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Frau Wolle Sponsor

Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 4906 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 30.05.2007, 20:39
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Liebe Jutta,
jetzt möchte ich meine Erfahrungen auch dazugeben.
Deine Zweifel kann ich sooo gut verstehen. Unser Sohn war - und ist es immer noch - ein absoluter Minimalist. Es gab Zeiten, da habe ich ihn gedrückt, von ihm mehr gefordert, als er zu geben bereit war. Irgendwann war es ihm zu viel und er hat total dicht gemacht.
Er hat wohl anscheinend immer nebenher mehr mitbekommen, als wir wussten - und war auch nicht bereit, es den Lehrern zu zeigen. Er hat UNS gezeigt, dass Schule sein Ding war. Je mehr wir wissen wollten, desto mehr hat er sich verschlossen. Es kam soweit, dass er fast die Schule geschmissen hätte, um UNS (mich?) zu strafen.
Wie du ja sicher weißt, hat er sich ins Internat "abgesetzt". Allein kam er da wohl nicht mehr heraus und er brauchte dann den totalen Abstand von uns. Wir haben dann die Schule (und sein Leben) weitestgehend in fremde Hände gelegt. Erst da war er wieder - erst ansatzweise - heute mehr - bereit, für SICH und seine Zukunft etwas zu tun. Er lernt JETZT, dass es um IHN geht und nicht um uns.
Lange Rede kurzer Sinn - hab ein Auge drauf, aber tu nicht zu viel. Wenn die Lehrer sehen, dass er weiter kommt und seine Noten im grünen Bereich sind, bleib locker - so schwer das auch fällt.
Lieben Gruß
Frau Wolle _________________ Derjenige, der denkt, er hätte keine Fehler, hat mindestens zwei!
Frau Wolle |
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Tar-Miriel Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 5260 Wohnort: Südhessen
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Verfasst am: 31.05.2007, 10:38
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@Alice:
Dein letztes Posting könnte auch von mir stammen.
Hallo Jutta,
hatte in den letzten Tagen etwas Stress, deshalb melde ich mich erst jetzt zu Wort.
Habe ja auch so einen Minimalisten in der 4. Klasse, der nur das macht, was unbedingt gefordert ist und keinen Strich mehr. Sternchenaufgaben muss man nicht machen, Wochenplan wird bis auf die letzte Minute so eingeteilt, dass er freitags erfüllt ist und keine Hausaufgaben fürs Wochenende übrigbleiben.
Er ist bisher eigentlich immer den Anforderungen gerecht geworden und hat die notwendige Leisung gut (2er-Schnitt - keine Höchstleistung) erbracht. Manchmal muss ich helfend eingreifen, wenn er sich verfranst hat oder mal zu faul war, aber er zieht seine Motivation durchaus auch aus Niederlagen (schlechteren Noten). Es ist nicht immer einfach dabei zuzusehen, zumal ich mir durchaus der Lücken bewusst bin, die er auch aufgrund seiner KL mit ins Gymnasium nimmt, aber Druck erzeugt bei ihm Gegendruck und würde im Extremfall vermutlich auch zu Verweigerung führen.
Gerade im zweiten Schuljahr haben wir heftigst gegen die Hausaufgaben gekämpft, ich wollte ihm einen Zeitrahmen aufzwingen, damit er noch "Freizeit" hat. Je mehr ich ihm aber das Zeitmanagement übergeben habe (anfangs auch mal 3-4 Stunden Hausaufgaben), desto schneller wurde er. Momentan macht er sich zügig um genug Spielzeit übrig zu haben. Bisher hat er immer den Ehrgeiz gehabt gute Noten heimzubringen, für sehr gute reicht die Motivation nicht, aber so what - zufriedenes Kind ist wichtiger. Ich wünsche ihm einfach, dass er auf dem Gymnasium Lehrer bekommt, die es schaffen ihn für das ein oder andere Fach zu begeistern, dass er dann mal die Leistung bringt, zu der er eigentlich fähig ist.
Aber auch das musste ich lernen, war ja selbst auch nicht anders.
