen hat er dann noch gleich seine Fossilien rausgekramt und da ging das Thema "Alter" weiter...

Er war schon immer sehr sensibel, nachdenklich und sehr verletzlich, momentan hat er eine Phase in der er eher regrediert und meine Nähe sucht... (mama, trag mich mal die Treppe rauf, ich bin so schwach... ich kann das nicht, etc... ja und die leidliche Windel, die er nicht loslassen will...).... passt ja im Kontext - wenn Kind sich mit solchen Fragen rumschlägt...

Kennt Ihr das von Euren Kindern? Vor allem in diesem Alter - er wird doch im September erst vier... wie soll ich ihm das erklären? Ich rede schon mit ihm drüber, versuche ihm Sicherheit zu geben, aber welche Antwort gibt man einem Kind warum die Zeit vergeht? ...Warum der Mensch vergänglich ist...
Da fehlen mir doch als Erwachsenem schon die Antworten.... ich bin doch weder Philosoph noch Astrophysiker...

liebe Grüße
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clementine mit Sohn 9/03 und Tochter 6/07
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scout




Anmeldungsdatum: 02.03.2005
Beiträge: 1774
Wohnort: ba-wü

BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 08:18
BeitragTitel:
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du bist doch viel mehr als das - du bist seine mutter, warst selbst mal ein kind und kennst deinen sohn von allen am besten.

manche kinder scheinen von anfang an mit einer art lebensthema beschäftigt zu sein. das kann eine tiefsitzende angst vorm verlassenwerden sein, die deinen jungen jetzt umtreibt. es muss gar nicht mal sein,d ass die angst realistisch ist, aber für ihn ist es wichtig, sich sicher zu fühlen.

natürlich können wir ihnen niemals versprechen, dass wir nicht sterben, solange sie uns brauchen. aber wir können ihnen versprechen, dass wir gut auf uns aufpassen werden. und dass wir auch mit grauen haaren und steifen knien noch für sie da sein können ;).

wir können ihnen versichern, dass wir ihnen alles beibringen werden, was sie wissen müssen, dass sie uns nach allem fragen dürfen. und wir können sie immer ernst nehmen mit ihren fragen und ängsten. das ist schon viel mehr, als ein physiker oder astronom ihnen beibringen kann, meinst du nicht?

meine war 6, als solche themen wie tod und vergänglichkeit aufkamen. bei ihr ist neben dem philosophischen aber auch ein interesse an den natürlichen prozessen vorhanden, also hab ich ihr auch erzählt, was passiert, wenn ein körper stirbt und wie die atome danach in etwas anderes übergehen. wir haben im garten beobachtet, wie ein toter vogel innerhalb von wenigen tagen zuerst von ameisen, dann von fliegenlarven in seine bestandteile zerlegt wurde, bis nur noch das blankgeputzte skelett und ein paar schwungfedern übrig waren. das fand sie zwar gruselig, aber auch wieder faszinierend.

sie kann herzhaft trauern um einen kleinen kleiber, den wir verletzt gefunden und leider nicht durchgebracht haben. er hat ein grab bekommen und irgendwie tröstet sie der gedanke, dass seine atome jetzt als fliege oder ameise oder assel noch irgendwo lebendig sind. ich denke, dass sie das mit dem kreislauf verstanden hat mit 6 jahren.

die philosophischen fragen nehme ich aber auch ernst. eine so ausgeprägte traurigkeit oder angst vor dem sterben und verlassenwerden hat sie allerdings nicht gezeigt bisher. irgendwie kann sie es akzeptieren und fühlte sich dadurch beruhigt, dass ich ihr versichert haben, wir eltern würden gut auf uns aufpassen.

manchmal verpacken kinder ihr ängste vor verlust auch so, selbst wenn es eigentlich die angst vor einer drohenden scheidung der eltern ist. möglicherweise haben sich andere eltern scheiden lassen und jetzt haben sie angst, dass das bei ihnen auch passieren könnte. kannst ja mal nachdenken, ob so etwas dahinter steckt.

gruz
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Chaos
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BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 08:21
BeitragTitel: Re: Ernste Fragen am Morgen... was antwortet Ihr Euren Kinde
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clementine hat folgendes geschrieben:

aber welche Antwort gibt man einem Kind warum die Zeit vergeht? ...Warum der Mensch vergänglich ist...
Da fehlen mir doch als Erwachsenem schon die Antworten.... ich bin doch weder Philosoph noch Astrophysiker...