Ich versuche einfach zu beobachten und dann einzugreifen, wenn es wirklich klemmt. Ist nicht immer leicht. Das es auch anders sein kann sehe ich bei der Mittleren, die hochmotiviert mit tollen Leistungen durch die Schule zieht und eine KL hat, die das anerkennt und sie auch fordert. Wenn ich dies auf meinen Großen zu übertragen versuchte, würde er absolut blockieren. Schule ist sein Bereich, das macht er mir immer mal wieder klar. Zitat aus der letzten Woche: "Mama, vertrau mir, Du weißt doch, dass ich Mathe kann!" - als ich mal wieder keine Ahnung hatte, dass eine Mathearbeit geschrieben wird. Klar, weiß ich das, würde mit ihm auch nie Mathe üben, aber wüsste doch gerne, was gerade in der Schule läuft.
Für mich ist es Gratwanderung, den Weg zwischen zu viel und zu wenig Druck beim Großen zu finden und sehe dem nächsten Schuljahr schon mit Sorge entgegen, auch wenn ich ihn so einschätze, dass er diesen Anforderungssprung schon bewältigen kann. Ich kann meinen Kids nur den schulischen Rahmen bieten, der hoffentlich zu ihnen passt, was draus machen müssen sie allein, bei Problemen helfe ich gerne.
Liebe Jutta, ich finde den schulischen Rahmen, den Du ihm bietest, gar nicht verkehrt. Es fällt halt oft schwer, die (wohl vor allem) Jungs auch mal laufen zu lassen und den Lehrer zu vertrauen, dass sie schon alles Notwendige (wenn auch oft nicht mehr) aus ihnen herauszuholen. Wenn Du in Sorge bist, frag in der Schule nach. Vertrau ihm und lass ihn am langen Zügel laufen, beobachte und greife erst ein, wenn es wirklich nötig ist, wenn Alarmsignale aus der Schule kommen oder er unzufrieden wird - auch wenn es schwerfällt. Das ist halt die Crux, dass HB nicht zwangsläufig Hochleistung bedeutet.
Ich finde es sehr schwer für jedes Kind die (hoffentlich) richtige Strategie zu finden und es ist viel "try and error" dabei.
Liebe Grüße
Tar-Miriel _________________ "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 31.05.2007, 15:16
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Mensch, ist das schwer. Ich danke euch für eure Berichte und Meinungen. Ich versuche, mich zurückzunehmen. Eure Worte tun mir echt gut, sie geben mir etwas mehr Geduld. Ich weiß ja, das er es kann. Und es nicht nur um 100% Leistung jederzeit geht. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich als Kind anders war und es bei meinen Jungs wirklich etwas vermisse. Sie tun beide nur das, was nötig ist, kein Ehrgeiz in Sicht.
Ich werde ihn laufen lassen. Natürlich habe ich ihm meine Sorgen mitgeteilt, kann ihm aber auch sagen, dass ich ihm vertraue.
Nur: Was ist mit den Klagen verschiedener Eltern, die die mangelnde Arbeitshaltung und Leistungsbereitschaft beklagen? Von Lehrern berichten, die mit dem Kind nicht klar kommen, weil es immer wieder die Hausis nicht macht, die Referate schludrig oder zu spät abgibt, sich nicht mündlich beteiligt? Lege ich da nicht jetzt schon einen Grundstein, indem ich ein Mindestmaß an Leistung einfordere?
Seine Schule ist ja nicht nur Monteschule, sondern eine freie Schule. Heißt, die Schüler nehmen sich den Wochenplan selber vor, entscheiden selber, was sie erreichen wollen. Und wenn einer nur erreichen will, dass er die Fahrradprüfung im Lükkasten besteht? Da brauch ich aber viellll Geduld und Zuvertrauen, dass er das irgendwann von selbst macht.
Danke, Frau Wolle, für deinen Bericht. Er hat mir besonders gezeigt, dass ich vorsichtig sein sollte, Vielleicht haben unsere Söhne ja einiges gemeinsam. Ich werde es versuchen.
Jutta _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 15.06.2007, 12:18
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Falls es noch jemanden interessiert:
Gestern war halbjährliches Elterngespräch. Dabei gibt es auch eine Dokumentation über die Leistungen.
fließendes und sinnentnehmendes Lesen auch ungeübter Texte
leserliche Schrift (er hat auf Lateinische gewechselt)
kann fast fehlerfrei abschreiben
oft lautorientiertes Schreiben
Wortarten wie bereits beschrieben,
großer Wortschatz und genaue, anschauliche Darstellung im Sprachgebrauch
Addition und Subtaktion im Bereich bis 1000,
1x1 kann er, Division übt er grade
Interesse an Europa (Puzzle) und Radfahrprüfung
macht engagiert in Religion mit
arbeitet gern an der Werkbank und ist gut in Sport, ausdauernd und fair,
Er testet grade die Regeln, lernt im Vorübergehen (nach Aussage der Lehrerinnen), setzt sich weniger hin, um das didaktische Material zu benutzen. Lieber schaut er hier mal zu und dort und kann es dann eben. Er ist im sozialen Bereich dabei, seinen Platz in der Gruppe zu finden und gehört zu den Besten seines Jahrgangs. Sie versuchen, seine Ideen aufzugreifen, werden aber keine besonderen Projekte anbieten, die er bearbeiten soll. Das widerspricht dem Konzept der Freien Aktivität.
Ich kann gut damit leben, ich werde mich mehr zurücknehmen und ihm signalisieren, dass es gut ist, was er macht. In der 3. Klasse wird es etwas mehr Regeln und verbindliche Stunden geben, das muss dann reichen.
Die Lehrerinnen waren sehr nett, offen, kooperativ. Ich fühle mich wirklich ernstgenommen und verstanden. Auch wenn es keine Leistungstests gibt!
Noten vergibt diese Schule übrigens nur im ersten Halbjahr der 4. Klasse, wegen der Empfehlung für die weiterführende Schule.
Sohn ist zufrieden, ich bin es auch.
So.
Jutta  _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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Tar-Miriel Sponsor 2010/2011

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 5260 Wohnort: Südhessen
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Verfasst am: 15.06.2007, 12:29
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Hallo Jutta,
klar interessiert es!!!
Es ist wohl wirklich eine heftige Umstellung von normaler Schule zu Montessori und ich finde es immer wieder spannend über dieses Schulsystem zu lesen. Die Beurteilung klingt gar nicht danach, dass er nur in den Tag trödelt und sich keiner drum kümmert.
Solange er zufrieden ist und es ihm dort gefällt, würde ich mich entspannt zurücklehnen und ihn machen lassen. Solange er zur Leistungsspitze seines Jahrgangs gehört, brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Klar könnten sie vielleicht mehr - mein Großer gehört ja auch zu der bequemen Fraktion - aber ist das momentan wirklich nötig? Irgendwann kommt der Punkt, an dem sie etwas so interessiert, dass sie sich festbeißen und zur Hochform auflaufen, davon bin ich fest überzeugt.
Liebe Grüße
Tar-Miriel _________________ "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - Aus Sambia
Tar-Miriel |
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Citrus Vestibülduft, Administrator, Sponsor2010
Anmeldungsdatum: 02.03.2005 Beiträge: 3558 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 15.06.2007, 12:34
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Hallo Jutta,
ich finde, das klingt sehr entspannt!
| Zitat: |
| Noten vergibt diese Schule übrigens nur im ersten Halbjahr der 4. Klasse, wegen der Empfehlung für die weiterführende Schule. |
Daran habe ich gerade gedacht, als ich Dein Post las. Wie geht es weiter? Okay, es gibt Noten für die Empfehlung.
Wie ist es - die Kinder lernen jetzt auf ihre ganz eigene Art und Weise.
Wenn sie dann auf die weiterführende Schule kommen, werden sie diesen Schritt problemlos schaffen? Was glaubst Du? Da weht plötzlich ein ganz anderer Wind: Frontalunterricht! Oder werden sie darauf noch irgendwie vorbereitet?
LG Zitrone _________________ »Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.«
Albert Einstein |
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Alice Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.03.2005 Beiträge: 2419 Wohnort: Bayerisch-Schwaben
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Verfasst am: 15.06.2007, 13:16
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Hallo Jutta,
ja, mich interessiert es auch sehr!
Das ist doch sehr erfreulich, was bei dem Gespräch herausgekommen ist. Eigentlich doch geradezu ideal: Er kann lernen, wie es ihm offensichtlich liegt, nämlich "nebenbei", bekommt dabei alles und noch mehr mit, kann zeigen, was er sonst so kann und kann sich vor allem mit Dingen beschäftigen, die ihm Spaß machen und ihm den Spaß am Lernen nicht verleiden - super!
Ich hoffe, es geht so toll für ihn weiter. Dann können wirklich alle Beteiligten mehr als zufrieden sein!