Wenn Du darauf eine Antwort findest, bitte ganz schnell an mich weiterleiten :) .
Mein Großer hatte genau die gleichen Fragen, als er gerade mal 3 Jahre alt war und jemand im entfernteren Bekanntenkreis starb. Wo ist der Mann jetzt? Sterbt ihr auch? Was geschieht dann mit mir, bin ich dann allein? Werdet ihr begraben und wo? Kann ich Euch besuchen?
Wir haben ihm gesagt, dass wir IMMER bei ihm sein werden, auch wenn wir tot sind. Und ihm den Kreislauf des Lebens erklärt, das heißt, was stirbt, ermöglicht neues Leben, neues Leben setzt den Tod voraus. Das Thema wurde über ein halbes Jahr intensivst bearbeitet, auch jetzt kommen natürlich noch Fragen.
Gehe so offen wie möglich daran, mit Deinem Kind darüber zu sprechen. Ich fand 3 Jahre auch sehr früh und war geschockt, aber irgendwann kommt das Thema sowieso, genau wie die Sache mit den Bienchen und den Blumen drugs

Gruß Chaos
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clementine



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BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 10:55
BeitragTitel: Werden und vergehen...
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danke für Eure lieben Antworten,
werde ich bestimmt noch ein paar mal durchlesen...

Zitat:
sie kann herzhaft trauern um einen kleinen kleiber, den wir verletzt gefunden und leider nicht durchgebracht haben. er hat ein grab bekommen und irgendwie tröstet sie der gedanke, dass seine atome jetzt als fliege oder ameise oder assel noch irgendwo lebendig sind. ich denke, dass sie das mit dem kreislauf verstanden hat mit 6 jahren.


Die Idee mit dem Vergehen und den Atomen in der Atmosphäre finde ich sehr schön, werde ich mal versuchen ihm zu erklären...

Ich hatte auch schon Angst, dass ich ihm mit meiner Offenheit auf seine Fragen diesbezüglich getriggert hätte, ich versuche schon immer ihm alles - auf kindgerechter Ebene - zu erklären, aber vielleicht kann er meine Erklärungen emotional doch noch nicht verarbeiten?
Seine Großtante war ja schon alt - aber vor allem sehr krank - als sie vor einigen wochen verstarb, das hat bestimmt einen weiteren Ausschlag gegeben... Trennung oder Scheidung in der Familie oder Bekanntenkreis ist mir momentan nicht bewußt... klar zoffen wir uns auch mal, ich muß mal drauf achten, ob er da Ängste hegt... danke für den Hinweis...

@chaos: habt ihr das Thema - nachdem es im Raum stand - aktiv aufgegriffen oder habt ihr euch nur drauf eingelassen, wenn der Große es angesprochen hat?

Kennt vielleicht jemand schöne Bücher zu diesem Thema, die für einen knapp Vierjährigen geeignet sind?
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sun
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BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 11:13
BeitragTitel: Re: Werden und vergehen...
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clementine hat folgendes geschrieben:
Kennt vielleicht jemand schöne Bücher zu diesem Thema, die für einen knapp Vierjährigen geeignet sind?


Leb wohl, lieber Dachs

Und was kommt nach tausend?

Was ist das? fragt der Frosch - eher für die Jüngeren

Abschied von Rune - ganz heikles Thema: ein Kind ertrinkt...
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clementine



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Beiträge: 1393
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 11:48
BeitragTitel: ich könnt k....
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pfooohhhh ich bin sowas von mies drauf traurig ... hab ich sohn vom kiga abgeholt... hat er sich heut morgen teilweise etwas grenzüberschreitend verhalten sprich er hat z.B. die Erzieherin im Gesicht "angetatscht" und auch nach Aufforderung nicht aufgehört oder auch sich mit seinem besten Freund gekäbbelt und nicht aufgehört als dieser nicht wollte... auch mit körperkontakt verbunden...
hab ich gesagt, dass ich das nicht ganz verwunderlich finde, dass er vielleicht auf gewissen Ebenen nicht so "funktioniert" wenn er sich auch grad mit für ihn sehr wichtigen Fragen rumschlägt...
Kommentar der Erzieherin: man solle da nicht so drauf eingehen, das seien halt Kinderfragen, am besten das nicht immer ansprechen (klar, dass mir gleich unterstellt wird, ich hätte das Thema aufgeworfen devil ), am besten ablenken, ausbremsen... kein bisschen Verständnis für die emotionale Ebene dieses Kindes... sie hätte ihm das auch erklärt das Kinder groß werden und alt usw... aber ich hatte nicht den Eindruck, dass sie sich da groß einfühlen wollte...
Was würdet denn ihr jetzt tun? mit diesem Kiga... solche Situationen wird es ja immer wieder geben... ich hab ja schon nix mehr gesagt von Hb geschweige denn OE... obwohl das ja ziemlich auf ihn zutrifft... ich glaub auch nicht, dass die Erzieherinnen davon schon mal irgendwas gehört haben.... würdet Ihr da nochmal versuchen, Aufklärungsarbeit zu leisten?
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Beiträge: 1170
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 12:21
BeitragTitel:
Antworten mit Zitat

Zitat:
@chaos: habt ihr das Thema - nachdem es im Raum stand - aktiv aufgegriffen oder habt ihr euch nur drauf eingelassen, wenn der Große es angesprochen hat?