Liebe Grüße
Alice |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 15.06.2007, 19:29
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@ citrus:
Die 4. Klasse wird wohl nach meinen Informationen nicht besonders auf Frontalunterricht vorbereitet.
Sie haben weniger Auswahl in der Freiarbeit durch die Pflicht, jeden Tag für Deutsch und Mathe etwas zu erarbeiten. Es hängen die verbindlichen Rahmenpläne aus, was am Ende der 4 geschafft sein muss. Daran orientieren sie sich wohl, wenn sie etwas noch nicht gemacht haben, wird es im Laufe des Jahres gemacht.
Sie müssen eine Jahresarbeit erstellen, die auch ca. Mai vorgestellt werden muss. Thema ist wohl frei wählbar, aber die Rahmenbedingungen stehen fest wie Systematik, Seitenzahl usw. Sie haben 4 verbindliche Englischstunden, schreiben hin und wieder ein Diktat oder Aufsatz, haben verbindlich Religion und machen auch die Radfahrprüfung. Der Rest ist lernen im eigenen Tempo oder auch Thema. Mit Kontrolle der Lehrerinnen, ob alles dran kommt und eine gewisse Ordentlichkeit ist natürlich auch wichtig. Ausserdem gibt es immer wieder Projekte, die über einen gewissen Zeitrahmen laufen, an denen sie teilnehmen können. Momentan ist es Notenlehre und ein Schlagzeugkurs. Es gibt eine AG für Reiten, Schwimmen, Zeittunnel (Steinbruch mit paläontologischer Ausrichtung) und eine Kunst-AG. Dann können auch noch Eltern etwas anbieten, wie Kochen, Experimente, Kreatives oder was weiß ich. Das läuft aber nicht soo häufig.
Der Wochenplan wird montags von den Kindern selbst erstellt ("Was nehme ich mir diese Woche vor?") und wird kontrolliert. Am Freitag wird dann festgestellt, ob alles geschafft ist. Wer nicht am Wochenziel arbeitet, bekommt einen roten Punkt als Erinnerung eingeklebt, noch was daran zu machen. Das ist ganz neu und ein visuelles Zeichen, den jeder sofort erkennt. Da muss man nicht lange suchen und lesen, was hab ich gemacht.
Es heißt, dass die Kinder aufgrund ihrer Selbständigkeit und Organisiertheit sich sehr gut in die nächste Schule einfinden und mit dem System der Fächer, Fachlehrer und Fachräume gut klar kommen. Die Unterrichtsart ist sicher eine Umstellung, aber auch machbar. Auch die anderen Grundschüler sind ja eher ein bis zwei Lehrerinnen gewohnt, einen Klassenraum und geringere Schüler in der Schule.
KleinSohn kennt das Regelsystem allerdings, daher mach ich mir da wenig Sorgen.
Wer noch mehr wissen möchte, ich berichte gern. Wobei ich dazu sagen muss, dass es nicht nur eine Montessorischule ist, sondern dazu eben eine freie aktive Schule, daher ist viel mehr Freiarbeit dabei.
Entspanntere Grüße
Jutta _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99) |
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Moffi Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 2070
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Verfasst am: 15.06.2007, 20:22
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Hallo Jutta,
was heißt denn "Freie aktive Schule" genau? Das habe ich mich schon öfter gefragt. (Ich hab die Frage hier schon mal irgendwo off-topic gestellt, aber vergessen wo, wenn Du also schon mal geantwortet hast, dann entschuldige bitte die Wiederholung.)
Hat das irgendwas mit Wild-Pädagogik zu tun und wodurch unterscheidet die sich von der "reinen" Montessori-Pädagogik?
LG,
Karin
Zuletzt bearbeitet von Moffi am 15.06.2007, 20:25, insgesamt einmal bearbeitet |
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Atti Sponsor
Anmeldungsdatum: 08.06.2005 Beiträge: 291 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 15.06.2007, 20:23
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Hallo Jutta,
ich finde das hört sich alles super an. Den Stoff der 2. Klasse hat er dann jawohl erarbeitet (und wenn´s im vorbeigehen war !) und wenn er zu den Jahrgangsbesten gehört ist doch alles in Butter !
So eine freie aktive Schule würde ich mir für unsere Rübe auch wünschen.
lG
Atti |
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jutta Sponsor
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.05.2005 Beiträge: 4602 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 15.06.2007, 20:38
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@ Moffi:
Ich kann dir leider nicht sagen, ob es eine Anlehnung an diese Pädagogik sein soll (wobei es eine Anlehnung an Wild ja nicht geben soll). Google einfach mal "Wild-Pädagogik", da kommt weiter unten unsere Schule .Leider war beim letzten Besuch die Homepage nicht so aktuell, es sind noch die Fotos vom ersten provisorischen Schulgebäude drin.
Frei und aktiv soll bedeuten, die Kinder haben fast nur Freiarbeit, entscheiden frei, was sie erarbeiten, wann und wie, mit wem und wo wielange. Es wird Wert auf Einhaltung gewisser Regeln gelegt, aber die sind nicht so zahlreich. Jeder lernt in seinem Tempo und es gibt neben der Schatzkammer (Montessoriraum) einen Bewegungraum, einen Kreativ- und einen Musikraum sowie den Projektraum, der noch am ehesten als Klassenraum bezeichnet werden kann. Jeder Raum, der geöffnet ist und nicht gerade für eine Unterrichtsstunde Musik oder Religion oder so genutzt wird, kann von den Kinder aufgesucht werden. Ausserdem steht ein (mittlerweile schön gestalteter) großer Aussenbereich zur Verfügung, Und nicht nur als Pausenplatz! Mit Seilpfad in alten Parkbäumen, kleiner Bühne, Wassermatschplatz, Beerensträuchern, Schaukel, Freifläche für Ballspiele usw.
Die Kinder sind eben aktiv, sie lernen aus eigenem Antrieb und nicht nur passiv durch Zuhören und Stillsitzen.
Frage gut beantwortet? Sonst schreib ich noch mehr.
Gruß Jutta
die jetzt in den Chat zum Quizz geht!  _________________ Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles (Goethe)
Jutta
Einstein (3/93) und Napoleon (3/99)
Zuletzt bearbeitet von jutta am 16.06.2007, 11:49, insgesamt einmal bearbeitet |
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Moffi Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 2070
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Verfasst am: 15.06.2007, 20:53
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Danke, Jutta, ich google gleich mal...
Viel Glück beim Quizz!
LG,
Karin (die zu lahm zum chatten ist und deshalb nicht teilnimmt.) |
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sue Quizzgewinnerin, Sponsor, Lotusfüßchen

Anmeldungsdatum: 03.03.2005 Beiträge: 2134 Wohnort: wo der frische Wind weht...
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Verfasst am: 15.06.2007, 22:38
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| jutta hat folgendes geschrieben: |
Es heißt, dass die Kinder aufgrund ihrer Selbständigkeit und Organisiertheit sich sehr gut in die nächste Schule einfinden und mit dem System der Fächer, Fachlehrer und Fachräume gut klar kommen. Die Unterrichtsart ist sicher eine Umstellung, aber auch machbar. Auch die anderen Grundschüler sind ja eher ein bis zwei Lehrerinnen gewohnt, einen Klassenraum und geringere Schüler in der Schule.
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Das sagt man bei uns auch, citrus, dass die Schüler aus den I-Klassen mit dem rein offenen Unterricht keinerlei Probleme hätten, sich dem Frontalunterricht anzupassen und die Selbstständigkeit augenfällig sei.
(Ich mache mir mehr Sorgen wegen der vielen fehlenden Inhalte, weniger wegen des Systemwechsels.)
P. bekommt ja während der ganzen vier GS-Jahre keine Noten, er ist völlig heiss auf Zensuren.
Na, das wird sich schnell geben
Jutta, jetzt kannst Du Dich ja beruhigt zurücklehnen, und die Dinge einfach laufen lassen. Er macht das schon!
(Hab leicht reden, bin ja auch so eine Glucke)
sue |
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Moffi Sponsor 2010/2011
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 2070
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Verfasst am: 16.06.2007, 09:32
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Hallo Jutta,
hab Dir eine PM geschickt!
LG ,
Karin |
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SabSab Sponsor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 583
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Verfasst am: 16.06.2007, 10:24
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Hallo Jutta,
was Du da schreibst, klingt richtig gut.
Ich nehme an, heute weißt Du auch nicht mehr so genau, wieso Du Zweifel hattest, oder?
Ich erinnere mich jetzt nicht mehr so genau: muss Dein sohn nach der 4.Klasse wieder ins Regelschulsystem wechseln? Bietet diese Schule keine Weiterführung an?
Liebe Grüße
Sabine |
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