Da es mir selber nicht so leicht fällt, über das Thema zu reden, und vor allem mit einem 3-jährigen rolleys , habe ich es nie von mir aus angeschnitten, aber immer, wenn es von ihm kam, versucht, es so mit ihm zu besprechen, dass ich das Gefühl hatte, nun ist er erst einmal zufrieden. Dann dauerte es einige Tage, und er fragte wieder.

Zitat:
Ich hatte auch schon Angst, dass ich ihm mit meiner Offenheit auf seine Fragen diesbezüglich getriggert hätte, ich versuche schon immer ihm alles - auf kindgerechter Ebene - zu erklären, aber vielleicht kann er meine Erklärungen emotional doch noch nicht verarbeiten?


Natürlich fällt es einem Kind, und nicht nur einem so jungen, schwer, so etwas zu verarbeiten, aber gerade DAS versucht es ja mit seinen Fragen. Ich bin der Meinung, wenn ein Kind solche Fragen stellt, dann ist es auch bereit und in der Lage, sich emotional damit auseinander zu setzen.

Zitat:
teilweise etwas grenzüberschreitend verhalten sprich er hat z.B. die Erzieherin im Gesicht "angetatscht" und auch nach Aufforderung nicht aufgehört oder auch sich mit seinem besten Freund gekäbbelt und nicht aufgehört als dieser nicht wollte... auch mit körperkontakt verbunden...
hab ich gesagt, dass ich das nicht ganz verwunderlich finde, dass er vielleicht auf gewissen Ebenen nicht so "funktioniert" wenn er sich auch grad mit für ihn sehr wichtigen Fragen rumschlägt...
Kommentar der Erzieherin: man solle da nicht so drauf eingehen, das seien halt Kinderfragen, am besten das nicht immer ansprechen (klar, dass mir gleich unterstellt wird, ich hätte das Thema aufgeworfen ), am besten ablenken, ausbremsen... kein bisschen Verständnis für die emotionale Ebene dieses Kindes... sie hätte ihm das auch erklärt das Kinder groß werden und alt usw... aber ich hatte nicht den Eindruck, dass sie sich da groß einfühlen wollte...


Das kommt mir bekannt vor. Im alten Kiga des Großen war es ähnlich. Bei uns ist am Ende einiges so schief gelaufen, dass wir den Kiga gewechselt haben.
EINES habe ich jedoch bei unserer Kindergarten-Odyssee gelernt: Wenn eine Mutter auf ihr Bauchgefühl hört, ist's schon meistens richtig, was sie tut. Was andere sagen, auch Erzieherinnen, sollte da zweitrangig sein.
Du kennst Dein Kind am besten, lass Dich nicht beirren, wenn Du Deinem Kind Sachen erklärst, die es nach Ansicht anderer nicht verstehen kann. Fühl Dich mal gedrückt sm

Gruß Chaos
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Beiträge: 5625
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BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 13:28
BeitragTitel:
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Hallo,

ich kenne diesen Kummer und die Fragen von beiden schon ziemlich früh- der Große beschäftigt sich mit dem Tod schon,seit er 3 Jahre alt war,der Kleine fing mit 4,5 an.
Der Große fragte ohne große ANgst, eher fasziniert genau nach- und ihn beschäftigte schon immer dabei die Frage "was kommt danach" sehr stark. DAs Thema ist seitdem ohne Unterbrechung aktuell!!! Dazu gehörten auch so Fragen auf dem Friedhof dazu,wie "wer ist denn hier VERgraben"- sehr laut surprise ! Da muss man ruhig bleiben-auch,wenn andere entrüstet gucken...

Der Kleine ist viel emotionaler dabei- es kam schon vor,dass er abends im Bett auf einmal herzzerreißend weinte,weil er nicht wollte,dass wir,seine Eltern, irgendwann einmal sterben .Er ist aber auch von beiden der gefühlsbetontere und ein kleiner Realist. Ihn interessiert schon auch,was kommt,aber viel dringender das "Hier und Jetzt",das,was ihn direkt betreffen könnte-auch in Zukunft. Da ist es schwer zu erklären,warum Kinder sterben müssen...!

DIeser Kummer ist rührend, zeigt er doch auch, wie sehr das Kind seine ELtern etc. liebt, dass dem Kind die "Endlichkeit" des Lebens klar geworden ist. Niemand kann seinem Kind versprechen,dass er immer da sein wird, aber-wie scout schon schrieb-dass man achtsam mit dem eigenen Leben und dem anderer umgehen wird um solange wie möglich für es da zu sein!

liebe Grüße und gaaanz viel Zeit und Geduld bei dem Thema

Steffi
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clementine



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Anmeldungsdatum: 31.03.2007
Beiträge: 1393
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 14:55
BeitragTitel: danke...
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friends knutsch
danke Euch allen... auch für die büchertips...
die devil devil sm -erzieherin hat mir schon wieder das Gefühl vermittelt, dass ich mir was einbilde und sowieso nur unmögliche Ideen in das Kind einpflanze... jetzt fühle ich mich schon wieder etwas sicherer...

C. ist so eine Mischung aus naturwissenschaftlich interessiertem aber auch sehr sensiblem Kind... er fragte mich z.B. nach dem Tod der Tante - ob denn die Speiseröhre heilgeblieben sei.... klar, wenn die Seele in den Himmel kommt... Essen muß man ja immer green und stellte dann noch fest, dass ja die Blutkörperchen jetzt ruhen, wenn das Herz nicht mehr schlägt... tagsüber kommt er mit diesen Informationen auch bestens klar...

ich hab so langsam den Eindruck dass er tagsüber forschend drauf ist und nachts von den Gefühlen überwältigt wird, die er sich tagsüber durch seine Informationssammlung eingeholt hat... ist das verständlich???
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Albert Einstein
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Frischer Wind




Anmeldungsdatum: 16.08.2006
Beiträge: 211

BeitragVerfasst am: 23.05.2007, 22:47
BeitragTitel: Re: ich könnt k....
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clementine hat folgendes geschrieben:

Kommentar der Erzieherin: man solle da nicht so drauf eingehen, das seien halt Kinderfragen, am besten das nicht immer ansprechen


Oh, mann, wiiieee ich solche Sprüche hasse. Ich selber bin mit Sprüchen wie " Dafür bist du noch zu klein." " Wenn Erwachsene reden, haben die Kinder zu schweigen." usw. groß geworden. Deshalb beantworte ich meinen Kindern jede ernstgemeinte Frage - obwohl ich mir neuerdings, wo die Kinder doch jetzt schon größer werden, überlege, ob ich ein Zeitlimmit setze, denn irgendwann fallen bei mir die Klappen. Manchmal überlege ich auch klammheimlich, ob ich's nicht einfacher hätte, wenn ich die Kinder nicht immer so zum Fragen und zu eigenen Meinungen und Zielen ermuntert hätte. Aber das ist rein hypothetisch - ich kann ja nicht aus meiner Haut raus und urplötzlich zum Oberfeldwebel mutieren.

Zitat:
ich hab ja schon nix mehr gesagt von Hb geschweige denn OE... obwohl das ja ziemlich auf ihn zutrifft... ich glaub auch nicht, dass die Erzieherinnen davon schon mal irgendwas gehört haben....


Ich weiß auch nicht was OE ist. Würdest du mich mal aufklären.

Gute Nacht und schlaf schön
Andrea
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clementine



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 31.03.2007
Beiträge: 1393
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 24.05.2007, 08:49
BeitragTitel: *grins*...
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danke Andrea.... das hochsensible Kind hat heut nacht laufend gestrampelt und mir seine Füße ins Gesicht gestreckt green ...

Dieses "OE" ist die Abkürzung für "Overexitabilities = Hohe Empfindlichkeit der Sinne".... hat wohl ein polnischer Psychiater/Psychologe erforscht.
sm http://www.iikuh.de/download/elternmappe/mat-dabrowski.pdf

Ich hab hier nen ganz lieben Hinweis auf die Thematik bekommen, ist auch in dem Buch "Hochbegabt - und hochsensibel" sehr anschaulich beschrieben.
für mich war das wie der Eintritt in meine eigene Akzeptanz für die mögliche HB von C. Er ist ja nicht so "offensichtlich" und Löcher in den Bauch fragen kenne ich auch weniger... aber in dieser Beschreibung einiger der OE´s hab ich ihn erkannt - eigentlich hab ich ihn da zum ersten mal überhaupt in irgendeiner Beschreibung zum Thema erkannt...

ich kann dich gut verstehen, ich versuche auch immer auf seine Fragen einzugehen... ich WILL ja, dass er die Welt versteht, wie kann ich ihn da doof halten? Ich bin aber gott sei Dank nicht mit solchen Sprüchen großgeworden, ich machs nicht als Gegenreaktion auf eigene Erfahrungen.
Ich frag mich nur immer, welches Menschenbild man vertritt, wenn man andere die im Machtgefälle unter einem stehen, so behandelt... rolleys

Zum Buch gibts meiner Erinnerung nach hier auch einige Anmerkungen, für mich wars bisher eines der besten zum Thema..
liebe Grüße
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